Interview: "Ich bin noch klar in der Birne"
Interview mit Rudi Assauer (2006)
Stefan Willeke, Andreas Lebert
Rudi Assauer, die Schalke-Legende, wird in diesem Interview von Mai 2006 porträtiert und offenbart bereits damals, dass er seine Gedächtnisleistung beobachtet und intuitiv weiß, wann er aufhören sollte – Jahre bevor seine Alzheimer-Erkrankung öffentlich bekannt wird. Der Manager spricht über seine Ansichten zum modernen Fußball, kritisiert dabei Jürgen Klinsmann und offenbart seine unverwechselbare Persönlichkeit. Das Interview dokumentiert einen zeitigen, noch unbewussten Umgang mit seiner eigenen kognitiven Veränderung.
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„Wenn man sich deine Begegnungen mit Assauer durchliest, dann merkt man bereits bei einer Begegnung im Jahr 2006, dass er Bescheid gewusst haben muss, dass er an Alzheimer erkrankt ist. Das ist interessant, denn darüber sprecht ihr noch gar nicht. Es ist auch öffentlich noch gar kein Thema im Mai 2006, aber er sagt von sich aus, ich bin noch so klar in der Birne, dass ich frühzeitig weiß, wann der Tag gekommen ist, an dem ich aufhöre.“
Sabine Rückert zitiert ausführlich aus einem früheren Zeit-Interview, das Stefan Willeke gemeinsam mit Kollege Lebert im Mai 2006 mit Rudi Assauer geführt hat. Dieses Interview ist ein eigenständiges, früheres Dokument – Jahre vor Willekes späterer investigativer Recherche zum Fall Assauer.
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