Kapitalistischer Realismus ohne Alternative?
Mark Fisher · 2009
Das Werk analysiert, wie die Popkultur und Gesellschaft die Fähigkeit verloren haben, sich Alternativen zum Kapitalismus vorzustellen. Fisher diagnostiziert eine kulturelle Lähmung: Selbst Kapitalismuskritik verfällt in nostalgischer Sehnsucht nach besseren Zeiten, statt neue Modelle zu entwerfen.
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Erwähnungen (2)
„Mark Fisher hat das in seinem Buch Kapitalistischer Realismus so treffend beschrieben“
Weisbrod nutzt Fishers These, dass es leichter sei, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus, um die Geschichtsvergessenheit der Millennials zu erklären.
„Dem, was dann Mark Fischer berühmterweise den kapitalistischen Realismus genannt hat, eben gar keine Idee mehr von was anderem. Und selbst, so könnte man sagen, der Kapitalismuskritiker, dem fällt heute nichts Besseres ein, als zu sagen, oh ja, in den goldenen Nachkriegsjahrzehnten, da gab es noch starke Gewerkschaften, das war doch irgendwie besser.“
Weisbrod führt Mark Fishers zentrale These aus 'Kapitalistischer Realismus' ein: Die Popkultur und die Gesellschaft insgesamt haben die Fähigkeit verloren, sich eine Alternative zum Kapitalismus vorzustellen. Selbst Kapitalismuskritik greife nur noch nostalgisch auf die Vergangenheit zurück, statt Neues zu entwerfen.
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