Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert
Herfried Münkler · 2023
Spätestens seit dem Abzug westlicher Truppen aus Afghanistan und dem russischen Überfall auf die Ukraine wissen wir, dass die bislang geltende Ordnung an ihr Ende gekommen ist. Die Welt ist in Aufruhr. Doch wie wird sie sich neu sortieren, und wie wird sie im 21. Jahrhundert aussehen? Vor welchen Umwälzungen, Brüchen und Umbrüchen stehen wir? Eine auf Werten und Normen fußende Weltordnung durchzusetzen, übersteigt die Fähigkeiten des Westens.
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„Ich habe dieser Tage Herfried Münkler gelesen, der sagt, wir erleben tatsächlich eine Wiederkehr quasi der Geschichte. Der sagt, wir Deutschen müssen da aufpassen, während andere Interessen formulieren, kommen wir immer mit Moral und versuchen, die anderen zu erziehen.“
Markus Lanz berichtet, er habe kürzlich Herfried Münkler gelesen, und gibt dessen These wieder, dass Deutschland zu stark moralisiere statt Interessen zu formulieren. Dies wird im Kontext der Debatte über wertegeleitete versus interessengeleitete Außenpolitik diskutiert. Der konkrete Titel wird nicht genannt, die Thesen passen zu Münklers Buch 'Welt in Aufruhr' (2023).
„Und ich habe deswegen in diesem Buch über die Welt im Aufruhr ja auch ausführlich, das behandelt jetzt Ihre beiden Fragen, das Verhältnis zwischen Innenpolitik und Außenpolitik.“
Münklers Buch über die aktuelle Weltordnung, in dem er das Fünfer-Modell der Großmächte und das Verhältnis von Innen- und Außenpolitik behandelt
„Sie sind so ein Münklerianer, glaube ich. Also Sie glauben auch an die vier, fünf Punkte, die die Welt im Grunde organisieren werden. Also wahrscheinlich China, wahrscheinlich die USA, wahrscheinlich Indien, vielleicht ja Russland. Und dann mal gucken, was mit Europa ist, hat er, glaube ich, gesagt.“
Jochen Wegner vergleicht Friedrich Merz' geopolitische Weltsicht mit der Theorie Herfried Münklers über eine multipolare Weltordnung mit vier bis fünf dominierenden Mächten. Münkler war zuvor Gast im Podcast und hat dort diese These ausgeführt. Kein konkreter Buchtitel wird genannt, aber die Beschreibung passt zu Münklers geopolitischen Analysen.
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