"Hannah Arendt" im Kino - Wie ein Fels im Shitstorm - Kultur

Rezension zum Film (Süddeutsche Zeitung)

Margarethe von Trottas Film "Hannah Arendt" porträtiert die Philosophin als Felsen gegen Anfeindung, die ihre These von der "Banalität des Bösen" über Adolf Eichmann verteidigt. Der Artikel kritisiert jedoch sowohl den Film als auch Arendts Interpretation: Die Forschung, insbesondere David Cesaranis Eichmann-Biografie, hat längst nachgewiesen, dass Eichmann ein fanatischer Antisemit und aktiver Täter war, nicht der charakterlose Schreibtischtäter, den Arendt beschrieb. Arendt habe ihr empirisches Material um einen vorformulierten philosophischen Wunsch gruppiert und sich Eichmann so geschaffen, wie sie ihn brauchte. Der Film stellt ihre Interpretation als unantastbar dar und marginalisiert berechtigte Einwände von Zeitgenossen wie Hans Jonas als bloße Hysterie. Zwar verdient sich Arendt das Lob, die Figur des Schreibtischtäters als neue Form des Bösen formuliert zu haben – doch im konkreten Fall Eichmann irrte sie sich grundlegend.

Rezension zum Film (Süddeutsche Zeitung)

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Die sogenannte Gegenwart
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„Und in dem SZ-Artikel, die Rezension zum Film, wird Hannah Arendt zitiert. Afrika, schrieb die Philosophin Hannah Arendt, zu Recht war ein Probelauf für die europäischen Kolonialmächte.“

Der Sprecher verweist auf eine Filmrezension in der Süddeutschen Zeitung, die den besprochenen Kolonialismus-Film bespricht. Aus diesem Artikel wird Hannah Arendts These zitiert, dass Afrika ein Probelauf für die europäischen Kolonialmächte war. Der SZ-Artikel dient als zusätzliche intellektuelle Rahmung der Filmdiskussion.

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