Der Ring des Nibelungen
Richard Wagner
Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« ist ein vierteiliges Opernwerk auf Grundlage germanischer Mythologie. Der Britannica-Artikel bietet einen Überblick über Charaktere und kulturelle Bedeutung des Werks. Wagners Oper verkörpert für Meese zeitlose künstlerische Freiheit, wird aber häufig ideologisch missbraucht – der Artikel zeigt die Komplexität dieses bedeutenden Kunstwerks und seiner Rezeptionsgeschichte.
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Erwähnungen (6)
„Ich habe gestern Abend und vorgestern Abend in der letzten Vorbereitung viel Parsifal und Ring- und Winterreise gehört.“
Als Teil seiner Vorbereitung auf das Gespräch mit Thea Dorn hat Jochen Wegner Wagners Ring-Zyklus gehört. Thea Dorns Leidenschaft für Wagner ist offenbar so bekannt, dass die Gastgeber sich musikalisch auf das Gespräch einstimmen.
„Vorletztes Jahr hatte ich den gesamten Ring, vier Vorstellungen in einer Woche. Diesen Ring, das war eine echte Herausforderung, das war ja der meistkritisierte Ring, den es überhaupt jemals gab. Und ich hatte alle vier Vorstellungen, also das war hardcore.“
Leutheusser-Schnarrenberger berichtet von ihrem Besuch des kompletten Ring-Zyklus in Bayreuth, der als der meistkritisierte Ring aller Zeiten galt. Trotz der Kontroversen hat sie alle vier Vorstellungen in einer Woche besucht – eine Erfahrung, die sie als 'hardcore' bezeichnet.
„Mein Vater hat mich nach Bayreuth genommen, um die Ring-Operen zu sehen, als ich 16 Jahre alt war. Und er hat mir nichts über Wagner gesagt. Ich habe nur die Operen gesehen und sie liebte ich.“
Gonzales erzählt eine persönliche Geschichte über seinen jüdischen Vater, der ihn als 16-Jährigen zu den Bayreuther Festspielen mitnahm, um Wagners Ring-Zyklus zu sehen. Erst später erfuhr Gonzales von Wagners Antisemitismus und konfrontierte seinen Vater damit, der ihm die Trennung von Künstler und Werk beibrachte.
„Und ich schaute diesen Film an und dachte mir, warum ist Lars dann nicht wenigstens auch Wagnerianer, weil das ist doch komplett Wagners Ring. Der Ring bei Wagner, der aus dem Rheingold geschmiedet wird und Macht über die Welt verleiht und weil alle nach dem Ring dann streben, entfalten sich daraus die Machtauseinandersetzungen. Diese Rolle hat in Dune dieser Rohstoff Spice.“
Ijoma Mangold zieht eine direkte Parallele zwischen Wagners Ring des Nibelungen und Dune: Wie der Ring bei Wagner verleihe der Rohstoff Spice Macht, und wie bei Wagner entfalteten sich daraus die zentralen Konflikte. Er nutzt den Vergleich auch als freundschaftlichen Seitenhieb gegen Lars Weisbrod, der Wagner ablehne, aber Dune feiere.
„Richard Wagner ist für mich zeitlos. Der steht tatsächlich für Deutschland. Aber nicht für ein politisiertes oder religiöses oder ideologisches Deutschland. Das ist das freieste Deutschland der Welt. Das ist die totalste Freiheit, für das Richard Wagner steht.“
Meese spricht über den Unterschied zwischen Kunst und Kultur und nennt Richard Wagner als Beispiel für zeitlose Kunst, die kulturell missbraucht werde. Er fordert, Bayreuth so groß zu machen wie die ganze Welt – alles solle zur Bühne werden. Wagner steht für Meese für die totalste Freiheit und ein nicht-ideologisches Deutschland, wobei er implizit auf Wagners Opernwerk und die Bayreuther Festspiele referenziert.
„Sag jetzt nicht der Zauberberg oder der Ring der Nibelungen oder so, sondern welches Kunstwerk der letzten 25 Jahre wird auch noch die nächsten 25 überdauern?“
Weisbrod nennt Wagners Ring des Nibelungen zusammen mit dem Zauberberg als Beispiel für Werke, die man nicht nennen soll – er will bewusst keine alten Klassiker hören, sondern Kunstwerke aus den letzten 25 Jahren.
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