Hotel Matze – KI-Experte Gregor Schmalzried – Wie nutzen wir KI richtig
#465

KI-Experte Gregor Schmalzried – Wie nutzen wir KI richtig

Hotel Matze / 02. Juli 2025 / 12 Medien

Matze Hielscher & Gregor Schmalzried

Gregor Schmalzried ordnet generative KI als neues Massenmedium ein, vergleichbar mit früheren technologischen Umbrüchen — und verrät, wo wir uns auf dieser Zeitachse gerade befinden. Das Gespräch bewegt sich von einer Bestandsaufnahme über eine praktische Masterclass mit ChatGPT und Claude bis hin zu den ethischen Grenzen einer Technologie, deren Schöpfer selbst nicht genau wissen, wofür sie gedacht ist.

„Die Technologie, mit der wir es zu tun haben, ist eine, die nicht alleine von den Menschen bestimmt werden sollte, die die gebaut haben. Unter anderem, weil die selber gar nicht so genau verstehen, wofür die da ist.“
🗣 Gregor Schmalzried

Erwähnte Medien (12)

KI-Podcast

KI-Podcast

ARD

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im "KI-Update" von heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder dreimal die Woche Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:01:40 „Mein heutiger Gast ist Gregor Schmalzried. Gregor ist KI-Experte und er spricht wöchentlich darüber im KI-Podcast der ARD oder schreibt in seinem Newsletter darüber.“

Matze Hielscher stellt seinen Gast Gregor Schmalzried vor und nennt den KI-Podcast der ARD als dessen wöchentliches Format. Die Erwähnung dient der Einordnung von Gregors Expertise, nicht als eigenständige Empfehlung.

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Her

Her

Spike Jonze · 2013

In was verliebt man sich bei seinem Gegenüber zuerst? Die Augen, das Gesicht, die Hände, die Stimme? Im Falle von Theodore Twombly ist es die Stimme. Ihm bleibt auch nichts anderes als die Stimme, denn Samantha ist körperlos. Sie ist die Stimme von Theodores neuem Betriebssystem, das über eine künstliche Intelligenz verfügt – und anscheinend auch über Emotionen.

🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 00:04:24 „Aber vielleicht sind wir auch in einem Arthouse-Film. Her ist ja so ein Film, über den Leute jetzt immer sehr gerne sprechen, wo Joaquin Phoenix sich in seine KI verliebt und das passiert jetzt schon. Also den Plot kann man letztlich von Anfang bis Ende durch erzählen, wenn man möchte und muss dafür gar nicht auf die Zukunft warten.“

Gregor nutzt Filmmetaphern, um zu erklären, wo wir uns in der KI-Entwicklung befinden. Während ein Science-Fiction-Blockbuster noch am Anfang stünde, sei der Arthouse-Film 'Her' – in dem sich Joaquin Phoenix in eine KI verliebt – bereits vollständig Realität geworden. Die Pointe: Man könne den kompletten Plot des Films durcherzählen, ohne auf die Zukunft warten zu müssen.

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Star Trek

Star Trek

Gene Roddenberry · 1966

Der Weltraum - unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu entdecken, neue Lebensformen und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat... Wir schreiben das Jahr 2264. 201 Jahre nachdem die Menschen mit Überlichtgeschwindigkeit reisen können und 113 Jahre nach dem Start der Enterpris

🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 00:06:59 „Wie in Star Trek. Star Trek ist ja immer so die Utopie, über die Leute gerne reden. Aber das Problem ist ja, in der Welt von Star Trek gab es ja mal so eine Phase kurz vor Star Trek, wo alles ganz, ganz schlimm war. Und erst aus dieser Katastrophe hat sich das wieder rausgebildet.“

Im Gespräch über die Frage, ob KI in eine Utopie oder Dystopie führt, verweist Gregor auf Star Trek als das klassische Bild einer technologischen Utopie. Sein Punkt: Selbst in Star Trek musste die Menschheit erst eine Katastrophe durchleben, bevor die bessere Welt entstand – ein Muster, das er bei KI lieber vermeiden würde.

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Newsletter von Gregor Schmalzried

Newsletter von Gregor Schmalzried

Gregor Schmalzried

Gregors Newsletter vermittelt komplexe Themen der künstlichen Intelligenz in einer verständlichen und zugänglichen Form. Er zählt zu den Pionieren, die frühzeitig über KI-Entwicklungen berichteten und technische Inhalte für ein breites Publikum aufbereiteten.

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:13:30 „Ich kenne dich ja vor allen Dingen durch dein Newsletter und das fand ich, also du warst mit der Erste, der über KI geschrieben hat“

Matze lobt Gregors Newsletter als besonders zugänglich und verständlich geschrieben zum Thema KI

Zum Artikel bei Gregorschmalzried.blog Details
Malcolm Gladwell (Werke allgemein)

Malcolm Gladwell (Werke allgemein)

Malcolm Gladwell · 2014

Die Welt ist alles, was wir in unseren naturwissenschaftlichen Theorien beschreiben können – so eine weit verbreitete Überzeugung, die seit den Tagen des Positivismus unser Weltbild bestimmt. Aber reicht das tatsächlich schon aus? Wer sich am Ideal der wissenschaftlichen Erkenntnis orientiert, neigt dazu, viele nicht-begriffliche Erfahrungsformen zu unterschlagen, die uns aus dem Alltag vertraut sind: Symbolsysteme wie Musik, Literatur oder Bilder, Instanzen der unmittelbaren Erfahrung wie Ansch...

🗣 Gregor Schmalzried erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:49:37 „Also so Malcolm Gladwell oder so, die einfach etabliert sind. Ich meine ja vor allem Gedanken um die, die es vielleicht noch nicht dazu geschafft haben. Also über den nächsten Malcolm Gladwell.“

Als Beispiel für einen etablierten Autor, dessen persönliche Stimme in Texten erkennbar ist – im Kontrast zu KI-generierten Texten

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Artikel über Jobverlust durch Maschinen (1910er Jahre)

Artikel über Jobverlust durch Maschinen (1910er Jahre)

Bereits in den 1910er Jahren wurde in der New York Times über die Angst vor Jobverlust durch Maschinen berichtet. Die Debatte um technologische Arbeitslosigkeit ist damit kein neues Phänomen, sondern begleitet industrielle Umbrüche seit über einem Jahrhundert. Damals wie heute fürchteten Arbeiter, durch Automatisierung ersetzt zu werden. Diese historische Parallele zeigt, dass gesellschaftliche Ängste vor neuen Technologien – ob Maschinen oder KI – ein wiederkehrendes Muster sind.

🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 00:52:23 „Man kann in die 1910er Jahre zurückgehen und findet Artikel in den New York Times, wo Leute Angst davor haben, dass alle Jobs wegfallen wegen der Maschinen. Also in gewisser Weise ist das eine Debatte, die wir schon immer führen.“

Gregor Schmalzried relativiert die Angst vor KI-bedingtem Jobverlust, indem er darauf hinweist, dass diese Debatte nicht neu ist. Er verweist auf historische Zeitungsartikel aus den 1910er Jahren in der New York Times, in denen bereits dieselben Befürchtungen gegenüber Maschinen geäußert wurden – als Argument, dass technologischer Wandel bisher nicht zu massenhaftem Jobverlust geführt hat.

Zum Artikel bei New York Times Details
Final Destination (Filmreihe)

Final Destination (Filmreihe)

· 2000

Auf dem Weg zum Schüleraustausch nach Europa hat Alex Browning im wartenden Flugzeug plötzlich eine Vision, dass der Flieger abstürzen wird. Er bekommt einen hysterischen Anfall, woraufhin er des Flugzeugs verwiesen wird. Einige seiner Freunde und eine Lehrerin folgen. Tatsächlich explodiert die Maschine nach dem Start und macht Alex plötzlich zum Hauptverdächtigen.

🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 01:01:09 „Ich wollte rausfinden, ob der neue Final Destination Film zum Beispiel, den, ich habe noch nie einen Final Destination Film gesehen, obwohl ich eigentlich großer Horror-Guy bin. Jetzt wollte ich wissen, welche von den vorherigen Filmen muss ich denn gesehen haben, damit ich den neuen verstehe.“

Gregor nutzt die Final-Destination-Reihe als konkretes Beispiel dafür, wie KI im Alltag nützlich sein kann. Er wollte wissen, welche Teile er vor dem neuen Film sehen muss, ohne gespoilert zu werden – eine Aufgabe, die er Google nicht zutraute, aber der KI schon. Das Ergebnis: Teil 1, 2 und 5 seien nötig.

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Thomas die Lokomotive

Thomas die Lokomotive

· 1984

Die Geschichten von Thomas und seinen Freunden handeln von der Zusammenarbeit und dem Zusammenleben ganz vieler unterschiedlicher Fahrzeuge (wobei Lokomotiven die Hauptcharaktere sind), die auf der fiktiven britischen Insel Sodor verschiedene Aufgaben zu lösen haben und ihre Arbeit verrichten sollen. Dabei verkörpern die Vehikel menschliche Eigenschaften und Wesenszüge und sollen durch ihr Handeln und den daraus entstehenden Konsequenzen meistens eine kleine Moral vermitteln.

🗣 Gregor Schmalzried erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:36:30 „Ich habe einen Tweet neulich gesehen von jemandem, der meinte, dass sein Kind Chat-GPT versehentlich mehr oder weniger unbeaufsichtigt benutzen konnte. Und was er dann gemacht hat, war, er hat irgendwie zwei Stunden lang mit dem über Thomas die Lokomotive geredet.“

Gregor erzählt eine Anekdote über ein kleines Kind, das unbeaufsichtigt mit ChatGPT zwei Stunden über Thomas die Lokomotive sprach – begeistert, weil die KI im Gegensatz zu Erwachsenen nie ungeduldig wird. Er nutzt das Beispiel, um die Chancen und Risiken von KI-Interaktion bei Kindern zu diskutieren: Die KI gibt keine Reibung, kein Geben und Nehmen, was für die soziale Entwicklung problematisch sein könnte.

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Terminator

Terminator

James Cameron · 1984

Ein Cyborg aus der Zukunft wird auf eine tödliche Mission in die heutige Gegenwart geschickt. Er soll Sarah Connor töten, eine junge Frau, die eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Menschheit spielen wird. Sie hat nur eine Chance, Kyle Reese, ein Freiheitskämpfer, der ebenfalls aus der Zukunft kommt.

🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 01:48:48 „Ja, Skynet aus dem Terminator. Also das ist die Idee. Die Idee ist die, dass wir reden aktuell, wenn wir über KI reden, über etwas, das nennt sich auch Narrow AI oder schwache KI.“

Gregor Schmalzried erklärt das Konzept der Superintelligenz und greift dabei auf die populärkulturelle Referenz Skynet aus dem Terminator zurück, um die Vorstellung einer übermächtigen, eigenständig handelnden KI zu veranschaulichen. Er nutzt den Film als Einstieg, um den Unterschied zwischen schwacher KI und einer hypothetischen Superintelligenz zu erklären.

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Hörspielserie (in Arbeit)

Hörspielserie (in Arbeit)

Gregor Schmalzried

Rick Future ist eine Science-Fiction-Hörspielserie von Sven Matthias, in Zusammenarbeit mit Dane Rahlmeyer und Tim Gössler. Auf unserem Kanal findet ihr unsere Hörspiel-Episoden sowie den regelmäßig erscheinenden Podcast.

🗣 Gregor Schmalzried erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:57:37 „Ich schreibe auch Fiction, also ich schreibe eine Hörspielserie zum Beispiel“

Gregor erwähnt ein eigenes kreatives Projekt als Beispiel dafür, was er trotz KI-Fähigkeiten weiterhin selbst machen möchte

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Folge mit Verena König

Folge mit Verena König

Hotel Matze / Matze Hielscher

Masterclass-Episode von Hotel Matze über Traumaverarbeitung mit Verena König. Das intensive Gespräch bietet tiefe Einblicke in psychologische Aspekte von Traumabewältigung und richtet sich an alle, die ihr Verständnis für psychische Traumata vertiefen möchten.

🗣 Matze Hielscher empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:02:46 „möchte ich euch die Folge mit Verena König empfehlen. Da geht es um Trauma. War auch wieder mein Ziel, eine Masterclass zu dem Thema zu machen.“

Empfehlung einer anderen Hotel-Matze-Folge zum Thema Trauma als weiterführender Hörtipp

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Conclave

Conclave

Edward Berger · 2024

Der Papst ist unerwartet verstorben. Kardinal Lawrence ist mit der schwierigen Aufgabe betraut, die Wahl des neuen Papstes zu leiten. Mächtige Kardinäle aus aller Welt reisen für das Konklave nach Rom. Als sich die Türen zur Sixtinischen Kappelle schließen, entbrennt ein Spiel um Macht. Kardinal Lawrence findet sich im Zentrum von Intrigen und Korruption wieder und kommt einem Geheimnis auf die Spur, das die Grundfeste seines Glaubens erschüttern könnte.

🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 02:03:32 „Hast du Conclave gesehen, den Film? Ja. Es gibt diesen Satz von Ralph Fiennes. Es geht um die Papstwahl, genau. Haben ja sehr viele jetzt nochmal geguckt, wegen der, die wir im Real Life hatten. Gibt diesen Satz am Anfang von seiner Rede oder irgendwo in der Mitte, wo er sagt, Certainty is the enemy of unity.“

Auf die Abschlussfrage, was er auf eine Plakatwand am Alexanderplatz schreiben würde, zitiert Gregor Schmalzried den Film Conclave mit Ralph Fiennes. Er wählt das Zitat 'Certainty is the enemy of unity' – die Gewissheit ist der Feind der Einigkeit – als persönliche Botschaft. Er merkt an, dass viele den Film wegen der realen Papstwahl nochmal geschaut haben.

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