ZEIT Bühne – Ein falsch formulierter Satz kann zum Problem werden
#042

Ein falsch formulierter Satz kann zum Problem werden

ZEIT Bühne / 13. Juni 2023 / 2 Medien

Roman Pletter, Giovanni di Lorenzo & Juli Zeh

Die ZEIT feiert ihr 77-jähriges Jubiläum mit einer Sonderausgabe – und Juli Zeh ist zu Gast, um über ihren neuen Roman "Zwischenwelten" zu sprechen, in dem eine Hamburger Wochenzeitung eine zentrale Rolle spielt. Der Chefredakteur heißt darin "Flori Sota", stammt angeblich aus Albanien und emigrierte mit zwölf nach Deutschland – eine kaum verschlüsselte Hommage an Giovanni di Lorenzo, der tatsächlich mit zehn aus Rom nach Hannover kam. Juli Zeh, einst berühmt für eine legendäre Standpauke bei einer ZEIT-Redaktionskonferenz, trifft nun literarisch auf den Mann, den sie porträtiert hat.

„Flori kommt aus Albanien und ist erst mit zwölf nach Deutschland emigriert. Keine Ahnung, wer das sein könnte.“
🗣 Juli Zeh

Erwähnte Medien (2)

Zwischenwelten

Zwischenwelten

Juli Zeh

Ein Journalist bei einer Hamburger Wochenzeitung schreibt einer Landwirtin aus Brandenburg. Der Roman verwebt diese ungewöhnliche Korrespondenz zwischen Medienelite und Provinz mit scharfsinnigen Beobachtungen zur deutschen Gegenwart und gesellschaftlichen Gegensätzen.

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:02:57 „Und sie schreibt große Romane. Und jetzt ihr neustes Werk, Zwischenwelten, handelt von einer Hamburger, unter anderem auch von einer Hamburger Wochenzeitung. Da bin ich aufmerksam geworden. Und zwar ein Journalist, der bei dieser Wochenzeitung arbeitet, schreibt einer Landwirtin aus Brandenburg.“

Juli Zehs neuester Roman wird ausführlich vorgestellt, inklusive einer Leseprobe. Das Buch handelt von einem Journalisten bei einer Hamburger Wochenzeitung, der einer Landwirtin aus Brandenburg schreibt — eine Konstellation, die augenzwinkernd Parallelen zur Zeit und zu Giovanni di Lorenzo nahelegt. Der Chefredakteur im Roman trägt unverkennbare Züge di Lorenzos, was auf der Bühne für Heiterkeit sorgt.

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Porträt über Juli Zeh

Porträt über Juli Zeh

Porträt der Schriftstellerin Juli Zeh, die als eine der profiliertesten und am meisten intervenierenden Autorinnen Deutschlands gilt. Der Artikel beleuchtet ihre intellektuelle Haltung und ihren Mut, gegen den Strom zu schwimmen und nie mit den Wölfen zu heulen. Zeh wird in die Tradition großer deutscher Schriftsteller wie Heinrich Böll und Günter Grass gestellt, die sich mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzen.

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:13:37 „Also in der Zeit, in einem sehr langen Porträt, das über Sie erschienen ist, stand ein Satz, der stimmen muss, weil er ja in der Zeit stand, dass Sie eine der Schriftstellerinnen sind, die am meisten intervenieren und dann sind Sie in eine Reihe gestellt worden mit Heinrich Böll und Günter Grass.“

Roman Pletter zitiert aus einem ausführlichen Porträt über Juli Zeh in der Zeit, in dem sie als eine der am stärksten intervenierenden Schriftstellerinnen Deutschlands gewürdigt und in eine Reihe mit Heinrich Böll und Günter Grass gestellt wird. Er nutzt das Zitat als Überleitung, um ihre Haltung zu loben, nie mit den Wölfen zu heulen.

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