ZEIT Verbrechen – Ein Fall von Selbstjustiz
#061

Ein Fall von Selbstjustiz

ZEIT Verbrechen / 11. August 2020 / 2 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker

Im Hamburger Stadtteil Eilbek wird 2004 ein junger Mann auf offener Straße von einer Gruppe anderer junger Männer erstochen — ein Fall, der als Selbstjustiz verhandelt wird. Sabine Rückert stieß über eine eigenartige Meldung auf den Fall und recherchierte die Hintergründe, die wie so oft bei Zeitverbrechen ganz andere waren, als der erste Blick vermuten ließ.

„Oft ist ja der Kern der Sache ein ganz anderer, als es zu sein scheint.“
🗣 Sabine Rückert

Erwähnte Medien (2)

Ümmüt wollte auspacken

Ümmüt wollte auspacken

Polizisten, die Drogen nehmen und mit Dealern zusammenarbeiten? Die Staatsanwaltschaft ermittelt in einem Drogen-Skandal um das Münchner Polizeipräsidium. Jetzt stellt sich heraus: Es ist womöglich alles noch viel schlimmer als gedacht.

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:04:18 „Ich habe dann in die Zeitungen reingeguckt, da stand dann, Ümmüt wollte auspacken, er hatte sich der Polizei als Kronzeuge angeboten, das war ein verhängnisvoller Fehler. Die anderen erfuhren davon und brachten ihn zum Schweigen. Das schrieb zum Beispiel die Hamburger Morgenpost.“

Sabine Rückert schildert, wie sie auf den Fall aufmerksam wurde. Sie las eine Meldung über die Messertat und recherchierte dann in Zeitungen weiter. Die Hamburger Morgenpost berichtete über den Fall mit der These, das Opfer sei als Kronzeuge getötet worden – eine Darstellung, die Rückert durch ihre eigene Recherche hinterfragen wollte.

Zum Artikel bei Morgenpost.de Details
Pietà

Pietà

Michelangelo

Marmorskulptur von Michelangelo (1498-1499), zeigt die trauernde Maria, die ihren toten Sohn Jesus hält. Ein Renaissance-Meisterwerk der Schmerz und tiefe mütterliche Trauer verkörpert. Im Podcast dient es als Vergleich für die erstarnte Trauer einer Mutter beim Prozess um den Mord an ihrem Sohn.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:15:59 „Ich weiß nicht, ob du die berühmte Pietà kennst. Natürlich. Diese wunderbare, trauernde Mutter, die sich über ihren toten Sohn neigt. Und so saß die auch da.“

Sabine Rückert beschreibt die Mutter des Opfers Ümit, die während des Prozesses im Gerichtssaal saß. Sie vergleicht deren Haltung – gebeugt, schwarz gekleidet, mit leerem Blick – mit Michelangelos berühmter Skulptur der trauernden Maria, die ihren toten Sohn hält. Der Vergleich verdeutlicht die tiefe Trauer und Erstarrung der Mutter.

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