Streiten
Svenja Flaßpöhler · 2016
Von der Kunst loszulassen Verzeihen heißt dem Wort nach: Verzicht auf Vergeltung. Wer verzeiht, bezichtigt nicht länger andere für das eigene Leid, sinnt nicht auf Rache oder juristische Genugtuung, sondern lässt es gut sein. Aber wie ist ein derartiges Loslassen möglich, das weder gerecht noch ökonomisch noch logisch ist? Lässt sich das Böse verzeihen? Führt das Verzeihen zu Heilung, gar Versöhnung – oder ereignet es sich jenseits allen Zwecks? Ausgehend von eigenen Erfahrungen ergründet die Ph...
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„Beide sagen, und Svenja Flassböhler tut das jetzt auch in einem sehr interessanten Buch, das sie gerade veröffentlicht hat, streiten. Es wird viel zu wenig gestritten. Beide sagen, wir müssen richtig streiten, wir müssen viel mehr streiten und wir müssen es aber auf eine Art und Weise tun, dass Streiten am Ende konstruktiv ist.“
Das Buch ist der zentrale Gesprächsanlass der Episode. Lanz und Precht diskutieren Flasspöhlers These, dass die Gesellschaft verlernt hat, produktiv zu streiten, und stattdessen zwischen kleinlichem Gezänk und verordnetem Burgfrieden pendelt. Precht hebt besonders die Pointe hervor, dass wir im öffentlichen Streit nicht mehr zwischen Person und Position unterscheiden können.
„Und dieser erste Satz stammt diesmal von Svenja Flaßpöhler aus ihrem aktuellen Sachbuch Streiten.“
Wird als erstes Buch der Sendung ausführlich besprochen, ein Essay über die Natur und Bedeutung des Streitens
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