Rassismus
83 Medien · 3 Episoden · Seite 1 von 2
Medien (83)
A Billion Black Anthropocenes or None
Kathryn Yusoff · 2018
Rewriting the “origin stories” of the Anthropocene No geology is neutral, writes Kathryn Yusoff. Tracing the color line of the Anthropocene, A Billion Black Anthropocenes or None examines how the grammar of geology is foundational to establishing the extractive economies of subjective life and the earth under colonialism and slavery.
A Raisin in the Sun
Lorraine Hansberry
Lorraine Hansberrys Klassiker über den alltäglichen Kampf einer afroamerikanischen Familie in Chicago. Das Stück zeigt, wie wichtig es ist, große Werke live zu erleben statt nur über sie zu lesen – wie beim inspirierenden Schulausflug des Podcast-Sprechers zum Broadway, der sein kulturelles Verständnis nachhaltig prägte.
Appropriate
"Appropriate" ist ein zeitgenössisches Theaterstück über eine weiße Familie in Louisiana, die bei der Räumung des väterlichen Hauses mit der rassistischen Geschichte ihrer Familie konfrontiert wird. Das Stück von Branden Jacobs-Jenkins verbindet scharfsinnigen Humor mit unbequemen Wahrheiten über Vergangenheit und Privileg.
Artikel von Ferda Ataman zur Ost-Migrations-These
Ferda Ataman
Ferda Ataman, Bundesantidiskriminierungsbeauftragte, bereist den Osten Deutschlands und dokumentiert ein verändertes gesellschaftliches Klima: Rassismus und Diskriminierung sind salonfähiger und offener geworden. Die hohen Umfragewerte der AfD für die Herbst-Landtagswahlen korrelieren mit vermehrten Übergriffen im Alltag und Arbeitsleben. Migranten berichten von fehlender Sicherheit, und Beratungsstellen rechnen mit steigenden Fallzahlen rassistisch motivierter Gewalt. Der Text illustriert, wie politische Verschiebungen gesellschaftliche Grenzen verändern und marginalisierte Gruppen unmittelbar treffen.
Artikel von Janice Goyle im Volkskrant
Janice Goyle
Die schwarze niederländische Journalistin Janice Deul (im Podcast als 'Goyle' transkribiert) veröffentlichte 2021 im Volkskrant einen vielbeachteten Artikel zur Übersetzungskontroverse um Amanda Gormans Gedicht 'The Hill We Climb'. Der niederländische Verlag Meulenhoff hatte die weiße Schriftstellerin Marieke Lucas Rijneveld als Übersetzerin ausgewählt — Deul kritisierte nicht die Person, sondern die verpasste Chance: Eine schwarze, aktivistische Frau mit ähnlichen kulturellen Wurzeln wie Gorman wäre die angemessenere Wahl gewesen. Der Artikel löste eine breite öffentliche Debatte über Repräsentation im Literaturbetrieb aus und führte letztlich dazu, dass Rijneveld die Aufgabe zurückgab.
Artikel über Kolumne 'Das sind auch meine Kinderbücher'
Hadija Haruna-Oelker
In diesem taz-Interview vom Januar 2013 positioniert sich die afrodeutsche Journalistin Hadija Haruna zur damaligen Kinderbuchdebatte um diskriminierende Begriffe in Klassikern wie Astrid Lindgrens Werken. Sie argumentiert, dass das N-Wort historisch rassistisch konnotiert war und schwarze Kinder verletzt, wenn sie sich in ihren Lieblingsbüchern abwertend dargestellt finden. Haruna wehrt sich gegen Zensurvorwürfe und betont die pädagogische Verantwortung. Sie kritisiert die heftigen Abwehrreaktionen von Kulturkritikern, die ihre eigenen rassistischen Denkmuster bedroht sehen. Das Interview führte Daniel Bax (im Podcast als 'Daniel Wachs' erinnert).
Artikel über Standbilder für reiche weiße Männer
Süddeutsche Zeitung
Eine Analyse von fast 50.000 Statuen in den USA zeigt ein einseitiges Gedenklandschaft: Die überwiegende Mehrheit erinnert an weiße, wohlhabende Männer, häufig Generäle oder Präsidenten, viele davon Sklavenhalter. Besonders auffällig ist das Geschlechter-Ungleichgewicht: Nur drei Frauen schaffen es unter die 50 am häufigsten dargestellten Personen, während es mehr Meerjungfrauen-Statuen (22) gibt als Denkmäler für weibliche Kongress-Abgeordnete (2). Die Andrew-W.-Mellon-Stiftung reagiert mit 250 Millionen Dollar, um Statuen zu ersetzen und die Geschichte gerechter zu repräsentieren. Laut Stiftungspräsidentin Elizabeth Alexander ist die Auswahl historischer Denkmäler weniger eine Frage von Verdienst als vielmehr von Macht und Ressourcen zur Geschichtsschreibung.
Artikel über den Mordfall Marwa El-Sherbini
Sabine Rückert
Am 1. Juli 2009 wurde die ägyptische Apothekerin Marwa El-Sherbini im Dresdner Landgericht von Axel W. mit 18 Messerstichen getötet – während sie als Zeugin aussagte, weil er sie zuvor als Terroristin beschimpft hatte. Sabine Rückert analysiert, wie das deutsche Rechtssystem in diesem Fall strukturell versagte: Richter, Justizbeamte und Staatsanwälte handelten jeweils nach Vorschrift, und trotzdem wurde eine Frau im Schutzraum eines Gerichtssaals ermordet. Der Fall gilt als erstes rassistisch motiviertes Attentat auf eine Muslimin in Deutschland und löste international, besonders in der arabischen Welt, Entsetzen aus. Die zentrale These des Textes: Nicht böser Wille, sondern das Zusammenspiel von Gleichgültigkeit, Bürokratie und fehlender Sensibilität ermöglichte die Tat.
Artikel über die Pharmaindustrie in Amerika
Anne Kunze
Anne Kunze untersucht in dem Stück, wie US-Pharmaunternehmen – allen voran Purdue Pharma mit OxyContin – gezielt Verschreibungspraktiken beeinflussten und so eine Opioidkrise auslösten, die Millionen Amerikaner in die Abhängigkeit trieb. Der Artikel beleuchtet die strukturellen und wirtschaftlichen Mechanismen hinter dem Opioidskandal und zeigt, wie einkommensschwache und marginalisierte Bevölkerungsgruppen, darunter Schwarze Amerikaner, besonders stark betroffen waren. Im Podcast-Kontext dient der Artikel als Hintergrund für George Floyds Oxycontin-Abhängigkeit infolge chronischer Rückenschmerzen.
Baseballschlägerjahre
Christian Bangel
Die Nachwendejahre waren besonders in Ostdeutschland von rechter Gewalt geprägt. Unsere Serie "Baseballschlägerjahre" erzählt von einer Zeit, die bis heute nachwirkt.
Becoming Black
Ines Johnson-Spain · 2019
In den 1960er Jahren erzählt ein weißes Ehepaar, das in Ostdeutschland lebt, seinem dunkelhäutigen Kind, dass seine Hautfarbe nur ein Zufall sei. Als Teenager entdeckt es zufällig die Wahrheit. Jahre zuvor kam eine Gruppe afrikanischer Männer zum Studieren in ein nahe gelegenes Dorf. Sigrid, eine ostdeutsche Frau, verliebte sich in Lucien aus Togo und wurde schwanger. Doch sie war bereits mit Armin verheiratet. Das Kind ist die togolesisch-ostdeutsche Filmemacherin Ines Johnson-Spain.
Between the World and Me
Ta-Nehisi Coates · 2015
Between the World and Me is a 2015 nonfiction book written by American author Ta-Nehisi Coates and published by Spiegel & Grau. It is written as a letter to the author's teenage son about the feelings, symbolism, and realities associated with being Black in the United States. Coates recapitulates American history and explains to his son the "racist violence that has been woven into American culture." Coates draws from an abridged, autobiographical account of his youth in Baltimore, detailing the...
Black and Female
Tsitsi Dangarembga · 2023
The first wound for all of us who are classified as “black” is empire. In Black and Female, Tsitsi Dangarembga examines the legacy of imperialism on her own life and on every aspect of black embodied African life. This paradigm-shifting essay collection weaves the personal and political in an illuminating exploration of race and gender.
Born a Crime
Trevor Noah · 2016
WINNER OF THE THURBER PRIZE The compelling, inspiring, (often comic) coming-of-age story of Trevor Noah, set during the twilight of apartheid and the tumultuous days of freedom that followed. One of the comedy world's brightest new voices, Trevor Noah is a light-footed but sharp-minded observer of the absurdities of politics, race and identity, sharing jokes and insights drawn from the wealth of experience acquired in his relatively young life.
Briefwechsel zwischen Hannah Arendt und James Baldwin
Hannah Arendt / James Baldwin · 2020
Die nachstehende Zeittafel zur Philosophiegeschichte ist eine zeitlich geordnete Liste ausgewählter Philosophen. Sie ermöglicht eine Schnellorientierung zur Geschichte der Philosophie. Zur Einführung in philosophisches Denken ist die Zeittafel ungeeignet, da sie nur verkürzende Stichwörter enthält. Tatsächliche Inhalte und Begründungen der einzelnen Positionen kann man nur in der Auseinandersetzung mit den einzelnen Philosophen und ihrem Werk erschließen.
Danton-Inszenierung am Schauspielhaus Düsseldorf
Dantons Tod-Inszenierung des Düsseldorfer Schauspielhauses, die Gegenstand einer öffentlichen Rassismus-Debatte wurde. Ein schwarzer deutscher Schauspieler war beteiligt und die Inszenierung wurde zum konkreten Beispiel für diskutierte Fragen rund um Retraumatisierung, Safe Spaces und strukturelle Probleme im Kulturbetrieb. Das Stück illustriert den Konflikt zwischen künstlerischer Freiheit und dem Umgang mit sensiblen Themen auf der Bühne.
Der Tag, an dem ich sterben sollte
Said Etris Hashemi · 2024
Hanau, 19. Februar 2020: Ein Rechtsextremist erschießt an mehreren Tatorten neun Menschen aus rassistischen Motiven, weitere werden schwer verletzt. Unter ihnen der damals 23-jährige Said Etris Hashemi und sein 21-jähriger Bruder Said Nesar, sowie weitere Freunde. Etris wird am Hals getroffen, überlebt nur knapp. Sein Bruder stirbt vor Ort, jede Hilfe kommt zu spät. Wenige Sekunden, die alles verändern ― nicht nur im Leben der Betroffenen, sondern gesamtgesellschaftlich.
Deutschland Schwarz Weiß
Noah Sow
Das Buch „Deutschland Schwarz Weiss“ lädt Sie ein zu einem Selbsterkenntnis- und Sensibilisierungsprogramm, das Ihnen einiges abverlangt, das sie schockieren und verunsichern kann und bisweilen sogar wütend macht. Aber es lohnt sich. Nur wenn Sie die Augen nicht verschließen, können Sie einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass menschenverachtende Ideologien in Deutschland nie wieder mehrheitsfähig werden.
Deutschlandreise 1936
W. E. B. Du Bois · 2022
1936 reist der afroamerikanische Bürgerrechtler W. E. B. Du Bois nach Deutschland. Als Kritiker des Rassismus in den USA beobachtet er das Leben in der totalitären Diktatur und die Entrechtung der Juden. Seine Reportagen aus diesen Monaten erscheinen hier erstmals auf Deutsch. 1936 reist der afroamerikanische Soziologe W. E. B. Du Bois zu einem mehrmonatigen Forschungsaufenthalt ins nationalsozialistische Deutschland.
Die Abenteuer des Huckleberry Finn
Mark Twain · 2019
Huckleberry Finn und der Negersklave Jim flüchten aus verschiedenen Gründen per Floß den Mississippi hinab und erleben viele Abenteuer. Noch toller kommt es, als Huck seinem alten Freund Tom Sawyer begegnet. Ungekürzt und in neuer deutscher Rechtschreibung. Coverbild: John T Takai / Shutterstock.com
Die Anderen
Hadija Haruna-Oelker · 2022
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 in der Kategorie Sachbuch/Essayistik Hadija Haruna-Oelker, Journalistin, Politikwissenschaftlerin und Moderatorin beschäftigt sich seit langem mit Rassismus, Intersektionalität und Diskriminierung. Sie ist davon überzeugt, dass wir alle etwas von den Perspektiven anderer in uns tragen. Dass wir voneinander lernen können. Und einander zuhören sollten.
Die Jüngste Gemeinsame Sorge
Hadija Haruna-Oelker · 2022
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 in der Kategorie Sachbuch/Essayistik Hadija Haruna-Oelker, Journalistin, Politikwissenschaftlerin und Moderatorin beschäftigt sich seit langem mit Rassismus, Intersektionalität und Diskriminierung. Sie ist davon überzeugt, dass wir alle etwas von den Perspektiven anderer in uns tragen. Dass wir voneinander lernen können. Und einander zuhören sollten.
Dissertation über die Vorgeschichte von Rosa Parks
Die Analyse korrigiert das vereinfachte Bild von Rosa Parks als spontan handelnde Einzelperson. Basierend auf einer US-amerikanischen Dissertation wird gezeigt, dass Parks eine politische Vorgeschichte als Rechercheurin für Bürgerrechtsgruppen hatte, wo sie Fälle von sexualisierter Gewalt gegen schwarze Frauen dokumentierte. Sie wurde bewusst als Symbolfigur der Bürgerrechtsbewegung ausgewählt, nicht zufällig zur Ikone.
Ein Artikel über Erfurt 1975
Daniel Schulz
Vor 50 Jahren jagten mehrere hundert Menschen algerische Vertragsarbeiter durch Erfurt – doch aus dem öffentlichen Bewusstsein ist das wie ausradiert. Was erzählen die Männer, die sich damals wehrten?
Ein vorbildlicher Deutscher
Der Artikel behandelt die mediale Darstellung von Ermias Mulugeta, dem Opfer eines Angriffs in Potsdam 2006. Der Stern wird kritisiert, weil er das Opfer unkritisch als vorbildlich und tugendhaft darstellt, statt eine ausgewogene journalistische Perspektive zu bewahren. Dies wird als Beispiel für die problematische Heiligsprechung von Opfern in der Berichterstattung analysiert.
Erstes Buch von Jasmina Kuhnke
Jasmina Kuhnke · 2021
Jasmina Kuhnke ist eine unüberhörbare Stimme im Kampf gegen Rassismus in diesem Land. In ihrem ersten Roman erzählt sie davon, was es mit einem macht, immer aufzufallen. Die Protagonistin ihres Buches, eine Schwarze Ich-Erzählerin, wächst am Rande des Ruhrgebiets auf, in den neunziger Jahren. Zu Hause wütet ein gewalttätiger Stiefvater, in der Schule gibt es wenig Unterstützung, dafür viel Ausgrenzung. Auf einem Kindergeburtstag steht beim Klingelstreich plötzlich ein Neonazi in der Tür.
Frei wie nie zuvor
Anne Kunze
Seit sieben Jahren ist der True-Crime-Podcast "ZEIT Verbrechen" erfolgreich - ins Leben gerufen von Sabine Rückert, der wohl bekanntesten Kriminalreporterin Deutschlands. Nun hat Rückert die Leitung an ihre Kollegin Anne Kunze übergeben.
Gegen den Hass
Carolin Emcke · 2016
Carolin Emcke, eine der wichtigsten Intellektuellen der Gegenwart, äußert sich in ihrem engagierten Essay ›Gegen den Hass‹ zu den großen Themen unserer Zeit: Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit. In der zunehmend polarisierten, fragmentierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt.
Geschichte über einen schwarzen und weißen Polizisten in Stamford, Connecticut
Anne Kunze
Eine Reportage von Anne Kunze über zwei Polizisten in Stamford, Connecticut – einen schwarzen und einen weißen. Sie zeigt, wie der Fall George Floyd die Kommunikation zwischen den Beamten verändert hat. Während sie vorher nie über Politik sprachen, wurden solche Gespräche danach unvermeidlich. Der Artikel illustriert die gespaltenen Verhältnisse innerhalb der Polizeibehörde nach Floyd.
Go Set a Watchman (Gehe hin, stelle einen Wächter)
Harper Lee · 2015
An historic literary event: the publication of a newly discovered novel, the earliest known work from Harper Lee, the beloved, bestselling author of the Pulitzer Prize-winning classic, To Kill a Mockingbird. Originally written in the mid-1950s, Go Set a Watchman was the novel Harper Lee first submitted to her publishers before To Kill a Mockingbird. Assumed to have been lost, the manuscript was discovered in late 2014.
I Have a Dream
Martin Luther King · 1993
Contains 20 of King's most memorable writings and speeches. Selections are arranged chronologically, with headnotes for each selection that give a running history of the Civil Rights Movement and related events. Includes photos.
Identitätskrise
Alice Hasters
In ihrem neuen Buch analysiert Alice Hasters die Funktionsweise von Identität in westlichen Gesellschaften und untersucht die aktuelle Identitätskrise. Aufbauend auf ihrem erfolgreichen Werk über Rassismus bietet die renommierte Autorin eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Frage, wie Gesellschaften ihre kollektive Identität verlieren und wie dies die heutige Debattenkultur prägt.
Intelligence: Knowns and Unknowns
American Psychological Association
"Intelligence: Knowns and Unknowns" ist ein wissenschaftlicher Report der American Psychological Association, der die Forschung zur menschlichen Intelligenz und ihre Grenzen analysiert. Der Report wird häufig zitiert, wenn es um die umstrittenen Debatten zum Zusammenhang zwischen IQ und Rasse geht. Im Podcast wird erwähnt, dass ein Autor eines Oxford-Buches auf diesen Report verweist, anstatt selbst zu dieser sensiblen Thematik Stellung zu nehmen – ein Ausweichmanöver, das die Verantwortung für kontroverse Aussagen auf externe Quellen verschiebt.
Interview David Bowie bei MTV
David Bowie
In einem wegweisenden Interview von 1983 kritisiert David Bowie MTV scharf dafür, schwarze Musikartisten zu marginalisieren. Der Musikstar konfrontiert den Interviewer direkt mit der Frage, warum der Sender so wenig schwarze Musik ausstrahlt. Dieser Moment wird als bedeutendes Beispiel für den strukturellen Rassismus bei MTV und in der Musikindustrie der 1980er Jahre betrachtet und zeigt frühen Aktivismus gegen Diskriminierung im Mainstream-Fernsehen.
Interview mit Bela B Felsenheimer
Der Artikel behandelt ein Interview mit Bela B, in dem er über seinen Onkel, einen Polizisten, und dessen positive Auswirkungen auf sein Leben berichtet. Der Musiker beschreibt, wie dieser Onkel ihn in der Jugend vor rassistischen Tendenzen bewahrte und eine wichtige Stütze in seiner Familie darstellte.
Interview mit Boris Palmer
Artikel über die Kontroverse um rassistische Äußerungen von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Der Grünen-Politiker verwendete bei einer Universitätsveranstaltung das N-Wort und verglich die folgende Kritik mit der Verfolgung von Juden in der NS-Zeit. Das ZEIT-Interview behandelt die Krise und Palmers umstrittene Reaktion darauf.
Interview mit Paul Auster in Die Zeit
In diesem Interviewpodcast mit dem amerikanischen Autor Paul Auster diskutiert Jochen Wegner über die Geschichte der Vereinigten Staaten, Austers Werdegang als Schriftsteller und die Bedeutung seiner Ehe. Dabei wird ein früheres Interview aus der ZEIT thematisiert, in dem es um die Beziehung zwischen Bildung und Rassismus ging. Auster korrigiert ein Missverständnis und erklärt, dass allein Bildung Rassismus nicht beseitige, aber die Kenntnis der Geschichte zu mehr Mitgefühl führen könne.
Irre von Shio
Doris Dörrie schildert ihre Erfahrungen als Schauspielerin am Dramastudio in Stockton, wo sie aufgrund ihres Akzents wiederholt auf Rollen als Sexarbeiterin besetzt wurde. Das Stück "Irre von Shio" dient ihr als konkretes Beispiel für diese prägende Typologisierung und die rassistische Castingpraxis ihrer frühen Karriere. Die Episode verdeutlicht systematische Diskriminierung im Theater und die Auswirkungen von Akzent auf Rollenverteilung.
James
Percival Everett · 2025
« Ces gamins blancs, Huck et Tom, m’observaient. Ils imaginaient toujours des jeux dans lesquels j’étais soit le méchant soit une proie, mais à coup sûr leur jouet. [...] On gagne toujours à donner aux Blancs ce qu’ils veulent. » Qui est James ? Le jeune esclave illettré qui a fui la plantation ? Ou cet homme cultivé et plein d’humour qui se joue des Blancs ? Percival Everett transforme le personnage de Jim créé par Mark Twain, dans son roman Huckleberry Finn, en un héros inoubliable.
Kluft und Liebe
Josephine Abrakou
Das Buch untersucht biracial Beziehungen und klärt die Frage, welche Verantwortung nicht-betroffene Partner in diesen Partnerschaften tragen. Es bietet eine Perspektive darauf, welche Rolle privilegierte Partner bei der Bekämpfung von Rassismus in Beziehungen spielen sollten.
Leipziger Autoritarismus-Studie
Die Leipziger Autoritarismus-Studie untersucht Einstellungsmuster zu Rassismus und Autoritarismus in der deutschen Gesellschaft. Die Erkenntnisse zeigen, dass extreme politische Einstellungen zwar rückläufig sind, menschenfeindliche Einstellungen als Vorstufen jedoch stabil bleiben oder steigen. Sie dokumentiert damit wichtige Trends gesellschaftlicher Polarisierung.
Mach nicht so traurige Augen, du kleines N.
Marie Nejar · 2017
Viel zu oft neigen weiße Frauen dazu, Feminismus eindimensional und Unterdrückung singulär zu begreifen. Was fehlt, ist das Verständnis, dass Schwarze Frauen und Women of Color unterschiedlichen Formen von Unterdrückung gleichzeitig ausgesetzt sind. In diesem Buch zeigt Natasha A. Kelly, wie Elitedenken und rassistische Vorurteile seit Langem den westlichen feministischen Diskurs bestimmen und so einen für alle offenen Feminismus verhindern.
Mama, bitte lerne Deutsch
Tassilo Dürgen
Noch bevor Tahsim Durgun die Grundschule abschließt, muss er für seine Mutter die Abschiebebescheide entziffern, begleitet sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen und verliest Aldi-Kataloge am Fliesentisch. So wie Tahsim geht es vielen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und gleichzeitig einen Platz finden müssen in einem oft feindseligen Land. Schreiben sie die besten Noten, bekommen sie trotzdem nur eine Hauptschulempfehlung.
Memoir von Tupoka Ogette
Tupoka Ogette · 2026
Die bewegenden Erinnerungen von Bestsellerautorin Tupoka Ogette: »Selten liest man Texte, die mit so offenem, ehrlichem Herzen geschrieben sind ...« Alice Hasters »So beginnt meine Geschichte. Als Tochter einer weißen Frau und eines Schwarzen Mannes. Zwischen Sange, Südtansania, und Gera, Thüringen. Zwischen kolonialer Vergangenheit und DDR-Diktatur.« Tupoka Ogette schreibt von der Suche nach Zugehörigkeit, vom Leben im Widerspruch, im Dazwischen.
Monument Lab Studie
Monument Lab
Systematische Analyse von fast 50.000 öffentlichen Denkmälern in den USA, die dokumentiert, wem Amerika Statuen setzt. Die Studie zeigt, dass Denkmäler fast ausschließlich weiße, wohlhabende Männer darstellen und offenbart damit Muster von historischer Sichtbarkeit und kultureller Erinnerung.
Mäcki-Figuren
Wilhelm Petersen
Comic-Figuren des SS-Malers Wilhelm Petersen, ab 1945 in der Zeitschrift Hör zu veröffentlicht. Ein eigenständiges künstlerisches Werk, mit dem sich Petersen nach dem Krieg als Illustrator neu erfand und das die Ästhetik seiner Zeit prägte.
München
Ketka
Song über Alltagsrassismus und alltägliche Vorurteile. Nach sieben Jahren Rückkehr mit zeitgenössischem, politischem Statement. Stark emotionaler und gesellschaftskritischer Track, Teil einer neuen, politisch engagierten Platte.
NDR-Reportage über Blackfacing in Holland
NDR-Reportage über die Zwarte-Piet-Tradition in den Niederlanden und die damit verbundene Blackfacing-Problematik. Die Reportage beleuchtet diese umstrittene kulturelle Praxis, ihre historischen Wurzeln und die gesellschaftliche Debatte um rassistische Elemente in Festtraditionen.
Nachwendekindheit (Reportage)
Daniel Schulz
Daniel Schulz schildert in seiner preisgekrönten Reportage seine Nachwendekindheit und thematisiert dabei detailliert die Rassismen und den Antisemitismus, mit denen er aufwuchs. Als Kind einer Funktionseliten-Familie — sein Vater war Offizier — erlebte er den Zusammenbruch der DDR anders als andere ostdeutsche Generationen. Die Reportage beleuchtet die persönlichen und ideellen Folgen der Wende für seine Familie und die Diskriminierungserfahrungen seiner Kindheit.