Intellektuelle
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Medien (13)
Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung über deutsche Intellektuelle
Eine neue Generation öffentlicher Intellektueller hat übernommen. Etwa in der Person von Carolin Emcke oder Jan Böhmermann. Warum aber werden die immer gleich zu Aktivisten?
Artikel über deutsche Intellektuelle und Aktivismus
Der NZZ-Artikel analysiert einen Generationenwechsel unter deutschen Intellektuellen: Statt der alten 'weisen Männer' prägen nun jüngere Figuren wie Carolin Emcke, Jan Böhmermann und Sophie Passmann den öffentlichen Diskurs. Kritisiert wird, dass diese neue Generation kaum zwischen intellektuellem Denken und politischem Aktivismus trennt. Emcke und Böhmermann fehle Selbstironie und Leichtigkeit, während Passmann positiver bewertet wird. Der Artikel stellt die Frage, ob öffentliche Intellektuelle noch eigenständig denken oder primär moralisch mobilisieren.
Der Turm
Uwe Tellkamp · 2010
Der Roman porträtiert das Dresdner Bildungsbürgertum und die intellektuelle Elite einer Epoche. Ein literarisches Zeugnis für die Kultur, Konflikte und Widersprüche eines sozialen Milieus im Wandel der Zeit.
Ein-Mann-Think-Tank
Jörg Lau
Porträt des Politikwissenschaftlers und Intellektuellen Herfried Münkler, dem ZEIT-Journalist Jörg Lau bereits vor zwei Jahrzehnten das treffende Label "Ein-Mann-Think-Tank" verpasste. Der Begriff beschreibt Münklers Fähigkeit, komplexe Wissensgebiete zu vereinen und sich zu vielseitigen Fragen zu äußern. Das Etikett ist zu seiner Signatur geworden und charakterisiert seine Rolle als einflussreicher öffentlicher Intellektueller im deutschsprachigen Raum.
Golo Mann. Instanz und Außenseiter
Tilman Lahme · 2009
Biografie van de Duitse historicus (1909-1994) en zoon van de schrijver Thomas Mann.
Hannah Arendt: For Love of the World
Elisabeth Young-Bruehl
Elisabeth Young-Bruehls Biografie über die Philosophin Hannah Arendt erzählt die Geschichte eines verloren geglaubten Briefs, den Arendt nach 1968 schreiben wollte. Der Brief sollte über Mary McCarthy vermittelt werden, kam aber nie an. Erst beim Schreiben der Biografie entdeckte Young-Bruehl den Brief im Nachlass und brachte damit eine bewegende historische Episode ans Licht, die Arendts persönliches Vermächtnis und ihre Netzwerke unter Intellektuellen beleuchtet.
Kowalczyk ist der Punk unter den Historikern
Porträt des Historikers Dariusz Kowalczuk, der in der konservativen Geschichtswissenschaft als eigenständiger und eigenwilliger Denker wahrgenommen wird. Der FAZ-Artikel würdigt ihn als „Punk unter den Historikern" für seine authentische und unkonventionelle Herangehensweise an historische Themen. Kowalczuk vertritt dabei progressivere Positionen zu Demokratie und Freiheit als viele seiner Fachkollegen.
Liste der 500 wichtigsten deutschen Intellektuellen
Der Artikel behandelt eine Liste der 500 wichtigsten deutschen Intellektuellen, die das Magazin Cicero veröffentlicht hat. Eine Analyse dieser Liste zeigt eine deutliche Unterrepräsentation ostdeutscher Intellektueller: Der erste Ostdeutsche (Wolf Biermann) rangiert erst auf Platz 54 bis 57, unter den Top 100 sind nur etwa drei Ostdeutsche vertreten. Dies verdeutlicht die geringe Präsenz ostdeutscher Stimmen in der deutschen Öffentlichkeit.
Marseille 1940
Uwe Wittstock
Juni 1940: Hitlers Wehrmacht hat Frankreich besiegt. Die Gestapo fahndet nach Heinrich Mann und Franz Werfel, nach Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger und unzähligen anderen, die seit 1933 in Frankreich Asyl gefunden haben. Derweil kommt der Amerikaner Varian Fry nach Marseille, um so viele von ihnen wie möglich zu retten. Uwe Wittstock erzählt die aufwühlende Geschichte ihrer Flucht unter tödlichen Gefahren.
Porträt über Juli Zeh
Porträt der Schriftstellerin Juli Zeh, die als eine der profiliertesten und am meisten intervenierenden Autorinnen Deutschlands gilt. Der Artikel beleuchtet ihre intellektuelle Haltung und ihren Mut, gegen den Strom zu schwimmen und nie mit den Wölfen zu heulen. Zeh wird in die Tradition großer deutscher Schriftsteller wie Heinrich Böll und Günter Grass gestellt, die sich mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzen.
Rezension zu Kairos
Helmut Böttiger
Jenny Erpenbecks Roman „Kairos" erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem älteren Schriftsteller Hans W. und der jungen Kostüm- und Bühnenbildnerin Katharina in der späten DDR. Hans verkörpert den widersprüchlichen intellektuellen Dissidenten – sozialistisch gesinnt, doch voller Zweifel – während Katharina die aufgewachsene DDR-Generation repräsentiert, die das System als selbstverständlich nimmt. Ihre Beziehung wird als existenzielle Utopie dargestellt, durchtränkt vom Bewusstsein ihrer Vergeblichkeit und durchdrungen von den kulturellen Symbolen der Ostberliner Szene: Heiner Müllers Theater, Brechts Werke, die Cafés und Restaurants wie das Weinrestaurant Ganymed. Der Roman dient Erpenbeck als radikale Selbstvergewisserung ihrer eigenen DDR-Erfahrung und dokumentiert eine Kulturatmosphäre, die dem Westen nach 1989 zunehmend fremder wurde – nicht als Schlüsselroman, sondern als subjektive Zeugnisablegung über eine untergegangene Welt.
Rezo-FAZ-Vergleichsartikel (Büchner-Vergleich)
Die FAZ zieht Parallelen zwischen dem YouTuber Rezo und dem Schriftsteller Georg Büchner. Beide entstammen gutbürgerlichen Verhältnissen, studierten naturwissenschaftliche Fächer und entwickelten früh radikale politische Ansichten. Der Artikel beleuchtet, wie beide Intellektuelle in ihrer jeweiligen Epoche den Staat und die Ordnung fundamental hinterfragten.
The Man Who Explains Everything (Adam Tooze Porträt)
Ein Titelporträt des New York Magazine über Adam Tooze, einen einflussreichen Intellektuellen und Wirtschaftshistoriker. Der Artikel würdigt Tooze als den Mann, der komplexe globale Krisen und Zusammenhänge verständlich erklärt, insbesondere die sogenannte Polykrise – die gleichzeitige Entfaltung mehrerer systemischer Krisen. Das Magazine präsentiert ihn als einen der wichtigsten zeitgenössischen Denker für das Verständnis unserer gegenwärtigen Welt.