Nachkriegszeit
84 Medien · 2 Episoden · Seite 1 von 2
Medien (84)
Abendland
Michael Köhlmeier · 2012
Carl Jacob Candoris - Mathematiker, Weltbürger, Dandy und Jazz-Fan - ist fünfundneunzig, als er seine Lebensbeichte ablegt. Aufschreiben soll sie der Schriftsteller Sebastian Lukasser, Sohn des Gitarristen Georg Lukasser, den Candoris in den Jazz-Kellern im Wien der Nachkriegsjahre kennengelernt hat. Candoris erzählt von seinem Großvater, der in Wien einen berühmten Kolonialwarenladen betrieb; von seinen seltsamen Verwandten, bei denen er in Göttingen während seines Studiums lebt und die Größen ...
Artikel über Suppenessen in der Nachkriegszeit
Charles Schumann
Charles Schumann erinnert sich an seine Kindheit auf einem Bauernhof in der Oberpfalz und die Jahre nach dem Krieg, in denen Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien bei seiner Familie lebten. Der Artikel behandelt die wichtige Rolle gemeinsamer Mahlzeiten, besonders von Suppe, im alltäglichen Leben dieses multikulturellen Haushalts. Schumann zeigt, wie diese einfache Nahrung Menschen unterschiedlicher Herkunft in Momenten der Gemeinsamkeit vereinte.
Artikel über die Gründung der HFF München
Die Süddeutsche Zeitung berichtete im Feuilleton über die bevorstehende Gründung der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München, die 1966 ins Leben gerufen wurde. Der Artikel kündigte die neue staatliche Filmhochschule als erste ihrer Art in Deutschland an und informierte über Bewerbungsmöglichkeiten für den ersten Jahrgang. Für Wim Wenders, der den Artikel zufällig in Paris fand, wurde er zum Lebenswendepunkt: Er brach seinen Parisaufenthalt ab und bewarb sich erfolgreich – als einer der ersten Studenten der HFF München.
Autobiografie (erster Teil, 1944–1965)
Luise Pusch · 2023
Lesbisch in den 1950er/1960er Jahren Von den ersten Nachkriegsjahren durch die Wirtschaftswunderzeit in die »Swinging Sixties«: Geschichten wie ihre waren jahrzehntelang kaum erzählbar. Die Geschichte der Kindheit in Ostwestfalen, der Schülerin mit Liebe zur Musik, der Studentin an der Uni Hamburg ist auch die Geschichte einer lesbischen jungen Frau im Zeitalter der Ultra-Homophobie. Im Sommer 2020 schrieb Luise F. Pusch ihre Erinnerungen an ihre bedrückende lesbische Kindheit und Jugend auf.
Autobiografie von Hildegard Knef
Hildegard Knef · 2025
Das Leben hat Hildegard Knef oft genug aus dem Sattel geworfen. Trotzdem blieb es für sie der 'geschenkte Gaul', der zwar nicht immer bequem ist, den man aber stets behält – weil er ein Geschenk ist. Mit ihrer bewegenden Autobiographie schuf Hildegard Knef ein hinreißendes Stück Erlebnisliteratur: engagiert, authentisch, humorvoll – die Geschichte ihres Lebens und einer ganzen Generation.
Außenseiter
Hans Mayer · 1976
Literaturkritische Essays über Außenseiter-Positionen und marginalisierte Perspektiven in Kultur. Das Werk argumentiert gegen die Trennung von Antizionismus und Antisemitismus und zeigt deren historische Verflechtung auf.
Bedingt abwehrbereit
Rudolf Augstein
Die Stationen seiner Karriere Rudolf Augstein wurde am 5. November 1923 in Hannover geboren. Nach dem Abitur 1941 arbeitete er unter anderem als Volontär beim Hannoverschen Anzeiger., Im Anschluss an das Volontariat wurde Augstein zum Arbeitsdienst eingezogen…
Biografie (Kaufhauserpresser Dagobert)
Arno Funke · 2012
Kaufhauserpresser »Dagobert« gilt ohne Zweifel als Deutschlands populärster Nachkriegsganove. Jahrelang hatte er die Spezialisten des Bundeskriminalamtes und Tausende Polizeibeamte mit raffinierten technischen Tricks in Atem gehalten. Da bei seinen Anschlägen nie jemand ernstlich verletzt wurde und seine Aktionen von Witz und Humor zeugten, gewann er zunehmend die Sympathien der Öffentlichkeit.
Briefwechsel Dönhoff-Bucerius
· 2015
Briefwechsel zwischen Marion Gräfin Dönhoff, langjährige Herausgeberin der ZEIT, und dem Verleger Gerd Bucerius. Der Austausch dokumentiert Debatten über redaktionelle Fragen und Medienveränderungen in der Nachkriegszeit, etwa Dönhoffs kritische Haltung zur Einführung von Farbfotografie. Der Briefwechsel illustriert, wie technische und gestalterische Innovationen in klassischen Medien traditionell auf Widerstand stießen – eine historische Parallele zu modernen Umbrüchen im Mediensektor.
Briefwechsel Hannah Arendt und Heinrich Blücher
Hannah Arendt · 1996
Veröffentlichter Briefwechsel aus der Nachkriegszeit, der tiefe Einsichten in das politische Denken und persönliche Reflexionen über Deutschland bietet. Die Korrespondenz dokumentiert das intellektuelle Milieu des 20. Jahrhunderts und zeigt die enge Zusammenarbeit zweier einflussreicher Denker.
Briefwechsel Ingeborg Bachmann – Paul Celan
Ingeborg Bachmann / Paul Celan · 2010
Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Lange war ihre Liebe ein großes Geheimnis, jetzt ist sie dokumentiert. Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, zwei der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter, ist das bewegende Zeugnis zweier Menschen, die sich liebten und gegenseitig verletzten, die einander brauchten und doch nicht miteinander leben konnten.
Briefwechsel Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre
Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre
Eine Sammlung privater Briefe zwischen zwei einflussreichen französischen Philosophen, die Jahrzehnte ihrer intellektuellen und persönlichen Auseinandersetzung dokumentieren. Der Austausch bietet tiefe Einblicke in ihre Debatten zu Existenzialismus, Freiheit und philosophischem Engagement.
Combat
Albert Camus
Das Buch untersucht Albert Camus' Tätigkeit als Chefredakteur der Zeitung Combat während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die reale Zeitung diente Camus als Vorlage für die fiktive Zeitung Espoir in seinem Roman. Das Werk verbindet Camus' journalistische und literarische Werke miteinander.
Das Eiserne Kreuz
Heiner Müller · 2002
Das Eiserne Kreuz ist eine Kurzgeschichte von Heiner Müller. Sie wurde im Jahre 1956 veröffentlicht. Es wird die Situation beschrieben, in der ein nationalsozialistisch gesinnter Familienvater aus Stargard in Mecklenburg nach der Selbsttötung Hitlers im April 1945 beschließt, sich und seine Familie umzubringen, ein in den letzten Kriegstagen häufiges Phänomen, dem z. B. allein in Stargard 120 Menschen zum Opfer fielen.
Der geschenkte Gaul
Hildegard Knef · 2025
Das Leben hat Hildegard Knef oft genug aus dem Sattel geworfen. Trotzdem blieb es für sie der 'geschenkte Gaul', der zwar nicht immer bequem ist, den man aber stets behält – weil er ein Geschenk ist. Mit ihrer bewegenden Autobiographie schuf Hildegard Knef ein hinreißendes Stück Erlebnisliteratur: engagiert, authentisch, humorvoll – die Geschichte ihres Lebens und einer ganzen Generation.
Deutschland und die Deutschen
Thomas Mann · 1996
Thomas Manns Rede von 1945 analysiert die Ambivalenz deutscher Charakterzüge: wie das Beste durch „Teufelsliste" in sein Gegenteil verkehrt wird. Thea Dorn nutzt diese Einsicht, um Naturliebe, Ordnungswahn und ihre gefährlichen Kipppunkte zu erklären. Die Ansprache ist zentral für das Verständnis deutscher Kulturgeschichte und ihrer ideologischen Missbrauchbarkeit im 20. Jahrhundert.
Deutschlandlied
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Das Deutschenlied wird häufig falsch aufgeführt: Statt der dritten Strophe, die seit 1952 die Hymne Deutschlands ist, werden oft die ersten beiden historischen Strophen gespielt. Dieser häufige Fehler zeigt die Wichtigkeit, die korrekte und demokratische Version der Hymne zu kennen.
Die Akte Rosenburg
Manfred Görtemaker, Christoph Safferling
Die Rosenburg-Studie untersucht die personelle und inhaltliche Kontinuität zwischen dem Reichsjustizministerium und dem Bundesjustizministerium nach 1949. Das Buch dokumentiert, wie NS-belastete Juristen in der Nachkriegsjustiz tätig waren und Gesetze zur Straflosstellung von NS-Beihilfetätern mitgestalteten. Es zeigt ein dunkles Kapitel der westdeutschen Rechtsprechungsgeschichte auf.
Die Kommunisten und der Frieden
Jean-Paul Sartre · 2023
Prominente Persönlichkeiten prägen ihre Zeit, ihr Wirken bleibt in Erinnerung, mit ihren Werken sind sie gegenwärtig. Weniger bekannt sind die Lebensumstände und Krankheiten, die das Schaffen behinderten oder auch beflügelten. Dies war Anlass für das vorliegende interdisziplinäre Buch. Ausgewiesene Literaturwissenschaftler geben einen Überblick über Leben und Werk berühmter Schriftsteller des 19. und 20. Jahrhunderts.
Die Mandarins von Paris
Simone de Beauvoir · 2024
Die Mandarins von Paris (frz. Les Mandarins) ist ein Schlüsselroman von Simone de Beauvoir aus dem Jahr 1954. Er wurde im gleichen Jahr mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die Mandarins von Paris beleuchtet das Leben und Wirken einiger französischer Linksintellektueller während des Zweiten Weltkrieges und in der Zeit nach 1945. Er gilt als Chronik des Existenzialismus. Das Magazin Der Spiegel zählt den Roman zu den besten 100 zwischen 1925 und 2025.
Die Murmeljagd
Alexander Lernet-Holenia
Lernet-Holenias österreichischer Nachkriegsroman erzählt eine Geschichte von Liebe und Dunkelheit in der Uckermark. Der Roman wird in der Podcast-Diskussion mit israelischer Erinnerungsliteratur verglichen und behandelt zentrale Themen von Verfolgung und Erinnerung, die auch in zeitgenössischen Werken eine wichtige Rolle spielen.
Die Nachkriegsmaus
Armin Maiwald
Die Nachkriegsmaus ist eine preisgekrönte Reihe aus der Sendung mit der Maus, in der Armin Maiwald seine Kindheitserinnerungen an die Nachkriegszeit künstlerisch verarbeitet. Die Serie behandelt persönliche Kriegserlebnisse und zeigt, wie komplexe historische Themen für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden können. Maiwald nähert sich dabei feinfühlig einem sensiblen Thema an, bleibt aber bewusst an der Oberfläche der tiefer liegenden Traumata.
Die Schaubühne
Die Schaubühne war eine beliebte westdeutsche Fernsehsendung, die von Marie-Louise Steinbauer und Christian Müller moderiert wurde. Der Artikel dokumentiert die Geschichte dieser Sendung und die Herausforderungen für nachfolgende Moderatoren. Die Sendung steht für die deutsche Fernsehunterhaltungsgeschichte der Nachkriegszeit und illustriert die Schwierigkeit, erfolgreiche Vorgänger zu ersetzen.
Die Schuldfrage
Karl Jaspers · 2021
Die Schuldfrage gilt als Jaspers' bedeutendste politische Schrift. Ihre Neuausgabe im Rahmen der Karl-Jaspers-Gesamtausgabe präsentiert den Text letzter Hand erstmals in Verbindung mit der ausführlichen, später gekürzten Einleitung zur Erstausgabe. Komplettiert wird der Band durch einschlägige kleinere Veröffentlichungen: von der vielzitierten «Antwort an Sigrid Undset» (1945) über Jaspers' Interviews zum Eichmann-Prozess 1961 bis zu einem Porträt über Julius Leber (1968), das Jaspers ursprüngli...
Die Stille ist ein Geräusch
Juli Zeh · 2002
Juli Zehs Reisebericht dokumentiert ihre Fahrt durch Bosnien Anfang der 2000er Jahre, bei der sie allein mit ihrem Hund das von Krieg geprägte Land bereiste. Das Buch schildert, wie diese Erfahrungen ihre Vorurteile und vereinfachten Erklärungsansätze für Krieg und Gewalt grundlegend hinterfragten und zu neuen Erkenntnissen über die Komplexität von Nachkriegsgesellschaften führten.
Die Unfähigkeit zu trauern
Alexander und Margarete Mitscherlich · 1967
Die Unfähigkeit zu trauern ist ein psychoanalytisches Klassiker-Werk von Alexander und Margarete Mitscherlich über die gesellschaftliche Verdängung deutscher Vergangenheit. Der Titel wird im Podcast herangezogen, um die fehlende emotionale und gesellschaftliche Aufarbeitung von Gastarbeiter- und Einwanderungsgeschichte zu analysieren. Das Buch bietet theoretische Ansätze zum Verständnis kollektiver psychologischer Verdrängungsmechanismen in modernen Gesellschaften.
Die nivellierte Mittelstandsgesellschaft
Helmut Schelsky · 1956
Nivellierte Mittelstandsgesellschaft ist ein soziologisches Konzept zur Charakterisierung der Sozialstruktur der Bundesrepublik Deutschland, das 1953 von dem Soziologen Helmut Schelsky vorgestellt wurde.
Die schamlose Generation
Sven Kunze · 2015
"Die schamlose Generation" von Sven Kunze untersucht die in den 1940er Jahren geborene Nachkriegsgeneration und ihre Erfahrung des kontinuierlichen materiellen Aufstiegs. Das Buch zeigt, wie diese Generation in einer Atmosphäre grenzenlosen Optimismus aufwuchs, mit zunehmendem Wohlstand von Fahrrad über Motorrad bis Auto und Südeuropa-Reisen. Der Kontrast zu heute ist deutlich: Jungen Menschen fehlt dieses Gefühl der unbegrenzten Aufstiegsmöglichkeiten.
Die skeptische Generation
Helmut Schelsky · 1958
Der Soziologe Helmut Schelsky prägte den Begriff der „skeptischen Generation" für Menschen, die im Krieg geboren oder unmittelbar danach aufgewachsen sind. Der Artikel untersucht, wie diese Generationserfahrung geprägt wurde durch das Leben in Trümmern und Mangel. Das Konzept hilft zu verstehen, warum viele dieser Generation zunächst skeptisch blieben, bevor sie später durch Bewegungen wie die Frauenbewegung politisch wach wurden.
Draußen vor der Tür
Wolfgang Borchert
Wolfgang Borcherts "Draußen vor der Tür" ist ein expressionistisches Drama über die Heimkehr eines Soldaten in die zerstörte Nachkriegswelt. Das Werk thematisiert Sinnverlust, Entfremdung und die existenzielle Krise einer Generation, die sich in einem moralisch zerrütteten Deutschland zurechtfinden muss. Borcherts berühmtes Zitat über die "Generation ohne Zukunft" und "Tiefe als Abgrund" prägt die Diskussion über Generationen-Pessimismus bis heute und findet sich in verschiedenen Kontexten wieder – vom Manifest bis zu dramatischen Monologen in diesem Klassiker.
Ehen in Philippsburg
Martin Walser
Ehen in Philippsburg markiert den Beginn von Martin Walsers Schaffen als präziser Chronist der Bundesrepublik. Der Roman wird als grundlegend für seine literarische Zeitdiagnose betrachtet und zeichnet sich durch genaue Beobachtung der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft aus.
Ein Buch über Deutschland
Christoph Amend · 2012
Christoph Amends Buch über Deutschland basiert auf Gesprächen mit seinen eigenen Eltern, die als Nachkriegskinder eine prägende Generation verkörpern. Durch ihre persönlichen Erfahrungen – vom Mangel zum Wohlstand und vom fehlenden Zugang zu Bildung hin zu akademischen Erfolgen – illustriert das Werk das Bildungsversprechen der Nachkriegs-Bundesrepublik. Das Buch dokumentiert, wie Bildung für eine ganze Generation zum Werkzeug sozialer Mobilität wurde und zieht dabei Verbindungen zu zeitgenössischen Aufstiegsgeschichten.
Fernsehdokumentation über Wolfgang Niedeckens Kindheit
Fernsehdokumentation, in der Wolfgang Niedecken von seiner Kindheit im Nachkriegs-Köln berichtet. Der BAP-Sänger beschreibt, wie Kinder die zerstörten Trümmerlandschaften als Spielplätze nutzten und erlebten, wie diese durch moderne Architektur ersetzt wurden. Ein persönlicher Rückblick auf Wiederaufbau und Stadtentwicklung aus Kinderperspektive.
Geheimreport
Carl Zuckmayer · 2002
Carl Zuckmayers 1946 geschriebener Geheimreport dokumentiert seine Bewertungen deutscher Kulturschaffender während des Dritten Reiches für die amerikanische Besatzungsmacht. Das Werk ist bemerkenswert für eine entscheidende Ausnahme: Bei Regisseur Georg Wilhelm Pabst gesteht Zuckmayer ein, keinen Zugang zu dessen historischer Rolle zu haben. Diese intellektuelle Ratlosigkeit eines sonst so scharfsinnigen Beobachters war der Ursprung für David Kehlmanns Roman.
Gesprächsband
Jürgen Habermas · 2001
Jürgen Habermas reflektiert in einem kommenden Gesprächsband über seine Generation – die sogenannte goldene Generation der Nachkriegszeit, die von wirtschaftlichem Boom, politischer Stabilität und wachsenden Freiheiten profitierte. Das Werk dient als Kontrastfolie zur gegenwärtigen Verunsicherung und dem Verlust an Zukunftszuversicht. Habermas analysiert dabei die strukturellen Bedingungen, die die Stabilität des westlichen Modells und dessen wirtschaftlichen Wohlstand ermöglicht haben.
Glanz und Elend der deutschen Kriminalpolizei
Rudolf Augstein
Die 30-teilige Spiegel-Serie von Rudolf Augstein aus dem Jahr 1949 untersucht die deutsche Kriminalpolizei am Beispiel prominenter Fälle, darunter die zweifelhafte Darstellung Bruno Lüttkes als Massenmörder. Die Serie basierte stark auf Informationen des NS-belasteten Bernhard Wehner und trug damit maßgeblich zur Verbreitung eines verzerrten Mythos bei. Sie gilt als die erste True-Crime-Serie der jungen Bundesrepublik und zeigt, wie mediale Berichterstattung Justizirrtümer verfestigen kann.
Grips Theater
Das Berliner GRIPS Theater ist ein experimentelles Kindertheater, das seit 1966 innovatives Jugendtheater aufführt. Matze Hielscher erinnert sich nostalgisch daran, das Theater gerne geschaut zu haben, was seine Bedeutung für die deutsche Theaterkultur und die Kindheitserlebnisse der Zielgruppe unterstreicht.
Gruppenbild mit Dame
Heinrich Böll · 2009
Gruppenbild mit Dame: Ein zeitloses Meisterwerk von Heinrich Böll über das Schicksal einer Frau im Nachkriegsdeutschland In diesem zum Klassiker gewordenen Roman zeichnet Heinrich Böll ein gestalten- und episodenreiches Panorama der deutschen Vor- und Nachkriegsgeschichte. Im Mittelpunkt steht Leni Pfeiffer, geborene Gruyten, Jahrgang 1922. Während des Krieges lernt sie den sowjetischen Kriegsgefangenen Boris kennen und lieben.
Handbuch der Justiz
· 2013
Das Bild ubiquitären Versagens und moralischer Stumpfheit der deutschen Justiz ist fest etabliert. Edith Raim stellt es nicht ganz auf den Kopf, sie relativiert die gängige Deutung aber in vielerlei Hinsicht. Ausgangspunkt ist die facettenreiche Sozialgeschichte der westdeutschen Justiz nach 1945, wobei auch die leidenschaftlichen deutsch-alliierten Diskussionen über die nationalsozialistischen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" untersucht werden.
Hannah Arendt / Heinrich Blücher: Briefe 1936–1968
Hannah Arendt, Heinrich Blücher · 1996
Privatbriefwechsel zwischen der Philosophin Hannah Arendt und ihrem Ehemann Heinrich Blücher aus den Jahren 1936 bis 1968. Die Briefe dokumentieren Arendts persönliche Begegnungen und Beobachtungen während ihrer Reisen in der Nachkriegszeit, einschließlich Einblicke in Familiengeschichten und individuelle Schicksale wie das Alkoholproblem des Cohn-Bendit-Vaters in Frankfurt. Das Werk dient als authentisches historisches Zeitzeugnis und bietet tiefe Einblicke in Arendts politisches und persönliches Denken.
Hannah Arendt: For Love of the World
Elisabeth Young-Bruehl
Elisabeth Young-Bruehls Biografie über die Philosophin Hannah Arendt erzählt die Geschichte eines verloren geglaubten Briefs, den Arendt nach 1968 schreiben wollte. Der Brief sollte über Mary McCarthy vermittelt werden, kam aber nie an. Erst beim Schreiben der Biografie entdeckte Young-Bruehl den Brief im Nachlass und brachte damit eine bewegende historische Episode ans Licht, die Arendts persönliches Vermächtnis und ihre Netzwerke unter Intellektuellen beleuchtet.
Hiroshima
John Hersey · 1946
Bahnbrechende Reportage von John Hersey über die Auswirkungen der Atombombe auf Hiroshima, veröffentlicht 1946 in The New Yorker. Die investigative Langform-Reportage dokumentiert die Perspektiven von Überlebenden und wird als Wendepunkt im journalistischen Standard des Magazins betrachtet.
Höhenrausch
Harald Jähner
Harald Jähners brillantes Nachfolgewerk zur Wirtschaftswunderzeit der 1950er und 60er Jahre. Das Buch dekonstruiert die verklärte Sicht auf diese Epoche und offenbart die vielen Krisen und Umbrüche dahinter: Tausende pleite gegangene Einzelhändler, die Stilllegung des Bergbaus. Jähner zeigt, wie die Aufbruchsstimmung dieser Jahre half, die wirtschaftlichen Schocks zu bewältigen und die Nachkriegsgesellschaft zu prägen.
Hühnerhochhaus
Das Hühnerhochhaus war ein zehnstöckiges Gebäude in Berlin-Neukölln, das 1967 errichtet wurde und bis zu 150.000 Legehennen beherbergte. Es gilt als Beispiel für die Massentierhaltung der Nachkriegszeit und wurde später zum Symbol der industrialisierten Geflügelproduktion. Der Wikipedia-Artikel dokumentiert diese architektonisch ungewöhnliche Lösung für die Intensivhaltung von Nutztieren.
Ich will alles – Hildegard Knef
· 2025
Hildegard Knef: Weltstar, Stilikone, Grand Dame des Chansons, letzte deutsche Diva, Feministin, meinungsstark, umstritten, Spiegel und Gegensatz ihrer Zeit. Als Schauspielerin, Sängerin und Autorin feierte sie internationale Erfolge, erlebte krachende Niederlagen und war mehr als fünf Jahrzehnte schöpferisch tätig.
In Marokko
Edith Wharton · 2016
American novelist and designer Edith Wharton traveled to Morocco after the end of World War I. Morocco is her account of her time there as the guest of General Hubert Lyautey. Her account praises Lyautey and his wife and also the French administration of the country.
Inventur
Günter Eich · 2019
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft), Veranstaltung: NDL II, Sprache: Deutsch, Abstract: In der bevorstehenden Hausarbeit soll durch die Analyse verschiedener Gedichte und deren Gegenüberstellung die signifikante Veränderung der materiellen und menschlichen Werte aufgezeigt werden.
Jahrestage
Uwe Johnson · 1970
Uwe Johnsons vierbändiger Romanzyklus "Jahrestage" untersucht die deutsche Teilung und Fluchtmotivationen von DDR-Bürgern. Das Werk stellt die zentrale Frage, ob Menschen primär aus der DDR fliehen wollten oder gezielt in den Westen strebten – eine wichtige historische Perspektive auf Fluchtbewegungen der Nachkriegszeit. Johnsons differenzierte Darstellung trägt zum Verständnis ideologischer Brüche und persönlicher Entscheidungen bei.
Jenseits von Angebot und Nachfrage
Wilhelm Röpke · 2017
Wilhelm Röpke (1899 - 1966) gehört zu den herausragenden liberalen Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Weniger, weil er bahnbrechende Theorien entwickelt hätte, sondern weil er das Paradebeispiel des engagierten und couragierten Sozialwissenschaftlers darstellt. Während dreier Jahrzehnte spielte er eine entscheidende Rolle in seiner Wahlheimat, der Schweiz - die er in vielerlei Hinsicht als das ideale Land ansah - sowie im Nachkriegsdeutschland bei der Verteidigung der freien Marktwirtschaft, die in ...
Kinderbibel
Anne de Vries
Illustrierte niederländische Kinderbibel der Nachkriegszeit mit wunderschönen Bildern zu biblischen Geschichten. Prägt durch ihre künstlerische Auslegung Generationen von Kindern, darunter dramatische Szenen wie die fröhlich erzählte Eroberung Jerichos.