ZEIT Verbrechen – Eine Polizei, die ihre Bürger vor laufenden Kameras umbringt
#357

Eine Polizei, die ihre Bürger vor laufenden Kameras umbringt

ZEIT Verbrechen / 20. Januar 2026 / 4 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker & Kerstin Kohlenberg

Am 25. Mai 2020 rief der Besitzer eines Minnesoter Supermarkts die Polizei wegen eines mutmaßlichen Falschgeldscheins — und löste damit eine Kette von Ereignissen aus, die die USA in Brand setzen sollte. Kerstin Kohlenberg, ehemalige Amerika-Korrespondentin der ZEIT, rekonstruiert Minute für Minute, wie aus einem Bagatellfall der Tod von George Floyd wurde, gefilmt aus dutzenden Winkeln und trotzdem folgenärmer als erhofft.

„Wo warst du, als George Floyd starb? So kann man fast sagen.“
🗣 Daniel Müller

Erwähnte Medien (4)

Artikel über die Pharmaindustrie in Amerika

Artikel über die Pharmaindustrie in Amerika

Anne Kunze

Anne Kunze untersucht in dem Stück, wie US-Pharmaunternehmen – allen voran Purdue Pharma mit OxyContin – gezielt Verschreibungspraktiken beeinflussten und so eine Opioidkrise auslösten, die Millionen Amerikaner in die Abhängigkeit trieb. Der Artikel beleuchtet die strukturellen und wirtschaftlichen Mechanismen hinter dem Opioidskandal und zeigt, wie einkommensschwache und marginalisierte Bevölkerungsgruppen, darunter Schwarze Amerikaner, besonders stark betroffen waren. Im Podcast-Kontext dient der Artikel als Hintergrund für George Floyds Oxycontin-Abhängigkeit infolge chronischer Rückenschmerzen.

🗣 Kerstin Kohlenberg referenziert bei ⏱ 00:11:38 „Du hast ja selbst mal ein großes Stück darüber geschrieben, wie die Pharmaindustrie in Amerika die Leute systematisch abhängig macht. Und das trifft natürlich auch viele Schwarze und unter anderem ihn.“

Daniel Müller verweist auf einen früheren Artikel von Anne Kunze über die systematische Abhängigmachung durch die US-Pharmaindustrie, als es um George Floyds Oxycontin-Abhängigkeit und Rückenschmerzen geht. Titel und Publikationsort werden nicht genannt.

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G Artikel

Geschichte über einen schwarzen und weißen Polizisten in Stamford, Connecticut

Anne Kunze

Eine Reportage von Anne Kunze über zwei Polizisten in Stamford, Connecticut – einen schwarzen und einen weißen. Sie zeigt, wie der Fall George Floyd die Kommunikation zwischen den Beamten verändert hat. Während sie vorher nie über Politik sprachen, wurden solche Gespräche danach unvermeidlich. Der Artikel illustriert die gespaltenen Verhältnisse innerhalb der Polizeibehörde nach Floyd.

🗣 Kerstin Kohlenberg referenziert bei ⏱ 00:17:25 „Ich habe mal eine Geschichte über einen schwarzen und weißen Polizisten in Stamford, Connecticut geschrieben. Und da war das auch so, dass der schwarze Polizist sagte, vor George Floyd haben wir nie über Politik geredet.“

Im Gespräch über die Dynamik innerhalb der Polizei und wie der Fall George Floyd das Verhältnis zwischen Polizisten verändert hat, erwähnt Anne Kunze eine eigene Reportage über zwei Polizisten in Stamford, Connecticut, die das gespaltene Verhältnis innerhalb der Polizei nach Floyd illustriert.

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Frei wie nie zuvor

Frei wie nie zuvor

Anne Kunze

Seit sieben Jahren ist der True-Crime-Podcast "ZEIT Verbrechen" erfolgreich - ins Leben gerufen von Sabine Rückert, der wohl bekanntesten Kriminalreporterin Deutschlands. Nun hat Rückert die Leitung an ihre Kollegin Anne Kunze übergeben.

🗣 Andreas Sentker empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:49:22 „Einer von den Menschen, die du oft gesehen hast, du hast vorhin schon gesagt, du hast ein Buch über ihn geschrieben, ist Hawk Newsom. Und ich lese mal den Anfang eines Textes über Newsom vor, der heißt »Frei wie nie zuvor« und der beginnt so. Nach einer weiteren langen, wütenden Nacht in Amerika wacht Hawk Newsome in seinem Hotelzimmer in Minneapolis auf und ist glücklich.“

Daniel Müller liest den Anfang eines Textes von Anne Kunze über den Black-Lives-Matter-Aktivisten Hawk Newsome vor, der die Nacht der Proteste nach George Floyds Tod in Minneapolis beschreibt. Der Text schildert Newsomes euphorisches Gefühl angesichts der landesweiten Proteste, die als die größten seit der Ermordung Martin Luther Kings 1968 beschrieben werden. Müller liest eine längere Passage vor, um Kunzes journalistische Arbeit zu diesem Thema einzuführen.

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Die Bibel

Die Bibel

Die Bibel als Klassiker der Weltliteratur und religiöses Fundament – ein Werk, das in westlichen Kulturen ständig zitiert wird, vielen Menschen aber weitgehend unbekannt bleibt. Jan Böhmermann nennt sie als eine seiner größten Wissenslücken und beschreibt das Unbehagen, nicht mitreden zu können, wenn andere Bibelreferenzen einbauen. Eine Anleitung zum Nachschlagen für alle, die ihre Kulturkompetenz erweitern möchten.

🗣 Kerstin Kohlenberg erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:55:21 „Und hat dann nur gesagt, wir sind doch alles Amerikaner. Wir lesen doch alle die Bibel und die Verfassung. Und hat es geschafft, diese Trump-Anhänger anzunehmen, für sich zu gewinnen.“

Anne Kunze erzählt, wie Hawk Newsome bei einer Veranstaltung von Trump-Anhängern sprach und versuchte, eine gemeinsame Basis zu finden. Er verwies auf die Bibel und die Verfassung als verbindende Texte aller Amerikaner, statt die Anwesenden als Faschisten zu beschimpfen. Die Bibel wird hier als rhetorisches Symbol für gemeinsame amerikanische Werte erwähnt.

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