Lanz & Precht – Ausgabe Siebzehn
#017

Ausgabe Siebzehn

Lanz & Precht / 24. Dezember 2021 / 12 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

In dieser Weihnachtsausgabe entspinnt sich ein nostalgischer Streifzug durch die Heldenwelt der Kindheit — ausgelöst durch DJ Ötzis Autobiografie und dessen Bekenntnis, dass Elvis, Winnetou und Jesus seine Helden seien. Daraus entwickelt sich ein liebevolles Schwelgen in Erinnerungen an die Karl-May-Filme, ihre Landschaftsaufnahmen im jugoslawischen Hinterland, die Schauspielerinnen von Karin Dor bis Uschi Glas und die Frage, ob diese Filme je wirklich gut waren — oder nur für Kinderaugen.

„Elvis, Winnetou und Jesus sind meine Helden.“
🗣 Markus Lanz

Erwähnte Medien (12)

Hey Baby

Hey Baby

DJ Ötzi

DJ Ötzi ist ein österreichischer Sänger, der vor allem mit seinem weltweiten Hit „Hey Baby" bekannt wurde. Seine Autobiografie erzählt die Geschichte hinter diesem Erfolg und dokumentiert seinen Weg als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler der Musikindustrie. Das Buch bietet persönliche Einblicke in sein Leben abseits der Bühne und seine Karriere in Unterhaltung und Musik.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:08 „Aber Hey Baby war sein größter Hit. Aber Gary, ich kenne den kaum, verfolge den aber schon seit einiger Zeit. Der hat eine Biografie veröffentlicht.“

Markus Lanz leitet das Gespräch mit einem Zitat von DJ Ötzi ein und erwähnt dabei dessen bekanntesten Song als Referenzpunkt, bevor er auf die Biografie zu sprechen kommt.

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Winnetou (Romanreihe)

Winnetou (Romanreihe)

Karl May · 2015

"Winnetous Erben" ist der heute vom Karl-May-Verlag verwendete Titel für den ursprünglich "Winnetou. 4. Band" (kurz: "Winnetou IV") genannten letzten vollendeten Roman Karl Mays. Es war dies gleichzeitig der letzte Band der "Gesammelten Reiseerzählungen". In diesem Roman verarbeitete der Schriftsteller die Eindrücke seiner Amerikareise von 1908.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:01:47 „Also von den dreien, also klar, ich habe Vindetou reichhaltig gelesen, ich habe auch die Filme gesehen. Er hatte natürlich tatsächlich sowas, wie so ein roter Jesus. Das ist er ja irgendwie schon gewesen, seiner ganzen Art, dieser unglaubliche, friedfertige.“

Precht greift das Zitat 'Elvis, Winnetou und Jesus sind meine Helden' auf und erzählt, dass er die Winnetou-Bücher von Karl May ausgiebig gelesen hat. Er zieht eine Parallele zwischen der Figur Winnetou und Jesus – beide verkörpern für ihn Friedfertigkeit.

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Der Schatz im Silbersee

Der Schatz im Silbersee

Harald Reinl · 1962

Winnetou und Old Shatterhand jagen hinter dem skrupellosen Ganoven Brinkley her, der mit aller Gewalt versucht, den sagenhaften Schatz im Silbersee zu finden. Mit Mord und Entführungen war es ihm gelungen, den Geheimplan für den Schatz in seine Hände zu bekommen. Die beiden Blutsbrüder nehmen die Verfolgung auf.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:48 „Ich fand also am allerbesten Karin Dohr, die Rihanna war in den T2. Die war doch Bond-Girl auch, ne? Karin Dohr. Die fand ich richtig gut und die war im Schatz im Silbersee. Ellen hieß sie da.“

Im Gespräch über die Winnetou-Filme erwähnt Precht konkret 'Der Schatz im Silbersee' und erinnert sich an Schauspielerin Karin Dor in der Rolle der Ellen. Er schwärmt von den Darstellerinnen in den Karl-May-Verfilmungen.

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Winnetou-Filme

Winnetou-Filme

Harald Reinl / Karl May

Klassische Abenteuerverfilmung von Karl Mays Winnetou-Romanen aus der Heimatfilm-Ära. Die Filme leben von ihrer visuellen Qualität und Landschaftsaufnahmen, während die Filmmusik als deutlich stärker wahrgenommen wird. Western-Abenteuer der 1960er Jahre mit exotischem Appeal.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:03:20 „Ich merke da, also das sprach für mich daneben, dass man sagen muss, die Musik ist also drei Nummern größer als die Filme. Und was interessant ist, Harald Reinl, der diese Filme gemacht hat, der war im Dritten Reich, hat der Heimatfilme gemacht und war ja spezialisiert auf Landschaftsaufnahmen. Und ich meine, das sieht man den Filmen wirklich an.“

Precht reflektiert über die Winnetou-Filme seiner Kindheit und ordnet sie filmhistorisch ein. Er verweist auf Regisseur Harald Reinl, dessen Spezialisierung auf Landschaftsaufnahmen aus der Heimatfilm-Ära die visuelle Qualität der Karl-May-Verfilmungen erklärt. Die Musik sei allerdings deutlich besser als die Filme selbst.

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Stille Nacht, Heilige Nacht

Stille Nacht, Heilige Nacht

Franz Xaver Gruber, Joseph Mohr

Stille Nacht, heilige Nacht ist eines der bekanntesten Weihnachtslieder der Welt und gilt als Inbegriff des Weihnachtsbrauchtums im deutschen Sprachraum. Es wurde am 24. Dezember 1818 in der römisch-katholischen Kirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg, an deren Stelle heute die Stille-Nacht-Kapelle steht, mit einer Melodie von Franz Xaver Gruber und dem Text von Joseph Mohr erstmals aufgeführt.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:04:05 „Und wir haben auch Weihnachtslieder gesungen. Welche? Sowohl die heidnischen wie die christlichen. Sowohl O Tannebaum wie auch Stille Nacht, Heilige Nacht.“

Precht erzählt von den Weihnachtstraditionen seiner Familie. Obwohl seine Eltern Kommunisten waren, wurde Weihnachten bürgerlich gefeiert – mit Kirchgang und sowohl weltlichen als auch christlichen Weihnachtsliedern.

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O Tannebaum

O Tannebaum

Das Lied O Tannenbaum (historisch und regional auch O Tannebaum) gehört zu den bekanntesten Weihnachtsliedern. Der Text des Liedes geht in seiner heutigen Form auf August Zarnack und Ernst Anschütz zurück, bei der Melodie handelt es sich um eine Volksweise.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:04:05 „Sowohl die heidnischen wie die christlichen. Sowohl O Tannebaum wie auch Stille Nacht, Heilige Nacht.“

Im Kontext der Weihnachtserinnerungen nennt Precht 'O Tannebaum' als Beispiel für die weltlichen Weihnachtslieder, die in seiner Familie gesungen wurden.

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Die Bibel

Die Bibel

Die Bibel als Klassiker der Weltliteratur und religiöses Fundament – ein Werk, das in westlichen Kulturen ständig zitiert wird, vielen Menschen aber weitgehend unbekannt bleibt. Jan Böhmermann nennt sie als eine seiner größten Wissenslücken und beschreibt das Unbehagen, nicht mitreden zu können, wenn andere Bibelreferenzen einbauen. Eine Anleitung zum Nachschlagen für alle, die ihre Kulturkompetenz erweitern möchten.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:19:34 „Und das alles sich dafür zu interessieren, habe ich immer als unglaublich spannend empfunden. Also zu gucken, wie Religion gearbeitet ist, wie sie gemacht ist, warum sie so ist, wie sie ist. Und das befindet sich natürlich, wo wir das heute alles wissen, in einem riesigen Widerspruch dazu, die Bibel eben wörtlich zu nehmen.“

Die Bibel wird als zentrales Referenzwerk im Gespräch über Religion und Spiritualität herangezogen. Precht analysiert ausführlich die zwei Schöpfungsgeschichten der Genesis, ihre unterschiedlichen Ursprünge (babylonisch und kanaanitisch) und argumentiert, dass man die Bibel ernst, aber nicht wörtlich nehmen sollte.

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Der Jüdische Krieg

Der Jüdische Krieg

Flavius Josephus · 1974

Jüdischer Krieg oder Geschichte des jüdischen Krieges (altgriechisch Περὶ τοῦ Ἰουδαϊκοῦ πολέμου Perì toῦ Ioudaikoῦ polémou oder Ἱστορία Ἰουδαϊκοῦ πολέμου πρὸς Ῥωμαίους Historía Ioudaikoῦ polémou pròs Rhōmaíous, lateinisch De bello Iudaico oder Bellum Iudaicum, in diesem Artikel zitiert als Bellum) ist ein Werk des jüdisch-hellenistischen Historikers Flavius Josephus.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:22:14 „Wir haben eine Quelle, die ist 100 oder 80 Jahre später. Da wird er erwähnt, bei Flavius Josephus. Ein jüdischer Geschichtsschreiber. Er schreibt über den jüdischen Krieg, über den Krieg der Römer und der Juden. Und da erwähnt er Jesus. Aber wir wissen, dass diese Sache zur Hälfte gefälscht ist.“

Precht diskutiert die historische Evidenz für die Existenz Jesu und verweist auf Flavius Josephus als einzige außerbiblische Quelle. Er erklärt, dass die Jesus-Erwähnung in diesem Werk teilweise gefälscht sei – spätere Ergänzungen wie 'er war der Messias' seien nachträglich eingefügt worden, und die Inhalte stammten wahrscheinlich aus den Evangelien selbst.

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Spiegel-Titelgeschichte über die historische Figur Jesus

Spiegel-Titelgeschichte über die historische Figur Jesus

Der SPIEGEL-Artikel untersucht die historische Figur Jesu aus archäologischer und historischer Perspektive. Er hinterfragt Jesu Beruf, den wirtschaftlichen Kontext seines Wirkens in Galiläa und unterscheidet ihn von zeitgenössischen Predigern. Der Artikel wird durch archäologische Funde an der Grabeskirche in Jerusalem eingeleitet, wo Forscher Überreste aus dem 4. Jahrhundert entdeckten, die mit Kaiser Konstantins historischer Sicherung der Grabesstätte korrespondieren.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:24:23 „Und ich habe vor einiger Zeit, ich glaube, ich habe die dreimal gelesen, eine Spiegeltitelgeschichte gelesen, da ging es um Ostern und um die Frage sozusagen, was ist möglicherweise tatsächlich dran an dieser Figur Jesus unter einer historischen Perspektive? Und da beschreiben die am Anfang, das fand ich wahnsinnig faszinierend, deswegen empfehle ich das auch sehr zu lesen.“

Lanz empfiehlt eine Spiegel-Titelgeschichte, die er dreimal gelesen hat und die ihn so fasziniert hat, dass er sie ausdrücklich weiterempfiehlt. Der Artikel untersucht die historische Figur Jesus und beschreibt archäologische Forschungen einer Athener Archäologin an der Grabeskirche in Jerusalem, bei denen Felsplatten und Mörtel aus dem 4. Jahrhundert gefunden wurden, die mit Kaiser Konstantins Sicherung der Grabesstätte zusammenpassen.

Zum Artikel bei Spiegel Details
Markusevangelium

Markusevangelium

· 2007

Das Markusevangelium ist das zweite Evangelium des Neuen Testaments und erzählt vom Leben und der Lehre Jesu. Eine zentrale Passage zeigt, wie Jesus seine biologische Familie ablehnt und stattdessen seine Jünger als wahre Familie definiert – ein revolutionärer Bruch mit traditionellen Familienstrukturen und Clan-Bindungen.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:27:10 „Wir gehen davon aus, dass das Markus-Evangelium etwas älter ist und dass das Johannes-Evangelium vielleicht das letzte ist.“

Precht diskutiert die Entstehung der Evangelien und erklärt, dass sie Werbetexte für verschiedene Kulturkreise waren. Er ordnet die Evangelien zeitlich ein und hebt das Markus-Evangelium als vermutlich ältestes hervor.

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Schtonk!

Schtonk!

Helmut Dietl · 1992

Die Geschichte der angeblich echten Tagebücher von Adolf Hitler. Der Fälscher Fritz Knobel fälscht Tagebücher Hitlers, die nie existiert haben. In dem schmierigen Journalisten Hermann Willié findet er einen willigen Abnehmer. Beide fahren riesige Gewinne ein, dann fliegt der Schwindel auf. Die Geschichte basiert auf dem realen Fall der Hitlertagebücher im Stern, der sich 1983 ereignete.

🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:41:53 „Seitdem ich allerdings in der norddeutschen Tiefebene lebe, habe ich festgestellt, auch der April hat schöne, warme Tage. Um mal Götz-George aus Stonk zu zitieren.“

In einer beiläufigen Bemerkung über den April als ungeliebten Monat zitiert Lanz Götz George aus der Filmkomödie Schtonk! (1992). Das Zitat dient als humorvolle Einlage im Gespräch über Jahreszeiten-Vorlieben.

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Weihnachten bei Hoppenstedts

Weihnachten bei Hoppenstedts

Loriot · 1997

Jahr für Jahr feiern Millionen Fernsehzuschauer Weihnachten bei Hoppenstedts. Wo sonst lernt man, es sich während der Feiertage so richtig gemütlich zu machen (etwa mit dem Spiel "Wir bauen uns ein Atomkraftwerk") und wie Geschenkpapier unauffällig im Hausflur entsorgt wird? Schließlich ist Weihnachten erst dann wirklich besinnlich, wenn das Adventsgedicht ertönt, Dickie ihres vorträgt und Opa Hoppenstedt feststellt: Früher war mehr Lametta!

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:47:17 „Ich weiß gar nicht, ob Lametta nicht zu den Dingen gehört, die irgendwann mal wiederentdeckt werden. Aber ich weiß irgendwie so, dass in den letzten Jahrzehnten war Lametta weg, also frei nach L'Oreal. Früher war mehr Lametta.“

Precht erzählt von den Weihnachtsbräuchen seiner Kindheit und dem silbergeschmückten Tannenbaum mit Lametta. Dabei fällt das berühmte Zitat 'Früher war mehr Lametta' aus Loriots Sketch 'Weihnachten bei Hoppenstedts', das er scherzhaft L'Oréal zuschreibt.

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