Das Boot
Wolfgang Petersen · 1981
Der Kriegsberichterstatter Werner geht 1941 an Bord von U-96, das den Auftrag hat englische Transportschiffe zu versenken. Werner soll der Heimatfront von den Heldentaten des Kapitäns und seiner Mannschaft berichten. Doch schnell wird der Jäger zum Gejagten und der Atlantik entpuppt sich bald als nasskalte Hölle für die Besatzung. Ein Albtraum aus Klaustrophobie und Todesangst beginnt.
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Erwähnungen (8)
„Sehr schlecht geschah, extrem schlecht. Das hat auch ewig gedauert, diese Dreharbeit. Wir haben extrem schlecht verdient und haben dann das Boot abgesoffen in La Rochelle und dann haben wir im Studio weiter nachgedreht.“
Grönemeyer erzählt von den Dreharbeiten zu Das Boot, bei dem er schlecht verdiente. Er hatte danach Angebote aus Hollywood, wo er Nazis spielen sollte, was er ablehnte. Wird auch später noch einmal besprochen (04:41).
„Stimmt eigentlich diese Geschichte, dass du die Rolle im Boot abgelehnt hast? Ja. Aber wie gesagt, Wolfgang Petersen hat mir das nie übel genommen.“
Westernhagen lehnte eine Rolle im Boot ab, weil er den Kommandanten spielen wollte, die Rolle aber nicht bekam
„Und neun Oscars, habe ich nochmal irgendwo gelesen, das ist der deutsche Rekord. Das übertrifft sogar interessanterweise den alten Rekordhalter Das Boot, auch ein deutscher Kriegsfilm, der international sehr erfolgreich war.“
Lars Weisbrod erwähnt 'Das Boot' als bisherigen deutschen Rekordhalter bei Oscar-Nominierungen, um die historische Dimension der neun Nominierungen für 'Im Westen nichts Neues' einzuordnen. Beide Filme sind deutsche Kriegsfilme mit internationalem Erfolg.
„Und da kriegte Wolfgang Petersen aus, der damals schon in Amerika war, kriegte Wolfgang Petersen einen Preis. Für das Boot oder für eine amerikanische Produktion? Nein, für seinen Tatort.“
Christoph Amend fragt nach, ob Wolfgang Petersen den Preis beim Fernsehfestival in Monte Carlo für 'Das Boot' oder eine amerikanische Produktion erhalten habe. Berghoff verneint – es war der Tatort mit Nastassja Kinski. 'Das Boot' wird hier nur als Rückfrage erwähnt, um Petersens bekanntestes Werk einzuordnen.
„In Deutschland ist ja die Bereitschaft da, U-Boot-Geschichten filmisch erzählt zu bekommen. Einer der größten deutschen Filmhits aller Zeiten, das Boot.“
Im Kontext eines humorvollen Gesprächs über eine fiktive U-Boot-Reise erwähnt Jan Böhmermann den Film Das Boot als Beleg dafür, dass Deutsche eine Faszination für U-Boot-Geschichten haben.
„Entweder sind es Romane über die Nazizeit oder über... Filme, natürlich wie das Boot, spielte eine irrsinnige Rolle. Oder, und das kam ja dann später auch diese Welle, oder es ist die Diktatur des Ostens.“
Adam Soboczynski erklärt, warum deutsche Literatur und Filme im Ausland so erfolgreich sind: Deutschland werde vor allem historisch und politisch rezipiert. Das Boot nennt er als Paradebeispiel für die internationale Faszination mit der deutschen Nazi-Vergangenheit, neben der späteren Welle von DDR-Stoffen.
„Er steht auf der Bühne oder vor der Kamera, hat in um die 200 Produktionen mitgewirkt. Ich nenne mal ein paar. Das Boot, Männer, Stonk, die wilden Kerle, Fußball ist unser Leben, Jim Knopf und jetzt ganz aktuell die Ironie des Lebens.“
Matze Hielscher stellt seinen Gast Uwe Ochsenknecht vor und listet dabei einige seiner bekanntesten Filme auf. Das Boot wird als erster Film in der Aufzählung genannt, die Ochsenknechts Karriere über ein halbes Jahrhundert illustrieren soll.
„Genau, der wurde erst als Schauspieler bekannt und die Platten haben sich nicht verkauft. Das ist ja dann auch so... Also er wurde bekannt als Schauspieler, das Boot... Und hat dann, ich glaube, drei LPs veröffentlicht, drei Alben, die sich alle nicht verkauft haben.“
Im Gespräch über Herbert Grönemeyers Karriereweg erwähnt Christoph Amend den Film 'Das Boot', durch den Grönemeyer zunächst als Schauspieler bekannt wurde. Erst danach gelang ihm der musikalische Durchbruch – seine ersten drei Alben hatten sich zuvor nicht verkauft. Die Anekdote illustriert, dass auch bei Grönemeyer der Erfolg nicht geradlinig kam.
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