Lanz & Precht – Syrien - Abschiebung moeglich
#189

Syrien - Abschiebung moeglich

Lanz & Precht / 18. April 2025 / 9 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht

Eine Reportage aus Syrien offenbart das Ausmaß der Zerstörung nach 14 Jahren Bürgerkrieg: Auf der Landebahn von Damaskus wächst Gras, die Inflation zwingt Restaurantgäste, zentimeterhohe Geldstapel auf den Tisch zu legen, und der Hunger ist auf den Straßen sichtbar — während chinesische Diplomaten bereits ihre Claims abstecken.

„Du kannst den Hunger sehen. Du siehst wirklich den Hunger.“
🗣 Markus Lanz

Erwähnte Medien (9)

Kommentar von Mathieu von Rohr im Spiegel

Kommentar von Mathieu von Rohr im Spiegel

Mathieu von Rohr

Kommentar des Spiegel-Auslandschefs Mathieu von Rohr über ein Gedankenspiel zu Syrien: Wie hätte sich das Land entwickelt, wenn Präsident Assad bereits 2011 gestürzt worden wäre? Der Artikel untersucht die geopolitischen Folgen eines alternativen historischen Verlaufs.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:07:31 „die hat neulich Mathieu von Rohe im Spiegel gestellt, ist schon ein paar Monate her, aber da haben wir uns schon mit dem Thema beschäftigt. Und da hat er damals sich gefragt, das weiß ich noch, war ein sehr, sehr guter Kommentar, das ist der Auslandschef vom Spiegel“

Lanz verweist auf einen Spiegel-Kommentar, in dem der Auslandschef das Gedankenspiel aufwirft, wie Syrien sich entwickelt hätte, wenn Assad schon 2011 gestürzt worden wäre.

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Kommentar zur Syrien-Frage (Spiegel)

Kommentar zur Syrien-Frage (Spiegel)

Mathieu von Rohr

Kommentar des Spiegel-Auslandschefs Mathieu von Rohr zum Sturz Assads im Dezember 2024. Von Rohr reflektiert in einem kontrafaktischen Gedankenspiel, wie sich die Lage in Syrien hätte anders entwickeln können, wenn der Diktator bereits 2011 statt erst 2024 gestürzt worden wäre. Der Text behandelt verpasste Wendepunkte in der syrischen Geschichte, insbesondere den Chemiewaffeneinsatz von 2013.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:07:41 „Die interessante Frage, die hat neulich Mathieu von Rohr im Spiegel gestellt, ist schon ein paar Monate her, aber da haben wir uns schon mit dem Thema beschäftigt. Und da hat er damals sich gefragt, das weiß ich noch, war ein sehr, sehr guter Kommentar, das ist der Auslandschef vom Spiegel, sagte, wie wären diese vergangenen 13 Jahre wohl verlaufen, wenn Assad nicht erst am 8. Dezember 2024 gestürzt worden wäre, sondern schon eben 2011?“

Lanz zitiert einen Kommentar des Spiegel-Auslandschefs Mathieu von Rohr, der das kontrafaktische Gedankenspiel aufwirft, was passiert wäre, wenn Assad schon 2011 gestürzt worden wäre statt erst Ende 2024. Lanz fand den Kommentar besonders stark, weil von Rohr auch auf den Chemiewaffeneinsatz 2013 als verpassten Wendepunkt hinweist. Precht widerspricht der Prämisse teilweise und argumentiert, dass ein früherer Sturz wie im Irak zu einem ebenso langen Bürgerkrieg geführt hätte.

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Red Line Speech (Pressekonferenz zur Syrien-Politik)

Red Line Speech (Pressekonferenz zur Syrien-Politik)

Barack Obama

Pressekonferenz 2012, in der Barack Obama die USA' rote Linie' bei Chemiewaffeneinsatz in Syrien definierte. Obamas berühmte Warnung an Assad sollte eine klare Grenze der US-Toleranz markieren, wurde später aber überschritten, ohne dass direkte militärische Konsequenzen folgten. Ein Wendepunkt in der Nahostpolitik.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:09:35 „Du erinnerst dich, Barack Obama, der hat damals gesprochen von einer roten Linie. Und die Drohung war, wenn du das machst, das ist die rote Linie, über die du besser nicht gehst.“

Lanz und Precht diskutieren den Chemiewaffeneinsatz Assads 2013 und die ausgebliebene direkte militärische Reaktion der USA. Obamas berühmte 'Red Line'-Erklärung von 2012 wird als Wendepunkt benannt, nach dem Assad trotz der Warnung Chemiewaffen einsetzte und keine direkten Konsequenzen folgten.

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Lawrence von Arabien

Lawrence von Arabien

David Lean · 1962

Der britische Offizier Lawrence wird auf die arabische Halbinsel geschickt, um die dortigen politischen Entwicklungen unter Prinz Faisal zu beobachten und den Aufstand der Araber gegen das Osmanische Reich zu unterstützen. Schon kurz nach seiner Ankunft wird dem Briten schonungslos vermittelt, dass es zwischen den verschiedenen Beduinenstämmen einige Konflikte gibt. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird erschossen.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:16:52 „Also viele von denen, die uns zuhören, kennen ja sicher den Film Lawrence von Arabien. Davon handelt er vom Krieg der Engländer, im Hintergrund auch der Franzosen gegen die Türken. Und dass man sich damals also die Hilfe der Araber versicherte.“

Precht nutzt den Film als historische Referenz, um die Entstehung der heutigen Konflikte im Nahen Osten zu erklären. Er beschreibt, wie nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches Engländer und Franzosen die Region unter sich aufteilten – genau die Geschichte, die der Film erzählt. Der Verweis dient als Brücke zum Sykes-Picot-Abkommen und der These, dass der Westen die Grundursache der Nahostkonflikte ist.

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Berichte von Alfred Hackensberger aus Syrien

Berichte von Alfred Hackensberger aus Syrien

Alfred Hackensberger

Der mutmaßliche Anschlag in Berlin zeigt: Auch Deutschland ist verwundbar. Umso wichtiger ist es, jetzt einen kühlen Kopf zu bewahren.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:20:35 „Ich habe mich dieser Tage mit Alfred Hackensberger beschäftigt. Das ist ein Korrespondent der Welt, den ich sehr, sehr schätze, weil das jemand ist, der, ich glaube, ist um die 60 rum. Und es ist einer, den ich immer lese, weil man an jeder Zeile spürt, wie viel der in der Ukraine beispielsweise unterwegs war“

Lanz empfiehlt die Berichterstattung des Welt-Korrespondenten Hackensberger, der sowohl aus der Ukraine als auch aus dem Nahen Osten berichtet und die Lage in Syrien differenziert einordnet.

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Berichte/Kommentare zu Syrien (Die Welt)

Berichte/Kommentare zu Syrien (Die Welt)

Alfred Hackensberger

Eine regimenahe Fernsehreporterin gerät ins Visier der Assad-Gegner. Im Internet erhält die junge Frau Morddrohungen. Sie hatte vom Massakerschauplatz Daraja berichtet - und ein Kind neben seiner toten Mutter befragt.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:20:46 „Ich habe mich dieser Tage mit Alfred Hackensberger beschäftigt. Das ist ein Korrespondent der Welt, den ich sehr, sehr schätze. Weil das jemand ist, der ist, glaube ich, um die 60 rum. Und es ist einer, den ich immer lese, weil man an jeder Zeile spürt, wie viel der in der Ukraine beispielsweise unterwegs war, schon seit 2014 und noch früher.“

Lanz empfiehlt die Arbeit des Welt-Korrespondenten Alfred Hackensberger als besonders lesenswert, weil man seine langjährige Erfahrung in der Ukraine und im Nahen Osten in jeder Zeile spürt. Lanz zitiert Hackensbergers Position, dass humanitäre Hilfe für Syrien zwar Pflicht sei, man aber die wenigen westlichen Druckmittel nicht leichtfertig aufgeben dürfe. Die Einschätzung deckt sich mit Lanz' eigenen Eindrücken vor Ort.

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Artikel über Syriens Interimsverfassung

Artikel über Syriens Interimsverfassung

Hackensberger

Syriens Interims-Präsident al-Sharaa besucht Deutschland, wo die Regierung auf wirtschaftliche Impulse hofft, um syrische Flüchtlinge zur Rückkehr zu bewegen. Allerdings sind substanzielle ökonomische Verbesserungen im Land erforderlich. Parallel wird kritisiert, dass die neue syrische Verfassung dem Präsidenten undemokratische Machtkonzentrationen ermöglicht: Er bestimmt ein Drittel der Volksversammlung direkt und wählt den Ausschuss für die restlichen Abgeordneten, was eine ideale Grundlage für eine Autokratie bietet. Der Journalist Alfred Hackensberger weist zudem darauf hin, dass al-Sharaa Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, wobei diese Vorwürfe nicht gänzlich unbegründet sind.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:35:22 „Und Hackensberger schreibt darüber, eine bessere Konstellation kann es für eine Autokratie nicht geben. Natürlich, das ist eine Demokratur.“

Lanz beschreibt die neue Interimsverfassung Syriens, in der der Präsident ein Drittel der Volksversammlung bestimmt und den Ausschuss für die restlichen Abgeordneten auswählt. Er zitiert den Journalisten Hackensberger, der diese Machtkonzentration als ideale Voraussetzung für eine Autokratie einordnet.

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Zweiter Brief des Paulus an die Thessalonicher (Bibel)

Zweiter Brief des Paulus an die Thessalonicher (Bibel)

Apostel Paulus · 1899

Biblischer Brief über die Grundsätze früher christlicher Gemeinden. Zentrales Thema ist die Erwartung, dass arbeitsfähige Mitglieder durch ihre Arbeit zum Gemeinwohl beitragen sollen, anstatt auf Kosten der Gemeinschaft zu leben. Der Text formuliert ein ethisches Prinzip, das später in Verfassungen und modernen Sozialpolitiken nachwirkte.

🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:48:54 „Der stammt vom Apostel Paulus. Das ist ein Satz aus der Bibel. Und der bezieht sich auf die Gründung der frühen Gemeinden. Und da ging es darum, dass man ja ein Zehnt von dem, was man verdiente, an die Gemeinden abgeben sollte.“

Lanz erwähnt Franz Münteferings berühmten Satz 'Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen'. Precht ordnet den Ursprung ein: Der Satz stammt vom Apostel Paulus und bezog sich auf den Aufbau früher christlicher Gemeinden – arbeitsfähige Mitglieder sollten beitragen, statt auf Kosten der Gemeinschaft zu leben. Precht zieht eine Linie von der Bibel über die sowjetische Verfassung bis zu Müntefering.

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Zweiter Brief des Paulus an die Thessalonicher (Bibel)

Zweiter Brief des Paulus an die Thessalonicher (Bibel)

Apostel Paulus · 1899

Biblischer Brief über die Grundsätze früher christlicher Gemeinden. Zentrales Thema ist die Erwartung, dass arbeitsfähige Mitglieder durch ihre Arbeit zum Gemeinwohl beitragen sollen, anstatt auf Kosten der Gemeinschaft zu leben. Der Text formuliert ein ethisches Prinzip, das später in Verfassungen und modernen Sozialpolitiken nachwirkte.

🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:49:35 „Weißt du, wo der Satz herkommt? Der ist alt, ne? Der ist sehr, sehr, sehr, sehr alt. Der stammt vom Apostel Paulus. Das ist ein Satz aus der Bibel.“

Precht erklärt den Ursprung des Satzes 'Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen', den Franz Müntefering zitiert hatte, und ordnet ihn als Bibelzitat des Apostels Paulus ein, das sich auf die Organisation früher christlicher Gemeinden bezog.

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