Antisemitismus

61 Medien · 1 Episoden · Seite 1 von 2

Medien (61)

Adidas-Kanye-West-Recherche

Adidas-Kanye-West-Recherche

Die New York Times hat eine umfassende Untersuchung der Geschäftsbeziehung zwischen Kanye West und Adidas veröffentlicht. Über fast ein Jahrzehnt (2013–2022) tolerierte Adidas trotz massiver Verhaltensauffälligkeiten Wests – antisemitische Äußerungen, Swastika-Zeichnungen, Pornografie im Büro – weil die Yeezy-Kollektion äußerst profitabel war und West zum Milliardär machte. Wests Bipolar-Störung führte zu extremen Stimmungsschwankungen und impulsiven Forderungen wie der plötzlichen Verlagerung der Schuh-Entwicklung nach Wyoming. Adidas-Manager richteten eine interne „Yzy hotline" ein, um mit Wests Verhalten umzugehen, und erhöhten sein Gehalt wiederholt: 2019 zahlte Adidas zusätzlich 100 Millionen Dollar jährlich. Erst nach öffentlichen Äußerungen Wests über Juden beendete Adidas die Zusammenarbeit 2022.

Zum Artikel bei New York Times Details
Alarmstufe Roth

Alarmstufe Roth

Und weiter geht es im heiteren Beruferaten: Wer ist ein Antisemit und woran erkennt man ihn oder sie? Jetzt ist tatsächlich Claudia Roth in den Verdacht geraten, nur weil sie einen alten Freund, der zufällig ein Holocaustleugner und Sprecher des iranischen Parlaments ist, noch herzlicher begrüßt hat, als es ihm lieb war. Gerechtigkeit für Claudia!

Zum Artikel bei Achgut.com Details
Andorra

Andorra

Max Frisch

Max Frischs Parabel-Stück „Andorra" erzählt von einem jungen Mann, der als jüdisch gilt und daraufhin allen Antisemitismus seiner Umgebung auf sich zieht – bis er sich selbst als Jude identifiziert, obwohl er keiner ist. Das Stück zeigt als subversive literarische Form, wie gesellschaftliche Zuschreibungen und Vorurteile Identität prägen und herrschende Systeme unterlaufen können. Es ist ein prägnantes Beispiel für die Macht von Stereotypen und bleibt in aktuellen Identitätsdebatten hochrelevant.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
Angst im Rücken

Angst im Rücken

Daniel Cohn-Bendit

Dokumentarfilm von Daniel Cohn-Bendit über die Angst der jüdischen Gemeinde in Frankfurt nach den Anschlägen von Rostock-Lichtenhagen 1993. Der Film porträtiert Mitglieder der jüdischen Gemeinde und ihre Überlegungen, ob sie in Deutschland bleiben können. Ein wichtiges Zeugnis der Verunsicherung jüdischen Lebens in Deutschland Anfang der 1990er Jahre, ausgestrahlt in der ARD.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Antilopen Gang-Song (über Antisemitismus)

Antilopen Gang-Song (über Antisemitismus)

Antilopen Gang

Der Song der Antilopen Gang befasst sich mit dem gestiegenen Antisemitismus in Deutschland, insbesondere im Kontext der Nahostdebatte. Die Künstler artikulieren darin gesellschaftliche Tendenzen und problematische Debatten, die in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung gewonnen haben.

🛒 Amazon * 🎧 Spotify ▶️ YouTube Details
Artikel über Adidas und Kanye West

Artikel über Adidas und Kanye West

Nach dem Bruch mit Kanye West (Ye) im Oktober 2022 blieb Adidas auf Lagerbeständen im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar an Yeezy-Schuhen sitzen. Die Partnerschaft hatte Adidas jährlich schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar Umsatz eingebracht – ihr Ende brachte den Konzern an den Rand eines Jahresverlusts. Der Fall zeigt exemplarisch, wie abhängig Sportartikelkonzerne von einzelnen Kreativpartnern geworden sind und welche existenziellen Risiken entstehen, wenn solche Partnerschaften zerbrechen. Adidas musste schrittweise Restbestände der Yeezy-Kollektion verkaufen und Erlöse für wohltätige Zwecke spenden.

Zum Artikel bei New York Times Details
Artikel über Antisemitismus und jüdische Ängste

Artikel über Antisemitismus und jüdische Ängste

Nele Polacek

Nele Polacek argumentiert, dass die eigentliche Bedrohung für Juden in Deutschland nicht die statistische Wahrscheinlichkeit eines Anschlags ist, sondern das Kippen gesellschaftlicher Mehrheitsverhältnisse. Wenn antisemitische Einstellungen zur gesellschaftlichen Norm werden, verlieren Juden den Schutz durch eine ablehnende Mehrheit. Diese strukturelle Verschiebung ist für viele Juden bedrohlicher als konkrete Gewaltakte, weil sie die gesellschaftliche Grundlage für Sicherheit untergräbt.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Artikel über Neonazi-Begegnung im Schwimmbad

Artikel über Neonazi-Begegnung im Schwimmbad

Deborah Feldman

Deborah Feldman besuchte mit ihrem Sohn und einem Freund ein Schwimmbad in Oranienburg bei Berlin, als sie einen Mann mit einem grossen Auschwitz-Tattoo und dem Spruch 'Jedem das Seine' auf dem Ruecken entdeckten. Der Mann, Marcel Zech, trug weitere einschlaegige Taetowierungen (Eisernes Kreuz, Schwarze Sonne, Reichsadler) und war Mitglied der NPD. Obwohl das Schwimmbadpersonal zunaechst untaetig blieb, fotografierte ein anderer Badegast das Tattoo und veroeffentlichte es auf Facebook, woraufhin der Fall internationale Aufmerksamkeit erhielt. Feldman beschreibt ihre Ohnmacht und Angst als juedische Frau, die mit ihrem Kind einem offen auftretenden Neonazi gegenueberstehen musste. Dieser Artikel in der amerikanisch-juedischen Zeitung The Forward machte die Produzentin Anna Winger auf Feldman aufmerksam, was zur Netflix-Serie 'Unorthodox' fuehrte.

Zum Artikel bei Forward.com Details
Artikel über die Documenta-Debatte

Artikel über die Documenta-Debatte

Eva Menasse

Eva Menasse kritisiert in ihrem Spiegel-Kommentar die deutsche Debatte über antisemitische Kunstwerke auf der Documenta 2022. Sie argumentiert, dass die Fixierung auf symbolische Probleme – wie ein indonesischer Wandteppich mit antisemitischen Karikaturen – von realen, lebensbedrohlichen Gefahren ablenkt, etwa von eliminatorischem Antisemitismus und bewaffneten Angriffen auf Synagogen in Deutschland. Menasse hinterfragt die deutsche Neigung zu Symbolpolitik und stellt provokativ dar, welche Bedrohungen tatsächlich ernst zu nehmen sind. Der Artikel setzt sich damit kritisch mit Kulturstaatsministerin Claudia Roth und der öffentlichen Skandalisierung auseinander und plädiert für eine Priorisierung echter Sicherheitsrisiken gegenüber kunsthistorischen Kontroversen.

Zum Artikel bei Spiegel Details
Aufsätze über Antikapitalismus und Antisemitismus

Aufsätze über Antikapitalismus und Antisemitismus

Moishe Postone · 1997

Postones Aufsätze analysieren die strukturelle Verbindung von Antikapitalismus und Antisemitismus: Der Begriff des Abstrakten wird sowohl zur Kapitalismuskritik als auch zur antisemitischen Konstruktion des Juden als wurzelloses Wesen einer entwurzelten, universellen Macht herangezogen.

Zum Artikel bei Soziopolis.de Details
Außenseiter

Außenseiter

Hans Mayer · 1976

Literaturkritische Essays über Außenseiter-Positionen und marginalisierte Perspektiven in Kultur. Das Werk argumentiert gegen die Trennung von Antizionismus und Antisemitismus und zeigt deren historische Verflechtung auf.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
BKA-Statistik 2024 zu judenfeindlichen Straftaten

BKA-Statistik 2024 zu judenfeindlichen Straftaten

Bundeskriminalamt

Die BKA-Kriminalstatistik 2024 erfasst antisemitische Straftaten in Deutschland mit konkreten Fallzahlen: 6.500 registrierte Delikte, darunter 178 Gewalttaten, 1.400 Propagandadelikte und 3.100 Volksverhetzungsfälle. Die Daten zeigen einen Durchschnitt von etwa 18 antisemitischen Straftaten täglich und belegen die quantitative Dimension von Antisemitismus in Deutschland.

Zum Artikel bei Amazon.de Details
Das Judenthum in der Musik

Das Judenthum in der Musik

Richard Wagner · 1869

Das Judenthum in der Musik ist ein antisemitischer Aufsatz Richard Wagners, den er 1850 während seines Aufenthalts in Zürich schrieb. Am 3. und 9. September 1850 erschien er in der von Franz Brendel redigierten Neuen Zeitschrift für Musik unter dem Pseudonym K. [Karl] Freigedank. 1869 veröffentlichte Wagner den Aufsatz stark erweitert als eigenständige Broschüre unter seinem Namen.

Zum Artikel bei Wikisource Details
Das Werk Richard Wagners

Das Werk Richard Wagners

Richard Wagner

Richard Wagners Antisemitismus ist ein Gegenstand der Wagner-Forschung. Mit seiner Schrift Das Judenthum in der Musik sowie weiteren Essays und Äußerungen ging Richard Wagner in die Geschichte des Antisemitismus ein. Ausgehend von Adolf Hitlers Wagner-Verehrung wurde das musikdramatische Œuvre Wagners in der Zeit des Nationalsozialismus zum Staatskult erhoben und diente der Ästhetisierung und weihevollen Überhöhung der Politik.

🛒 Amazon * 🎧 Spotify ▶️ YouTube Details
Der Müll, die Stadt und der Tod

Der Müll, die Stadt und der Tod

Rainer Werner Fassbinder

Dieter Wunderlich analysiert Rainer Werner Fassbinders umstrittenes Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod" und seine Verflechtung mit antisemitischen Stereotypen. Der Artikel zieht Parallelen zu Robert Walsers Werk und zeigt auf, wie beide Künstler in ähnliche ideologische Fallen tappten, insbesondere im Umgang mit dem jüdischen Immobilienspekulanten als literarischer Figur. Es geht um die historische Kontinuität problematischer Darstellungen und deren Rezeption in der deutschsprachigen Literatur und Dramatik.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
Der Stürmer

Der Stürmer

Julius Streicher

Julius Streicher war ein prominenter Nazi-Propagandist und Herausgeber der Hetzschrift "Der Stürmer", die sich durch extreme antisemitische Hetze auszeichnete. Als einer der Angeklagten bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg stand Streicher vor Gericht, da er durch die ideologische Propaganda seines Blattes wesentlich zur Verbreitung des Antisemitismus im Dritten Reich beitrug. Der Artikel dokumentiert anhand der Stadtarchive in der Metropolregion Nürnberg die Geschichte dieser Figur und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung der NS-Zeit.

Zum Artikel bei Stadtarchive-metropolregion-nuernberg.de Details
Der Tischler von Halle

Der Tischler von Halle

Eine Reportage im ZEITmagazin stellt den Tischler Thomas Thiele vor, der die massive Eingangstür der Synagoge Halle erbaut hat. Diese Tür bewährte sich beim Anschlag am 9. Oktober 2019, als ein Attentäter die Synagoge stürmen wollte – die stabile Konstruktion hielt stand und schützte die Menschen im Inneren. Der Artikel würdigt die handwerkliche Leistung und den unterschätzten Wert eines soliden Handwerks.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Der ehrbare Antisemitismus

Der ehrbare Antisemitismus

Jean Améry · 2024

Jean Amérys Essay analysiert den Antisemitismus, der sich selbst als moralisch gerechtfertigt versteht – ein "ehrbarer" Antisemitismus, den Améry für besonders gefährlich hält. Der Text untersucht, wie antisemitische Haltungen sich als ethische Positionen rechtfertigen.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Der ewige Antisemit

Der ewige Antisemit

Henryk M. Broder · 1986

Examines the prevalence of antisemitism in all classes of society and denies the contention that it is an exceptional symptom, specific to time and place. Although antisemitism is officially taboo in Germany, it still exists and is as popular as ever. The crime of the Holocaust has not abolished hatred of the Jews; on the contrary, Germans cannot forgive the Jews for what happened at Auschwitz.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Der neue Antisemitismus

Der neue Antisemitismus

Jean Améry · 2024

Jean Améry reflektiert in dieser Essay-Sammlung über die Persistenz von Antisemitismus in der Nachkriegsgesellschaft. Seine Analyse verbindet persönliche Erfahrung mit philosophischen Fragen, die zeitlos aktuell bleiben.

Zum Artikel bei Klett-cotta.de Details
Der zwölfjährige Jesus im Tempel

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

Max Liebermann

Max Liebermanns Gemälde von 1879 entfesselte einen massiven Kunstskandal, als es auf der Ersten Internationalen Kunstausstellung in München gezeigt wurde. Der Kunstkritiker Friedrich Pecht griff das Werk als blasphemisch und antisemitisch an und beschrieb die Figuren mit Hasspropaganda, worauf auch antisemitische Politiker wie der Hofprediger Adolf Stoecker gegen den preußisch-liberalen Künstler mobil machten. Als Reaktion auf den Proteststurm übermalte Liebermann die Figur des jungen Jesus grundlegend: Aus einem barfuß, kurzharig und mit stereotypisch jüdischen Zügen dargestellten Jungen wurde ein nachdenkliches, blondes Kind mit europäischen Gesichtszügen. Trotz dieser dramatischen Überarbeitung versöhnte sich mit dem Kunstwerk kaum einer seiner Kritiker – das Gemälde verschwand aus der Öffentlichkeit und wurde erst 1907 zur Berliner Sezessions-Ausstellung wieder gezeigt.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
Desintegriert euch!

Desintegriert euch!

Max Czollek

Max Czollek ist dreißig, jüdisch und wütend. Denn hierzulande herrschen seltsame Regeln: Ein guter Migrant ist, wer aufgeklärt über Frauenunterdrückung, Islamismus und Demokratiefähigkeit spricht. Ein guter Jude, wer stets zu Antisemitismus, Holocaust und Israel Auskunft gibt. Dieses Integrationstheater stabilisiert das Bild einer geläuterten Gesellschaft - während eine völkische Partei Erfolge feiert. Max Czolleks Streitschrift entwirft eine Strategie, das Theater zu beenden: Desintegration.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die Geschwister Oppermann

Die Geschwister Oppermann

Lion Feuchtwanger · 2005

**Die Geschwister Oppermann** ist ein Zeitroman von Lion Feuchtwanger aus dem Jahr 1933, der zusammen mit den Romanen Erfolg und Exil zu Feuchtwangers „Wartesaal-Trilogie“ gehört. Die ersten beiden Auflagen des Romans erschienen 1933 und 1935 unter dem Titel Die Geschwister Oppenheim. Ein deutscher Nationalsozialist mit dem Namen Oppermann hatte noch während der Drucklegung durch Drohungen gegen den noch in Deutschland lebenden Bruder Feuchtwangers eine Namensänderung erzwungen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die Juden in der Zauberkunst

Die Juden in der Zauberkunst

Günter Damann · 1988

From the mid-fifteenth century to the early seventeenth, German Jews were persecuted and tried for the alleged ritual murders of Christian children, whose blood purportedly played a crucial part in Jewish magical rites. In this engrossing book R. Po-Chia Hsia traces the rise and decline of ritual murder trials during that period.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die Linke und der Zionismus

Die Linke und der Zionismus

Jean Améry · 2002

Antizionismus ist ein Sammelbegriff für gegen (griechisch antí) den Zionismus gerichtete politische Ideologien. Seit der Gründung des Staates Israel 1948 richten diese sich als Antiisraelismus gegen den jüdischen Staat. Antizionismus wird sowohl säkular als auch religiös begründet und findet sich im gesamten politischen Spektrum. Nach Einschätzung einer Reihe von Wissenschaftlern bestehen häufig Zusammenhänge mit dem Antisemitismus, andere Wissenschaftler bestreiten diesen Zusammenhang.

Zum Artikel bei taz Details
Die Protokolle der Weisen von Zion

Die Protokolle der Weisen von Zion

· 1998

Betr. u. a. den Berner Prozess von 1934/35 (S. 22-23).

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die höhere Schule

Die höhere Schule

Scholem Alejchem

Fernsehproduktion nach dem Klassiker von Scholom Alejchem über jüdische Schüler an der Schwelle des 20. Jahrhunderts. Das Stück behandelt die Diskriminierung von Juden im Bildungssystem der Austro-Ungarischen Monarchie, speziell das Verbot für jüdische Kinder, höhere Schulen zu besuchen. Ein ergreifendes Drama über Hoffnung und Ausgrenzung, das literaturhistorisch für sein Zeugnis antisemitischer Strukturen bedeutsam bleibt.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Freiheit

Freiheit

Gerhart Baum · 2021

Demokratie in Gefahr: Kampf für die freiheitliche Grundordnung Die Freiheit als Fundament unserer demokratischen Gesellschaft wird angegriffen – von innen und außen. Verantwortlich sind Rechtsextremismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft und der Siegeszug von Irrationalität und Systemverachtung durch Parteien wie die AfD. Unkontrollierbare globale Entwicklungen ökonomischer und politischer Art und unberechenbare Autokraten bringen die Demokratien weltweit ins Wanken.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Gemälde von Emil Nolde (Bundeskanzleramt)

Gemälde von Emil Nolde (Bundeskanzleramt)

Emil Nolde

Das Gemälde von Emil Nolde im Bundeskanzleramt wurde von Angela Merkel entfernt, nachdem publik wurde, dass der Künstler NSDAP-Mitglied und Antisemit war. Die Entfernung löste eine breite Debatte aus, ob und wie man die Kunst historisch belasteter Künstler bewerten und ausstellen soll. Es stellt sich die grundsätzliche Frage, inwieweit die politische und moralische Position eines Künstlers die Wahrnehmung und Beurteilung seiner Werke prägen sollte.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
G Kunst

Gemälde von Kurt Schmidt-Rottluff (Bundeskanzleramt)

Karl Schmidt-Rottluff

Das Bundeskanzleramt wollte ein Gemälde von Kurt Schmidt-Rottluff aufhängen, nachdem ein anderes Kunstwerk entfernt wurde. Allerdings wurden antisemitische Schriften des Künstlers bekannt. Daraufhin wurde auch dieses Werk nicht aufgehängt, wodurch die Wand des Kanzleramts weiß blieb. Der Fall zeigt die schwierige Auseinandersetzung mit der künstlerischen und persönlichen Haltung historischer Künstler.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
Glosse über die Documenta-Einladungen

Glosse über die Documenta-Einladungen

Thomas E. Schmidt

Thomas E. Schmidt kommentiert in dieser ZEIT-Glosse den Antisemitismus-Skandal der Documenta 15 und stellt infrage, ob die Kuratoren weise daran getan haben, Künstler mit BDS-Nähe einzuladen. Der Text beleuchtet die kontroversen Entscheidungen hinter der Großausstellung und deren gesellschaftliche Debatten.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Goethe und die Juden. Faszination und Feindschaft

Goethe und die Juden. Faszination und Feindschaft

Daniel Wilson · 2024

Goethe und die Juden – das heikle Thema wurde allzu lange gemieden. Dabei war Goethes Verhältnis zu den Juden seiner Zeit mehr als zwiespältig. Neben einer gewissen Faszination standen Vorurteile und – besonders in Goethes späteren Jahren – eine regelrechte Feindschaft, die er jedoch bewusst kaum öffentlich äußerte. Auf Grund von bisher ungenutzten Quellen deckt der bekannte Goethe-Forscher W. Daniel Wilson diese schwierige Seite von Goethes Leben und Wirken auf.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
H Doku

Holocaust-Überlebende reagieren auf Hasskommentare

Eva Schulz / Deutschland3000

Deutschland3000-Dokumentation, in der Holocaust-Überlebende auf Hasskommentare aus sozialen Medien reagieren. Der Film zeigt persönliche Reaktionen auf Antisemitismus im Internet und wirft Fragen zu Menschenwürde und Verantwortung auf. Das Projekt wurde viral erfolgreich und erreichte millionenfaches Publikum.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Ich habe Angst, aber nicht um mich

Ich habe Angst, aber nicht um mich

Igor Levit / Tagesspiegel

Igor Levit berichtet in diesem Gastbeitrag über erhaltene Morddrohungen gegen sich und seine Konzerte. Der renommierte Pianist setzt sich damit auseinander, wie diese Bedrohungen Teil eines größeren gesellschaftlichen Problems mit systematischem Antisemitismus und Rassismus sind. Levit betont, dass seine Angst sich nicht auf seine persönliche Sicherheit bezieht, sondern auf die gesellschaftliche Entwicklung und Normalisierung von Hass.

Zum Artikel bei Tagesspiegel Details
Interview mit Eva Illouz in der Zeit

Interview mit Eva Illouz in der Zeit

Eva Illouz

Ein Interview mit der Soziologin Eva Illouz über die Rolle der Hoffnung im modernen Kapitalismus. Illouz untersucht, wie kapitalistische Strukturen menschliche Hoffnungen geschickt instrumentalisieren und für ihre Zwecke ausbeuten. Das Gespräch berührt auch gesellschaftliche Probleme wie Antisemitismus, der sich nicht auf einzelne Organisationen beschränkt, sondern in verschiedenen politischen Lagern vorhanden ist.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Interview mit Gil Oferim

Interview mit Gil Oferim

Der Musiker Gil Ofarim muss sich ab dem 24. Oktober vor dem Leipziger Landgericht verantworten. Angeklagt ist er wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung – konkret geht es um seine Antisemitismus-Vorwürfe gegen ein Leipziger Hotel vom Vorjahr, die er in einem viralen Video geschildert hatte. Damals behauptete Ofarim, ein Hotelmitarbeiter habe ihn auffordert, seine Davidstern-Kette abzunehmen, um einchecken zu können. Die Staatsanwaltschaft Leipzig bewertet diese Darstellung jedoch als unwahr. Der beschuldigte Mitarbeiter hat Anzeige erstattet und wird als Nebenkläger im Prozess auftreten.

Zum Artikel bei Welt Details
Investigativ-Artikel zum Fall Aiwanger

Investigativ-Artikel zum Fall Aiwanger

Roman Deininger

Der Artikel behandelt Reaktionen auf die Veröffentlichung eines antisemitischen Flugblatts aus Aiwangers Schulzeit durch die Süddeutsche Zeitung. Lanz und Precht diskutieren die journalistische Qualität des Reports und kritisieren dessen narrativen Aufbau, der eine suggestive Verbindung zwischen dem minderjährigen Aiwanger und dem heutigen Politiker herstellt, ohne diese ausreichend einzuordnen. Der Text wirft Fragen zur journalistischen Verantwortung beim Umgang mit belastenden historischen Dokumenten auf.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
J'accuse

J'accuse

Émile Zola

Émile Zola prangert in „J'accuse...!" die Dreyfus-Affäre an: Der jüdische Offizier Alfred Dreyfus wurde zu Unrecht des Verrats bezichtigt. In einem offenen Brief an Präsident Félix Faure legt Zola systematisch dar, wie hochrangige Militäroffiziere Dreyfus durch Fabrikationen, Antisemitismus und Korruption verurteilten. Zola fordert Rechenschaftspflicht und riskiert Verleumdungsklagen, um die Wahrheit gegen institutionelles Unrecht durchzusetzen.

Zum Artikel bei Gutenberg.org Details
Juden in Frankfurt

Juden in Frankfurt

Daniel Cohn-Bendit

ARD-Dokumentarfilm von Daniel Cohn-Bendit, der die Ängste und Sicherheitsbedenken der jüdischen Gemeinde in Frankfurt nach den Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen dokumentiert. Der Film beleuchtet die Perspektive jüdischer Menschen auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Verunsicherung in Deutschland zu Beginn der 1990er Jahre.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Juden, Linke, Linke Juden

Juden, Linke, Linke Juden

Jean Améry · 2024

Améry analysiert die Spannung zwischen jüdischer Identität und linken Ideologien. Der Essay hinterfragt, wie man beide Positionen gleichzeitig vertreten kann angesichts historischer Konflikte zwischen dem Universalismus der Linken und der Particularität jüdischer Erfahrung.

Zum Artikel bei Paz.de Details
Judenhass

Judenhass

Michel Friedman · 2024

Ein Übermaß an Hass ist das Ende der Demokratie Brandanschläge auf Synagogen. Hetze an Schulen. Ein Mob, der das Existenzrecht Israels verneint: Judenhass, in Deutschland. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel zeigt sich einmal mehr, wie wenig das Versprechen des »Nie wieder« gilt und wie sehr Antisemitismus von verschiedenen Seiten gesellschaftsfähig geworden ist.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Kritik des Menschenrechtskommissars an Deutschland zur Einschränkung der Meinungsfreiheit

Kritik des Menschenrechtskommissars an Deutschland zur Einschränkung der Meinungsfreiheit

Michael O'Flaherty

Der Europarats-Menschenrechtskommissar Michael O'Flaherty kritisiert Deutschland für Einschränkungen der Meinungsfreiheit im Zusammenhang mit Antisemitismus-Vorwürfen. Die internationale Kritik dokumentiert, dass das Problem auch aus europäischer Perspektive als problematisch wahrgenommen wird.

▶️ YouTube 🔍 Google Details
L Artikel

Leuchter-Report

Fred Leuchter

Pseudowissenschaftlicher Bericht des Elektrostuhl-Reparators Fred Leuchter, der basierend auf Auschwitz-Proben fälschlicherweise behauptet, dort hätten keine Gaskammern existiert. Das Dokument wurde zum Katalysator für Holocaust-Leugner und beschleunigte David Irvings Radikalisierung in den 1990er-Jahren.

Zum Artikel bei H-ref.de Details
Lisa Eckharts Auftritt mit antisemitischen Witzen

Lisa Eckharts Auftritt mit antisemitischen Witzen

Lisa Eckhart

Virales Comedy-Video von Lisa Eckhart mit antisemitischen Witzen. Führte zu Debatten und Grjasnowas Austritt aus dem PEN-Zentrum; kritisiert als platter Antisemitismus ohne humoristische Reflexion.

▶️ YouTube 🔍 Google Details
Memoiren (Arthur Ruppins Schriften)

Memoiren (Arthur Ruppins Schriften)

Arthur Ruppin · 2010

Arthur Ruppin (hebräisch אַרְתוּר שִׁמְעוֹן רוּפִּין Artūr Schimʿōn Rūppīn; geb. 1. März 1876 in Rawitsch, Deutsches Reich; gest. 1. Januar 1943 in Jerusalem) war jüdischer Soziologe, Zionist und einer der Wegbereiter der Gründung der Stadt Tel Aviv (Achusat Bajit). Ruppin exponierte sich als ein Verfechter der Rassentheorie. Häufig wird er der Vater der zionistischen Siedlungsbewegung genannt.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Memoiren eines Antisemiten

Memoiren eines Antisemiten

Gregor von Rezzori

Autobiografisch gefärbte Erzählung, die Antisemitismus aus der Innenperspektive eines Charakters erforscht. Ein klassischer österreichischer Text, der die politischen Spannungen des 20. Jahrhunderts und ihre persönlichen Auswirkungen reflektiert.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Müll, der Stadt und der Tod

Müll, der Stadt und der Tod

Rainer Werner Fassbinder

Umstrittenes Theaterstück von Rainer Werner Fassbinder über Stadtleben und gesellschaftliche Konflikte. Das Stück ist bekannt für antisemitische Stereotype und wurde in der Walser-Bubis-Debatte zentral diskutiert, was erhebliche Kontroversen um seine Darstellung jüdischer Charaktere auslöste.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
N Artikel

Nachwendekindheit (Reportage)

Daniel Schulz

Daniel Schulz schildert in seiner preisgekrönten Reportage seine Nachwendekindheit und thematisiert dabei detailliert die Rassismen und den Antisemitismus, mit denen er aufwuchs. Als Kind einer Funktionseliten-Familie — sein Vater war Offizier — erlebte er den Zusammenbruch der DDR anders als andere ostdeutsche Generationen. Die Reportage beleuchtet die persönlichen und ideellen Folgen der Wende für seine Familie und die Diskriminierungserfahrungen seiner Kindheit.

Zum Artikel bei Google.com Details
Oberammergauer Passionsspiele

Oberammergauer Passionsspiele

Traditionsreiches Passionsspiel aus Oberammergau, das die Leidensgeschichte Jesu darstellt. Die historische Version enthielt antisemitische Elemente, die in modernen Aufführungen konsequent entfernt wurden – ein Beispiel für theologische Selbstkritik des Christentums nach Auschwitz.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
Paper zur Antisemitismus-Definition auf dem Verfassungsblog

Paper zur Antisemitismus-Definition auf dem Verfassungsblog

Der Artikel untersucht die Implementierung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus ins deutsche Recht aus rechtlicher Perspektive. Der Autor kritisiert, dass eine zu breite Definition die Vielfalt jüdischer Positionen gefährdet und Deutsche in die Rolle von Schiedsrichtern darüber setzt, was jüdischer Kritik erlaubt ist. Das Paper behandelt die Spannung zwischen dem Schutz vor Antisemitismus und dem Schutz der Meinungsfreiheit innerhalb jüdischer Gemeinschaften.

Zum Artikel bei Verfassungsblog.de Details

Episoden (1)