Wie kann sie nur?
Sophie Passmann · 2022
Literatur als Bollwerk gegen die Zumutung des Todes: Thomas Stangl hat mit »Quecksilberlicht« einen grenzüberschreitenden Organismus geschaffen, eine entkörperlichte und überzeitliche Erfahrung, die sich nicht um Logik oder Naturgesetze scheren muss; Anna Kim erzählt in »Geschichte eines Kindes« authentisch und ungeschönt die bedrückende Geschichte von der Vermessung eines Menschen, während Leona Stahlmann poetische Naturbeschreibungen mit pfiffiger Gesellschaftskritik verbindet; und Shelly Kupf...
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„Mein heutiger Gast ist die Autorin Sophie Passmann. Sie hat ein neues Buch geschrieben, wie schön, es nennt sich Wie kann sie nur? Und da geht es um ein Thema, das sicherlich vor einigen Frauen kennen, nämlich das Gefühl, ständig bewertet zu werden.“
Das Buch ist das zentrale Thema der gesamten Episode. Matze Hielscher stellt es in der Einleitung vor und liest gegen Ende des Abschnitts eine längere Passage daraus vor, in der Passmann über das Beobachtetwerden durch eine anonyme Öffentlichkeit und den Versuch schreibt, dem Urteil durch den perfekten Körper und die perfekte Seele zu entkommen.
„Ildiko von Kürthis, Alt genug und Sophie Passmanns, Wie kann sie nur? Letzte Woche zumindest noch Platz 1 und 2 der Spiegel Bestseller Sachbuch. Super gut verkaufte Bücher und Fies kritisiert oder gut kritisiert, darüber sprechen wir noch von Dennis Scheck in seiner Sendung Druckfrisch.“
Eines der beiden Hauptbücher der Episode. Beckers und Cammann kontrastieren Passmanns Buch mit dem von Kürthy — während Kürthy mit Selbstzweifeln und Anpassung kämpft, propagiere Passmann eine totale Selbstannahme. Beckers merkt an, dass die Vermarktung als 'highly relatable' eigentlich eher auf Kürthys Buch zutrifft.
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