1000 Narben tief
Jan Böhmermann, Olli Schulz
Eine Sonntagssendung, die mit gedämpfter Stimmung startet: Jan ist in einen Shitstorm geraten und hat sich am Vorabend beim Schneiden eines mysteriösen Audio-Projekts durch eine umgekippte Kaffeetasse einen Kurzschluss eingehandelt — Sicherung raus, alles dunkel. Olli wiederum kämpft in seinem selbsterklärten Rentnerparadies mit garstigen Senioren im Supermarkt, die sein freundliches Lächeln stoisch ignorieren.
„Mir ist gestern Abend beim Schneiden um 22.30 Uhr eine Kaffeetasse umgefallen, die hier noch stand von vor zwei Tagen und in den Mehrfachstecker reingefallen und ich dachte, ach ja gut, was soll passieren — auf einmal alles aus.“
Erwähnte Medien (26)
Drei nach Neun
Drei nach Neun ist eine Bremer Talkshow unter der Moderation von Giovanni di Lorenzo. In einer Folge vor etwa acht bis zehn Jahren war Olli Schulz zu Gast und sprach mit di Lorenzo nach der Sendung über historische Politiker wie Helmut Schmidt und deren Umgang mit dem Krieg. Das Gespräch berührt die psychologische These, dass frühe Konfrontation mit dem Tod und Kriegserfahrungen Menschen eher abhärten als empathischer machen.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:12:49 „Ich war ja mal bei, das ist schon zehn Jahre her oder acht Jahre, in der Talksendung, Drei nach Neun, ist das die Giovanni di Lorenzo. Und wir haben uns nach der Talksendung kurz über alte Politiker, Helmut Schmidt ähnliches, unterhalten, Menschen, die sehr früh durch Kriegserlebnisse oder Ähnlichem mit dem Tod konfrontiert worden sind.“
Olli Schulz erinnert sich an einen Auftritt in der Bremer Talkshow 'Drei nach Neun' vor etwa acht bis zehn Jahren. Er nutzt ein Gespräch mit Giovanni di Lorenzo nach der Sendung als Aufhänger für seine These, dass frühe Konfrontation mit dem Tod – etwa durch Kriegserfahrungen – Menschen nicht unbedingt empathischer, sondern härter macht.
Tukur-Tatort (Regie: Dietrich Brüggemann)
Dietrich Brüggemann
Der Artikel behandelt den Ausstieg der Künstlerin Christiane Rösinger aus einem laufenden Tatort-Projekt unter Regie von Dietrich Brüggemann. Grund war ihre Ablehnung gegenüber einer Zusammenarbeit mit Flake von Rammstein, der ebenfalls im Film mitwirken sollte. Die Podcast-Diskussion hinterfragt eine vermeintliche Inkonsistenz: Während Rösinger wegen Flake ausgestiegen ist, schien die Zusammenarbeit mit dem kontrovers diskutierten Regisseur Brüggemann offenbar unproblematisch.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:15:31 „Wir haben da schon mal drüber gesprochen, dass die Autorin, Schriftstellerin, Musikerin Christiane Rösinger, die ja auch ein Begriff ist, natürlich vielen ein Begriff ist, dass die vor kurzem relativ öffentlichkeitswirksam und spektakulär ausgestiegen ist aus einem laufenden Tatortprojekt von dem Regisseur Dietrich Brüggemann, der Tukur-Tatort. Weil auch der Keyboarder von Rammstein, Flake, in diesem Tatort mitspielen sollte, genauso wie sie.“
Jan Böhmermann und Olli Schulz diskutieren ausführlich den Fall, dass Christiane Rösinger aus einem in Produktion befindlichen Tukur-Tatort unter der Regie von Dietrich Brüggemann ausgestiegen ist, nachdem sie erfahren hat, dass Flake von Rammstein mitspielen sollte. Böhmermann hinterfragt, warum Rösinger zwar wegen Flake ausgestiegen ist, aber die Zusammenarbeit mit Brüggemann – der in der Corona-Zeit kontrovers aufgefallen war – offenbar kein Problem darstellte. Diese Frage hat er bei Mastodon öffentlich gestellt und damit einen kleinen Shitstorm ausgelöst.
Tukur-Tatort
Dietrich Brüggemann
Der Artikel behandelt einen geplanten Tatort-Film unter der Regie von Dietrich Brüggemann, aus dem Schauspielerin Christiane Rösinger ausstieg. Sie verließ das Projekt, nachdem bekannt wurde, dass Flake von Rammstein eine Rolle spielen sollte. Der Regisseur stand zudem während der Corona-Phase in der Kritik, was die künstlerische und persönliche Kontroverse um das Projekt unterstreicht.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:17:41 „Ist das nicht der, der in der Corona-Phase schon schwer ... Ja, wie sag ich es diplomatisch? Ja, aber der da so unterwegs war. Ich mein, der als Regisseur diesen Tatort dann führt“
Diskussion über einen geplanten Tatort-Film mit Regisseur Dietrich Brüggemann, aus dem Christiane Rösinger ausgestiegen ist, nachdem sie erfahren hat, dass Flake von Rammstein mitspielen sollte
Lassie Singers
Christiane Rösinger · 1996
Christiane Rösinger ist Sängerin und Texterin der Berliner Band Die Lassie Singers, die sie Ende der 80er Jahre mit Almut Klotz und Funny Van Dannen gründete. In den 90er Jahren war sie eine der Betreiberinnen der legendären »Flittchenbar« am Berliner Ostbahnhof, 1998 gründete sie Flittchen Records und mit Britta Neander (Ton Steine Scherben) die Band Britta, die poetische Liebeslieder mit Grundtraurigkeit schrieben. Neben ihrer Arbeit als Musikerin schreibt sie Kolumnen und andere Beiträge für verschiedene Zeitungen und Magazine
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:22:48 „Christiane Rösinger hat bei den Lassie-Singern früher gesungen. Das ist eine ganz schöne Band. Die Message von der Band war immer, Liebe ist gar nicht mal so gut, denn das machen nur Idioten. Und so weiter und so fort. Und eigentlich fand ich das immer ganz charmant und ganz gut.“
Olli Schulz ordnet Christiane Rösinger musikalisch ein, indem er ihre frühere Band, die Lassie Singers, erwähnt. Er beschreibt deren ironische Grundhaltung zur Liebe und drückt seine Sympathie für die Band und Rösinger aus, um klarzustellen, dass er persönlich kein Problem mit ihr hat – trotz der kontroversen Tatort-Diskussion.
Hamburger Schulegate – Eine Oral History in sieben Kapiteln
Christian Ihle
Nach einer NDR-Doku über die Hamburger Schule brach online ein heftiger Streit aus. Journalist Christian Ihle dokumentiert die Facebook-Kontroverse zwischen prominenten Vertretern der legendären Musikszene in seinem taz-Artikel. In sieben Kapiteln erzählt er die Oral History des »Hamburger Schule Gates« und beleuchtet die Konflikte innerhalb der Bewegung.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:23:37 „Das ist jetzt unabhängig davon, aber ich hab dir vor drei Tagen die unglaublich gute Taz-Zusammenfassung des Facebooks-Dialogs, der losgetreten wurde, nachdem der NDR eine Doku gemacht hat, eine zweiteilige über die Hamburger Schule.“
Olli Schulz empfiehlt einen ausführlichen Taz-Blogartikel von Christian Ihle, der eine Facebook-Diskussion zwischen Protagonisten der Hamburger Schule dokumentiert. Der Artikel fasst den Streit zusammen, der nach einer NDR-Doku über die Hamburger Schule ausbrach, und wird von beiden Hosts als hervorragend und extrem spannend beschrieben. Sie bauen sogar ein Hörspiel daraus.
Hamburger Schule
Natascha Geier · 2024
Deutsche Texte mit intellektuellem Anspruch, Gitarrenrock mit Gesellschaftskritik und eine ganz eigene Coolness: Die Hamburger Schule ist eine der bedeutendsten Strömungen in der Geschichte der deutschen Popmusik. Bands wie Tocotronic, Blumfeld, Die Sterne, Die Braut haut ins Auge oder Die Goldenen Zitronen gehörten zu den wichtigsten deutschen Acts der 1990er-Jahre und sind zum Teil bis heute erfolgreich.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:27:36 „nachdem der NDR eine Doku gemacht hat, eine zweiteilige über die Hamburger Schule“
Zweiteilige NDR-Dokumentation über die Hamburger Schule, die eine große Facebook-Diskussion unter den damaligen Protagonisten ausgelöst hat
Zusammenfassung der Hamburger-Schule-Debatte
Christian Ihle
Eine NDR-Dokumentation über die Hamburger Schule von Natascha Geier hat in der Musikszene große Kontroversen ausgelöst. Der frühe Szene-Protagonist Bernd Begemann äußerte sich verletzt über seine marginale Rolle in der 60-minütigen Sendung und vermutete persönliche Animositäten des Autorenteams. Auch andere wichtige Akteure wie Kerstin und Sandra kritisierten ihre Darstellung, da die Dokumentation ihre Bedeutung für die Bewegung – insbesondere Kerstins Rolle als Spex-Sprachrohr – nicht angemessen würdigte. Der Artikel untersucht diese Kontroverse um die Geschichtsschreibung einer einflussreichen kulturellen Bewegung.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:27:36 „in der Taz hervorragend von, wie heißt der, Ile? Christian Ihle ist der Autor. Von Christian Ihle zusammengefasst worden“
TAZ-Artikel, der die Facebook-Diskussion zwischen den Protagonisten der Hamburger Schule zusammenfasst, von Olli als hervorragend gelobt
Die Braut haut ins Auge
Die Braut haut ins Auge
Die Braut haut ins Auge war eine ausschließlich weiblich besetzte deutsche Rock- und Popband, die 1990 in Hamburg gegründet wurde. Ihre Texte waren meist deutschsprachig, einige Lieder wurden auf Englisch gesungen. Musikalisch wurde die Band der Hamburger Schule zugeordnet.
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:29:39 „Ich bin mit meiner damaligen Freundin, die absoluter Fan von Die Brautraut ins Auge war, zu den Konzerten gegangen. Und ich finde, wenn es irgendwo sowas gab wie einen Ansatz von, hier geht es auch um Frauen und sowas, dann war das in der Hamburger Schule.“
Olli Schulz argumentiert gegen die These, die Hamburger Schule sei ein reiner Männerverein gewesen. Er nennt mehrere starke Frauenpersönlichkeiten der Szene und erwähnt, dass er mit seiner damaligen Freundin, die Fan der Band Die Braut haut ins Auge war, zu Konzerten ging.
Was hat dich bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert ist ein österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 2016 von Marie Kreutzer. Der Kinostart in Österreich erfolgte am 23. September 2016. Der Film wurde ab 27. September 2016 im Rahmen des Zurich Film Festivals in der Wettbewerbssektion Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich gezeigt. In Deutschland wurde er am 1. Oktober 2016 am Filmfest Hamburg gezeigt, wo er für den Art Cinema Award nominiert war. Der Kinostart erfolgte in Deutschland am 9. Februar 2017.
🗣 Jan Böhmermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:32:18 „Für mich waren das krasse Songs, die bei Viva 2 liefen, wo ich dachte, was hat dich bloß so ruiniert? Was ist das denn für eine Idee? Mega geil, tolles Video. Irgendwie smart, aber die Ecke hat sich mir dann schon nicht vermittelt.“
Jan Böhmermann erinnert sich, wie er als Jugendlicher den Song bei Viva 2 gesehen hat. Für ihn war die Hamburger Schule nie eine Erweckung, sondern etwas, das als Teil der Popkultur schon da war. Der Song beeindruckte ihn als smart und visuell stark, ohne dass er die ideologische Dimension erfasste.
Tocotronic
Tocotronic
Tocotronic ist eine deutsche Rockband, die 1993 gegründet wurde. Ähnlich wie Blumfeld stellte die Band nicht nur eine Innovation für deutschsprachige Musik dar, sondern inspirierte auch mehrere spätere Bands. Teile der Band Tocotronic sind aus Hamburg. Tocotronic war lange Zeit bei L'age D'or unter Vertrag. 2007 wechselte die Band zum Label Vertigo Berlin von UDD. Zusammen mit einer Gruppe von Bands und Künstlern, wie zum Beispiel Blumfeld,Die Sterne oder Rocko Schamoni bildeten sie die sogenannte "Hamburger Schule"
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:32:29 „Am ehesten hab ich noch DokuTronic und dann später Blumenfeld mitbekommen. Und Blumenfeld hat mich auch echt im Nachhinein erschlossen.“
Jan Böhmermann spricht über seinen persönlichen Zugang zur Hamburger Schule. Er war jünger als Olli Schulz und hat die Bewegung nur in ihren Ausläufern mitbekommen. Tocotronic (im Transkript als 'DokuTronic' verschrieben) war eine der Bands, die er am ehesten wahrgenommen hat.
Blumfeld
Jochen Distelmeyer
Blumfeld war eine deutschsprachige Hamburger Rockband. Sie zählte von 1990 bis zu ihrer Auflösung 2007 zu den wichtigsten Vertretern der Stilrichtung Hamburger Schule und gilt als eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Bands der deutschen Indie-Szene.
🗣 Jan Böhmermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:35:17 „Am ehesten hab ich noch DokuTronic und dann später Blumenfeld mitbekommen. Blumenfeld hab ich mir auch echt im Nachhinein erschlossen“
Jan erwähnt Blumfeld (im Transkript als 'Blumenfeld' verschrieben) als Band der Hamburger Schule, die er sich erst im Nachhinein erschlossen hat
An Tagen wie diesen
Die Toten Hosen
Die Toten Hosen (Pseudonym: Die Roten Rosen) ist eine Band aus Düsseldorf, die sich aus der deutschen Punkbewegung entwickelt hat und 1982 gegründet wurde. Die Gruppe um Frontmann Campino spielt Rockmusik mit überwiegend deutschen Texten und Elementen aus dem Punkrock. Neben der Berliner Band Die Ärzte ist sie eine der kommerziell erfolgreichsten deutschen Musikgruppen mit Wurzeln im Punkrock. Sie veröffentlichte bis September 2022 siebzehn Studioalben, acht Konzertalben und acht Kompilationen.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:36:14 „Du kannst nicht bestimmen, wer sich inspirieren lässt von dem, was du machst. Sobald du auf der Bühne bist, ist das der Welt geschenkt. Das ist total hart, dass man das eben nicht unter Kontrolle hat. Und dass du eben, im Worst-Case-Szenario, singt dann die CDU an Tagen wie diesen von Campino auf der Bühne von den Toten Hosen und dann muss Campino aufregen.“
Jan Böhmermann nutzt den Song als Beispiel dafür, dass Künstler nicht kontrollieren können, wer ihre Kunst vereinnahmt. Die CDU hat den Toten-Hosen-Song auf Parteitagen gespielt, was Campino empört hat – ein Paradebeispiel für den Kontrollverlust, den auch die Hamburger Schule über ihre kulturelle Wirkung erlebt.
Green Day
Green Day
Green Day ist eine US-amerikanische Punk Rock-Band, mit der Anfang der 1990er Jahre das Punk-Revival begann. Ihr 1994 erschienenes drittes Studioalbum Dookie brachte der Band den internationalen Durchbruch und verkaufte sich allein in den USA mehr als 10 Millionen Mal. Auch die Alben American Idiot (2004) und 21st Century Breakdown (2009) erreichten weltweit hohe Chartpositionen. Insgesamt haben sie etwa 75 Millionen Tonträger verkauft (Stand 2014).
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:46:32 „Eine Woche danach hab ich Green Day im Störtebeker gesehen. So alt bin ich. Das war damals in der Hafenstraße, im Laden.“
Olli Schulz erzählt von seinen frühen Konzerterlebnissen in Hamburg Anfang der 90er Jahre. Nach einem NOFX-Konzert im Störtebeker sah er eine Woche später Green Day im selben kleinen Laden – als Beleg dafür, wie lange er schon in der Szene unterwegs ist.
Kill All the White Men
NOFX
Das Southside ist ein Musikfestival, das seit 2000 jährlich im Juni auf dem Gelände des take-off GewerbeParks bei Neuhausen ob Eck im südlichen Baden-Württemberg stattfindet. Es ist mit rund 60.000 Besuchern eines der größten Open-Air-Festivals in Deutschland. Schwerpunkt bilden die Musikrichtungen Rock, Alternative, Independent und Electro.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:46:39 „Und ich pack jetzt Kill All The White Men von 0FX auf die Liste und pack von Captain Beefheart Hothead auf die Liste und von JJ Cale.“
Olli Schulz packt den Song auf die gemeinsame Playlist, anlässlich des Abschiedskonzerts von NOFX in Berlin, das er am selben Abend besuchen will. NOFX ist seine Lieblings-Punkband der 90er Jahre, die er 1991 erstmals im Störtebeker in Hamburg vor 80 Leuten gesehen hat.
Money Talks
J.J. Cale
Walker, Texas Ranger ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die von 1993 bis 2001 produziert wurde. Die Actionserie umfasst eine Pilotstaffel und acht weitere Staffeln mit insgesamt 202 Episoden und einem Fernsehfilm.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:46:55 „J.J. Cale mit Money Talks, J.J. Cale, ein Typ, der hat Cocaine geschrieben, was dann Eric Clapton groß gemacht hat, der coolste und entspannteste Musiker, ich liebe die Musik von J.J. Cale, wenn mir alles zu viel wird, lege ich eine J.J. Cale-Platte auf.“
Olli Schulz empfiehlt den Song Money Talks von J.J. Cale für die gemeinsame Playlist. Er beschreibt J.J. Cale als den coolsten und entspanntesten Musiker überhaupt und erwähnt, dass dieser auch Cocaine geschrieben hat, das später durch Eric Clapton berühmt wurde. J.J. Cale ist für ihn Entspannungsmusik.
Cocaine
J.J. Cale
J. J. Cale, geboren am 5. Dezember 1938 in Tulsa, Oklahoma als John W. Cale, gestorben am 26. Juli 2013 in La Jolla, Kalifornien, war ein US-amerikanischer Musiker und Komponist. Er zählt zu den Begründern des Tulsa Sounds, stilistisch zwischen Rockabilly, Blues, Jazz und Country einzuordnen. Er spielte oftmals alle Instrumente seiner Aufnahmen selbst. Der Name J. J. ist ein Künstlername, der ihm in seinen Anfangsjahren als Musiker von einem Clubbesitzer ("Whisky-A-Go-Go" in Los Angeles) gegeben wurde
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:46:55 „J.J. Cale, ein Typ, der hat Cocaine geschrieben, was dann Eric Clapton groß gemacht hat, der coolste und entspannteste Musiker, ich liebe die Musik von J.J. Cale.“
Olli Schulz erwähnt beiläufig, dass J.J. Cale den Song Cocaine geschrieben hat, der dann in der Version von Eric Clapton berühmt wurde. Die Erwähnung dient als Einordnung, wer J.J. Cale ist.
Hothead
Captain Beefheart
Captain Beefheart war ein experimenteller Avantgarde-Musiker und Maler, der mit Frank Zappa zusammenarbeitete und atonale, innovative Musik schuf. Seine radikale künstlerische Herangehensweise – als bewusste Gegenbewegung zur konventionellen Musik – prägte die Entwicklung experimenteller Rockmusik nachhaltig. Besonders Tom Waits war davon beeinflusst und nutzte Beefhearts abstrakte Klangsprache, um aus seinem kreativen Loch in den späten 70ern Jahren herauszufinden. Seine Musik gilt bis heute als Grenzposten zwischen Avant-Garde, Jazz und experimentellem Rock.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:47:22 „Captain Beefheart war nicht nur Musiker, war Maler, war eigentlich ein Anti-Musiker. Von Frank Zappa produziert. Ziemlich atonale, irre, aber irgendwie richtig geile Musik. Und als Ende der 70er Jahre Tom Waits in seinem ersten kreativen Loch stand, hat er irgendwann Captain Beefheart gehört und meinte, so was will ich auch machen.“
Olli Schulz empfiehlt Captain Beefheart und beschreibt ihn als Anti-Musiker und Maler, der von Frank Zappa produziert wurde. Er erklärt, dass Captain Beefheart großen Einfluss auf die zweite Karrierephase von Tom Waits hatte, als dieser nach einem kreativen Loch abstrakte Kunst in seiner Musik suchte.
Jenseits von Jedem
Blumfeld
Blumfeld war eine deutschsprachige Hamburger Rockband. Sie zählte von 1990 bis zu ihrer Auflösung 2007 zu den wichtigsten Vertretern der Stilrichtung Hamburger Schule und gilt als eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Bands der deutschen Indie-Szene.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:48:09 „Ich darf euch bitten, die folgenden Songs auf der Fiddy & Bumsi-Playlist nachzuhören. Los geht es mit Jenseits von Jedem, 14 Minuten 30 von Blumfeld.“
Jan Böhmermann empfiehlt passend zur ausführlichen Hamburger-Schule-Diskussion den 14-minütigen Blumfeld-Song Jenseits von Jedem, der bereits auf der gemeinsamen Playlist steht. Die Empfehlung reiht sich in eine Auswahl von Songs ein, die thematisch zur Hamburger-Schule-Debatte passen.
Mein System kennt keine Grenzen
Old Nobody
Columbo ist eine von den Drehbuchautoren Richard Levinson und William Link erschaffene, US-amerikanische Kriminalfilm-Reihe, die zwischen 1967 und 2003 von Universal Television produziert wurde. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Fernsehserie umfasst einen Fernsehfilm, einen Pilotfilm sowie zehn Staffeln mit weiteren 67 Episoden. Im Mittelpunkt der Serie steht die Aufklärung von Mordfällen durch den Kriminalkommissar Columbo von der Mordkommission des Los Angeles Police Departments.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:48:20 „Mein System kennt keine Grenzen von Old Nobody, 3,33, ein bisschen kürzer.“
Jan Böhmermann verweist auf den Song als Teil seiner thematisch passenden Auswahl auf der gemeinsamen Playlist im Kontext der Hamburger-Schule-Diskussion.
1000 Tränen tief
Mashup (auch Bastard-Pop oder Bootie genannt) ist eine Ende der 1980er Jahre entstandene musikalische Technik, bei der durch Sampling eine spezifische Form der Musikcollage aus Tonaufnahmen von Stücken verschiedener Interpreten zusammengemischt wird.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:48:27 „Dann gibt's einen kurzen Dip in 1000 Tränen tief zur Selbsterforschung.“
Jan Böhmermann empfiehlt den Song als Teil seiner Playlist-Auswahl, beschreibt ihn als Stück zur Selbsterforschung. Der Interpret wird nicht explizit genannt.
Apfelmann
Blumfeld
Blumfeld war eine deutschsprachige Hamburger Popband (1990–2007). Sie zählten zu den wichtigsten Vertretern der Popmusik-Stilrichtung Hamburger Schule und galten auch nach deren Ende noch als eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Combos der deutschen Indie-Szene. Geschichte Blumfeld wurde im Frühjahr 1990 von Mitgliedern der aufgelösten Bands „Der Schwarze Kanal“ und „Bienenjäger“ gegründet. Die Band ist nach der Hauptfigur einer Kurzgeschichte von Franz Kafka benannt (Blumfeld, ein älterer Junggeselle).
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:48:32 „Und komm, weil's jetzt nicht drauf ist, es ist nicht drauf, dann pack ich noch drauf außerdem den Song Apfelmann.“
Jan Böhmermann fügt den Song Apfelmann neu zur gemeinsamen Playlist hinzu. Der Interpret wird nicht explizit genannt, aber im Kontext der Hamburger-Schule-Diskussion und der umliegenden Blumfeld/Jochen-Distelmeyer-Empfehlungen liegt ein Bezug zur Hamburger Schule nahe.
Murmel
Jochen Distelmeyer
Lied vom vorletzten Studioalbum des Blumfeld-Frontmanns. Ein Stück, das für die lyrische Subtilität und das emotionale Understatement der Hamburger-Schule-Bewegung steht, an deren Entwicklung der Künstler maßgeblich beteiligt war.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:48:42 „Und als allerletzten Song, der ist, glaub ich, dann doch drauf, weil der von Jochen ist. Murmel. Murmel ist schon drauf. Ist nicht drauf.“
Jan Böhmermann will den Song Murmel von Jochen Distelmeyer auf die Playlist packen und ist sich unsicher, ob er bereits drauf ist. Die Empfehlung rundet die Hamburger-Schule-Songauswahl ab, da Jochen Distelmeyer als Blumfeld-Frontmann eine zentrale Figur der Bewegung ist.
Hetero
Jochen Distelmeyer
Jochen Distelmeyers Soloalbum "Hetero" wird von Jan Böhmermann kritisch beleuchtet, der bewusst keinen Song davon auf seine Playlist aufgenommen hat. Böhmermann begründet dies mit seinem persönlichen Geschmack – die Musik ist ihm zu schwülstig. Seine Auseinandersetzung mit dem Album führt zu einer Reflexion über Kunstdiskurs und die Bedeutung der Hamburger Schule als kulturelle Bewegung.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:48:59 „Weil es die letzten, vom Hetero-Album jetzt nichts drauf, weil mir das zu schwülstig ist. Sorry, das ist mein persönlicher Geschmack.“
Jan Böhmermann erklärt, warum er vom Album Hetero (Jochen Distelmeyers Soloalbum) bewusst keinen Song auf die Playlist genommen hat – es ist ihm persönlich zu schwülstig. Das dient als Überleitung zu seiner Reflexion über Kunstdiskurs und die Hamburger Schule.
Hamburg
Lassie Singers
Die Lassie Singers waren eine Indie-Pop-Band aus Berlin-Kreuzberg, die von 1988 bis 1998 existierte. Musikalisch bewegte sich die Band zwischen der Hamburger Schule und der Neuen Deutschen Welle.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:52:05 „Ich packe auch noch ganz kurz, das wollte ich nur sagen, von den Lassie-Singers den Song Hamburg auf die Liste. Die Lassie-Singers kommen übrigens nicht aus Hamburg.“
Olli Schulz ergänzt die Playlist um den Song Hamburg der Lassie Singers und merkt an, dass die Band – inklusive Christiane Rösinger – gar nicht aus Hamburg stammt, sondern aus Berlin. Das passt zum Diskurs über die Hamburger Schule und wer wirklich dazugehört.
Player of Ibiza
Emil und Oskar Belton · 2024
Player of Ibiza ist eine improvisierte Serie voller Überraschungen. Die fünf Teilnehmer nahmen an einer glamourösen Fernsehübertragung auf Ibiza teil und wurden in einer Produktion mit kleinem Budget in einem deutschen Dorf produziert. Und das ist noch nicht alles, sie sind davon überzeugt, dass sie gewohnheitsmäßige Téléréalité-Werte besitzen und an den Feminismus grenzen.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:53:30 „Während du suchst, soll ich kurz sagen, dass ich Player of Ibiza durchgeguckt habe. Liebe Grüße an die Beltenbrüder, an Bruno, Alexander. Alter, das ist so all over the place, das ist so wild geschnitten, Alter.“
Jan Böhmermann erzählt, dass er die Serie Player of Ibiza komplett geschaut hat. Er beschreibt den Stil als wild geschnitten und vergleicht ihn mit dem ProSieben der Nullerjahre. Olli Schulz findet die Arbeitsweise der Beltenbrüder bewundernswert – sie ziehen eine Serie in einer Woche durch.
Taxi nach Capri
Eine berührende Dokumentation über eine 88-jährige Frau und ihren langjährigen Chauffeur, die seit Jahren gemeinsam jedes Jahr nach Italien fahren. Der Film zeigt eine herzerwärmende Geschichte von Freundschaft und Menschlichkeit über Jahrzehnte hinweg.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:54:13 „Googelt einfach bei YouTube Taxi nach Capri. 88-Jährige lässt sich jedes Jahr nach Italien chauffieren. Und das ist die Geschichte über eine alte Frau und einen alten Chauffeur. Und diese Geschichte ist so rührend.“
Olli Schulz empfiehlt eine kurze YouTube-Dokumentation über eine 88-jährige Frau, die sich jedes Jahr von einem Chauffeur nach Italien fahren lässt. Er ist sichtlich berührt und beschreibt den Film als herzerwärmend – eine Geschichte über Menschen, die es so kaum noch gebe.