Jargon der Eigentlichkeit
Theodor W. Adorno · 1964
Theodor W. Adornos Jargon der Eigentlichkeit (1963) gehört zu den umstrittensten Texten der Kritischen Theorie. Während der Titel inner- und außerhalb der akademischen Debatte längst zu einem geflügelten Wort mutiert ist, steht diesem die Kenntnis des Inhalts diametral gegenüber. Zumeist wird die Schrift als eine Polemik gegen Martin Heidegger abgehandelt, die zu einer 'philosophischen Kommunikationsverweigerung' Hermann Mörchen) zwischen Frankfurt und Freiburg geführt habe.
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„Sein und Zeit ist, finde ich, zumindest für mich damals nicht les- und verstehbar, total hermetisch. Der Jargon der Eigentlichkeit, sagte mal einer, ich glaube Adorno war das über Heidegger, also diese Hermetik, das fand ich irgendwie rätselhaft und faszinierend.“
Im Kontext seiner Faszination für Heidegger zitiert Lindner Adornos berühmte Kritik an Heideggers Sprache. Er erinnert sich nicht ganz sicher an den Autor, trifft aber mit der Zuordnung zu Adorno ins Schwarze – es handelt sich um dessen 1964 erschienene Streitschrift.
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