Kein Friedhof will Bombenleger von Boston beerdigen
Artikel über die Bestattung des Boston-Marathon-Attentäters
Nach dem Tod von Tamerlan Tsarnaev, einem der beiden Täter des Boston-Marathon-Anschlags vom April 2013, gestaltete sich die Suche nach einem Begräbnisort als außergewöhnlich schwierig. Friedhöfe in Massachusetts und anderen US-Bundesstaaten verweigerten die Beisetzung, Bürger protestierten lautstark gegen jede mögliche Grabstätte. Der Fall wirft grundlegende Fragen über das kulturelle und religiöse Recht auf ein würdiges Begräbnis auf – selbst für Menschen, die schwere Verbrechen begangen haben. Die Kontroverse zeigt, wie tief das Bedürfnis nach symbolischer Ausgrenzung in Trauerpraktiken verankert ist.
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„Ich habe dann auch noch die Geschichte gefunden, wie der Bürgermeister von Boston verzweifelt versucht, einen Ort zu finden, an dem der sogenannte Marathon-Attentäter von Boston begraben werden sollte. Niemand will die Leiche dieses bei dem Anschlag selbst umgekommenen Terroristen haben. Und darum gibt es einen ganzen Artikel in der Neuen Züricher Zeitung.“
Als modernes Beispiel für die kulturelle Bedeutung von Bestattungen erwähnt Sabine Rückert einen NZZ-Artikel über die verzweifelte Suche nach einem Bestattungsort für den Boston-Marathon-Attentäter. Niemand wollte dem Terroristen Erde auf seinem Friedhof gönnen – ein Beleg dafür, dass Bestattungsverweigerung bis heute als Strafe empfunden wird.
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