Musik & Verbrechen – Die Serienmörderin Martha Marek
Sabine Rückert, Andreas Sentker
Live-Folge aus dem großen Sendesaal des rbb: Die Reihe Musik und Verbrechen widmet sich der in Deutschland weitgehend unbekannten österreichischen Serienmörderin Martha Marek, musikalisch begleitet vom Ensemble Randgruppe mit Bassposaune, Harfe, Piccoloflöte und Schlagzeug. Arrangeur Dirk Wehtmann und Frauke Rost lassen Johann Strauß auf Ennio Morricone treffen, und ein tödliches Spiel an der schönen blauen Donau verrät schon zu Beginn, in welcher Stadt der Fall spielt.
„Johann Strauß trifft auf Ennio Morricone und Anton Karas ist der dritte Mann.“
Erwähnte Medien (9)
Artikel in der Neuen Freien Presse zum Freispruch der Mareks
Felix Salten
Felix Salten kommentierte 1927 in der Wiener Qualitätszeitung Neue Freie Presse den Freispruch der Familie Marek in einem aufsehenerregenden Versicherungsbetrugsprozess. Salten begrüßte das Urteil als menschlich geboten und Ausdruck des Volksempfindens. Er argumentierte, der Freispruch sei eine Herzensangelegenheit und eine Forderung der Menschlichkeit gewesen. Der Artikel zeigt, wie die damalige Wiener Presse und Öffentlichkeit dem Angeklagten gegenüber sympathisch eingestellt waren.
🗣 Andreas Sentker zitiert daraus bei ⏱ 00:55:56 „Also Felix Salten schreibt in der Neuen Freien Presse. Und man muss sagen, in Wien zu der Zeit galt die Neue Freie Presse als Qualitätsmedium. Er schreibt, ein anderes Urteil als der Freispruch konnte nicht gefällt werden. Es war eine Sache des Herzens, eine Forderung der Menschlichkeit.“
Im Zusammenhang mit dem Freispruch der Mareks im Versicherungsbetrugsprozess von 1927 wird ein Zeitungsartikel von Felix Salten in der Neuen Freien Presse zitiert. Salten begrüßt den Freispruch als Ausdruck des Volksempfindens und der Menschlichkeit. Die Passage illustriert, wie stark die öffentliche Sympathie auf Seiten des Ehepaars Marek war.
Carmen
Georges Bizet
Carmen ist eine der bekanntesten Opern überhaupt und erzählt die leidenschaftliche, tragische Geschichte der Zigeunerin Carmen und des Soldaten Don José. Die Oper von Georges Bizet fasziniert Generationen von Publikum mit ihrer intensiven Musik und dramatischen Handlung. Maiwald wirkte als Statist in Produktionen dieser Oper mit und erlebte hautnah die Bühnenwelt – eine Erfahrung, die sein Interesse an Theater und Bühnentechnik nachhaltig prägte.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:58:34 „Carmen tanzt nicht mehr Tango, wenn die Leidenschaft zum Verbrechen führt. Das passt gut zum abgehackten Fuß.“
Andreas Sentker spielt auf Bizets Oper Carmen an, in der Leidenschaft zu einem Verbrechen führt. Er zieht eine humorvolle Parallele zum Fall Martha Marek und dem abgehackten Fuß ihres Mannes. Die Anspielung leitet eine Musikpause ein.
Skyfall
Adele
Skyfall (von englisch sky ‚Himmel‘ und fall ‚Fall‘, ‚Sturz‘) ist ein britischer Agententhriller. Darin wird der Geheimagent James Bond mit dem ehemaligen Geheimdienstmitglied Raoul Silva konfrontiert, der Bonds Vorgesetzte M töten will. Skyfall ist der 23. Film der originalen James-Bond-Reihe von Eon Productions. Er erschien zum 50. Jubiläum der Bond-Filmreihe und wurde am 23. Oktober 2012 in London uraufgeführt. Die deutschsprachige Premiere war am 30. Oktober 2012 in Berlin.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 01:11:32 „Schubert trifft auf Skyfall. Die berühmte Melodie zu der Titelsequenz von James Bond hat Adele geschrieben.“
Andreas Sentker kommentiert ein Musikstück, das in der Pause des Podcasts gespielt wurde, als Mischung aus Schubert und dem James-Bond-Titelsong Skyfall von Adele. Die Erwähnung dient als musikalische Überleitung zwischen den Erzählabschnitten des Kriminalfalls.
Musik (im Arrangement 'Rache im Viervierteltakt')
Franz Schubert
Klassisch-modernes Arrangement, das eine Schubert-Komposition mit Adeles ikonischem James-Bond-Thema „Skyfall" verschmilzt. Das Nebeneinander zweier musikalischer Welten – von der romantischen Klassik zur zeitgenössischen Populärmusik – erzeugt eine einzigartige Spannung zwischen Tradition und Gegenwart.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 01:11:32 „Schubert trifft auf Skyfall. Die berühmte Melodie zu der Titelsequenz von James Bond hat Adele geschrieben.“
Andreas Sentker erläutert die musikalischen Quellen eines Arrangements der Randgruppe. Schubert-Musik wurde mit Adeles Skyfall-Melodie kombiniert. Der genaue Schubert-Titel wird nicht genannt, aber seine Musik ist klar als Bestandteil des Arrangements identifiziert.
Tatort-Intro
Klaus Doldinger
Ikonisches Tatort-Intro aus den 1970ern – eine atmosphärische Spannungsmusik, die das deutsche Krimi-Fernsehen definierte. Das Stück kombiniert dramatische Streicher mit elektronischen Elementen und wurde in einer Pauseneinspielung als Teil eines Melodien-Mashups erkannt. Ein Klassiker der Fernsehgeschichte.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 01:28:33 „Klaus Doldingers Startout-Intro haben Sie bestimmt erkannt, den Mozart zwischendurch auch. Aber haben Sie auch gemerkt, dass hier die schrillen Violinen aus der Duschszene von Psycho...“
Andreas Sentker löst auf, welche Musikstücke in der Pauseneinspielung zu hören waren. Klaus Doldingers berühmtes Tatort-Intro (im Transkript als 'Startout-Intro' verschrieben) wird als erstes erkanntes Element genannt. Die Einspielung war offenbar ein Mashup verschiedener bekannter Melodien.
Psycho
Alfred Hitchcock · 1960
Die Sekretärin Marion Crane unterschlägt 40.000 Dollar und macht auf ihrer Flucht in einem abgelegenen Motel Station, das der eigentümliche Norman Bates leitet, der mit seiner Mutter im Haus neben dem Motel lebt. Als Marion sich frisch machen will, wird sie während des Duschens erstochen. Nachdem ein Privatdetektiv, der ihre Spur gefunden hatte, ebenfalls verschwindet, begeben sich Marions Freund Sam und ihre Schwester Lila auf die Suche. Im Bates Motel machen sie eine grausige Entdeckung.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 01:28:33 „Aber haben Sie auch gemerkt, dass hier die schrillen Violinen aus der Duschszene von Psycho... Die gibt es jetzt auch.“
Andreas Sentker weist auf die ikonischen schrillen Violinen aus der Duschszene von Hitchcocks Psycho hin, die in die Musikeinspielung eingebaut wurden. Die Erwähnung passt thematisch zum Kriminalfall – Mord und Schrecken – und dient als spielerische Anspielung auf das Genre.
Musik (im Arrangement zu Psycho/Tatort und Pink Panther)
Wolfgang Amadeus Mozart
Klassisches Musikstück, das in modernen Arrangements zitiert wird – kombiniert mit Filmmusik-Elementen aus Psycho, Tatort und Pink Panther. Zeigt die Verschmelzung von barocker Eleganz mit zeitgenössischer Popkultur.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 01:28:33 „Klaus Doldingers Startout-Intro haben Sie bestimmt erkannt, den Mozart zwischendurch auch. Aber haben Sie auch gemerkt, dass hier die schrillen Violinen aus der Duschszene von Psycho...“
Andreas Sentker erläutert die verschiedenen Zitate in den Arrangements der Randgruppe. Mozart-Musik taucht in mindestens zwei Arrangements auf – einmal zusammen mit dem Tatort-Intro und Psycho, und ein zweites Mal in Kombination mit Henry Mancinis Pink Panther.
Pink Panther
Henry Mancini · 2013
Meisterdiebe im Diamantenfieber – Die Geschiche der Pink Panther erzählt temporeich, in Thriller-Manier, die Geschichte der weltweit erfolgreichsten Diamantendiebe, der “Rosaroten Panther”. Seit ihrem kühnen Raubüberfall auf den Juwelier Graff in der Londoner New Bond Street im Jahr 2003, bei dem sie mit Diamanten in Wert von 30 Millionen Dollar untertauchten, haben die “Panther” weltweit mehr als 150 Überfälle geplant und durchgeführt.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 01:52:04 „Die Randgruppe des Deutschen Symphonieorchesters mit Pink Panther, einer Begegnung von Mozart und Henry Mancini.“
Die Pink-Panther-Melodie von Henry Mancini wird als letztes Arrangement des Abends gespielt
Pink Panther
Henry Mancini
Als Pink-Panther-Reihe bezeichnet man die US-amerikanischen Spielfilme, die ab 1963 entstanden sind und den Pariser Polizeiinspektor Jacques Clouseau zur Hauptfigur haben. Clouseau, als Figur von Regisseur Blake Edwards erfunden, wurde ursprünglich von Peter Sellers gespielt.
🗣 Andreas Sentker erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:53:12 „Die Randgruppe des Deutschen Symphonieorchesters mit Pink Panther, einer Begegnung von Mozart und Henry Mancini.“
Zum Abschluss der Live-Veranstaltung spielt die Randgruppe des Deutschen Symphonieorchesters ein Arrangement, das Henry Mancinis Pink-Panther-Thema mit Mozart verbindet. Das Stück dient als musikalischer Ausklang des Abends.