Lanz & Precht – Momentum fuer die Ukraine
#193

Momentum fuer die Ukraine

Lanz & Precht / 16. Mai 2025 / 4 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht

Nach dem Ultimatum von Merz, Macron und Starmer an Putin streiten die beiden darüber, ob Erpressung oder Einladung der bessere Weg zum Frieden ist — Precht hält das Ultimatum für diplomatisch verfehlt, Lanz verteidigt die neue europäische Entschlossenheit. Mit Blick auf den Westfälischen Frieden, den Vietnamkrieg und Jörn Leonhardts Buch über Kriegsenden wird klar: Schnelle Friedensverträge sind Illusion, gebraucht wird ein dauerhafter Waffenstillstand und eine Sicherheitsarchitektur, die beiden Seiten das Gesicht wahrt.

„Einen stabilen Frieden gibt es, wenn es die Hoffnung auf eine für beide Seiten erfreuliche Nachkriegsordnung gibt. Und das ist die große Aufgabe, vor der wir jetzt stehen, eine Sicherheitsarchitektur für Europa zu entwerfen, in dem sich nicht zwei feindliche Blöcke gegenüberstehen.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (4)

Aufruf zu Friedensverhandlungen in der Zeit

Aufruf zu Friedensverhandlungen in der Zeit

Eine Gruppe von SPD-Politikern ruft zu einer Offensive für ein schnelles Ende des Ukraine-Krieges auf. Sie fordern einen Waffenstillstand und sehen China als Vermittler.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:10:30 „Ich gehörte zu denjenigen, die im Sommer 2022 in der Zeit einen Aufruf zu Friedensverhandlungen unterzeichnet haben und gesagt haben, dieser Konflikt kann nur diplomatisch gelöst werden.“

Precht verweist auf einen offenen Brief in der ZEIT vom Sommer 2022, den er mitunterzeichnet hat, um seine langjährige Position zu diplomatischen Lösungen im Ukraine-Krieg zu untermauern.

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Über Kriege und wie man sie beendet. Zehn Thesen

Über Kriege und wie man sie beendet. Zehn Thesen

Jörn Leonhard · 2023

Historiographische Analyse der Bedingungen zur Beendigung von Kriegen anhand von zehn Thesen. Das Werk argumentiert, dass Diplomatie allein nicht ausreicht – vielmehr determinieren militärische Kraft und politische Interessen den Friedensprozess. Fallstudien vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Gegenwart.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:21:51 „Weiß nicht, ob dir der Name Jörn Lehnhardt was sagt, Professor für neuere und neueste Geschichte in Freiburg an der Uni? Der hat ein Buch gemacht, letztes Jahr kam das irgendwann raus oder vorletztes Jahr, 23 war das, über Kriege und wie man sie beendet.“

Markus Lanz bringt das Buch des Freiburger Historikers Jörn Leonhard ins Gespräch, um die aktuelle Debatte über die Ukraine-Friedensverhandlungen historisch einzuordnen. Leonhard argumentiert darin, dass nicht alle Kriege am Verhandlungstisch enden – ein Punkt, den Lanz als Gegengewicht zur gängigen Annahme nutzt, dass Diplomatie automatisch zum Frieden führt. Das Buch liefert den beiden den Rahmen für einen historischen Exkurs vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Koreakrieg.

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Fourteen Points (Wilsons 14 Punkte)

Fourteen Points (Wilsons 14 Punkte)

Woodrow Wilson · 1921

Vol. 32 covers 1955 and 1956.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:29:29 „Wilson war dann sozusagen der Friedensmanager mit seinen 14 Punkten.“

Precht verweist auf Wilsons 14 Punkte als historisches Beispiel für eine Friedensinitiative nach dem Ersten Weltkrieg, die zwar einen Vertrag ermöglichte, aber als Diktatfrieden den Revanchismus in Deutschland befeuerte.

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Zenith

Zenith

Daniel Gerlach

Zenith ist ein renommiertes Nahost-Magazin unter der Leitung des Nahostexperten Daniel Gerlach. Der Artikel analysiert Netanyahus Kriegsziele im Gazakrieg und untersucht kritisch, ob die Befreiung der Geiseln ein klares Kriegsziel darstellte. Gerlachs fundierte Expertise bietet tiefgehendes Verständnis für die komplexen politischen Dimensionen des Konflikts.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:47:21 „Daniel Gerlach hat in der Sendung nochmal darauf hingewiesen, ein wirklich intimer Nahostkenner ist der Chefredakteur von Zenit, das ist ein spannendes Magazin, ein Nahostmagazin.“

Lanz spricht über den Gaza-Krieg und Netanyahus Kriegsziele. Er verweist auf Daniel Gerlach, den Chefredakteur des Nahost-Magazins Zenith, der in seiner Sendung zu Gast war und darauf hinwies, dass Netanyahu nie die Befreiung der Geiseln als klares Kriegsziel benannt habe.

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