Die Grenzen des Wachstums
Club of Rome / Dennis Meadows
Der Bericht „Die Grenzen des Wachstums" aus dem Jahr 1972 ist ein Meilenstein der Umweltbewegung und entstand unter federführender Beteiligung des Club of Rome. Der Bericht warnte vor den ökologischen Folgen unbegrenzten wirtschaftlichen Wachstums und legte damit einen wesentlichen Grundstein für das entstehende Umweltbewusstsein in der Gesellschaft. Seine Analysen inspirierten die Gründung der Grünen und die Aktivitäten von Umweltorganisationen wie Greenpeace in den 1970er und 1980er Jahren.
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„Wann ging das los, dass man Club of Rome Anfang der 70er Jahre, Gründung der Grünen Ende der 70er, Anfang der 80er, dann so der Alarmismus, der sehr produktive übrigens von Greenpeace und so weiter.“
Precht skizziert die Geschichte des Umweltbewusstseins und nennt den Club of Rome als Ausgangspunkt Anfang der 70er Jahre — eine implizite Referenz auf den berühmten Bericht 'Die Grenzen des Wachstums' von 1972, der als Meilenstein der Umweltbewegung gilt.
„Wie oft haben wir uns eigentlich schon, was düstere Prognosen angeht, katastrophal geirrt? Allein, wenn du dir den Bericht des Club of Rome anguckst, Das Öl wäre längst zu Ende, die Gasvorräte, Kupfer, alles, alles, wir wären im Grunde, wären wir vollkommen erledigt.“
Lanz führt den Club-of-Rome-Bericht als prominentestes Beispiel für gescheiterte Untergangsprognosen an. Er argumentiert, dass gerade ab dem Zeitpunkt, an dem alles angeblich zu Ende sein sollte, die Produktion erst richtig losging – ein Argument gegen den herrschenden Kulturpessimismus.
„Ich habe daran an dieses Greta Thunberg Phänomen gedacht. Oder an den, wie hieß der Weltbericht 1973, die… Club of Rome. Ja, Club of Rome Bericht oder so. Also das kann man vielleicht vergleichen mit Propheten, die in ihrer Zeit versucht haben den Untergang zumindest der jetzigen Zivilisation vorherzusagen und mit einem wahnsinnigen Widerstand rechnen müssen.“
Johanna Haberer zieht eine Parallele zwischen dem Propheten Jesaja und modernen Warnern. So wie Jesaja den Untergang Israels vorhersagte und niemand ihm glaubte, hätten auch die Autoren des Club-of-Rome-Berichts den Niedergang der Zivilisation prognostiziert und seien auf massiven Widerstand gestoßen. Die Erwähnung dient als modernes Vergleichsbeispiel für prophetisches Reden gegen verfettete Herzen und verklebte Augen.
„Und dann gab es immer eine Club of Rome mit seinen Erklärungen, was sich wie ökologisch weiterentwickeln wird und Klima und so.“
Renate Künast erwähnt die Berichte des Club of Rome im Kontext der Entstehung der Umweltbewegung und der Gründung der Grünen
„Viele beziehen sich jetzt auf den Brief der Meeresforscher und Physiker vom Scripps und anderen amerikanischen Wissenschaftlern, die an den Präsidenten Johnson geschrieben hatten, 65, soweit ich weiß. Übrigens haben wir in Deutschland... Club of Rome war dann in den 70ern.“
Antje Boetius skizziert die Geschichte des Klimabewusstseins und nennt verschiedene Meilensteine: den Brief von Scripps-Forschern an Präsident Johnson 1965, dann den Club-of-Rome-Bericht in den 70ern. Sie ordnet diese frühen Warnungen in eine Erzählung ein, wie lange gesellschaftliche Transformationen dauern.
„Das ist tatsächlich ein tolles Buch, weil es natürlich auch in die 70er Jahre hineinführt so ein bisschen. Ich habe mir 76 geschrieben, das heißt, das ist das Zeitalter, in dem man quasi sowohl den Ölpreisschock hatte, in dem auch der Club of Rome schon gewarnt hat vor den Grenzen der Ressourcen auf der Erde.“
Alexander Cammann ordnet Weizenbaums Buch zeithistorisch ein und verweist auf den Club of Rome und dessen Warnung vor den Grenzen der Ressourcen als Teil des gleichen Zeitgeists der 1970er Jahre, in dem der Technikoptimismus der Nachkriegszeit bereits gebrochen war.
„Wie gesagt, Club of Rome spielte sicherlich eine große Rolle, die Vorstellung von den Grenzen des Wachstums. Und eben das Gefühl, deswegen SPD, es gibt keine politische Repräsentation für grundsätzlich alternatives Denken.“
Precht ordnet die Anti-AKW-Bewegung der 1970er Jahre historisch ein und nennt den Bericht des Club of Rome als entscheidenden intellektuellen Hintergrund. Das Bewusstsein für begrenzte Ressourcen habe zusammen mit der Unzufriedenheit mit der SPD den Boden für die Gründung der Grünen bereitet.
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