Lanz & Precht – AfD gesichert rechtsextremistisch
#192

AfD gesichert rechtsextremistisch

Lanz & Precht / 09. Mai 2025 / 16 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht

Die Episode dreht sich um die misslungene erste Kanzlerwahl von Friedrich Merz und die mediale Aufregung danach. Während in den Redaktionen Apokalypse-Stimmung herrschte, war für die meisten Menschen schlicht Dienstag — ein Befund, den beide mit spürbarem Amüsement sezieren. Sie diskutieren, wie der schwindende Kadavergehorsam in einer individualisierten Gesellschaft solche Denkzettel-Aktionen erst möglich macht und warum sich das Gewissen mancher Abgeordneter innerhalb weniger Stunden erstaunlich wandelte.

„Wenn das schon Abgrund ist, dann wollen wir den echten Abgrund gar nicht sehen.“
🗣 Markus Lanz

Erwähnte Medien (16)

Kolumne zur gescheiterten Kanzlerwahl von Friedrich Merz

Kolumne zur gescheiterten Kanzlerwahl von Friedrich Merz

Kurt Kister

Friedrich Merz wurde am Dienstag im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt, nachdem der erste Wahlgang fehlgeschlagen war. Abgeordnete von CDU und SPD begründeten ihre Unterstützung mit Verweis auf die internationale Lage und die Ukraine-Krise: Jens Spahn betonte die globale Aufmerksamkeit auf die Wahl, während SPD-Chef Lars Klingbeil die außenpolitische Verantwortung beschwor. Der Artikel des SZ-Kolumnisten Kurt Kister hinterfragt kritisch, was für Abgeordnete es sind, die morgens gegen Merz stimmen und nachmittags für ihn – und zieht dabei eine scharfsinnige Grenze zwischen persönlicher Gesinnung und politischer Verantwortung. Im Kern geht es um die Spannung zwischen individuellen Überzeugungen und den Anforderungen von Regierungsfähigkeit.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:03:24 „Kurt Kister hat das in der Süddeutschen so schön beschrieben. Der sagt, es ist ein bisschen so, wie wenn man Vormittag sagt, ich kaufe mir ein Fahrrad und sich dann am Nachmittag doch für einen Mercedes Diesel entscheidet.“

Markus Lanz zitiert mehrfach ausführlich aus Kurt Kisters Kolumne in der Süddeutschen Zeitung über die gescheiterte erste Kanzlerwahl von Friedrich Merz, darunter den Fahrrad-Mercedes-Vergleich, die Frage nach dem Gewissen als persönlicher Befindlichkeit sowie die Unterscheidung von Gesinnungs- und Verantwortungsethik.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Kolumne zum ersten Wahlgang von Friedrich Merz

Kolumne zum ersten Wahlgang von Friedrich Merz

Kurt Kister

Die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht Leserbriefe zur Kanzlerwahl Friedrich Merz' und zur Rolle des freien Mandats. Kritiker warnen vor "Denkzettelwählern" und sehen in Parteiindisziplin eine Gefährdung der Demokratie, während Befürworter das Abstimmungsrecht einzelner Abgeordneter als verfassungsmäßig legitim verteidigen. Mehrere Leser kritisieren die mediale Berichterstattung als zu dramatisch und fordern mehr Sachlichkeit statt Weltuntergangsszenarios. Gleichzeitig wird die neue Bundesregierung unter Merz überwiegend positiv bewertet – als kompetent, hoffnungsvoll und potenziell fähig, gesellschaftliche Spannungen zu entschärfen. Ein Leser hinterfragt abschließend die fachliche Qualifikation der neuen Gesundheitsministerin Nina Warken.

🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:03:35 „Kurt Kister hat das in der Süddeutschen so schön beschrieben. Der sagt, das ist ein bisschen so, wie wenn man Vormittag sagt, ich kaufe mir ein Fahrrad und sich dann am Nachmittag doch für einen Mercedes Diesel entscheidet.“

Lanz zitiert aus Kurt Kisters Kommentar in der Süddeutschen Zeitung zur misslungenen ersten Kanzlerwahl von Friedrich Merz

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Von der Pflicht. Eine Betrachtung

Von der Pflicht. Eine Betrachtung

Richard David Precht

Richard David Precht fragt in seinem Buch, das während der Covid-19-Pandemie entstand: Was schulden wir einander? Während die meisten Menschen Empathie mit den Schwachen zeigten, entpflichteten sich andere im Namen der Freiheit. Ein philosophischer Appell an Verantwortung und Gemeinsinn.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:08:31 „Aber ich habe ja dann in meinem Buch über die Pflicht überlegt, was wird aus einer Gesellschaft, die gar kein Pflichtgefühl mehr kennt“

Precht verweist auf sein eigenes Buch über Pflicht im Kontext der Diskussion über schwindendes Pflichtgefühl in der Gesellschaft

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Wolfszeit

Wolfszeit

Harald Jähner

Sachbuch über die deutsche Nachkriegszeit (1945–1955), das zeigt, wie psychologische Reaktionen auf Wut, Demütigung und Verdrängung die Deutschen in eine kollektive Arbeitswut trieben, die das Wirtschaftswunder ermöglichte, gleichzeitig aber eine echte Auseinandersetzung mit der historischen Schuld verhinderte.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:12:58 „Das ist der Autor von Wolfszeit. Das ist ein brillantes Buch, in dem er 2019, glaube ich, war das, nur diese zehn Jahre nach 1945 bis 1955 beschreibt.“

Lanz empfiehlt das Buch im Zusammenhang mit dem 80. Jahrestag des Kriegsendes und der Frage, wie aus Nazis Demokraten wurden

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Das Tagebuch der Anne Frank

Das Tagebuch der Anne Frank

Anne Frank · 2015

Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Soziologie, Note: 12 Punkte, Justus-Liebig-Universität Gießen (Erziehungswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Ist es möglich etwas Neues zu diesem Thema zu entdecken? Es ist schon so viel über Anne Frank geschrieben worden. Anne Frank ist zu einer Botschafterin aller Diskriminierten auf der Welt, welche von Gewalt und Unfreiheit bedroht werden geworden.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:20:45 „Ich stand damals daneben in Auschwitz, als sie das erste Mal schriftlich, da war sie schon eine hochbetagte Frau, 85, schrieb. Als sie das erste Mal gesehen hat, schwarz auf weiß, auf einer Liste in Auschwitz-Birkenau, da stand der Name Heinz, das war ihr geliebter Bruder und der Name auch ihres Vaters.“

Lanz erwähnt Eva Schloss, eine Freundin von Anne Frank, im Zusammenhang mit Holocaust-Überlebenden und dem Moment des endgültigen Akzeptierens des Verlusts. Anne Frank wird hier als Person und implizit über ihr berühmtes Tagebuch referenziert, um die Verbindung zu Eva Schloss herzustellen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Horizon: An American Saga

Horizon: An American Saga

Kevin Costner · 2024

New Mexico im Jahre 1861: Der amerikanische Bürgerkrieg steht vor der Tür und die Vorboten dessen erschüttern den Süden Nordamerikas. Weiße Pioniere besetzen die Gebiete der Apachen, die sich gewaltsam gegen die Aneignung zur Wehr setzen. Aber auch unter den Siedlern fließt Blut. Als der Vater der berüchtigten Sykes-Brüder bei einem Anschlag ums Leben kommt, nehmen seine Söhne die Verfolgung auf.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:28:10 „Wenn du auch so die letzten großen epischen Werke von Kevin Costner dir so anguckst, der hat immer so wilder Westen, so wie es wirklich gewesen sein könnte, das ist ja immer so ein großes Thema bei dem.“

Lanz zieht einen Vergleich zwischen der Nachkriegszeit in Deutschland und dem Wilden Westen: Jeder war sich selbst der Nächste, aus Untertanen wurden Menschen, die sich selbst organisieren mussten. Er verweist dabei auf Kevin Costners epische Western-Filme als Bild dafür, wie diese Anarchie und Selbstbehauptung ausgesehen haben könnte.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945–1955

Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945–1955

Harald Jähner · 2019

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2019. Harald Jähners große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit zeigt die Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt: etwa den "Umerzieher" Alfred Döblin, der das Vertrauen seiner Landsleute zu gewinnen suchte, oder Beate Uhse, die mit ihrem "Versandgeschäft für Ehehygiene" alle Vorstellungen von Sittlichkeit infrage stellte; aber auch die namenlosen Schwarzmarkthändler, in den Taschen die mythisch aufgeladenen Lucky Strikes, oder die stilsicheren ...

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:28:25 „Das ist das, was Harald Jähner eben immer so gut beschreibt. Er sagt zum Beispiel nach dem Krieg wurden aus diesen Untertanen plötzlich Menschen, die sich wie im wilden Westen – jeder ist sich selbst der Nächste. Und er sagt, aber aus Untertanen wurden da plötzlich Menschen, die sich um sich selber kümmern mussten.“

Lanz paraphrasiert Harald Jähners Beschreibung der unmittelbaren Nachkriegszeit, in der die Deutschen vom Untertanen-Dasein in eine Art Wildwest-Mentalität geworfen wurden. Der Name wird im Transkript als 'Harald Jena' verschriftet, gemeint ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit der Journalist und Autor Harald Jähner, dessen preisgekröntes Buch 'Wolfszeit' genau diese Transformation der Nachkriegsgesellschaft beschreibt. Ein konkreter Buchtitel wird nicht genannt, aber die nacherzählten Thesen passen exakt zu diesem Werk.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Schtonk!

Schtonk!

Helmut Dietl · 1992

Die Geschichte der angeblich echten Tagebücher von Adolf Hitler. Der Fälscher Fritz Knobel fälscht Tagebücher Hitlers, die nie existiert haben. In dem schmierigen Journalisten Hermann Willié findet er einen willigen Abnehmer. Beide fahren riesige Gewinne ein, dann fliegt der Schwindel auf. Die Geschichte basiert auf dem realen Fall der Hitlertagebücher im Stern, der sich 1983 ereignete.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:28:59 „Also ich als jemand, der Stonk rauf und runter gesehen hat, würde ich sagen, definitiv war das so. Und weil wir gerade über Kapitalismus oder über Marktwirtschaft sprechen, sagt auch der Ausgleich zwischen den Deutschen, die alles verloren hatten, und denen, die noch was hatten, das war ein sehr langwieriger, schwieriger Prozess.“

Lanz erwähnt beiläufig, er habe 'Stonk' (vermutlich Transkriptionsfehler für 'Schtonk!', Helmut Dietls Satire über die gefälschten Hitler-Tagebücher von 1992) wiederholt gesehen. Er nutzt die Referenz im Kontext einer Diskussion über Schwarzmarkt und Nachkriegskapitalismus, um seine Vertrautheit mit der deutschen Nachkriegsgeschichte zu unterstreichen. Die genaue Zuordnung ist unsicher, da der Titel im Transkript als 'Stonk' verschriftet ist.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Stonk

Stonk

· 2022

Ein durchtriebener Informatiker lässt keine Lügen und Intrigen aus, um sein fragwürdiges Start-up-Unternehmen an die Spitze der FinTech-Branche zu bringen.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:29:31 „Also ich als jemand, der Stonk rauf und runter gesehen hat, würde ich sagen, definitiv war das so.“

Lanz erwähnt die Serie beiläufig als Referenz für unternehmerischen Geist im Zusammenhang mit Schwarzmärkten der Nachkriegszeit

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Western-Filme von Kevin Costner

Western-Filme von Kevin Costner

Kevin Costner

Kevin Costner schuf mit seinen Western-Filmen epische Werke, die den chaotischen und wilden Charakter des Amerikanischen Westens authentisch einfangen. Der Podcast zieht eine Parallele zwischen dieser filmischen Darstellung ungezügelter Wildheit und der Nachkriegszeit in Deutschland, um zu zeigen, dass große Umbruchphasen ähnliche anarchische Strukturen aufweisen. Diese Werke sind relevant für Zuschauer, die verstehen möchten, wie turbulente historische Perioden in großem kinematographischem Maßstab dramatisiert und interpretiert werden. Sie bieten einen kulturellen Vergleichspunkt für den Zusammenhang zwischen filmischer Darstellung und historischer Realität chaotischer Übergangsphasen.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:29:31 „Wenn du auch so die letzten großen epischen Werke von Kevin Costner dir so anguckst, der hat immer so wilder Westen, so wie es wirklich gewesen sein könnte“

Lanz vergleicht die chaotische Nachkriegszeit in Deutschland mit dem Wilden Westen, wie ihn Kevin Costner in seinen Filmen darstellt

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Rede zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1985)

Rede zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1985)

Richard von Weizsäcker

Bundespräsident Richard von Weizsäckers Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes definierte den 8. Mai 1985 als "Tag der Befreiung" statt Niederlage – eine wegweisende Umdeutung für die deutsche Erinnerungskultur. Die Rede löste heftige Debatten aus und wird bis heute als zentral für das deutsche Geschichtsverständnis der Nachkriegszeit diskutiert.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:35:06 „Alfred Dregger hat, nachdem Richard von Weizsäcker 1985 zum 8. Mai seine berühmte Rede gehalten hat, der damalige Bundespräsident, und gesagt, dieser Tag war ein Tag der Befreiung und nicht der Niederlage. Da hat der damalige Hessen-CDU-Vorsitzende Alfred Dregger gesagt, er wäre Leutnant gewesen im Zweiten Weltkrieg und für ihn wäre das eine Niederlage gewesen und keine Befreiung.“

Precht vergleicht die heutige Debatte um Alice Weidels Aussage, der 8. Mai sei eine Niederlage gewesen, mit einer historischen Kontroverse: 1985 hielt Bundespräsident Richard von Weizsäcker seine berühmte Rede, in der er den 8. Mai als 'Tag der Befreiung' bezeichnete. CDU-Politiker Alfred Dregger widersprach damals offen – und war dennoch Teil des demokratischen Spektrums. Precht nutzt die Parallele, um zu argumentieren, dass eine Demokratie auch unbequeme Positionen aushalten muss.

▶️ YouTube 🔍 Google Details
Rede zum 8. Mai 1985 (Tag der Befreiung)

Rede zum 8. Mai 1985 (Tag der Befreiung)

Richard von Weizsäcker · 2023

In Ländern, deren Geschichte von Kriegen und Kriegsverbrechen bis hin zu Völkermord belastet ist oder auch von Kolonialismus und Sklaverei, stehen die Menschen vor der Herausforderung und Aufgabe, sich mit dieser Bürde auseinanderzusetzen. Denn es handelt sich sonst um ein Gift für das Zusammenleben bis hin zur Gefahr, dass sich die Verbrechen wiederholen.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:36:01 „nachdem Richard von Weizsäcker 1985 zum 8. Mai seine berühmte Rede gehalten hat, der damalige Bundespräsident, und gesagt, dieser Tag war ein Tag der Befreiung und nicht der Niederlage“

Precht verweist auf Weizsäckers historische Rede als Vergleichspunkt zur aktuellen Debatte um den 8. Mai und Alice Weidels Äußerungen

▶️ YouTube 🔍 Google Details
Artikel zur AfD und Meinungsfreiheit

Artikel zur AfD und Meinungsfreiheit

Andreas Rosenfelder

Der WELT-Artikel von Andreas Rosenfelder kritisiert die parlamentarische Ausgrenzung der AfD, die trotz ihrer Stellung als zweitstärkste Fraktion mit 152 Abgeordneten von Ämtern und Würden ferngehalten wird. Rosenfelder argumentiert, dass diese Strategie der übrigen Parteien den demokratischen Spielregeln widerspricht. Im Fokus steht auch die Frage, inwieweit die Einstufung der AfD als rechtsextrem die Meinungsfreiheit berührt. Rosenfelders Methode zeigt auf, dass auch Positionen der AfD in seriöser Sprache und sachlicher Form formulierbar sind, ohne dass der inhaltliche Kern verloren geht.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:41:34 „Womit sich auch Leute wie zum Beispiel Andreas Rosenfelder dieser Tage beschäftigt haben, das finde ich ist ein guter Punkt, die Frage der Meinungsfreiheit. Das betrifft ja dann irgendwann auch die Meinungsfreiheit. Also wie weit tangiert das sozusagen, was du sagst, irgendwann mal Meinungsfreiheit?“

Lanz verweist auf eine aktuelle Veröffentlichung von Andreas Rosenfelder (Journalist bei der WELT), der sich mit der Frage beschäftigt, ob die Einstufung der AfD als rechtsextrem die Meinungsfreiheit berührt. Lanz zitiert Rosenfelders Methode ausführlich: Dieser nimmt eine AfD-Aussage und übersetzt sie in 'gediegenen Leitartikel-Sound', um zu zeigen, dass die inhaltliche Substanz auch in seriöser Sprache formulierbar wäre. Kein konkreter Artikeltitel wird genannt.

Zum Artikel bei Welt Details
Verfassungsschutzbericht zur AfD (Einstufung als gesichert rechtsextrem)

Verfassungsschutzbericht zur AfD (Einstufung als gesichert rechtsextrem)

Bundesamt für Verfassungsschutz

Offizieller 1100-seitiger Analysebericht des Bundesamts für Verfassungsschutz zur Einstufung der AfD als gesichert rechtsextrem auf Bundesebene. Der Bericht dokumentiert systematisch verfassungsfeindliche Positionen basierend primär auf öffentlichen Äußerungen und Quellen.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:45:10 „1100 Seiten. Wir hören, dass es in erster Linie aus Dingen besteht, die die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes aus öffentlichen Äußerungen zusammengetragen haben. Dass also nur der kleinere Teil des Berichtes aus Observationen und aus geheimem Material besteht.“

Markus Lanz und Richard David Precht diskutieren ausführlich den kurz vor dem Amtswechsel von Nancy Faeser veröffentlichten 1100-seitigen Verfassungsschutzbericht, der die AfD auf Bundesebene als gesichert rechtsextrem einstuft. Sie hinterfragen Zeitpunkt, Transparenz und politische Konsequenzen der Veröffentlichung.

🎓 Google Scholar 📄 Original Details
Die nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei als staats- und republikfeindliche hochverräterische Verbindung

Die nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei als staats- und republikfeindliche hochverräterische Verbindung

Robert Kempner · 1989

Rainer Eisfeld und Ingo Müller (Hrsg.): Gegen Barbarei. Essays Robert M. W. Kempner zu Ehren. Athenäum/Hain, Frankfurt a. M. 1989. 515 Seiten, 48,- DM

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:51:07 „Und im Jahr 1930 wird Kempner von einem Staatssekretär gebeten, drei anderen Beamten beim Verfassen eines Gutachtens über die NSDAP zu helfen. Dann schreiben sie gemeinsam etwas, das man heute als Materialsammlung sozusagen des Verfassungsschutzes wahrscheinlich bezeichnen würde. Sie nennen es damals eine Denkschrift mit dem Titel 'Die nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei als staats- und republikfeindliche hochverräterische Verbindung'.“

Lanz zieht eine historische Parallele zur heutigen AfD-Debatte: 1930 verfasste der Jurist Robert Kempner mit drei Kollegen eine Denkschrift, die nachwies, dass die NSDAP die Kriterien für ein Verbot erfüllte – doch die Regierung lehnte ein Verbot ab, weil sie die Nazis lieber 'politisch stellen' wollte. Lanz nutzt dieses historische Beispiel, um seine eigene Zerrissenheit in der Frage eines möglichen AfD-Verbots zu illustrieren: Die Geschichte zeigt, dass ein unterlassenes Verbot fatale Folgen haben kann.

Zum Artikel bei Jochenteuffel.com Details
Denkschrift: Die nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei als staats- und republikfeindliche hochverräterische Verbindung

Denkschrift: Die nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei als staats- und republikfeindliche hochverräterische Verbindung

Robert Kempner · 2010

Bernhard Weiß (1880–1951) war von 1927 bis zu seiner Amtsenthebung 1932 Polizeivizepräsident in Berlin. Weiß, promovierter Jurist, Weltkriegsteilnehmer und engagierter „deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ floh im März 1933 nach Prag. Später fand der inzwischen Staatenlose Zuflucht in London, wo er 1951 starb. Die Biographie zeichnet die Lebensstationen und das Wirken dieses preußisch-deutschen Patrioten und kämpferischen Republikaners nach.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:52:04 „Dann schreiben sie gemeinsam etwas, das man heute als Materialsammlung sozusagen des Verfassungsschutzes wahrscheinlich bezeichnen würde. Sie nennen es damals eine Denkschrift mit dem Titel Die nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei als staats- und republikfeindliche hochverräterische Verbindung.“

Lanz zieht eine historische Parallele zwischen dem Versuch preußischer Beamter 1930, die NSDAP zu verbieten, und der heutigen AfD-Debatte

Zum Artikel bei Jochenteuffel.com Details
War die Extraktion dieser Folge gut?