Für mich ist jede Liebe segnenswert
Roman Pletter, Mariam Lau & Markus Söder
Eine Woche vor der Bundestagswahl 2021 treffen Roman Pletter und Mariam Lau den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in München — bei historisch schlechten Umfragewerten für die Union. Söder gibt sich betont gefasst und zuversichtlich, spricht von einer Stimmungswende in letzter Minute, während Lau beobachtet, wie sehr ihn die Corona-Krise als Politiker verändert hat: vom ehrgeizigen Sprücheklopfer zum ernsteren Regierungschef.
„Wenn du morgens aufwachst mit den Zahlen, wie viele Leute gestorben sind und die Zahl der Toten hängt eventuell irgendwo damit zusammen, was du als Politiker machst — ich glaube, dass das eine sehr ernüchternde und erschütternde Erfahrung ist, die einen auch so ein bisschen davon heilt, zu frivol zu sein.“
Erwähnte Medien (1)
Gastbeitrag in der FAZ: 'Wer hat, dem wird gegeben'
Der FAZ-Gastbeitrag kritisiert die Steuerpläne der Union unter Söder, wonach wohlhabende Haushalte stärker profitieren als Geringverdiener. Der Autor kommentiert diese Schiefverteilung mit der Formel "Wer hat, dem wird gegeben" und wirft der CSU vor, die mittleren und unteren Einkommensschichten aus dem Blick verloren zu haben.
🗣 Roman Pletter zitiert daraus bei ⏱ 00:11:45 „In einem Gastbeitrag in der FAZ war letztens zu lesen, wer hat, dem wird gegeben. Also so wurden diese Pläne kommentiert. Haben Sie die Leberkäs-Etage aus dem Blick verloren?“
Roman Pletter konfrontiert Söder mit Kritik an den Steuerplänen der Union, die wohlhabende Haushalte stärker entlasten würden als geringere Einkommen. Er zitiert einen FAZ-Gastbeitrag, der diese Schieflage mit dem Satz 'Wer hat, dem wird gegeben' kommentierte, und fragt Söder, ob die Union die einfachen Leute aus dem Blick verloren habe.