Lanz & Precht – Elon Musk - ein moderner Oligarch
#165

Elon Musk - ein moderner Oligarch

Lanz & Precht / 01. November 2024 / 13 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode beginnt mit einer amüsanten Schimpftirade des österreichischen Kochs Sepp Schellhorn gegen Halloween, bevor sich das Gespräch der Debatte um politische Korrektheit zuwendet: Udo Lindenbergs legendärer „Sonderzug nach Pankow

„Unsere Sensibilität für das, was man sagt, ist gestiegen und das ist mal grundsätzlich was Gutes. Aber es gibt keine natürliche Grenze. Und dadurch besteht die Gefahr, dass man diesen Weg immer weiter und immer weiter geht und ihn immer noch für progressiv hält, aber das im positiven Sinne irgendwann vielleicht kein Fortschritt mehr ist.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (13)

Sonderzug nach Pankow

Sonderzug nach Pankow

Udo Lindenberg

Sonderzug nach Pankow ist ein Lied von Udo Lindenberg, das auf der Melodie des 1941 erschienenen US-amerikanischen Klassikers Chattanooga Choo Choo beruht. Es wurde 1983 als Single veröffentlicht.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:01:49 „Ja, also es geht um eines meiner wirklichen Lieblingslieder aller Zeiten. Der Sonderzug nach Pankow. Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Pankow? Ich muss mal eben dahin.“

Markus Lanz spricht über die Debatte um politische Korrektheit und erwähnt, dass Udo Lindenbergs Song 'Sonderzug nach Pankow' wegen des Wortes 'Oberindianer' kritisiert wird. Er verteidigt Lindenberg, der mit dem Begriff Erich Honecker meinte und sich zeitlebens gegen Rechtsradikalismus eingesetzt hat.

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Kontakte von Elon Musk zu Putin

Kontakte von Elon Musk zu Putin

Bojan Pancevski

Eine Recherche des Wall Street Journal dokumentiert jahrelange direkte Kontakte zwischen Elon Musk und Wladimir Putin. Der Artikel beleuchtet die Hintergründe dieser politischen Verbindung und deren mögliche Auswirkungen auf Musks Rolle in international relevanten Fragen.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:04:16 „die Kollegen vom Wall Street Journal hatten vor einiger Zeit eine sehr interessante, bemerkenswerte Geschichte, nämlich über Kontakte von Elon Musk zu Putin“

Lanz verweist auf eine Recherche des Wall Street Journal über Verbindungen zwischen Elon Musk und Wladimir Putin als Hintergrund für die Diskussion über Musks politische Rolle

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Kontakte von Elon Musk zu Putin (Investigativbericht)

Kontakte von Elon Musk zu Putin (Investigativbericht)

Bojan Pancevski / Wall Street Journal

Der Artikel berichtet über Recherchen des Wall Street Journal zu langjährigen direkten Kontakten zwischen Elon Musk und Wladimir Putin. Laut den Investigationen sollen diese Verbindungen bereits lange vor der russischen Invasion der Ukraine bestanden haben. Die Geschichte basiert auf Interviews mit dem WSJ-Journalisten Bojan Pancevski, der diese Kontakte recherchiert hat.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:06:45 „Die Kollegen vom Wall Street Journal hatten vor einiger Zeit eine sehr interessante, bemerkenswerte Geschichte, nämlich über Kontakte von Elon Musk zu Putin. Und wir haben uns darüber ausgetauscht, was er weiß.“

Markus Lanz berichtet von einem Gespräch mit dem Wall-Street-Journal-Journalisten Bojan Pancevski über dessen Recherchen zu Verbindungen zwischen Elon Musk und Wladimir Putin, die bereits vor dem Ukraine-Krieg bestanden haben sollen.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Citizen Kane

Citizen Kane

Orson Welles · 1941

»Rosebud« - das ist das letzte Wort, das Charles Foster Kane im Sterbebett auf seinem Schloss Xanadu haucht. "Citizen Kane" schildert die Geschichte des Zeitungsmagnaten, der die öffentliche Meinung Amerikas über Jahrzehnte beherrschte. Sein geschäftliches Leben begann mit viel Enthusiasmus und dem Bekenntnis zur Wahrheit und Unbestechlichkeit.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:08:36 „Also ist ja so eigentlich, wenn man den auf der Straße begegnen würde, würde man irgendwie denken, das ist überhaupt nichts Besonderes. Entspricht ja jetzt nicht so einem Klischee, wie man sich jetzt vorstellt, Citizen Kane oder so bei Orson Welles.“

Richard David Precht beschreibt Elon Musks unscheinbares Erscheinungsbild und vergleicht ihn mit dem ikonischen Medien-Mogul aus Orson Welles' Film. Der Vergleich dient dazu zu zeigen, dass Musk trotz seiner enormen Macht äußerlich nicht dem Klischee eines mächtigen Tycoons entspricht.

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Der Morgen stirbt nie

Der Morgen stirbt nie

· 1997

Der britische Medienmogul Carver will durch Manipulation und Intrigen England in einen Krieg mit China stürzen, denn schlechte Nachrichten bringen Geld. Nur James Bond kann ihn davon abhalten, durch seine Medienpräsenz einer der mächtigsten Männer der Welt zu werden.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:10:47 „Viele kennen dieses Zitat, verbinden das aber nicht mit William Hearst, sondern eingefleischte James-Bond-Fans werden sich daran erinnern, dass in 'Der Morgen stirbt nie' wird das zitiert. Da gibt es ja auch so einen Kuhl, der Rupert Murdoch eigentlich ist.“

Precht erzählt die Geschichte von William Hearst, der einen Reporter nach Kuba schickte und sagte 'Sorgen Sie für die Bilder und ich sorge für den Krieg'. Er verweist darauf, dass dieses Zitat vielen eher aus dem James-Bond-Film bekannt ist, in dem ein Medienmogul nach dem Vorbild von Murdoch/Hearst agiert.

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The Education of a Libertarian

The Education of a Libertarian

Peter Thiel · 2025

Donald Trump versprach vor seiner erneuten Wahl, die liberale Demokratie aus den Angeln zu heben. Er wurde nicht trotz, sondern wegen dieses Versprechens gewählt. In ihrem Bestseller Gekränkte Freiheit zeigten Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, wie Libertarismus und Autoritarismus miteinander verschmelzen könnten. Zwei Jahre später hat die Realität ihre soziologische Diagnose auf bedrückende Weise bestätigt.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:23:30 „Thiel hat mal geschrieben, die 1920er Jahre waren das letzte Jahrzehnt in der amerikanischen Geschichte, in dem man wirklich optimistisch sein konnte, was die Politik angeht. Seit 1920 haben der enorme Anstieg der Sozialhilfeempfänger und die Ausweitung des Wahlrechts auf Frauen den Begriff der kapitalistischen Demokratie zu einem Oxymoron gemacht.“

Markus Lanz zitiert Peter Thiels berüchtigten Essay von 2009, in dem dieser schrieb, Freiheit und Demokratie seien nicht mehr miteinander vereinbar. Das Zitat dient als Beleg für die antidemokratische Haltung der Tech-Milliardäre.

Zum Artikel bei Cato-unbound.org Details
Saving Capitalism: For the Many, Not the Few

Saving Capitalism: For the Many, Not the Few

Robert Reich · 2015

From the author of Aftershock and The Work of Nations, his most important book to date—a myth-shattering breakdown of how the economic system that helped make America so strong is now failing us, and what it will take to fix it. Perhaps no one is better acquainted with the intersection of economics and politics than Robert B.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:26:13 „Weil zu der Zeit haben Amerikas Kapitalisten sozusagen so viel, so beschreibt es Robert Reich, vom Reichtum Amerikas abgezockt, dass der Rest Amerikas sich tief verschulden musste, um irgendwie noch zurechtzukommen und 1929 ist dann diese Schuldenblase geplatzt.“

Lanz bezieht sich auf Robert Reichs Analyse der 1920er Jahre in Amerika, um eine Parallele zur heutigen Ungleichheit zu ziehen. Reich beschreibe, wie die Kapitalisten so viel vom Reichtum abschöpften, dass der Rest sich verschulden musste – was 1929 zur Großen Depression führte. Lanz nutzt dies als Warnung, dass extreme Ungleichheit historisch immer gefährliche politische Situationen hervorgerufen hat.

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The Joe Rogan Experience – Interview mit Donald Trump

The Joe Rogan Experience – Interview mit Donald Trump

Joe Rogan

The Joe Rogan Experience ist einer der weltweit erfolgreichsten Podcasts mit mehrstündigen, ungefilterten Interviews mit Gästen aus Politik, Unterhaltung, Wissenschaft und Kultur. Das Long-Form-Gesprächs-Format aus Austin, Texas demonstriert die Macht unabhängiger Medien gegenüber etablierten Massenmedien-Strukturen.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:29:00 „Joe Rogan, das ist der erfolgreichste Podcaster der Welt, setzt glaube ich 100 Millionen jedes Jahr um in Amerika. Austin, Texas ist die Basis sozusagen. Da ist Trump extra hin, um drei Stunden Podcast mit ihm zu machen.“

Lanz diskutiert das dreistündige Trump-Interview bei Joe Rogan als Beispiel für die schwindende Bedeutung etablierter Massenmedien im US-Wahlkampf

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The Joe Rogan Experience

The Joe Rogan Experience

Joe Rogan

This podcast is like the News is for current events but for the Joe Rogan Experiance Podcast. I report, review and analyze each episode with my good friend Mark in an hour long breakdown. It helps us get the most out of Joe's world class show. This is for any Rogan fan.. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:29:26 „Joe Rogan, das ist der erfolgreichste Podcaster der Welt, setzt glaube ich 100 Millionen jedes Jahr um in Amerika. Austin, Texas ist die Basis sozusagen. Da ist Trump extra hin, um drei Stunden Podcast mit ihm zu machen. Er hat innerhalb weniger Tage allein auf YouTube über 30 Millionen Abrufe gehabt, mittlerweile glaube ich bei 40 oder 50 Millionen fast 500.000, 600.000 Kommentare.“

Lanz beschreibt das dreistündige Trump-Interview bei Joe Rogan als Beleg dafür, dass Trump die etablierten Massenmedien nicht mehr braucht. Das Interview sei zwar unkritisch, aber erhellend gewesen – mit über 30 Millionen YouTube-Abrufen innerhalb weniger Tage zeige es die neue Medienrealität, in der Podcasts klassische TV-Formate an Reichweite übertreffen.

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Kommentar über Trumps Präsidentschaft aus europäischer Sicht

Kommentar über Trumps Präsidentschaft aus europäischer Sicht

René Pfister

Geboren 1974 in Müllheim/Baden, studierte Politikwissenschaft in München und absolvierte eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule. Er war Reporter bei den Nachrichtenagenturen ddp und Reuters in Berlin und wechselte im Herbst 2004 ins Hauptstadtbüro des SPIEGEL, das er mehrere Jahre leitete. Seit Sommer 2019 ist er SPIEGEL-Büroleiter in Washington, D.C. 2022 erschien bei DVA sein Buch »Ein falsches Wort. Wie eine neue linke Ideologie aus Amerika unsere Meinungsfreiheit bedroht«. Seit August 2025 ist er Korrespondent in Paris.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:11 „Ich muss denken an einen Kommentar von René Pfister, den ich immer unheimlich gerne lese. Das ist der Amerika-Korrespondent des Spiegels, der sich immer den etwas anderen Blick auch leistet.“

Lanz verweist auf einen Spiegel-Kommentar von René Pfister, der die unterschiedlichen europäischen und amerikanischen Perspektiven auf Trumps Präsidentschaft beleuchtet

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Kommentar zur Trump-Präsidentschaft

Kommentar zur Trump-Präsidentschaft

René Pfister

Analyse des Spiegel-Korrespondenten René Pfister zu Donald Trumps Präsidentschaft. Der Artikel zeigt auf, dass Trump derzeit so mächtig ist wie nie, weder Kongress noch Gerichte können ihn stoppen. Gleichzeitig argumentiert Pfister, dass die Gründe für sein späteres Scheitern bereits in seiner gegenwärtigen Politik zu finden sind und bietet damit eine differenzierte Sicht jenseits europäischer Polarisierungen.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:27 „Ich muss denken an einen Kommentar von René Pfister, den ich immer unheimlich gerne lese. Das ist der Amerika-Korrespondent des Spiegels, der sich immer den etwas anderen Blick auch leistet. Ein wirklich kluger Kommentator. Der genau dieses Dilemma, die Frage, wie schaut man eigentlich auf Dinge, vor einiger Zeit mal beschrieben hat und darauf hingewiesen hat, dass die Hälfte der Amerikaner sehr positiv auf die Trump-Jahre guckt.“

Lanz zitiert einen Spiegel-Kommentar von René Pfister, der einen differenzierteren Blick auf Trump anbietet als die übliche europäische Perspektive. Pfister argumentiere, Trump sei ein erfolgreicherer Präsident gewesen, als Europäer es wahrhaben wollten, und seine Anhänger hätten durchaus rationale Gründe für ihre Unterstützung – etwa bei der NATO-Lastenteilung oder der Warnung vor deutscher Energieabhängigkeit von Russland.

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Staatsfeind Nummer zwei (Spiegel-Titel über Elon Musk)

Staatsfeind Nummer zwei (Spiegel-Titel über Elon Musk)

Der Spiegel-Artikel untersucht Elon Musks politischen Einfluss und seine Rolle in der aktuellen politischen Debatte. Mit seiner Kontrolle über mächtige Technologieunternehmen, das Satellitennetzwerk Starlink und die Plattform X nimmt Musk laut Spiegel gemeinsam mit Donald Trump Einfluss auf die Grundlagen der liberalen Demokratie. Die provokative Titelstory über Musk als „Staatsfeind Nummer Zwei" führt letztlich zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit für den Unternehmer, statt ihn zu schaden.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:39:06 „Macht ihn das jetzt zum Staatsfeind Nummer zwei, wie der Spiegel getitelt hat?“

Precht verweist auf eine Spiegel-Titelgeschichte, die Elon Musk als 'Staatsfeind Nummer zwei' bezeichnete. Lanz ergänzt, dass diese Zuspitzung Musk eher genutzt habe – er habe sich damit auf der Bühne inszeniert und weltweite Aufmerksamkeit generiert, womit die Titelstory das Gegenteil des Beabsichtigten bewirkt habe.

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Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens

Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens

Richard David Precht · 2020

Richard David Precht beschäftigt sich mit den wichtigsten Fragen rund um das Thema »Künstliche Intelligenz« – und bezieht dabei auch die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen durch die aktuelle Krise mit ein. Während die drohende Klimakatastrophe und der enorme Ressourcenverbrauch der Menschheit den Planeten zerstört, machen sich Informatiker und Ingenieure daran, die Entwicklung einer Künstlichen Intelligenz voranzutreiben, die alles das können soll, was wir Menschen auch können – nur...

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:46:27 „Und ein Thema, mit dem ich mich ja auch beschäftigt habe in meinem Buch über künstliche Intelligenz.“

Im Gespräch über Neuralink und die Verknüpfung von Mensch und Maschine verweist Precht auf sein eigenes Buch über künstliche Intelligenz. Er argumentiert, dass ihm die Brain-Computer-Interface-Fantasien wenig Angst machten, da die Komplexität des Gehirns auf absehbare Zeit keine sinnvollen Ergebnisse erwarten lasse – ein Thema, das er in diesem Buch ausführlich behandelt habe.

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