Der Wunderheiler
Sabine Rückert, Andreas Sentker & Sebastian Kempkens
Sebastian Kempkens erzählt den Fall von Heinz-Peter K., einem 70-Jährigen mit Prostatakarzinom, der sich in die Hände eines selbsternannten Heilers begab — und in einer Ferienwohnung in Güstrow tot, blutverschmiert und an Schläuche angeschlossen aufgefunden wurde. Die Angehörigen wandten sich an die ZEIT, um aufzuklären, wie eine Krebsbehandlung derart tödlich enden konnte.
„Da sieht man in einer Ferienwohnung in Güstrow ein spärlich eingerichtetes Wohnzimmer, ein Bett, Korbsessel, eine weiße Couch und in der Mitte liegt ein toter Mann, der auf verschiedenste Art und Weise verkabelt ist.“
Erwähnte Medien (2)
Wahnsinnige Hoffnung
Sebastian Kempkens, Oliver Hollenstein
Im Dossier „Wahnsinnige Hoffnung" dokumentiert die ZEIT den Fall eines Krebspatienten, der an einer alternativen Krebsbehandlung starb. Die intensive Recherche von Sebastian Kempkels und Oliver Hollenstein zeigt ein fatales Experiment und die schwierige Arbeit, Beteiligte zum Reden zu bringen.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:04:48 „Es ist dann unter dem Titel Wahnsinnige Hoffnung im Dossier erschienen, aber ihr habt bestimmt ein Jahr dazu gebraucht.“
Der ZEIT-Dossier-Artikel bildet die Grundlage der gesamten Podcast-Episode. Sebastian Kempkens und sein Kollege Oliver Hollenstein haben über ein Jahr lang den Fall des an einer alternativen Krebsbehandlung verstorbenen Heinz-Peter K. recherchiert. Sabine Rückert erinnert sich an die lange Entstehungszeit und die Schwierigkeiten, Beteiligte zum Reden zu bringen.
Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer
Jules Verne
Ein Abenteuerroman über die geheimnisvollen Reisen des Kapitäns Nemo und seiner Besatzung an Bord des Unterseeeboots Nautilus. Das Schiff erforscht die unerforschten Tiefen der Ozeane, während es sich der menschlichen Zivilisation entzieht – eine Mischung aus technischer Innovation, Abenteuer und philosophischer Rebellion gegen die etablierte Ordnung.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:32:17 „Ein bisschen erinnert mich das alles an Jules Verne. Captain Nemo, der da sich selber ganz allein ein Unterseeboot baut. Und es gibt ja auch heute noch Leute, die in Garagen an Mondgefährten basteln, mit denen sie irgendwann mal dann in die Umlaufbahn.“
Sabine Rückert zieht einen literarischen Vergleich, um die Absurdität der Situation zu beschreiben: Ein Installateur im Rheinland recherchiert Krebsmedikamente für einen selbsternannten Forscher in Australien. Sie vergleicht dieses Trio mit Captain Nemo, der in völliger Isolation sein eigenes U-Boot baut – brillante Ambition gepaart mit totaler Realitätsferne.