Das ertrinkende Kind
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Böse Kinder gibt es nicht. Kaum auf der Welt, haben sie schon ein feines Gespür für Gut und Böse. In Langzeitstudien konnte Paul Bloom beobachten, wie die ganz Kleinen bereits Gefühle wie Mitleid, Schuld und Scham zeigen, gutes Verhalten bei anderen belohnen und schlechtes bestrafen. Der renommierte Entwicklungspsychologe der Yale University führt aus, wie sich das angeborene Mitgefühl weiterentwickelt und wie Eltern und Erzieher die natürlichen Anlagen der Kinder zum Guten und ihren Sinn für Ge...
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„Der eben schon genannte Philosoph Peter Singer, von dem gibt es eben das ganz berühmte Beispiel mit dem ertrinkenden Kind. Du läufst in einem Teich vorbei und dort ertrinkt ein Kind. Du kannst es retten, aber du hast sehr teure neue Schuhe an. Und die würden dabei schmutzig und die kannst du danach wegwerfen.“
Lars Weisbrod erläutert Peter Singers berühmtes Gedankenexperiment vom ertrinkenden Kind, um die philosophische Grundlage des effektiven Altruismus zu erklären. Singer argumentiert, es gebe keinen moralischen Unterschied zwischen einem Kind, das vor uns ertrinkt, und einem Menschen am anderen Ende der Welt, der an einer vermeidbaren Krankheit stirbt. Weisbrod nutzt das Beispiel, um den Übergang zur Kritik an dieser Überforderungsmoral zu machen.
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