Herbsttag
Rainer Maria Rilke · 2019
"(...) Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben." Rilkes "Herbsttag" zählt zu den berühmtesten Gedichten in deutscher Sprache. Es wurde erstmals 1902 im "Buch der Bilder" veröffentlicht. Dieses Buch enthält sämtliche Gedichte der Edition von 1902 in einer ungekürzten Neuausgabe. Neuausgabe, Göttingen 2019.
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„Dann fängst du dein Stück mit dem zweiten Vers an. Also ich fange die Sendung an und sage, guten Abend meine Damen und Herren, heute ist Herbstanfang und erinnere sich an Rilke, dieses wunderbare Gedicht und trage den ersten Vers vor.“
Wickert erzählt zwei Anekdoten rund um Rilkes 'Herbsttag'. Einmal nutzte er das Gedicht, um Schröders Besuch bei Rodins Atelier in Paris anzumoderieren, ein anderes Mal ließ er den Schauspieler Klaus Maria Brandauer das Gedicht am Seeufer vortragen, um die Tagesthemen damit zu beenden. Beides löste begeisterte Zuschauerreaktionen aus.
„Dann zieht es sich einem so melancholisch ums Herz zusammen und man weiß, ach so, man weiß, der Sommer geht zu Ende und dann rezitiert man Rilke, der Sommer war sehr groß und so weiter.“
Im Gegenwartscheck spricht Mangold über den Herbstblues als anthropologische Konstante und zitiert beiläufig Rilkes berühmtes Gedicht 'Herbsttag' ('Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.') als typische melancholische Reaktion auf das Ende des Sommers.
„Der Sommer ist für mich die Zeit von Hitze und Wespen. Der Sommer war sehr groß. Ich bin da eigentlich am liebsten drin und im Herbst zieht es mich dann plötzlich in den Wald.“
Maja Beckers zitiert beiläufig die berühmte Zeile 'Der Sommer war sehr groß' aus Rilkes Gedicht 'Herbsttag', als sie über ihre Vorliebe für den Herbst spricht – passend zur Einleitung des Walden-Klassikers.
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