Das Judenthum in der Musik
Richard Wagner · 1869
Das Judenthum in der Musik ist ein antisemitischer Aufsatz Richard Wagners, den er 1850 während seines Aufenthalts in Zürich schrieb. Am 3. und 9. September 1850 erschien er in der von Franz Brendel redigierten Neuen Zeitschrift für Musik unter dem Pseudonym K. [Karl] Freigedank. 1869 veröffentlichte Wagner den Aufsatz stark erweitert als eigenständige Broschüre unter seinem Namen.
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„Ich als Jude, der einem gewissen Vorurteil entspricht, es gibt Millionen Juden, die nicht so sind wie ich, lande am Ende immer in irgendeinem Scheißaufsatz von Richard Wagner, in dem drinsteht, dass Juden nur irgendwie Kritikaster sind.“
Biller verweist auf Richard Wagners antisemitischen Aufsatz, um zu beschreiben, wie er als kritischer jüdischer Intellektueller immer wieder in ein Klischee gepresst wird: der Jude als bloßer Kritikaster. Er sieht sich dadurch auf seine publizistische Seite reduziert, während sein literarisches Schaffen in den Hintergrund tritt.
„Wagner hat ein Buch geschrieben, where he clearly lays out his hatred and put his name on it. So this is not just, you know, rumors about his private life oder er hat seine Frau verletzt oder er hat einen persönlichen Fehler gemacht. Er hat das Schmerz Teil seiner öffentlichen Ausgabe gemacht.“
Im Kontext der Diskussion über die Trennung von Künstler und Werk verweist Gonzales auf Wagners antisemitische Schrift. Gonzales argumentiert, dass Wagner ein Sonderfall ist, weil er seinen Hass aktiv publiziert hat — im Gegensatz zu Künstlern, deren Fehlverhalten nur das Privatleben betrifft. Dies mache den Antisemitismus zum Teil des Kunstwerks selbst.
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