Mose droht dem Pharao
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Mose kehrt nach dem Auftrag am brennenden Dornbusch widerwillig nach Ägypten zurück — mit Frau, Söhnen und dem Gottesstab auf dem Esel. Die Schwestern diskutieren, warum die Bibel ihre Propheten gerade nicht als strahlende Helden zeichnet, sondern als zweifelnde, sich zu klein fühlende Menschen, deren Schwächen offen benannt und überwunden werden. Dabei kündigt sich bereits der Konflikt mit dem Pharao an: Gott will dessen Herz verhärten, um ihn dann umso entschiedener zu besiegen.
„Darum sind die Geschichten auch so spannend, weil sie letztlich von dir und mir handeln und unseren Schwächen und wie wir sie überwinden oder auch nicht.“
Erwähnte Medien (4)
Hymnus auf die Ramses-Stadt
· 2025
HARTWIG ALTENMÜLLER: Zum Ursprung von Isis und Nephthys. AMIN A.M.A. AMER: Wentawat, Viceroy of Nubia, and his family. LEO DEPUYDT: Analyzing the use of idioms past (with special focus on sovereign Nubia). HANS-W. FISCHER-ELFERT: Die Ankunft des Königs nach ramessidischen Hymnen et cetera. HANS GOEDICKE: Das ägyptische Credo.
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 00:23:07 „Es gibt einen Hymnus, einen alten Hymnus auf die Ramses-Stadt, der hieß O König, wie schön ist der Tag deiner Anwesenheit, als du bautest Pyramesse, geliebt von Amun. Anfang eines jeden Fremdlandes und Ende von Ägypten, mit schönen Fenstern und leuchtenden Gemächern aus Lapislazuli und Malachit.“
Sabine Rückert zitiert einen altägyptischen Hymnus, der die Pracht der Ramses-Stadt Piramesse preist. Sie nutzt den Text, um die Größe und den Glanz der Stadt zu illustrieren, die Ramses II. im Nildelta errichten ließ — und damit die Dimension des Bauprojekts, für das die Israeliten Frondienst leisten mussten.
Artikel über Piramesse und Ramses II.
Piramesse war die Hauptstadt Ramses II. und eine der größten Städte der Antike, errichtet im Nildelta während der 19. Dynastie. Die Stadt zog Arbeitskräfte aus dem gesamten Nahen Osten an – semitische Bäcker, Schneider, Winzer und Kürschner belegen die multinationale Zusammensetzung der Bevölkerung. Der Spiegel-Artikel von 2016 beleuchtet die ökonomische Anziehungskraft des ägyptischen Pharaonenstaates sowie den Luxus der Residenzstadt, der in starkem Kontrast zu den brutalen Arbeitsbedingungen stand.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:25:18 „Im Spiegel habe ich einen Artikel gefunden, da heißt es folgendes. Die ökonomische Strahlkraft des Pharaonenstaates lockte Fachkräfte an. Semitische Bäcker strömten herbei, auch Schneider, Winzer und Kirschner.“
Sabine Rückert schildert die historische Größe der Ramses-Stadt Piramesse und zitiert ausführlich aus einem Spiegel-Artikel von 2016, der die multinationalen Arbeitskräfte, den Luxus der 19. Dynastie und die brutalen Arbeitsbedingungen beschreibt. Der Artikel dient ihr als Quelle, um die Dimension der ägyptischen Macht zu veranschaulichen, gegen die Mose antritt.
Artikel über die Mumie von Ramses II.
Der Artikel beschreibt die Mumie von Ramses II., die im Ägyptischen Museum in Kairo aufbewahrt wird. Er schildert detailliert das Aussehen der Mumie: den halb geöffneten Mund mit Zahnstümpfen, den braunen Schädel mit rot gefärbtem Haar sowie den ausgestopften Bauch. Außerdem werden die Einbalsamierungsmethoden der altägyptischen Priester erklärt, die den Leichnam ausnehmen und mit Füllmaterial versehen haben, um die Körperform zu erhalten. Der Artikel ist relevant als historisches Dokument über altägyptische Mumifizierungspraktiken am Beispiel eines der bekanntesten Pharaonen.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:27:51 „Da habe ich auch irgendwo einen Artikel gefunden, wo beschrieben wird, wie sie den ausnehmen und wie sie den wieder vollstopfen, also ausgestopft haben, damit der Bauch nicht einfällt. Der Mund mit den Zahnstümpfen ist halb geöffnet, am braunen Schädel klebt rot gefärbtes Haar.“
Sabine Rückert erwähnt einen ZEIT-Artikel von 1996, der die Mumie von Ramses II. im Ägyptischen Museum in Kairo beschreibt. Sie zitiert daraus Details über das Aussehen der Mumie und die Einbalsamierungsmethoden. Dies ist ein separater Artikel zum bereits gefundenen Spiegel-Artikel über Piramesse.
Eine kurze Geschichte der Menschheit
Yuval Noah Harari · 2024
Der Millionenseller jetzt aktualisiert und mit neuem Nachwort Vor 100.000 Jahren lebte Homo Sapiens als unbedeutende Spezies in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents. Heute ist der Mensch Herr und Schrecken des Planeten. Wie konnte es dazu kommen? In seiner fulminanten Reise von den Menschenaffen bis zum Cyborg entwirft Yuval Noah Harari mit seinem international gefeierten Bestseller »Sapiens - Eine kurze Geschichte der Menschheit« das große Panorama unserer eigenen Geschichte – ...
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 00:29:41 „Das habe ich auch wieder von Yuval Noah Harari, der beschreibt hier, und das ist jetzt sehr, sehr interessant. Darauf geht Yuval Noah Harari auch ein und beschreibt die Welt des Pharao als eine Welt der Konzerne. Also der Pharao ist ein Konzern, sagt er.“
Sabine Rückert liest eine lange Passage aus dem Buch vor, in der Harari erklärt, wie der Pharao als imaginäres Konstrukt – vergleichbar mit modernen Konzernen – zehntausende Arbeiter organisierte und so Pyramiden und Staudämme ohne moderne Technik errichten konnte. Sie nutzt das Zitat, um die Machtstrukturen im alten Ägypten zu veranschaulichen, die im Exodus-Text als Hintergrund der Sklaverei der Israeliten dienen.