Verlust. Ein Grundproblem der Moderne
Andreas Reckwitz · 2024
Sozialwissenschaftliche Analyse der modernen Verdrängung von Verlust. Die zentrale These: Der Kapitalismus hat seit 250 Jahren ein Fortschrittsversprechen installiert, das keinen Raum für Misserfolge und Niederlagen lässt—was sich heute in Pandemien, Klimakrise und politischen Regressionserfahrungen manifestiert.
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„dann reden wir über Andreas Reckwitz, Verlust, ein Grundproblem der Moderne, erschienen bei Surkamp.“
Eines der zwei Hauptbücher, die in dieser Episode besprochen werden
„Andreas Reckwitz hat gerade ein interessantes Buch veröffentlicht, genau zu dem Thema Verlust als Grundproblem der Moderne, wo er sagt, wir haben im Grunde sozusagen immer so getan, als wäre unsere moderne Welt ein einziges großes Aufstiegsversprechen gewesen.“
Lanz führt das Buch von Andreas Reckwitz ein, um die These zu untermauern, dass die moderne Gesellschaft systematisch Verlusterfahrungen tabuisiert hat. Das Buch wird zum zentralen Referenzpunkt des Gesprächs: Beide Sprecher diskutieren ausführlich die Idee, dass der Kapitalismus seit 250 Jahren ein Fortschrittsversprechen macht, das keinen Raum für Verluste lässt. Precht nennt es 'das erste Buch von über 400 Seiten, das sich tatsächlich nur mit diesem Thema auseinandersetzt'.
„Glückwunsch zur Sendung mit Reckwitz. Mit dem deutschen Soziologen neben anderen, Steffen Mau und so weiter. Empfehle ich sehr, Mediathek, bitte unbedingt ansehen. Reckwitz hat doch ein Buch gemacht über Verlust. Und sagt auch da, da ist uns was flöten gegangen.“
Lanz empfiehlt das Buch von Andreas Reckwitz über Verlust und verbindet es mit der Diskussion über Osteuropa, Ostdeutschland und den mittleren Westen Amerikas. Reckwitz' zentrale These – dass fortschrittsorientierte Gesellschaften Verlusterfahrungen strukturell delegitimieren und Populisten daraus ihr Geschäftsmodell machen – wird von beiden Gesprächspartnern ausführlich aufgegriffen und weitergedacht.
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