Marco Börries, wie wird man ein digitales Wunderkind
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Bevor es mit dem digitalen Wunderkind Marco Börries losgeht, klären Jochen Wegner und Christoph Amend erst einmal eine Podcast-Krise: Uli Wickert hatte in der Vorwoche nach nur zwölf Minuten sein Schlusswort *Giovanni* ausgesprochen — ein Geburtstagsgruß an Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, der den Podcast nach den eigenen Regeln jäh beendete. Die Hörerschaft rebelliert, es wird gar mit einer Demo gedroht, weshalb die beiden unter zeit.de/wickertwahl eine Abstimmung über eine Wiedereinladung ansetzen.
„Es fordert jemand, eine Petition aufzusetzen. Es soll Demo, also einer hat echt gesagt, wir machen eine Demo, wenn ihr Uli Wickert nicht nochmal einladet.“
Erwähnte Medien (23)
Kassettenmädchen
Kassettenmädchen ist ein Song einer österreichischen Band, der die Nostalgie der Kassetten- und Mixtape-Ära aufgreift. Der Song behandelt das Thema Mixtapes für Mädchen und verbindet damit die Popkultur der 1980er mit zeitgenössischer Musik. Der Bezug zur Podcast-Diskussion über Audiokassetten und ihre kulturelle Bedeutung macht den Song zu einem aktuellen Beispiel dafür, wie die Kassetten-Kultur bis heute in der Popmusik nachwirkt.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:31:52 „Ich habe jetzt gerade vor kurzem ein Lied gehört, Kassettenmädchen. Ist jetzt dieses Jahr ein Lied rausgekommen von einer österreichischen Band. Kassettenmädchen. Ja, also eben auch so Mixtapes für Mädchen aufnehmen.“
Im Gespräch über Audiokassetten und Mixtapes erwähnt Christoph Amend einen aktuellen Song einer österreichischen Band, der das Thema Mixtapes für Mädchen aufgreift. Die Erwähnung ist eine nostalgische Brücke zwischen der Kassetten-Ära der 1980er und der heutigen Pop-Kultur.
Artikel über Marco Börries in Quick
Unser Newsletter „Tech Update“ liefert wöchentlich exklusive Recherchen, Analysen und News zu Start-ups und Innovationen aus der Techbranche. Diesmal geht es um Marco Börries, den Investorenhype um Search Funds, die Probleme beim wichtigsten deutschen Softwareprojekt und Zucks Brille.
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 01:06:39 „Dann kamen dann auch irgendwelche Reporter an, die dann so irgendwie so mitgekriegt haben und irgendeine Zeitung, ich glaube, es war damals Quick, das war so eine schlechte Version von Bunte. Die haben dann irgendwie so einen Artikel gemacht und haben dann ein Foto gemacht von, so nach dem Motto, Vater Chauffeur und Mutter in der Buchhaltung und so eine Sachen.“
Marco Börries erzählt von seinen frühen Erfahrungen mit der Presse als junger Firmengründer. Das Magazin Quick veröffentlichte einen Artikel mit irreführender Darstellung seiner Eltern, was ihn nachhaltig vorsichtig im Umgang mit Medien machte.
Star Office Review in PC World
David Bunnell
David Bunnell war Gründer und Chefredakteur von PC World und eine Schlüsselfigur der frühen Computerindustrie. Der Artikel würdigt sein Vermächtnis und seinen enormen Einfluss auf die Fachmedien seiner Zeit. Eine positive Rezension Bunnells führte zu tausenden Bestellungen für Marco Börries' Produkt, doch amerikanische Geschäftspartner nutzten diesen Erfolg aus und blockierten das Geschäft.
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 01:12:05 „Haben dann mit David Bunnell, dem Chefredakteur von PC World gearbeitet. Haben ein super Review gekriegt, eine tolle Anzeige. Auf einmal kamen Tausende von Bestellungen rein.“
Marco Börries schildert seinen ersten Versuch, den US-Markt zu erobern. Eine positive Rezension in PC World unter Chefredakteur David Bunnell führte zu tausenden Bestellungen – doch die amerikanischen Geschäftspartner wurden daraufhin gierig und blockierten das Geschäft.
Atlas Shrugged
Ayn Rand · 1992
Ayn Rand's epochal novel, first published in1957, has been a bestseller for more than fourdecades as well as an intellectual landmark. Itis the story of a man who said that he wouldstop the motor of the world--and did. Was he adestroyer or the greatest of liberators? Why didhe have to fight his battle, not against hisenemies but against those who needed himmost--and his hardest battle against thewoman he loved? What is the world'smotor--and the motive power of every man?Tremendous in its scope, ...
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:23:56 „Du hast mal ein Buch erwähnt, das ich daraufhin gelesen habe, das war eine komplette Bildungslücke von Ayn Rand, das ist eigentlich ein wahnsinnig, also jetzt trivial formulierend, ein wahnsinnig schlechtes Science-Fiction-Autorin, die aber sehr einflussreich ist, also deren Ideologie für sozusagen das Libertäre offensichtlich das Fundament mitgebildet hat und die heute viele Leute im Silicon Valley beeinflusst.“
Jochen Wegner fragt Marco Börries, ob es eine Klasse von Menschen gibt, die sich von der realen Sphäre entfernt hat. Er erinnert daran, dass Börries ihm einmal ein Buch von Ayn Rand empfohlen habe, in dem die Idee vertreten wird, dass sich eine Elite aus der Gesellschaft zurückzieht. Börries hatte angedeutet, dass dies im Silicon Valley bereits Realität sei. Beide diskutieren anschließend, ob die im Buch beschriebene Leadership-Verweigerung heute ein reales Problem darstellt.
Steve Jobs
· 2015
Biopic über Apple-Mitbegründer Steve Jobs. Das Leben des 2011 verstorbenen Visionärs wird nicht von Geburt bis zum Tod behandelt, sondern es stehen die Ereignisse hinter den Kulissen dreier Produktpräsentationen im Mittelpunkt, den Präsentationen von Macintosh (1984), NeXT (1988) und iMac (1988). Der Mac geht auf die Idee zurück, einen Computer für jedermann zu kreieren und zu verkaufen. Doch schnell gibt es erste Konflikte zwischen Jobs und einem der anderen Apple-Gründer, Steve Wozniak.
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:36:57 „Wenn du dir anguckst und das ist ja auch in dem Film alles gecovert ist, wenn du dir anguckst und sagst von den Lebewesen, die auf der Erde sind, sind wir als Mechanik nicht gerade super effizient.“
Marco Börries erzählt begeistert von Steve Jobs' Vision, einen Computer für alle Menschen zu bauen – 'the bicycle of the mind'. In diesem Zusammenhang verweist er beiläufig auf einen biografischen Film über Jobs, in dem diese Geschichte ebenfalls dargestellt wird. Welcher der Steve-Jobs-Filme gemeint ist (2013 oder 2015), bleibt offen.
iPhone-Keynote (Macworld 2007)
Steve Jobs · 2011
Das iPhone ist das erste Smartphone der iPhone-Reihe des US-amerikanischen Unternehmens Apple. Es wurde am 9. Januar 2007 von Steve Jobs vorgestellt, am 29. Juni 2007 in den USA und im November 2007 in drei Ländern Europas auf den Markt gebracht. Zuvor gab es zwar bereits Handys mit erweiterten Multimediamöglichkeiten, doch diese ließen sich nicht wie heutige Smartphones rein über einen für sanften Fingerdruck berührungsempfindlichen Bildschirm bedienen. Wie bei allen nachfolgenden iPhone-Modell...
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 01:57:30 „Und das ist ja auch, wenn du dir anguckst, die erste Kommunikation, wie er das angekündigt hat. Wir stellen heute drei Devices vor. Ein iPod, ein Touch-iPod. Und die Leute, ja, ein revolutionäres Phone. Ja, ein Internet-Communicator. Und die wiederholt das, wiederholt das, wiederholt das. Und dann, you guys, you don't get it, it's one device.“
Marco Börries schildert die Entstehungsgeschichte des iPhones und wie Apple ursprünglich ein Tablet bauen wollte, dann aber durch Capacitive-Touch-Technologie auf ein Phone umschwenkte. Er beschreibt detailliert Steve Jobs' berühmte Macworld-Keynote 2007, in der Jobs das Publikum zunächst glauben ließ, er stelle drei separate Geräte vor, bevor er enthüllte, dass es ein einziges Gerät ist – das iPhone.
Kraftwerk
Kraftwerk
Kraftwerk ist eine deutsche Band aus Düsseldorf, die 1970 gegründet wurde und noch immer aktiv ist. Sie ist vor allem durch die Pionierarbeit auf dem Gebiet der elektronischen Musik bekannt geworden. Musikstücke der Band beeinflussten zahlreiche Musikstile wie Synthie Pop, Electro Funk oder Detroit Techno. Die Frühzeit 1968 gründeten Ralf Hütter und Florian Schneider die Gruppe Organisation, den Vorläufer von Kraftwerk, die nur ein Album Tone Float hervorbrachte.
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:00:18 „Ja, Elektro fing ganz, war viel zu früh, fing gar nicht an. Also klar, du hast so Sachen wie Kraftwerk gehabt, hattest du damals schon. Bisschen Brit-Pop, weniger US-Pop, das war dann zu weit weg.“
Marco Börries erzählt von seinen Plattenladen-Besuchen Mitte der 1980er in Lüneburg. Kraftwerk wird als eine der frühen Elektro-Referenzen genannt, die er damals schon gehört hat, bevor die Elektro-Szene richtig losging.
Walking in My Shoes
Depeche Mode
Depeche Mode [dɨˌpɛʃˈmoʊd] ist eine britische Synth Rock- bzw. Synth Pop-Gruppe. Der Name ist einem französischen Modemagazin namens Dépêche Mode entliehen. Die Gruppe ist mit weltweit über 100 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten Bands der Welt. Die Zeitschrift Q nannte Depeche Mode “The most popular electronic band the world has ever known” („Die beliebteste Elektronikband aller Zeiten“) und listete die Band bei 50 Bands That Changed The World! („50 Bands, die die Welt veränderten!“).
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 04:00:39 „Was ist Ihr Lieblingslied? Das kann ich ... Das ist Walking in My Shoes, maybe.“
Marco Börries wird nach seinem Lieblingslied von Depeche Mode gefragt und nennt spontan 'Walking in My Shoes'. Er bezeichnet sich selbst als großen Depeche-Mode-Fan, die Band gehörte zu den Britpop- und Elektro-Platten, die er sich als junger Unternehmer in den 1980ern im Plattenladen kaufte.
U2
U2
U2 ist eine irische Rockband. Sie entstand 1976 in Dublin. Seit 1978, nach zweifacher Namensänderung, besteht die Besetzung aus dem Leadsänger Bono (Paul David Hewson), dem Gitarristen The Edge (David Howell Evans), dem Bassisten Adam Clayton und dem Schlagzeuger Larry Mullen Junior. Gründung der Band (1976–1979) Nachdem der damals 14-jährige Schlagzeuger Larry Mullen Junior eine Notiz am schwarzen Brett der Mount Temple Comprehensive School in Dublin hinterließ, in der er Musiker suchte, um eine Band zu gründen, entstand am 25.
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:00:46 „Das ist jetzt eine fiese Frage, weil das ist genau das gleiche. Großer U2-Fan, großer Coldplay-Fan, aber auch verschiedene andere Sachen.“
Auf die Frage nach seinem Lieblingslied von Depeche Mode weicht Marco Börries aus und nennt weitere Bands, die er liebt. U2 wird als eine seiner großen musikalischen Leidenschaften genannt.
Coldplay
Coldplay
Coldplay ist eine britische Pop Rock-Band, bestehend aus Chris Martin, Jonny Buckland, Will Champion und Guy Berryman. Sie ist eine der weltweit erfolgreichsten Bands des vergangenen Jahrzehnts. Die Band hat knapp 80 Millionen Tonträger weltweit verkauft, davon 50 Millionen Alben. Bandgeschichte Gründung und erste Jahre (1996–1999) Martin, Berryman, Buckland und Champion lernten sich als Studenten am University College London kennen und gründeten im September 1996 eine Band.
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:00:46 „Das ist jetzt eine fiese Frage, weil das ist genau das gleiche. Großer U2-Fan, großer Coldplay-Fan, aber auch verschiedene andere Sachen.“
Neben U2 und Depeche Mode nennt Marco Börries auch Coldplay als eine Band, von der er großer Fan ist. Dies rundet das Bild seines Musikgeschmacks ab, der von Britpop und elektronischer Musik geprägt ist.
Personal Jesus
Depeche Mode
Personal Jesus (englisch für „Persönlicher Jesus“) ist ein Lied der britischen Band Depeche Mode. Der Rocksong erschien im August 1989 und war die erste Singleauskopplung aus dem Studioalbum Violator. Das Lied wurde von zahlreichen Musikern gecovert; die bekanntesten Versionen stammen von Johnny Cash und Marilyn Manson.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:02:34 „Es gibt mehr Personal Genius. Personal Jesus ist auch gut, ja. Das ist Walking My Shoes. Und können wir Personal Jesus in der Version von Johnny... Von Johnny Cash.“
Jochen Wegner schlägt vor, Personal Jesus als das Lied zu singen, das traditionell im Podcast für den Gast performt wird. Das Gespräch dreht sich um Marco Börries' Musikgeschmack, und der Song wird als eines seiner Lieblingslieder identifiziert.
Personal Jesus
Johnny Cash
Personal Jesus (engl. für: „Persönlicher Jesus“) ist ein Lied der britischen Synthie-Pop-Band Depeche Mode. Es erschien am 29. August 1989 und war die erste Singleauskopplung aus dem Studioalbum Violator. Personal Jesus erreichte in den deutschen Charts Platz 5 und hielt sich 23 Wochen in den Top 100. In Großbritannien erreichte die Single Platz 13, in den USA Platz 28. 2004 wurde der Song vom Magazin Rolling Stone auf Platz 368 der „500 besten Songs aller Zeiten“ gesetzt. <a href="http://www.last.fm/music/Johnny+Cash/_/Personal+Jesus">Read more on Last.fm</a>.
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:02:34 „Und können wir Personal Jesus in der Version von Johnny... Von Johnny Cash. Johnny Cash. Auch nicht schlecht. Der Rick Rubin produziert. Das war die Comeback-Phase von Johnny Cash.“
Jochen Wegner wünscht sich die Johnny-Cash-Version von Personal Jesus, die von Rick Rubin produziert wurde. Christoph Amend ordnet sie in die berühmte Comeback-Phase von Johnny Cash ein. Die Hosts singen den Song dann gemeinsam im Studio.
American Recordings
Johnny Cash
American Recordings ist das erste Album in der „American Recordings“-Serie des Country-Sängers Johnny Cash. Es wurde im November 1994 veröffentlicht und war das erste Album, das nach der Umbenennung von Def American auf Rick Rubins Label American Recordings veröffentlicht wurde. Rick Rubin wollte mit Johnny Cash ein Album aufnehmen, das sich von den oft überproduzierten Country-Produktionen der Zeit abhob und nur davon leben sollte, dass Cashs Präsenz sich mit seinem Gesang und Gitarrenspiel entfaltet. Elf der 13 Stücke wurden nur mit Gesang und Gitarre in Rubins Wohnzimmer bzw. in Cashs Blockhütte aufgenommen. Die Tracks 9 und 13 sind Livemitschnitte aus
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:02:46 „Der Rick Rubin produziert. Das war die Comeback-Phase von Johnny Cash.“
Im Gespräch über die Johnny-Cash-Version von Personal Jesus erwähnt Christoph Amend die von Rick Rubin produzierte Comeback-Phase von Johnny Cash, die mit der American-Recordings-Albumreihe ab 1994 begann.
Porträt über Marco Börries in der ZEIT (1987)
Porträt des Unternehmers Marco Börries, der als „deutscher Bill Gates" drei Jahrzehnte deutsche Digitalgeschichte geprägt hat. Das Interview blickt auf seinen Werdegang von den 1980er Jahren bis heute und verbindet persönliche Anekdoten aus der Tech-Branche mit Popkultur-Referenzen. Ein Rückblick auf einen der Pioniere der deutschen Digitalwirtschaft.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:03:28 „Ich habe auch, gerade wo wir so über Popkultur reden, ich habe noch ein, zwei total unseriöse Fragen zwischendurch, weil ich gelesen habe in einem Porträt, das in der Zeit 1987 erschien.“
Christoph Amend bezieht sich auf einen frühen ZEIT-Artikel von 1987, der ein Porträt des damals jugendlichen Marco Börries war. Börries erinnert sich lebhaft daran — es war der erste autorisierte Artikel über ihn, mit einem Anzugsfoto, über das seine Kinder heute noch lachen.
In a connected world there is no privacy
Scott McNealy · 2011
Our world was made smaller by the invention of social networking, which crosses the entire globe, connecting friends, family, and strangers. The laws around social networking are still evolving, but this book serves as a fundamental starting point to helping teens navigate the confusing world of perceived and real laws that impact their age group.
🗣 Marco Börries zitiert daraus bei ⏱ 04:32:06 „Scott Minglidi hat 1999 so einen schönen Satz gesagt, in a connected world there is no privacy.“
Im Gespräch über Datenschutz, Überwachung und die Huawei-Debatte zitiert Marco Börries den ehemaligen Sun-Microsystems-CEO Scott McNealy mit dessen bekanntem Ausspruch von 1999. Er nutzt das Zitat, um seine These zu untermauern, dass Privacy in einer vollständig vernetzten Welt grundsätzlich nicht mehr gewährleistet werden kann — unabhängig davon, ob die Hardware aus China oder den USA stammt.
Interview mit Marco Börries (1997)
Interview-Podcast mit dem Unternehmers Marco Börries über seine Erfahrungen in drei Jahrzehnten der Digitalgeschichte. Börries diskutiert die anhaltende digitale Trägheit Deutschlands und reflektiert über seine Begegnungen mit bedeutenden Tech-Persönlichkeiten wie Steve Jobs. Der Artikel bietet Einblicke in die Entwicklung der digitalen Industrie und Börries' kritische Sicht auf Deutschlands Verhältnis zur Informationsgesellschaft.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:40:29 „Sie haben mal 1997 gesagt, ich zitiere sie, die Deutschen glauben immer noch in der Industrie und nicht in einer Informations- und Wissensgesellschaft zu leben. Die Deutschen sind furchtbar träge. Stimmt immer noch?“
Christoph Amend zitiert Marco Börries aus einem Artikel oder Interview von 1997, in dem dieser die digitale Trägheit Deutschlands kritisierte. Börries selbst erinnert sich nicht mehr an die genaue Quelle ('ich weiß nicht, aus welchem Artikel das stand'), bestätigt aber die Aussage und stellt fest, dass sich in 22 Jahren erschreckend wenig geändert habe.
The Jetsons
Hanna-Barbera · 1962
Hauptfiguren sind Vater George, Mutter Jane, Teenie-Tochter Judy, Sohn Elroy, Haushund Astro, Roboter-Gehilfin Rosie sowie der Chef von George, Mr. Spacely und dessen Konkurrent Cogswell. In den späteren Folgen gesellt sich das Weltraumwesen Orbitty hinzu. Die Jetsons verfügen zwar aufgrund des technischen Fortschritts über Roboter, eine zusammenklappbare fliegende Untertasse und intelligente Computer, doch die menschlichen Probleme haben sich nicht verändert, nur der Vater der Familie, George ...
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 05:18:16 „Ich glaube, dass dieser Jetson, also der Grund, warum das so gehypt ist im Moment, weil natürlich jeder diesen Jetson-Dream vom eigenen Flugzeug, das sind Kindheitsträume, das ist Future. Genauso wie ins Weltall fliegen.“
Marco Börries erklärt den Hype um Flugtaxis damit, dass der Traum vom eigenen Flugzeug ein Kindheitstraum ist – ähnlich dem 'Jetson-Dream', eine Anspielung auf die Zeichentrickserie 'The Jetsons', in der fliegende Autos zum Alltag gehören. Er vergleicht diese Vision mit dem Traum, ins Weltall zu fliegen.
Das fünfte Element
Luc Besson · 1997
Im 23. Jahrhundert bewegt sich das Böse in Form eines nahezu unzerstörbaren Kometen auf die Erde zu. Wird er nicht aufgehalten, wird er die Welt vernichten. Doch die Mondoshawan, ein uraltes, friedliebendes Volk, besitzen eine Waffe, das sogenannte fünfte Element, mit der der Komet vernichtet werden kann. Auf ihrem Weg zur Erde werden sie jedoch von bösen Mächten vernichtet, die den Untergang der Menschheit herbeiführen wollen.
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:18:33 „Also das fünfte Element auch und all diese Filme.“
Im Gespräch über Flugtaxis und die Vision individueller Flugtransportmittel verweist Christoph Amend auf Science-Fiction-Filme wie 'Das fünfte Element', in denen fliegende Autos und urbaner Luftverkehr bereits als Zukunftsvision gezeigt wurden. Der Film dient als kulturelle Referenz dafür, dass die Idee von Flugtaxis tief in der Populärkultur verankert ist.
Who Wants to Live Forever
Queen
Who Wants to Live Forever ist ein Rocksong der englischen Band Queen. Die Powerballade wurde von dem Gitarristen Brian May für den Soundtrack des Films Highlander – Es kann nur einen geben geschrieben und in einer anderen Fassung im Juni 1986 auf dem Album A Kind of Magic veröffentlicht. Die Single erreichte Platz 24 in den britischen Charts. Seitdem sind eine Vielzahl von Coverversionen entstanden.
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 05:30:09 „Als Highlander-Fan stelle ich mir das... Highlander? Jetzt sind wir wieder in den 80ern. Who wants to live forever?“
Der Song wird im Kontext der Diskussion über Unsterblichkeit und die Versuche von Tech-Unternehmern, den Tod zu überwinden, zitiert
Highlander
· 1986
Der Highlander Connor MacLeod ist unsterblich. Als er 1536 eine sonst tödliche Wunde überlebt, wird er aus seinem Dorf vertrieben. Ein anderer Unsterblicher, der Spanier Ramirez, unterweist ihn im Schwerterkampf und klärt ihn auf: Wenn ein Unsterblicher einen anderen Unsterblichen enthauptet, geht dessen ganze Kraft und dessen ganzes Wissen auf ihn über. Der letzte Überlebende erhält die Macht, die gesamte Welt zu beherrschen. Diese Macht darf nicht in falsche Hände geraten.
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 05:30:39 „Als Highlander-Fan stelle ich mir das... Highlander? Jetzt sind wir wieder in den 80ern. Who wants to live forever? Nur einen geben. Ja, das ist eine Sache, es kann nur einen geben, aber who wants to live forever?“
Auf die Frage, ob er den Punkt erleben möchte, an dem der Tod heilbar wird, reagiert Marco Börries mit einer Anspielung auf den 80er-Jahre-Film Highlander. Die zentrale Frage des Films – wer will ewig leben? – nutzt er als philosophische Reflexion darüber, ob Unsterblichkeit wirklich wünschenswert wäre. Er beschreibt sich selbst als Highlander-Fan.
The Singularity Is Near
Ray Kurzweil · 2005
NEW YORK TIMES BESTSELLER • Celebrated futurist Ray Kurzweil, hailed by Bill Gates as “the best person I know at predicting the future of artificial intelligence,” presents an “elaborate, smart, and persuasive” (The Boston Globe) view of the future course of human development. “Artfully envisions a breathtakingly better world.”—Los Angeles Times “Startling in scope and bravado.”—Janet Maslin, The New York Times “An important book.”—The Philadelphia Inquirer At the onset of the twenty-first centu...
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:35:34 „Ray Kurzweil hat das doch auch vor 10, 15 Jahren schon beschrieben.“
Als Marco Börries über die Verschmelzung von Mensch und Technik spricht – Implantate für Blinde, bionische Gliedmaßen, Enhancement des Gehirns – wirft Christoph Amend ein, dass Ray Kurzweil genau diese Entwicklungen bereits vor über einem Jahrzehnt vorhergesagt habe. Die Erwähnung ist knapp, verweist aber auf Kurzweils bekannte Thesen zur technologischen Singularität.
Atlas Shrugged (Verfilmung)
· 2011
Wir schreiben das Jahr 2016. Unter einer von diffusen Interessengruppen manipulierten liberalen Regierung entwickelt sich Amerika zum sozialistischen Wohlfahrtsstaat. Unternehmerin Taggart hält dagegen, muss aber erleben, wie der eigene, von politischen Ambitionen infizierte Bruder dem Familienunternehmer in den Rücken fällt. Dafür tun sich interessante Perspektiven auf durch ihre Bekanntschaft mit dem Stahlmagnaten Reardon.
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:44:22 „Und es gab auch eine ganz schlechte Verfilmung davon. Sehr schlecht, ich habe die versucht zu gucken. Genau, also richtig schlecht“
Die Verfilmung des Ayn-Rand-Buchs wird als sehr schlecht bezeichnet
Experiment ohne Smartphone
Ein Reportage-Essay der New York Times, der sechs junge New Yorker porträtiert, die bewusst auf Smartphones verzichten. Der Artikel dokumentiert ihre Erfahrungen und zeigt, wie sie ihren Alltag ohne ständige digitale Erreichbarkeit gestalten. Ein Beitrag zur Debatte über digitale Abstinenz und alternative Lebensweisen in der modernen Gesellschaft.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 06:00:20 „Ich habe gerade gelesen, die meistgelesene Geschichte der New York Times seit einer Woche. Ist das Experiment eines Journalisten oder Journalistin, die kein Telefon mehr benutzt.“
Im Gespräch über digitale Abstinenz erwähnt Christoph Amend einen aktuellen New-York-Times-Artikel, der seit einer Woche der meistgelesene der Zeitung sei. Darin beschreibt ein Journalist oder eine Journalistin das Experiment, komplett auf das Smartphone zu verzichten. Der genaue Titel und Autor werden nicht genannt.