T. C. Boyle, gibt es noch Hoffnung
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
T. C. Boyle, mit vollem Namen Thomas Coragason Boyle, stellt sich dem unendlichen Podcast-Format und droht scherzhaft, dafür ärztliche Unterstützung oder zumindest einen guten Drogendealer zu benötigen. Zwischen Anekdoten über seine zwei Jahre Heroinkonsum in den frühen Zwanzigern, seine Abkehr von der britischen Literaturwissenschaft hin zum Schreiben und seine Weigerung, Rezensionen zu lesen, entfaltet sich das Porträt eines Autors, der seine Sorgen nur in Geschichten kanalisieren kann — und dabei gleichzeitig deprimierend und unwiderstehlich komisch bleibt.
„Ich mache mir um alles Sorgen, doch der einzige Weg, sie auszudrücken, ist eine Geschichte zu schreiben.“
Erwähnte Medien (41)
The Visitation (Descent of Man)
T. C. Boyle · 1871
More than fifty specialists have contributed to this new edition of volume 2 of The Cambridge Bibliography of English Literature. The design of the original work has established itself so firmly as a workable solution to the immense problems of analysis, articulation and coordination that it has been retained in all its essentials for the new edition.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 00:01:09 „Ich werde Schriftsteller werden. Und so haben sie mir erlaubt, das zu tun. Und The Visitation wurde dann mein erstes Buch.“
Boyle beschreibt den Wendepunkt in seiner akademischen Karriere, als ihm klar wurde, dass er kein Professor für britische Literatur des 19. Jahrhunderts werden würde, sondern Schriftsteller. The Visitation war sein erstes veröffentlichtes Buch.
The Women (Die Frauen)
T. C. Boyle · 2011
A dark, riveting story of the life of one of America's most famous architects, Frank Lloyd Wright
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 00:16:14 „Und natürlich musste er nach Europa fliehen, genauer gesagt nach Deutschland, wegen des Skandals, des ungeheuren Skandals, als er mit der Frau eines seiner Klienten, Mama Borthwick Chaney, durchbrannte. Eine großartige Geschichte, die ich in The Frauen erzähle.“
T. C. Boyle erzählt von seinem Frank-Lloyd-Wright-Haus und wie ihn das Wohnen dort dazu inspirierte, einen Roman über den Architekten zu schreiben. Das Buch handelt von Wrights skandalösem Privatleben und seinen Frauen. Boyle beschreibt, wie das Schreiben ihm ermöglichte, alle Wright-Orte zu besuchen und zu recherchieren.
Der Hobbit
J. R. R. Tolkien · 2013
Ohne große Ansprüche lebt Bilbo Beutlin im Auenland, bis er von dem Zauberer Gandalf und einer Horde Zwerge aus seiner Beschaulichkeit und seinem gemütlichen Alltag gerissen wird. Auf einmal findet er sich mitten in einem Abenteuer wieder, das ihn zu dem riesigen und gefährlichen Drachen Smaug führt, der einen kostbaren Schatz in seinen Besitz gebracht hat und eifersüchtig hütet ...
🗣 T. C. Boyle erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:19:44 „Da war dieser schwarze Schleier wie die Verwüstung von Smaug, dem Drachen, der über allem hing. Aber wir hatten Glück.“
Boyle beschreibt den Moment der Evakuierung vor dem Thomas Fire in Kalifornien und vergleicht den bedrohlichen schwarzen Rauchschleier über seinem Haus mit der Verwüstung durch Smaug, den Drachen aus Tolkiens Werk.
Cheever: A Life
Blake Bailey · 2015
John Cheever was one of the foremost chroniclers of post-war America, a peerless writer who on his death in 1982 left some of the best short stories of the twentieth century, a number of highly acclaimed novels, and a private journal that runs to an astonishing four million words. Cheever was a soul in conflict who hid his contradictions - alcoholism, secret bisexuality - behind the screen of genial family life in suburbia.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 00:33:32 „Wenn man Blake Baileys Biografie liest, hatte er ein wirklich gequältes Leben und eine gequälte Seele darin. Und er versuchte, ein Mann zu sein, der teils homosexuell als auch heterosexuell war in einer Gesellschaft, die das nicht akzeptierte.“
Boyle spricht über seinen Lehrer John Cheever am Writers Workshop und verweist auf Blake Baileys Biografie, die Cheevers gequältes Innenleben offenbart. Cheever versuchte, den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen, während er seine Bisexualität verbarg – ein Thema, das Boyle mit Mitgefühl schildert.
North American Review
Die North American Review ist eine renommierte amerikanische Literaturzeitschrift, die sich auf Kurzgeschichten, Essays und Gedichte konzentriert. Sie gilt als angesehenes Sprungbrett für aufstrebende Autoren und hat zahlreiche literarische Karrieren geprägt.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 00:40:05 „Und ich begann einfach wie im Fieber zu schreiben, Geschichten zu schreiben. Und wie durch ein Wunder wurde eine davon in der North American Review angenommen. Und aufgrund dessen und einiger anderer Geschichten wurde ich in Iowa aufgenommen.“
Boyle erzählt von seinem Durchbruch als junger Autor. Die Annahme seiner ersten Geschichte in der North American Review war der entscheidende Schritt, der ihm die Aufnahme in den Iowa Writers Workshop ermöglichte.
A Good Man Is Hard to Find
Flannery O'Connor · 1993
This is the second book in the complete short stories of Flannery O'Connor, one of America's greatest short story collections. The twelve pieces included in this volume are full of religious symbolism, haunted by the possibilities of revelation, preserving the tragic and joyous nature of human behavior, and geared toward the necessity of redemption.
🗣 T. C. Boyle empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:42:10 „Sie hat meine ganze Welt auf den Kopf gestellt, denn wir hatten ja bis dahin immer nur ziemlich konventionelle Geschichten gelesen. Sie schrieb zum Beispiel »A good man is hard to find«. Es ist wie eine Fernsehkomödie. Es ist wie eine Slapstick-Fernsehkomödie. Und doch hat sie es am Ende so gedreht, um dir das Herz mit dieser Schwärze und diesem Grauen herauszureißen.“
Boyle beschreibt Flannery O'Connor als formative Einflussgeberin seiner Jugend. Ihre Kurzgeschichte 'A Good Man Is Hard to Find' habe ihm gezeigt, dass man eine Geschichte wie eine Slapstick-Komödie beginnen und dann ins Grauenhafte wenden kann – eine Technik, die sein eigenes Schreiben grundlegend beeinflusste.
Pricksongs & Descants
Robert Coover · 2011
In his carnivalesque and riotously inventive Pricksongs & Descants Robert Coover remakes old stories: of Red Riding Hood, Hansel and Gretel, and Beauty (who married her Beast and spends a lifetime suffering his doggy stink). And he reshapes his own: a man makes repeating, re-imagined journeys in an office elevator (while his fellow riders taunt and tempt him), and in the seminal, fractal 'The Babysitter' every moment in a single night is played and replayed, every hope and threat of sex and viol...
🗣 T. C. Boyle empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:42:45 „Robert Coover war mir enorm wichtig. Seine Pricksongs und Descans, die Geschichten darin, waren genau die Art von Dingen, die ich selbst zu tun versuchte, als ich es fertig sah.“
Boyle nennt Robert Coovers Kurzgeschichtensammlung 'Pricksongs & Descants' als zentralen literarischen Einfluss. Die experimentellen Geschichten darin entsprachen genau dem, was Boyle selbst als junger Autor zu schreiben versuchte, und gaben ihm ein Vorbild für seine eigene Arbeit.
Chicxulub
T. C. Boyle · 2013
Ein Massenaussterben, oft auch Faunenschnitt oder Faunenwechsel genannt, ist ein in geologisch kurzen Zeitabschnitten von einigen tausend bis mehreren hunderttausend Jahren stattfindendes großes Artensterben, das sich vom normalen sogenannten Hintergrundaussterben ebenso deutlich abhebt wie von Massensterben: außergewöhnlichen, drastischen Verlusten von Individuen einer oder vieler Populationen einer Art innerhalb kurzer Zeit. Im Verlauf der jüngeren Erdgeschichte fanden im Abstand von mehreren ...
🗣 T. C. Boyle empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:44:32 „Und es ist eine Geschichte namens Chicxulub, die ich gerne öffentlich vorlese, weil es einen Punkt gibt, der so grauenhaft ist. Es herrscht Totenstille im Publikum. Ich habe es einem großen Publikum vorgelesen. Es war stockdunkel.“
Boyle erzählt von seiner Kurzgeschichte 'Chicxulub', die er beim RBB vorlesen wird. Er beschreibt die Wirkung dieser Geschichte auf das Publikum: An der grauenhaftesten Stelle herrscht Totenstille – ein Moment, in dem er spürt, was ein Schauspieler fühlen muss. Die Geschichte steht exemplarisch für seinen Wechsel von experimenteller zu realistischer, zermürbender Fiktion.
I Put a Spell on You
Screamin' Jay Hawkins
Ein klassisches Punk-Blues-Stück, das mit triumphaler Intensität und roher Energie aufgeladen ist. Das Lied verkörpert kontrollierte Wut und Leidenschaft – verstörend und faszinierend zugleich, eine perfekte Manifestation der rebellischen Energie, die Punk-Blues definiert.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 00:48:36 „Also wissen Sie, das Lied I Put My Spell On You, das Christina so gerne spielt, da stellen sich einem die Nackenhaare auf. Ich meine, dieses Lied ist triumphierend und voller Wut. Ich bin einfach in Rage.“
Boyle erzählt von seiner Zeit als Sänger einer Punk-Blues-Band und erwähnt den Song 'I Put a Spell on You' als eines der Stücke, die er performte. Er beschreibt das Lied als triumphierend und voller Wut – es verkörpert die Intensität seiner kurzen musikalischen Karriere, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete.
Water Music
T. C. Boyle
Set in the late eighteenth century, Water Music follows the wild adventures of Ned Rise, thief and whoremaster, and Mungo Park, a Scottish explorer, through London's seamy gutters and Scotland's scenic highlands to their grand meeting in the heart of darkest Africa. There they join forces and wend their hilarious way to the source of the Niger.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 00:52:23 „Wissen Sie, ich hatte Water Music veröffentlicht und es bekam großartige Kritiken und so weiter, aber es interessierte noch niemanden wirklich.“
Boyle erwähnt 'Water Music' als seinen früheren Roman, der zwar gute Kritiken erhielt, aber noch keinen kommerziellen Durchbruch brachte. An anderer Stelle erwähnt er, dass er tagsüber an 'Wassermusik' arbeitete, während die Nachbarband probte – es markiert seine Zeit in Los Angeles.
World's End
T. C. Boyle · 1990
WINNER OF THE PEN/FAULKNER AWARD • In this stunning novel, one man traces the tangled histories of three very different families—from the New York Times bestselling author of The Tortilla Curtain “Boyle has emerged as one of the most inventive and verbally exuberant writers of his generation.”—The New York Times Haunted by the burden of his family’s traitorous past, woozy with pot, cheap wine, and sex, and disturbed by a frighteningly real encounter with some family ghosts, Walter Van Brunt is a...
🗣 Christoph Amend zitiert daraus bei ⏱ 00:52:34 „Worlds End war das erste. Wissen Sie, ich hatte Water Music veröffentlicht und es bekam großartige Kritiken und so weiter, aber es interessierte noch niemanden wirklich. Und dann veröffentlichte ich noch ein paar andere Bücher. Es war Worlds End, mein großes Buch über den Ort, wo ich aufwuchs, eine Art fiktive Autobiografie des Holländers und dann Peekskill und die ganze Sache.“
Christoph Amend und T. C. Boyle sprechen über den Durchbruch Ende der 1980er Jahre. 'World's End' war der Roman, der Boyle zum Erfolg verhalf – eine fiktive Autobiografie über seinen Heimatort Peekskill mit dessen holländischer Geschichte, politischen Unruhen und der kommunistisch-anarchistischen Gemeinschaft.
The Road to Wellville (Willkommen in Wellville)
T. C. Boyle
In this “wildly funny” (People) novel, an eccentric cast of characters navigates a world obsessed with health and longevity—from the New York Times bestselling author of The Tortilla Curtain. “Boyle’s send-up of dietary fanaticism cleverly reminds us of the extremes to which Americans will go in pursuit of perfection.”—Glamour The year is 1907, and the boom town of Battle Creek, Michigan, is attracting a formidable array of visitors—the rich, the preposterously rich, and the merely famous, from
🗣 Christoph Amend zitiert daraus bei ⏱ 01:04:51 „Viele Ihrer Leser und auch etliche Leute, mit denen ich in den letzten Tagen gesprochen habe, als ich erwähnte, dass wir diesen Podcast aufnehmen werden, The Road to Wellville mögen, ein Roman, den Sie im Jahr 1993 veröffentlicht haben und der dann mit Anthony Hopkins und Bridget Fonda verfilmt wurde. Und es erzählt die Geschichte von Herrn Kellogg.“
Christoph Amend spricht T. C. Boyle auf einen seiner bekanntesten Romane an, der die Geschichte des Frühstücksflocken-Königs Kellogg und der Gesundheitsbewegung erzählt. Das Buch wurde 1993 veröffentlicht und später mit prominenter Besetzung verfilmt.
The Nuts Among the Berries
Ronald M. Deutsch · 2025
The Nuts Among the Berries by Ronald M. Deutsch is a witty and eye-opening exploration of the world of health fads, alternative medicine, and the colorful personalities who promote them. With a sharp sense of humor and a keen investigative eye, Deutsch delves into the quirks, contradictions, and sometimes outright absurdities of those who champion unconventional approaches to health and wellness.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 01:06:05 „Und er gab mir dieses Buch mit dem Titel The Nuts Among the Berries von Ronald M. Deutsch. Und es ist eine komödiantische, aber faktische Geschichte der Gesundheitsbewegung in Europa und in Amerika. Und mein Gott, da gab es so viele total durchgeknallte Gestalten, die mich auf einer absurden Ebene einfach faszinierten.“
T. C. Boyle erzählt, wie ein befreundeter Filmemacher ihm dieses Buch über die Geschichte der Gesundheitsbewegung gab. Das Buch inspirierte ihn letztlich dazu, seinen Roman 'The Road to Wellville' über Dr. Kellogg zu schreiben.
The Commitments
Alan Parker · 1991
Derek und Outspan verdienen sich im grauen Dublin der 80er etwas Geld, in dem sie auf Hochzeiten Musik machen. Sie bitten ihren ebenfalls arbeitslosen Kumpel Jimmy sie zu managen, um richtig Kohle zu verdienen. Der sagt ja, aber zu seinen eigenen Bedingungen. Außer Soul kommt kein Musikstil in Frage und so lädt er per Zeitungsannonce zum Casting ins elterliche Wohnzimmer. Aus unzähligen Bewerbern siebt er nach und nach seine Band aus.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 01:06:59 „Ich liebe Alan Parker, wegen der großen Bandbreite seines Schaffens. Sie wissen ja, er hat Mississippi Burning gemacht und dann hat er auch noch The Commitments gedreht. Er hat auch Fame gemacht, all diese Sachen.“
Boyle erwähnt den Film als Teil von Alan Parkers vielseitigem Schaffen, das von Drama bis Musik-Comedy reichte.
A Friend of the Earth
T. C. Boyle · 2001
"It is the year 2025, and Tyrone O'Shaughnessy Tierwater is eking out a bleak living in Southern California, managing a pop star's private menagerie of the species "only a mother could love" - scruffy hyenas, jackals, warthogs and three down-at-the-mouth lions. Global warming is a reality. The biosphere has collapsed in a grim but pointed way, and most of the major mammalian species - not to mention fish, birds and frogs - are extinct.". "At one time, as we see in alternating chapters, Ty was a...
🗣 Christoph Amend zitiert daraus bei ⏱ 01:09:10 „Sie haben ein Buch geschrieben, Anfang der 2000er Jahre, über das Jahr 2025. Und wir sind jetzt hier angekommen.“
Der Roman wird als Boyles frühes Werk über das Jahr 2025 erwähnt. Später im Gespräch bestätigt Boyle, dass er wegen dieses Buches als 'Pate der Klimafiktion' bezeichnet wird. Das Buch wird als Beleg für seine Fähigkeit angeführt, die Zukunft voraussagend zu beschreiben.
This Monkey My Bag
T. C. Boyle · 1999
A NEW YORK TIMES NOTABLE BOOK • The first volume of collected short fiction from the award–winning author of The Tortilla Curtain, featuring sixty-eight “varied, clever, and delightful” (The Chicago Tribune) short stories, including seven never-before-published tales “Each [story hops] with manic energy . . .
🗣 T. C. Boyle empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:12:25 „Ich habe darüber einen Essay verfasst, der den Titel trägt »This Monkey My Bag«. Es geht darin um den Autorenworkshop und darum, worum es beim Schreiben wirklich geht.“
Boyle erwähnt seinen eigenen Essay, in dem er das Schreiben als Zwangsstörung beschreibt. Er vergleicht es mit einer Heroinsucht – das Hochgefühl nach der Fertigstellung und den Zwang, immer wieder von vorn anzufangen. Der Essay ist auf seiner Website tcboyle.com nachlesbar.
Die Straße
Cormac McCarthy · 2015
Cormac McCarthys postapokalyptischer Roman folgt einem Vater und Sohn, die durch eine zerstörte Welt wandern und ums Überleben kämpfen. Die Straße ist eine düstere Meditation über Liebe, Hoffnung und menschliche Würde angesichts existenzieller Bedrohung. Der Podcast-Gast nutzt das Werk als Metapher für die gegenwärtige Menschheitskrise, sieht darin aber auch eine Botschaft von Mitgefühl und Verantwortung – trotz aller Hoffnungslosigkeit bleibt die Liebe zu anderen der Grund weiterzuleben.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 01:13:46 „Ich fühle mich einfach schlecht, weil, weißt du, wir rasen auf eine Welt zu, wie Cormac McCarthy's Die Straße. Ich meine, genau dahin steuern wir.“
Boyle nutzt McCarthys postapokalyptischen Roman als düstere Metapher für die Zukunft der Menschheit. Trotz seiner existenzialistischen Weltsicht und dem Wissen um die schwarze Zukunft empfindet er Liebe und Sorge für die Menschen in seinem Leben.
Extinction Tales
T. C. Boyle · 2021
Ein Massenaussterben, oft auch Faunenschnitt oder Faunenwechsel genannt, ist ein in geologisch kurzen Zeitabschnitten von einigen tausend bis mehreren hunderttausend Jahren stattfindendes großes Artensterben, das sich vom normalen sogenannten Hintergrundaussterben ebenso deutlich abhebt wie von Massensterben: außergewöhnlichen, drastischen Verlusten von Individuen einer oder vieler Populationen einer Art innerhalb kurzer Zeit. Im Verlauf der jüngeren Erdgeschichte fanden im Abstand von mehreren ...
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 01:16:03 „Ich habe mich also von Anfang an mit diesem Thema beschäftigt. Sie kennen ja diese Einstellung, die da herrscht. In meinen Extinction Tales erzähle ich von solchen Dingen.“
Boyle verweist auf seine Geschichtensammlung über das Aussterben von Arten, um seine langjährige Beschäftigung mit dem Thema zu belegen. Er erzählt anschließend die Geschichte des Stephen-Insel-Zaunkönigs als Beispiel für die Art von Geschichten, die er darin erzählt.
Min Kamp (Mein Kampf)
Karl Ove Knausgård · 2013
Med sjätte delen avslutar Karl Ove Knausgård sin episka autofiktiva roman Min kamp. På ett helt igenom självutlämnande sätt har han blottställt ambitioner och svagheter, osäkerhet och tvivel och inifrån skildrat sina relationer till fru och barn, mor och far, vänner och bekanta. Det är en roman i vilken livet skildras i alla sina nyanser, från de avgörande och upprivande ögonblicken till vardagslivets tillsynes obetydliga detaljer.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 01:34:37 „Er hat, wissen Sie, sein Werk einen Roman genannt, aber tatsächlich ist es eine sehr lange und ausführliche Autobiografie. Sehr detailliert und wirklich wunderbar.“
Jochen Wegner fragt Boyle, warum er nicht wie Knausgård über sein eigenes Leben schreibe. Boyle beschreibt Knausgårds Werk als eine als Roman bezeichnete, aber eigentlich sehr lange und detaillierte Autobiografie, die er als wunderbar anerkennt, aber für sich selbst einen anderen Ansatz bevorzugt.
Budding Prospects
T. C. Boyle · 2014
Felix is a quitter, with a poor track record behind him. Until the day the opportunity presents itself to make half a million dollars tax-free - by nurturing 390 acres of cannabis in the lonely hills of northern California.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 01:35:30 „Einer davon war in Budding Prospects. Der Bösewicht heißt Herbert Vogelsang. Die Person, auf der diese Figur basiert, ist derart dynamisch und so unglaublich beeindruckend, dass ich einfach nicht anders konnte, als ihn gewissermaßen zu karikieren. Die gute Nachricht ist, dass er es liebt.“
Boyle erzählt über die seltenen Fälle, in denen er reale Personen in seine Literatur aufgenommen hat. In "Budding Prospects" basiert der Bösewicht Herbert Vogelsang auf einer realen Person, die so beeindruckend war, dass Boyle sie karikieren musste. Die Person liebt die Darstellung und trägt sogar T-Shirts mit dem Buchtitel.
A Raisin in the Sun
Lorraine Hansberry
Lorraine Hansberrys Klassiker über den alltäglichen Kampf einer afroamerikanischen Familie in Chicago. Das Stück zeigt, wie wichtig es ist, große Werke live zu erleben statt nur über sie zu lesen – wie beim inspirierenden Schulausflug des Podcast-Sprechers zum Broadway, der sein kulturelles Verständnis nachhaltig prägte.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 01:41:34 „Walter Greenstein, hat die gesamte Klasse mit in die Stadt genommen, um sich am Broadway das Theaterstück A Raisin in the Sun anzusehen. Und danach sind wir in ein japanisches Restaurant gegangen, das wirklich sehr exotisch war.“
Boyle erinnert sich an einen prägenden Schulausflug in der 8. Klasse, als sein Lehrer Walter Greenstein die Klasse zum Broadway mitnahm. Der Besuch des Theaterstücks und das anschließende Essen in einem japanischen Restaurant waren für ihn ein Schlüsselerlebnis kultureller Öffnung – man könne über Kultur lesen, aber sie wirklich zu erleben sei etwas anderes.
Der Flüchtling
T. C. Boyle · 2020
Böse, komisch, bizarr – die neuesten Stories von T. C. Boyle: Der Meister der American Short Story nimmt uns mit auf eine bewegte Reise in unsere unheimliche Zukunft. In seinen neuesten Stories nimmt uns T. C. Boyle mit auf eine bewegte Reise in unsere unheimliche Zukunft. Eine Zukunft, in der der kirschrot phosphoreszierende Pitbull das klavierspielende Mikroschwein der Nachbarin zerfleischt.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 01:49:19 „In einer meiner Geschichten, der Flüchtling, geschrieben aus der Sicht eines jungen Mexikaners, der illegal in dieses Land gekommen ist und arbeitet, in einer Gartenkolonne. Sie kümmern sich um ein riesiges Anwesen und es gibt lästige Tiere.“
Boyle referenziert seine eigene Kurzgeschichte "Der Flüchtling" im Kontext seiner Ratten-Diskussion, um den grausamen Umgang vieler Amerikaner mit Wildtieren zu illustrieren. In der Geschichte fangen die Figuren Tiere in Havahartfallen und ertränken sie – eine Praxis, die Boyle ablehnt und die seine eigene humane Haltung gegenüber Ratten kontrastiert.
My Octopus Teacher
· 2020
Acht Jahre lang hat der Freitaucher Craig Foster die seltene Tierwelt vor der Küste Südafrikas erforscht. Seine täglichen Beobachtungen eines wilden Tintenfischs, der in einem Kelpwald lebt, entwickeln sich zu einer engen Bindung, artenübergreifend und getrennt durch Millionen von Jahren der Evolution. Der Einfallsreichtum und der schnelle Witz des Tintenfisches zeugen von einer hoch entwickelten Intelligenz.
🗣 T. C. Boyle empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:50:25 „Ein Film, den ich geliebt habe, ist Mein Lehrer, der Krake oder der Krake, mein Lehrer. Das hat mir das Herz zerrissen. Es war so wunderschön. Und ich, weißt du, ich habe Fisch und Oktopus gegessen. Ich esse keinen Oktopus mehr. Sie sind zu schön und zu intelligent.“
Boyle empfiehlt enthusiastisch die Dokumentation "My Octopus Teacher" und beschreibt sie als herzzerreißend und wunderschön. Der Film hat ihn so berührt, dass er seitdem keinen Oktopus mehr isst, weil die Tiere zu schön und zu intelligent seien.
Esquire
It’s a typical day at the Texas Butterfly Sanctuary—until conservative politician Mindy Gallagher storms in, convinced that the sanctuary is trafficking children. In this timely fiction about the politics of division, it
🗣 T. C. Boyle erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:03:42 „Sie verkaufte meine erste Geschichte an Esquire, das damals das größte Magazin war, das es geben konnte. Jeder wollte dort sein und das war alles sehr gut.“
Boyle erwähnt das Magazin Esquire als Ort seiner ersten bedeutenden Veröffentlichung. Seine damalige Agentin Pat Rotter vermittelte seine erste Kurzgeschichte dorthin, was ein wichtiger Karriereschritt war, da Esquire zu jener Zeit das prestigeträchtigste Literaturmagazin in Amerika war.
Greasy Lake
T. C. Boyle · 1986
Mythic and realist, farcical and tragic, these fifteen “fables of contemporary life [are] so funny and acutely observed that they might have been written [for] Saturday Night Live” (The New York Times)—from the award–winning author of The Tortilla Curtain. “Boyle . . . owns a ferocious, delicious imagination, often darkly satirical and always infatuated with language.”—The Los Angeles Times Book Review In “The Hector Quesadilla Story,” T.C.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 02:13:05 „Und er suchte Hilfe, weil er meine Geschichte Greasy Lake unterrichtete, die eine meiner bekanntesten, wahrscheinlich meine berühmteste Geschichte ist, Greasy Lake. Es geht um drei Teenager an einem See, die tun, was Teenager eben so tun.“
Boyle erzählt im Kontext der Bücherverbot-Debatte von seiner Kurzgeschichte 'Greasy Lake', die an einer Highschool in Ojai unterrichtet wurde. Ein Elternteil wollte die Geschichte wegen des Wortes 'Motherfucker' im gesamten Schulbezirk verbieten lassen, obwohl der Lehrer sie schätzte, weil sie Teenager besonders ansprach.
Die Bibliothekarin
· 2020
Ein Ort des Schreckens. Acht Bücher, die alles ändern. Im alles verschlingenden Morast des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau hat der Blockälteste Fredy Hirsch heimlich eine Schule aufgebaut. Ihr wertvollster Besitz sind acht alte, zerfallene Bücher. Fredy ernennt die 14-jährige Dita zur Bibliothekarin, sie soll die verbotenen Bände künftig verstecken und schützen. Dita, die schon früher Trost in Büchern gefunden hat, kümmert sich mit äußerster Hingabe um "ihre" kleine Bibliothek.
🗣 T. C. Boyle empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:14:25 „Es gibt ein wunderbares Buch, das mich zu meinem nächsten Buch inspiriert hat. Es trägt den Titel Die Bibliothekarin und es stammt von einer Kleinstadtbibliothekarin, Eine sehr engagierte Frau, Mitte 40, sie wuchs in der Gemeinde auf, sie kennt jeden.“
Boyle erzählt von einem Sachbuch über eine Kleinstadtbibliothekarin, die sich gegen Bücherverbote aussprach und daraufhin von rechten Gruppen als Kinderschänderin diffamiert und vor Gericht gezerrt wurde. Das Buch hat Boyle zu seinem nächsten eigenen Werk inspiriert, das sich mit dem Thema Buchverbote in Amerika befasst.
Descent of Man
T. C. Boyle · 1990
Seventeen short stories from the New York Times bestselling author of The Tortilla Curtain, “the sort of writer who inspires even poker-faced writers to grin and start dusting off their superlatives” (The Washington Post Book World). “Descent of Man is loaded with energetic language. . . . Boyle is capable of the sublime.”—The New York Times Book Review In seventeen slices of life that defy the expected and launch us into the absurd, T. C. Boyle offers his unique view of the world.
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 02:15:58 „Übrigens, meine Lieblingsgeschichte in Tod durch Ertrinken ist Abstammung. Würden Sie uns die ersten Sätze daraus vorlesen für uns? Selbstverständlich, selbstverständlich, gerne. Es werden eine Million Menschen zuhören.“
Wegner nennt die Kurzgeschichte 'Abstammung' (Descent of Man) aus Boyles Sammlung 'Tod durch Ertrinken' (Descent of Man) als seine Lieblingsgeschichte und bittet Boyle, daraus vorzulesen. Boyle liest daraufhin einen langen Abschnitt vor – die Geschichte handelt von einer Frau, die mit Schimpansen arbeitet und zunehmend tierische Züge annimmt.
Talk to Me
T. C. Boyle · 2021
How far would you go to save someone you love? And what if that someone was ... not exactly human? Guy Schermerhorn, brilliant young professor of psychology and disciple of the pioneering Dr Moncrieff, is making a name for himself on the talk show circuit with an unusual protégé in tow: a chimp by the name of Sam. Sam lives in Guy's apartment, wears diapers and neckties, devours pizza and Macdonalds – and, through Guy's careful training, can communicate through sign language.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 02:16:13 „Ich schrieb das als Student, als ich in Iowa war und fasziniert war von Jane Goodall und ihrer Arbeit, Schimpansen menschliche Verhaltensweisen beizubringen, wissen Sie? Und die Unterschiede zwischen uns und den niederen Schimpansen zu finden. Tatsächlich entwickelte es sich zu meinem Buch, meinem aktuellen Buch Talk to Me.“
Boyle erklärt den Zusammenhang zwischen seiner frühen Kurzgeschichte 'Abstammung' und seinem aktuellen Roman 'Talk to Me'. Die Faszination für Jane Goodalls Arbeit mit Schimpansen, die ihn als Student zur Kurzgeschichte inspirierte, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem vollständigen Roman über die Mensch-Tier-Kommunikation.
The Paris Review
George Plimpton
Legendäre Literaturzeitschrift, 1953 von George Plimpton gegründet. Bekannt für Interviews mit Schriftstellern und die Veröffentlichung neuer Werke bedeutender Autoren. Quartalsweise erscheinend, gilt als eine der einflussreichsten Literaturpublikationen des englischsprachigen Raums.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 02:17:39 „Und dann würde ich anfangen, es rückwärts zu lesen. Ja, okay. Er war übrigens im Paris Review. Ich glaube, der erste meiner Texte, der dort erschien. Und ich freundete mich mit George Plimpton an, der ein Mentor war und großartig.“
Boyle erzählt von seiner Verbindung zur legendären Literaturzeitschrift Paris Review und deren Gründungsherausgeber George Plimpton. Die Kurzgeschichte 'Abstammung' war einer seiner ersten dort veröffentlichten Texte, und Plimpton wurde zu einem wichtigen Mentor für Boyle.
Water Music (Wassermusik)
T. C. Boyle · 2014
Set in 1795, "Water Music" is the rambunctious account of two men's wild adventures through the gutters of London and the Scottish Highlands to their unlikely meeting in darkest Africa.
🗣 T. C. Boyle erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:17:53 „Er mochte meinen verrückten Sinn für Humor und er veröffentlichte auch in der Paris Review die ersten zehn Kapitel von Wassermusik.“
Boyle erwähnt seinen Roman 'Wassermusik' im Zusammenhang mit seiner Freundschaft zu George Plimpton, dem Gründungsherausgeber des Paris Review. Plimpton veröffentlichte die ersten zehn Kapitel des Romans vorab in der Zeitschrift, was Boyles Karriere als Schriftsteller maßgeblich beförderte.
The Pool
T. C. Boyle
"The Pool" ist eine Kurzgeschichte von T. Coraghessan Boyle aus dem New Yorker. Sie handelt von verborgenen Konflikten und Gefahren, die unter der Oberfläche des Vorstadt-Lebens lauern und durch alltägliche Situationen wie einen Swimmingpool und die Nachbarschaft zum Vorschein kommen. Die Geschichte erforscht Themen von Familie, Zusammenleben und zwischenmenschlichen Spannungen in scheinbar idyllischen Verhältnissen.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 02:22:01 „Die Geschichte war The Pool. Es ist vor rund einem Monat im New Yorker erschienen.“
T. C. Boyle erzählt, dass er es liebt, im New Yorker zu erscheinen, und dass das Magazin Autoren bittet, ihre Geschichten für das Archiv und die Online-Version selbst einzusprechen. Er nennt seine jüngste dort veröffentlichte Kurzgeschichte.
The New Yorker
The New Yorker ist ein renommiertes amerikanisches Wochenmagazin für Literatur, Reportagen und Kulturkritik. Das Magazin ist bekannt für seine hochwertige Literaturredaktion und veröffentlicht Kurzgeschichten, Essays sowie tiefgründige Berichte zu Politik und Kultur. Unter Chefredakteur David Remnick gehört der New Yorker zu den einflussreichsten Publikationen in den USA.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 02:22:32 „Ich liebe David und ich liebe wirklich, was er für die Zeitschrift geleistet hat. Und ja, Poesie und Geschichten in jeder Ausgabe, sowie all diese wunderbaren Essays, das ist die Aufgabe dessen, was ein solches Magazin tun sollte.“
Boyle spricht über seine Verbindung zum New Yorker als wichtigstes Literaturmagazin, in dem er regelmäßig publiziert. Er erwähnt, dass dort kürzlich seine Geschichte 'The Pool' erschien und lobt Herausgeber David Remnick.
Wings at the Speed of Sound
Paul McCartney · 2025
El relato histórico en primera persona de la mano del propio Paul McCartney de su triunfal reinvención post Beatles en la década de 1970 y el posterior auge de una de las bandas más icónicas de la década. Contado en una reveladora primera persona, este relato inmersivo de Paul McCartney y los Wings es la fascinante historia oral de una banda que llegó a definir una generación.
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:23:11 „Ich meine, ich habe kürzlich das neueste Buch von Paul McCartney gelesen, wo er die Geschichte von The Wings erzählt, seiner Band aus den 70er Jahren.“
Im Gespräch über Musik und Technologie erwähnt Christoph Amend Paul McCartneys Buch über seine Band Wings. Er beschreibt, wie die Lektüre ihn dazu brachte, McCartneys frühe Soloalben aus den 1970ern wiederzuentdecken, die ihm vorher unbekannt waren.
L'Étranger (Der Fremde)
Albert Camus · 2006
Der Fremde (franz. L’Étranger) ist ein Roman des französischen Schriftstellers und Philosophen Albert Camus aus dem Jahr 1942. Er gilt als eines der Hauptwerke der Philosophie des Existentialismus sowie von dessen Strömung Absurdismus. Der Fremde ist einer der meistgedruckten französischen Romane und gilt gemeinhin als eines der besten Bücher aller Zeiten, bspw. erreichte er in einer Meinungsumfrage unter Franzosen Platz 1 der besten Bücher des 20.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 02:26:28 „Es ist wie bei Camus, wirklich sehr direkt. Maman est morte. Das ist der erste Satz.“
Boyle vergleicht seinen eigenen Eröffnungssatz aus 'No Way Home' mit dem ikonischen ersten Satz von Camus' Roman. Er nutzt dieses berühmte Beispiel, um zu illustrieren, wie ein einfacher, direkter erster Satz den Leser sofort fesseln kann.
Wenn das Schlachten vorbei ist (When the Killing's Done)
T. C. Boyle · 2012
The island of Anacapa, off the coast of California, is overrun with black rats which are threatening the ancient population of ground-nesting birds. Alma Boyd Takesue of the National Park Service is campaigning to exterminate them once and for all, but her systematic plan is in danger of sabotage by two notorious environmental activists, Anise Reed and Dave LaJoy.
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 02:30:24 „Als ich damals an »Wenn das Schlachten vorbei ist« gearbeitet habe, diesen Titel finde ich wirklich großartig.“
Boyle spricht über seine dritte große Leidenschaft, die Biologie, und erzählt, wie er bei der Recherche zu diesem Roman die Naturschutzforscherin Luitis Vermeer auf Santa Cruz Island kennenlernte und Biologen bei ihrer Feldarbeit mit Zwergfüchsen begleiten durfte.
Hope's Rise
T. C. Boyle · 1999
A NEW YORK TIMES NOTABLE BOOK • The first volume of collected short fiction from the award–winning author of The Tortilla Curtain, featuring sixty-eight “varied, clever, and delightful” (The Chicago Tribune) short stories, including seven never-before-published tales “Each [story hops] with manic energy . . .
🗣 T. C. Boyle referenziert bei ⏱ 02:32:20 „Ich habe eine Geschichte namens Hope's Rise geschrieben, als ich davon las, dass Frösche aussterben. Nun warum? Warum sterben sie aus?“
Boyle illustriert seine Faszination für Biologie und Natur, indem er beschreibt, wie eine wissenschaftliche Entdeckung – das Froschsterben durch Chemikalien aus Verhütungsmitteln – ihn zu einer Kurzgeschichte inspirierte. Er nutzt das als Beispiel für die absurden, unbeabsichtigten Folgen menschlichen Handelns.
Disgrace (Schande)
J. M. Coetzee · 1999
After years teaching Romantic poetry at the Technical University of Cape Town, David Lurie, middle-aged and twice divorced, has an impulsive affair with a student. The affair sours; he is denounced and summoned before a committee of inquiry. Willing to admit his guilt, but refusing to yield to pressure to repent publicly, he resigns and retreats to his daughter Lucy's isolated farm.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 02:36:28 „Ich lese gerne Coetzee. Coetzees Schande, das ist für mich ein absolut perfekter Roman. Brillant, auch sprachlich gesehen. Warum ist er perfekt?“
Auf die Frage nach einer Leseliste für angehende Autoren empfiehlt Boyle Coetzees 'Schande' als absolut perfekten Roman. Er erklärt, dass er gerne zu bestimmten Autoren zurückkehrt, wenn sich seine eigene Prosa beim Schreiben schlaff anfühlt.
Mao II
Don DeLillo · 2016
"One of the most intelligent, grimly funny voices to comment on life in present-day America" (The New York Times), Don DeLillo presents an extraordinary new novel about words and images, novelists and terrorists, the mass mind and the arch-individualist. At the heart of the book is Bill Gray, a famous reclusive writer who escapes the failed novel he has been working on for many years and enters the world of political violence, a nightscape of Semtex explosives and hostages locked in basement roo...
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 02:36:35 „Mein Lieblingsschriftsteller aus Amerika, Don DeLillo. Natürlich, DeLillo. Mao II. Mao II ist für mich der absolute Höhepunkt des Genies.“
Im Rahmen seiner Buchempfehlungen für angehende Autoren nennt Boyle Don DeLillo als seinen amerikanischen Lieblingsschriftsteller und hebt 'Mao II' als dessen genialsten Roman hervor.
Already Dead (Almost Dead)
Denis Johnson · 1997
From the concert stage to the dressing room, from the recording studio to the digital realm, SPIN surveys the modern musical landscape and the culture around it with authoritative reporting, provocative interviews, and a discerning critical ear. With dynamic photography, bold graphic design, and informed irreverence, the pages of SPIN pulsate with the energy of today's most innovative sounds. Whether covering what's new or what's next, SPIN is your monthly VIP pass to all that rocks.
🗣 T. C. Boyle empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:37:03 „Almost Dead, sein Roman, diese Art von Gothic, dieser nordkalifornische Gothic-Roman, ist so brillant und natürlich Jesus' Sohn, den jeder kennt.“
Boyle empfiehlt Denis Johnson als das größte Talent seiner Generation. Er lobt dessen poetische Prosa und hebt den nordkalifornischen Gothic-Roman hervor, den er als brillant bezeichnet. Johnson begann als Dichter, was seiner Prosa eine besondere Schönheit verlieh.
Jesus' Son (Jesus' Sohn)
Denis Johnson · 2019
Frei nach Lou Reeds "When I'm rushing on my run, and I feel like Jesus' son" muss dieses Buch gelesen werden. Denis Johnsons Storysammlung "Jesus' Son", 1992 in den USA erschienen, berichtet von Verwirrung, Leiden und Heilung eines jungen Drifters und hat den Autor zur Legende gemacht. Als eines der herausragendsten Bücher der jüngeren amerikanischen Literatur schuf es einen Ton, der in zuvor nie gehörter Weise Grauen und Komik, Schrecken und Zärtlichkeit einschließt.
🗣 T. C. Boyle empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:37:03 „Almost Dead, sein Roman, diese Art von Gothic, dieser nordkalifornische Gothic-Roman, ist so brillant und natürlich Jesus' Sohn, den jeder kennt.“
Neben 'Already Dead' empfiehlt Boyle auch Denis Johnsons bekanntere Kurzgeschichtensammlung 'Jesus' Son' als Pflichtlektüre. Er stellt Johnson als unterschätzten Autor vor, dessen einzigartige, poetische Stimme ihn verblüfft.
The Thirsty Muse (Die durstige Muse)
Tom Dardis · 1989
Examines the effects of alcohol on the life and work of Faulkner, Fitzgerald, Hemingway, and O'Neill, tracing how the initial positive benefits of the drug were lost as drink eventually took its toll on the writers.
🗣 T. C. Boyle zitiert daraus bei ⏱ 02:37:33 „Ein Buch, das ich wirklich liebe, das empfehle ich wirklich ausnahmslos jedem, von Tom Dardis, Die durstige Muse. Er schrieb das in den 1990er Jahren und ich habe es ein paar Mal gelesen. Er hat sich, glaube ich, sechs amerikanische Schriftsteller vorgenommen, klassische amerikanische Schriftsteller, Hemingway, Steinbeck, Faulkner etc., O'Neill und sprach speziell über ihren Alkoholmissbrauch.“
Boyle empfiehlt dieses Sachbuch mit besonderem Nachdruck – er sagt, er empfehle es ausnahmslos jedem und habe es mehrfach gelesen. Das Buch untersucht den Alkoholmissbrauch großer amerikanischer Schriftsteller wie Hemingway, Faulkner und Steinbeck und fragt, ob der Alkohol sie als Künstler besser oder schlechter machte. Boyle nutzt es als Ausgangspunkt für eine Reflexion über den Zusammenhang von Rausch und Kreativität.