Lost in Translation
Sofia Coppola · 2003
Bob Harris und Charlotte sind zwei ziellose Amerikaner in Tokio. Bob, ein Schauspieler, der gerade in der Stadt einen Werbespot für Whiskey dreht und Charlotte, eine junge, frisch verheiratete Frau, die ihren Mann, einen vielbeschäftigten Fotografen, begleitet. In einer schlaflosen Nacht lernen sich Bob und Charlotte an der Bar eines Luxushotels kennen. Was als eine zufällige Begegnung beginnt, entwickelt sich überraschend schnell zu einer ungewöhnlichen Freundschaft.
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„Und natürlich gibt es auch die Kunst, also die fiktionale Aufarbeitung der Midlife-Crisis, erstmal die, die uns total geprägt hat. Du hast mir eben nochmal den kleinen Clip geschickt vor der Aufnahme, wir erinnern uns an Lost in Translation mit eben Bill Murray und Scarlett Johansson.“
Nina nennt Lost in Translation als prägenden Midlife-Crisis-Film ihrer Generation. Sie beschreibt detailliert die Szenen, in denen Bill Murray schlaflos im Hotelbett in Tokio liegt und seine Frau ihm lieblos Teppichproben faxt – als Sinnbild für die Funktionalität, die eine Ehe in der Lebensmitte annehmen kann.
„Ich finde, was ich sehr schön daran finde, ist überhaupt dieses vor allem am Anfang von Partnerschaften jemanden testen, durch irgendwie, weiß ich nicht, so früher Lost in Translation und dann sagt die mir, es war irgendwie so ein bisschen langweilig und man selber hat irgendwie so die deepesten Gefühle jetzt gerade.“
Nina Pauer verallgemeinert das Barbie-Phänomen zu einem breiteren Beziehungsmechanismus: Man testet neue Partner über kulturelle Vorlieben. Lost in Translation dient als früheres Beispiel – wenn jemand den Film langweilig fand, während man selbst tief berührt war, erschütterte das die Beziehung.
„Nur ist das Problem nicht schon vor vielen, vielen Jahren in unserem Lieblingsfilm gelöst worden, in Lost in Translation. Da gibt es diese wunderbare Szene, wo die junge Scarlett Johansson zu Bill Murray sagt, sie würde gerne Schriftstellerin werden, aber sie glaubt, sie ist nur so mittelmäßig begabt. Und Bill Murray sagt dann eben nicht, was man erwarten würde, nein, du bist ganz bestimmt ganz toll oder so, sondern Bill Murray sagt, ja, ist egal, es merkt gar keiner.“
Lars Weisbrod nennt Lost in Translation seinen 'Lieblingsfilm' und zitiert eine konkrete Szene zwischen Scarlett Johansson und Bill Murray, um das Imposter-Syndrom zu kommentieren. Seine These: Das Problem sei längst gelöst – nicht durch Selbstbestätigung, sondern durch die ernüchternde Einsicht, dass Mittelmäßigkeit ohnehin niemandem auffällt.
„Sophia Coppola ist noch besser. Die sagt, Mensch, ich möchte jetzt Lost in Translation 2 machen in Berlin. Willst du nicht mal zum Casting kommen?“
Matze Hielscher konstruiert ein hypothetisches Szenario, um Lisa Vicari nach ihrer Sehnsucht nach Veränderung zu fragen. Er stellt sich vor, Sofia Coppola würde eine Fortsetzung von Lost in Translation drehen und Lisa zum Casting einladen – als Beispiel für eine E-Mail, die das Leben einer Schauspielerin schlagartig verändern könnte.
„Also es gibt eine Lost in Translation Referenz, wo einem als Millennial das Herz aufgeht natürlich. Dann gibt es eine Spice Girls Szene, wo irgendwie alle singen.“
Pauer beobachtet, dass Randt bei Verweisen auf die Vergangenheit echte Kulturprodukte nennt – wie den Film Lost in Translation –, während alle Gegenwartsmarken fiktiv sind. Das passe zu einem Generationengefühl der Millennials: In der Rückbesinnung auf die Vergangenheit fühle man sich sicher.
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