Thomas Bernhard auf Mallorca
· 1981
Einen unfilmischeren Erzähler als Thomas Bernhard kann man sich kaum vorstellen: Er verachtete Details und Beschreibungen, vermied es peinlich genau, mit der Sprache die Möglichkeiten des Bilds nachzuahmen. „Ich schreib’ immer nur Begriffe, und da heißt’s immer Berge oder eine Stadt oder Straßen, aber wie die ausschauen …“ Welchen Mehrwert das Medium Film trotz oder gerade wegen der Bernhardschen Invektivkaskaden haben kann, dokumentieren die beiden langen Interviews, die die Journalistin Krista...
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„Es gibt eine tolle, es gibt es glaube ich sogar noch zu sehen, Thomas Bernhard auf Mallorca und der sitzt da und gibt ein langes Interview in eine Frau, in der er glaube ich ein bisschen verliebt war. Und die sagt dann zu ihm, weil er oft in Mallorca ist, lernen Sie doch jetzt mal Spanisch. Und dann sagt er, nein, auf gar keinen Fall lerne ich Spanisch, weil er möchte sich lieber vorstellen, was die gerade sprechen.“
Ferdinand von Schirach erzählt von einem Interview-Film mit Thomas Bernhard auf Mallorca, in dem Bernhard erklärt, warum er kein Spanisch lernen will – er stellt sich lieber vor, dass Marktfrauen über Fermats letzten Satz sprechen. Von Schirach nutzt die Anekdote, um sein eigenes Vergnügen zu beschreiben, sich am Flughafen oder im Café Geschichten über Fremde auszudenken.
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