Christoph Hein zu "Das Leben der Anderen": Ein Melodram - Kultur

Beitrag über Christoph Heins Leben und 'Das Leben der Anderen'

Christoph Hein

Christoph Hein, DDR-Dramatiker, berichtet, wie Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck 2002 sein Leben für den Film "Das Leben der Anderen" recherchierte und ihn später im Vorspann dankte. Hein forderte danach erfolglos die Streichung seines Namens, da der Film sein Leben grundlegend verfälschte und die 1980er-Jahre in der DDR nicht realistisch abbildete: Während der Regisseur von geheimen Abhören und dramatischen Fluchtszenen berichtete, betont Hein, dass der Überwachungsstaat zu dieser Zeit bereits brüchelte und solche Szenarien nicht der Realität entsprachen. Der Regisseur rechtfertigte sich damit, dass ein Melodrama den Gesetzen des Kinos folgen müsse, nicht der historischen Wahrheit, und behauptete später, sich von Wolf Biermanns Biografie inspirieren lassen zu haben – eine Aussage, die Hein für absurd hält. Hein akzeptiert letztlich die Existenz einer „melodramatischen Wahrheit" neben der echten, kritisiert aber die künstlerische Willkür.

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🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:50:29
„Ich habe gerade diesen Beitrag gelesen von Christoph Hain, der in der Süddeutschen beschrieben hat, wie eines Tages sein damaliger guter Freund Ulrich Mühe, der Schauspieler, ihn anruft und sagt, es gibt da einen jungen Filmregisseur, der würde gerne einen Film über dein Leben drehen.“

Christoph Amend bezieht sich auf einen kurz zuvor in der Süddeutschen Zeitung erschienenen Beitrag von Christoph Hein, in dem dieser schildert, wie sein Leben zur Vorlage für den Film 'Das Leben der Anderen' wurde. Der Artikel thematisiert die Verfälschung von DDR-Geschichte durch das Verschränken unterschiedlicher Epochen.

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