Tagebuch 1946–1949

Max Frisch · 2011

Max Frischs Tagebuch ist eine Bestandsaufnahme. Seine Berichte aus dem Europa der Jahre 1946 bis 1949, die Protokolle seiner Begegnungen in der Nachkriegszeit haben ebenso historische wie aktuelle Bedeutung. Darüber hinaus nimmt das Tagebuch eine zentrale Stelle in der Genese des dichterischen Werkes von Max Frisch ein. Es enthält bereits erzählerische Anläufe, Skizzen, Strukturmodelle, aus denen sich später die großen Dramen und Romane entwickeln konnten.

Tagebuch 1946–1949

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Erwähnungen (2)

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer zitiert daraus bei ⏱ 00:38:15
„Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Darin besteht das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält.“

Zum Abschluss der Episode zitiert Johanna Haberer Max Frisch als Plädoyer für Offenheit gegenüber dem Unfassbaren der Seele. Das Zitat über die Liebe, die uns 'in der Schwebe des Lebendigen' hält, dient als poetischer Schlusspunkt der gesamten Diskussion über Seele, Menschsein und Lebendigkeit.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:35
„Ich möchte dir so ein Stück aus Max Frisch Tagebücher hier beitragen, der Menschenliebe und Gottesliebe auch vergleicht und zwar, wie ich finde, in einer ganz tollen Weise.“

Johanna Haberer liest eine ausführliche Passage aus Max Frischs Tagebüchern vor, in der Frisch die Liebe als Bereitschaft beschreibt, den anderen Menschen nie festzulegen – und das biblische Bilderverbot ('Du sollst dir kein Bildnis machen') auf zwischenmenschliche Beziehungen überträgt. Die Passage wird zum zentralen Gesprächsanlass über Liebe, Geheimnis und Fundamentalismus.

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