Alles gesagt? – Maxim Biller, warum suchen Sie Streit
#048

Maxim Biller, warum suchen Sie Streit

Alles gesagt? / 10. Februar 2022 / 112 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Maxim Biller gibt sich von der ersten Sekunde als das, was er ist: ein brillanter Provokateur, der Streit nicht sucht, sondern Argumente durch Polemik schärft. Er spricht über jüdisches Schreiben in Deutschland, seine literarischen Fehden und die Frage, woher sein notorischer Mut kommt — und dreht sie elegant um. Aufgenommen unter Pandemie-Bedingungen in einem fremden Studio, beginnt das Gespräch mit so vielen Disclaimern und Seitenhieben, dass man kaum zur Literatur kommt.

„Wo kommt die Feigheit her bei den anderen?“
🗣 Maxim Biller

Erwähnte Medien (112)

S Buch

Die Sorge des Hausvaters

Franz Kafka

Kafkas Erzählung „Die Sorge des Hausvaters" thematisiert die rätselhafte Figur Odradek – ein mysteriöses, kaum zu beschreibendes Wesen, das wie eine kleine Filzkugel mit Holzleisten aussieht. Die Geschichte erforscht die existenzielle Angst des Hausvaters, dass dieses Wesen ihn überleben könnte. Der Literaturkritiker Maxim Biller erläutert diese philosophische Auseinandersetzung Kafkas mit Vergänglichkeit und menschlicher Ohnmacht.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:06:33 „Dieses Wort ist ein Name für ein merkwürdiges Wesen in einer sehr kurzen Erzählung von Franz Kafka, die die Sorge des Hausvaters heißt. Und es ist ein sehr mysteriöses Wesen. Man weiß nicht, es ist eine kleine Filzkugel, da sind so ein paar Holzleitenden.“

Maxim Biller erklärt sein Schlusswort 'Odradek' und beschreibt die Kafka-Erzählung, aus der diese Figur stammt. Das Wesen Odradek geistert durch ein Haus und der Erzähler fürchtet, dass es ihn überleben wird – eine Passage, die Biller offenbar besonders fasziniert.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Literarisches Quartett

Literarisches Quartett

ZDF

ZDF-Literaturdiskussionssendung, in der Kritiker Neuerscheinungen leidenschaftlich debattieren und bewerten. Intellektuell anspruchsvoll mit kritischen Analysen zeitgenössischer Werke und differenziertem Austausch über Literatur.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:09:50 „Helmut Karasek zum Gründungsensemble des Literarischen Quartetts gehört hat, zu dem du ja dann auch gehört hast“

Die ZDF-Literatursendung wird als wichtige Station in Billers Karriere erwähnt, in der auch Reich-Ranicki Billers Buch verriss

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Das Literarische Quartett

Das Literarische Quartett

Marcel Reich-Ranicki

Das Literarische Quartett ist eine deutsche Talkshow, in der Moderatoren und Gäste über aktuelle Bücher diskutieren und literarische Themen debattieren. Die Sendung wird von Thea Dorn moderiert und gilt als renommiertes Forum für kulturelle Debatten. Im Podcast wird die Show humorvoll als Beispiel für die Integration unerwarteter Personen in die Literaturszene erwähnt, was den absurden Gedanken eines Auftritts von Arafat Abou-Chaker dort verdeutlicht.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:10:22 „Ist ja, dass Helmut Karasek zum Gründungsensemble des Literarischen Quartetts gehört hat, zu dem du ja dann auch gehört hast. Also viele Jahrzehnte später.“

Christoph Amend stellt eine Verbindung her zwischen Helmut Karasek und Maxim Biller über das 'Literarische Quartett' – die legendäre ZDF-Literatursendung, zu deren Gründungsensemble Karasek gehörte und in der Biller viele Jahre später ebenfalls mitwirkte.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
100 Zeilen Hass

100 Zeilen Hass

Maxim Biller

»Hass, damit das endlich klar ist, bedeutet Wahrheit – und etwas mehr Ehrlichkeit.« Niemand in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur hasst virtuoser, fundierter und zugleich liebevoller als der Schriftsteller Maxim Biller. Mit der Kolumne »100 Zeilen Hass« begann er seine Karriere als Journalist beim Magazin TEMPO, bevor er sich dann auch als Erzähler und Dramatiker einen Namen machte.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:13:19 „die 100 Zeilen Hass sind schon Primärliteratur, glaube ich, heute für jeden Journalisten“

Wegner lobt Billers Tempo-Kolumnensammlung als Primärliteratur für Journalisten

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
1 Essay

100 Zeilen Hass

Maxim Biller

Maxim Billers legendäre Kolumnenreihe aus dem Magazin Tempo, in der der Autor pointierte Polemiken und gesellschaftskritische Beobachtungen in prägnanter Kurzform präsentiert. Die „100 Zeilen Hass" gelten als Primärliteratur für zeitgenössische Journalisten und begründeten eine neue, direkte Form des Meinungsjournalismus, die über klassisches Reporting hinausgeht und Billers künstlerisches Vermächtnis für die Medienlandschaft darstellt.

🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:13:59 „Als Journalist, aber auch als Kolumnist, die 100 Zeilen Hass sind schon Primärliteratur, glaube ich, heute für jeden Journalisten. Es ist jetzt nicht klassischer Journalismus, sondern eher einfach eine Form, die du auch erfunden hast.“

Jochen Wegner würdigt Billers legendäre Kolumnenreihe '100 Zeilen Hass' aus dem Magazin Tempo als 'Primärliteratur für jeden Journalisten' – eine polemische Kurzform, die Biller quasi erfunden habe.

Zum Artikel bei Hoffmann-und-campe.de Details
Bernstein-Tage

Bernstein-Tage

Maxim Biller · 2012

Das Buch von der Suche nach der verlorenen Kindheit Unsere Kindheit ist das Paradies, das wir alle eines Tages verlassen müssen. Mit großer Zärtlichkeit und Wehmut erzählt Maxim Biller von diesem Ort, an dem alles begann und an den wir nie zurückkehren werden. Sehnsucht durchweht diese schönen, zarten Geschichten – aber auch von verlorenen Illusionen ist in ihnen die Rede und von Hoffnungen, die nie vergehen.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:14:02 „hast du Bernstein-Tage gelesen“

Biller zählt seine Werke auf

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Bruno Schulz Biografie

Bruno Schulz Biografie

Maxim Biller

Eine Meisternovelle, ein literarischer Coup – Maxim Biller erzählt eine Geschichte über den großen jüdischen Schriftsteller Bruno Schulz Der 1942 ermordete jüdische Autor und Zeichner Bruno Schulz wird zur literarischen Hauptfigur in Maxim Billers neuem Buch – und zum Seismographen künftiger Katastrophen.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:14:02 „hast du ein Buch von Bruno Schulz gelesen, Biografie gelesen“

Biller zählt seine Werke auf

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Wenn ich einmal reich und tot bin

Wenn ich einmal reich und tot bin

Maxim Biller

»Ein deutscher Philip Roth.« Michael Wise in der _Jerusalem Post_ »Ich mag keine Gedichte, sie sind mir fremd, und ich verstehe auch nichts von bisexuellen russischen Poetessen à la Marina Zwetajewa. Ich lebe jetzt anderswo, doch meine Eltern wohnen nach wie vor in dem alten Bürgerhaus am Hamburger Rotherbaum, wo wir 1974 auf unserem Weg von Moskau über Wien, Israel und New York schließlich untergekommen waren, zufrieden über jene lebensnotwendige Portion materieller Sicherheit, die Deutschland ...

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:14:21 „Hast du, wenn ich einmal ein Tod bin, Lande, Fete und Verräter gelesen? ... Hast du, in meinem Gedächtnis, wenn ich einmal Reichen Tod bin gelesen, hast du Land der Väter und Verräter gelesen?“

Maxim Biller fragt Jochen Wegner, ob er seinen Erzählungsband 'Wenn ich einmal reich und tot bin' gelesen habe – eines seiner frühen Werke, das er offenbar für wichtig hält, um sein Schaffen zu verstehen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Land der Väter und Verräter

Land der Väter und Verräter

Maxim Biller

Das Buch ist ein Kaleidoskop unserer Epoche, die 16 Erzählungen ergeben einen Roman dieses Jahrhunderts aus vielen einzelnen Stimmen – und aus Geschichten, wie sie vor allem jüngere Schriftsteller in Deutschland schon lange nicht mehr erzählen: eine Kindheit in einem russischen Dorf 1941, ein verbissenes Liebesduell im Prag der Nachkriegszeit, eine literarische Detektivgeschichte im München unserer Tage oder ein unlösbares Vater-Tochter-Drama in New York, das im neuen Deutscland von Solingen und...

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:14:21 „Hast du Land der Väter und Verräter gelesen, hast du Bernstein Tage gelesen, hast du die Tochter gelesen?“

Biller zählt seine wichtigen Bücher auf und fragt, ob Wegner sie gelesen habe. 'Land der Väter und Verräter' ist ein Erzählungsband, der offenbar zu Billers zentralem Werk gehört.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Bernsteintage

Bernsteintage

Maxim Biller · 2012

Das Buch von der Suche nach der verlorenen Kindheit Unsere Kindheit ist das Paradies, das wir alle eines Tages verlassen müssen. Mit großer Zärtlichkeit und Wehmut erzählt Maxim Biller von diesem Ort, an dem alles begann und an den wir nie zurückkehren werden. Sehnsucht durchweht diese schönen, zarten Geschichten – aber auch von verlorenen Illusionen ist in ihnen die Rede und von Hoffnungen, die nie vergehen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:14:21 „Hast du Land der Väter und Verräter gelesen, hast du Bernstein Tage gelesen, hast du die Tochter gelesen?“

Biller zählt in schneller Folge seine Bücher auf, die Wegner gelesen haben sollte, darunter 'Bernsteintage'.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die Tochter

Die Tochter

Maxim Biller

Maxim Billers »Die Tochter« ist ein autobiografisch inspiriertes Werk, das sich mit Familiengeschichte, Identität und den Verstrickungen zwischen persönlichem Schicksal und politischer Geschichte auseinandersetzt. Das Buch gehört zu Billers Kernwerk und wird von ihm selbst als essenzielle Lektüre für das Verständnis seines Schaffens genannt. Es behandelt zentrale Themen wie das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern sowie die Verarbeitung von Erinnerung und Verletzung, die sich durch sein gesamtes literarisches Schaffen ziehen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:14:21 „Hast du Land der Väter und Verräter gelesen, hast du Bernstein Tage gelesen, hast du die Tochter gelesen?“

Biller listet 'Die Tochter' als eines der Bücher auf, die man gelesen haben sollte, um sein Schaffen zu kennen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Sechs Koffer

Sechs Koffer

Maxim Biller

Autobiografisches Werk über die Flucht und Vertreibung von Billers Familie während des Zweiten Weltkriegs. Eine Erkundung von Familiengeschichte, Heimat und den Folgen von Kriegserfahrung auf mehrere Generationen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:14:21 „Hast du ein Buch von Bruno Schulz gelesen, Biografie gelesen, hast du gelesen Sechs Koffer?“

Biller nennt 'Sechs Koffer' als weiteres seiner Werke in der Aufzählung wichtiger Bücher, die Wegner gelesen haben sollte.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Esra

Esra

Maxim Biller

Der Roman „Esra" von Maxim Biller ist ein in Deutschland gerichtlich verbotenes Werk, das nur als Erstauflage existiert und daher als seltenes Sammlerstück gilt. Die Liebesgeschichte zeichnet sich durch ihre zarte, poetische Erzählweise aus und wird von Literaten als bedeutendes Werk der deutschsprachigen Literatur geschätzt. Das Buch ist auf dem Antiquariatmarkt hochpreisig und repräsentiert eine der wenigen verfemten Publikationen im deutschsprachigen Raum.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:14:56 „Das beste Buch wahrscheinlich ist das verbotene Buch. Und ich habe es hier. Esra ist einer der wenigen Menschen, der von sich sagen kann, er ist nach deutschem Recht, hat er ein verbotenes Buch publiziert.“

Jochen Wegner stellt Billers Roman 'Esra' als dessen bestes Buch vor – ein in Deutschland gerichtlich verbotenes Werk, das nur als Erstauflage existiert und antiquarisch für 300-400 Euro gehandelt wird. Wegner beschreibt es als 'bezaubernde, zarte Liebesgeschichte'.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Mephisto

Mephisto

Klaus Mann

Ein Künstlerroman über den ehrgeizigen Schauspieler Hendrik Höfgen, dessen Karriere durch moralische Kompromisse in Nazi-Deutschland geprägt ist. Das Werk wurde aufgrund seiner kritischen Auseinandersetzung mit Opportunismus lange Zeit in Deutschland verboten.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:16:39 „Es sind überhaupt, glaube ich, nur zwei Bücher, also auf diese Art grundsätzlich in der Geschichte der Bundesrepublik verboten worden. Das eine ist Klaus Mann, Mephisto und das andere ist Esra von Maxim Biller.“

Christoph Amend ordnet das Verbot von 'Esra' historisch ein, indem er darauf hinweist, dass in der Bundesrepublik nur zwei literarische Bücher auf diese Weise verboten wurden: Klaus Manns 'Mephisto' und Billers 'Esra'.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Raumschiff Enterprise (Star Trek)

Raumschiff Enterprise (Star Trek)

Gene Roddenberry · 1966

Der Weltraum - unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu entdecken, neue Lebensformen und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat... Wir schreiben das Jahr 2264. 201 Jahre nachdem die Menschen mit Überlichtgeschwindigkeit reisen können und 113 Jahre nach dem Start der Enterpris

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:24:57 „Und wenn ich Enterprise gucken wollte, musste ich dann zu einem Freund, weil das kam ja im zweiten.“

Biller erzählt aus seiner Kindheit in Hamburg: Die Familie hatte anfangs nur einen Fernseher, der nur das Erste Programm empfing. Um 'Raumschiff Enterprise' im Zweiten zu sehen, musste er zu einem Freund gehen – ein Bild seiner bescheidenen Verhältnisse als Emigrantenkind.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
B Essay

Das Bild der Juden im Frühwerk Thomas Manns

Maxim Biller · 2025

Maxim Billers einzigartiges Werk besticht durch seine Vielstimmigkeit: Von Romanen wie "Sechs Koffer" und "Mama Odessa", die von seiner Familiengeschichte inspiriert sind, über Short Stories, Novellen, Kolumnen und Essays bis hin zu Songs, Theaterstücken und Kinderbüchern reicht sein literarisches Spektrum. Mit dem Selbstporträt "Der gebrauchte Jude" hat er dem Genre des Memoirs neue Impulse verliehen.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:29:24 „Du hast in Hamburg und dann in München Neudeutsche Literaturgeschichte, Philosophie studiert und bei Frühwald 1983... Guck mal, das war gar nicht viel später. Ein Magister geschrieben über das Bild der Juden im Frühwerk Thomas Manns. Wir haben diese Arbeit nicht mehr finden können.“

Jochen Wegner spricht über Maxim Billers akademische Laufbahn und erwähnt seine Magisterarbeit über das Judenbild bei Thomas Mann. Die Arbeit ist online nicht verfügbar, könnte aber im Literaturarchiv Marbach oder in der Germanistenbibliothek München liegen.

Zum Artikel bei Literaturportal-bayern.de Details
Der gebrauchte Jude

Der gebrauchte Jude

Maxim Biller

Maxim Billers autobiografisches Werk „Der gebrauchte Jude" versammelt persönliche Geschichten und Erfahrungen des deutsch-israelischen Schriftstellers. Im Podcast bezieht sich Biller auf das Buch, um die Authentizität einer Anekdote über seine Zeit an der Journalistenschule zu unterstreichen, in der ein Redakteur des Bayerischen Rundfunks eine Rolle spielt. Das Buch dokumentiert Billers reflektierte Auseinandersetzung mit seiner Identität und Karriere als Journalist und Autor.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:32:24 „Ich überlege gerade, ob ich das wirklich so erzähle. Außerdem steht das im gebrauchten Judenstilz drin. Dann kann man es doch aber erzählen. Dann kann man es auch erzählen.“

Biller erwähnt sein autobiografisches Buch 'Der gebrauchte Jude', in dem die Anekdote mit dem Redakteur des Bayerischen Rundfunks an der Journalistenschule bereits beschrieben ist. Das Buch dient als Beleg dafür, dass die Geschichte bereits öffentlich erzählt wurde.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Spaziergang mit Axel Springer

Spaziergang mit Axel Springer

Ben Witter

Der Artikel berichtet über die Befreiung von 20 israelischen Geiseln, die am Montagmorgen in die Freiheit zurückgekehrt sind. Das Springer-Verlag-Medienunternehmen nutzte die Gelegenheit, um eine Botschaft über die ganze Stadt auszustrahlen.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:41:55 „Der berühmte Spaziergänger der Zeit, dessen berühmtestes Stück der Spaziergang mit Axel Springer war, der in diesem Spaziergang über die Bild-Zeitung geschimpft hat und gesagt hat, ich leide unter der Bild-Zeitung wie ein Hund.“

Christoph Amend erinnert an Ben Witters berühmtestes Stück für die Zeit – einen Spaziergang mit dem Verleger Axel Springer, in dem dieser seinen legendären Satz über die Bild-Zeitung sagte. Ben Witter hatte Biller bei Markus Peichl für Tempo empfohlen, ohne dass die beiden sich je begegnet waren.

Zum Artikel bei BILD Details
Tempo

Tempo

Markus Peichl

"Tempo" war Deutschlands aufgekratztes Lifestyle-Zentralorgan - bis vor zehn Jahren. Seit heute gibt es eine Sonderausgabe. 388 Seiten dick. Thema: Wie sähe "Tempo" heute die Welt? Genauso egozentrisch wie früher: Hauptsache, die Haltung stimmt.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:42:41 „Wir müssen einmal kurz für die Nachgeborenen erklären, was eigentlich Tempo überhaupt war.“

Das Magazin Tempo wird ausführlich als kulturelles Phänomen der 80er Jahre besprochen, das viele junge Leser und spätere Journalisten prägte

Zum Artikel bei Spiegel Details
Ernst-Jünger-Porträt

Ernst-Jünger-Porträt

Maxim Biller

Sammlung von Kolumnen des Autors Maxim Biller, in denen er sich selbst durch seine literarischen Werke und Positionen porträtiert. Der Text behandelt unter anderem Billers bekanntes Essay über den Schriftsteller Ernst Jünger, das ursprünglich im Tempo-Magazin veröffentlicht wurde und später in verschiedenen Ausgaben erneut erschien.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:43:22 „Ich wollte eine bestimmte Geschichte nochmal lesen, die es als Echo in deinen Büchern gibt. Welche? Das Ernst Jünger Porträt. Das ist doch in mehreren Büchern.“

Wegner wollte Billers berühmtes Ernst-Jünger-Porträt im Original aus dem Tempo-Magazin lesen, konnte es aber digital nicht finden. Der Text ist laut Biller wortgleich im Deutschbuch und in einem Reclam-Band erschienen, was Wegner bezweifelt.

Zum Artikel bei Literaturkritik.de Details
Wenn ich es glaub, schreibe ich

Wenn ich es glaub, schreibe ich

Maxim Biller · 2012

»Ein deutscher Philip Roth.« Michael Wise in der_ Jerusalem Post_ »Ich mag keine Gedichte, sie sind mir fremd, und ich verstehe auch nichts von bisexuellen russischen Poetessen ä la Marina Zwetajewa. Ich lebe jetzt anderswo, doch meine Eltern wohnen nach wie vor in dem alten Bürgerhaus am Hamburger Rotherbaum, wo wir 1974 auf unserem Weg von Moskau über Wien, Israel und New York schließlich untergekommen waren, zufrieden über jene lebensnotwendige Portion materieller Sicherheit, die Deutschland ...

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:43:42 „Wort für Wort ist es drin im Deutschbuch. Ich kann ja nur verlieren jetzt, ne? Und in den Tempojahren? Quatsch, im Deutschbuch und in dem Reklamband, wenn ich es glaubt, schreibe ich.“

Biller erwähnt einen Reclam-Band als weitere Publikation, in der sein Ernst-Jünger-Text enthalten ist. Der genaue Titel ist im Gespräch nicht ganz klar ausgesprochen, es handelt sich vermutlich um einen Reclam-Sammelband seiner Texte.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Deutschbuch

Deutschbuch

Maxim Biller

Das Deutschbuch von Maxim Biller ist eine Sammlung journalistischer Texte, in der unter anderem sein bekanntes Ernst-Jünger-Porträt enthalten ist. Es handelt sich um Billers zweite Sammlung dieser Art und dokumentiert seine Arbeiten als Journalist. Das Buch ist relevant, da es zeigt, wo und wie Billers journalistische Arbeiten ursprünglich in verschiedenen Publikationen veröffentlicht wurden.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:44:26 „Wort für Wort ist es drin im Deutschbuch.“

Biller korrigiert Wegner und sagt, dass sein Ernst-Jünger-Porträt im Deutschbuch enthalten ist

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
W Magazin

Wiener

Österreichisches Kulturmagazin, in dem der spätere Tempo-Gründer Markus Peichl als junger Journalist anfing. Das Wiener diente als konzeptionelles Vorbild und Inspirationsquelle für Peichls deutsches Pendant Tempo, das er nach seinem Umzug nach Deutschland gründete.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:44:26 „weiterentwickelt hat aus dem österreichischen Magazin Wiener“

Das österreichische Magazin wird als Vorläufer von Tempo erwähnt

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
The Face

The Face

The Face ist eine britische Kulturzeitschrift, bekannt für innovatives Design und hochwertige Fotografie. Sie gilt als Benchmark für visuellen Anspruch und modernen visuellen Stil, den Publizisten wie Biller als Maßstab für zeitgenössisches Publikationsdesign nutzten.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:47:21 „Dazu wahnsinnig modernes, tolles, fantastisches Layout. Tolle Fotos, sehr besondere, moderne Fotos, vergleichbar mit dem, was vielleicht damals in so einer sehr berühmten Zeitschrift war wie Face in England oder vielleicht davor in Interview in Amerika.“

Biller vergleicht das Layout und die Fotografie des Tempo-Magazins mit der britischen Zeitschrift 'The Face', um den visuellen Anspruch und die Modernität von Tempo zu verdeutlichen.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
Interview

Interview

Andy Warhol

Interview mit Andy Warhol über Pop-Art, Konsum und Kultur. Warhol äußert sich zu ikonischen Themen wie Coca-Cola, Junk Food und seiner künstlerischen Philosophie. Das Stück dokumentiert die Sicht des legendären Künstlers, dessen Magazin Interview die Ästhetik moderner Mediengestaltung nachhaltig prägte.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:47:21 „Dazu wahnsinnig modernes, tolles, fantastisches Layout. Tolle Fotos, sehr besondere, moderne Fotos, vergleichbar mit dem, was vielleicht damals in so einer sehr berühmten Zeitschrift war wie Face in England oder vielleicht davor in Interview in Amerika.“

Neben 'The Face' nennt Biller auch das amerikanische Magazin 'Interview' (gegründet von Andy Warhol) als Referenzpunkt für die visuelle Qualität und den kulturellen Anspruch des Tempo-Magazins.

Zum Artikel bei Interviewmagazine.com Details
Die Tempojahre

Die Tempojahre

Maxim Biller

Die Tempojahre von Maxim Biller ist ein literarisches Werk, das Sophie Passmann, eine bekannte Schriftstellerin und Schauspielerin, als großes Buch empfiehlt. Das Buch wird im Podcast-Gespräch als wichtige literarische Referenz erwähnt und zeigt Billers Einfluss auf zeitgenössische Künstler und Kulturschaffende.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:50:19 „Das wollte ich korrigieren. Es gibt ein Buch, das ist die Tempojahre und das erschien 1991.“

Biller korrigiert Wegners Annahme, dass '100 Zeilen Hass' zweimal als Buch erschienen sei. 'Die Tempojahre' von 1991 ist eine Sammlung seiner journalistischen Texte aus der Tempo-Zeit, die heute nur noch antiquarisch erhältlich ist.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Moralische Geschichten

Moralische Geschichten

Maxim Biller

18 Jahre lang in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschienene Kolumne. Maxim Billers satirische Kurzgeschichten bieten scharfsinnige Beobachtungen zu Alltag, Moral und Gesellschaft.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:51:52 „Diese Geschichten sind... Leute, gibt es auch als Buch? Kauft euch das Buch.“

Wegner empfiehlt die Sammlung von Billers satirischen Kolumnen aus der FAS als Buch

Zum Artikel bei Amazon.de Details
Biografie

Biografie

Maxim Biller

Maxim Biller hat den jüdischsten, amerikanischsten, komischsten Roman der deutschen Gegenwart geschrieben Dies ist die verrückte Geschichte von Soli und Noah, beste Freunde und fast Brüder seit ihrer Bar-Mizwa in der Hamburger Synagoge im Jahr 1976, verbunden durch ihre Herkunft, ihren Humor und ihre bizarren sexuellen Fantasien – und gemeinsam verstrickt in eine groteske Erpressungs- und Entführungsstory globalen Ausmaßes.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:51:52 „Mein bester Freund, der eigentlich die eine Figur ist in dem Roman Biografie, von dem du nur 300 Seiten geschafft hast.“

Biller erwähnt seinen 900-seitigen Roman über seinen besten Freund

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Ü Artikel

Über den Linden

Maxim Biller

Literarische Kolumne von Maxim Biller über moralische Geschichten und Alltagsbeobachtungen. Im Unterschied zu seinen polemischen Arbeiten nutzt Biller hier einen narrativen, literarischen Erzählansatz, um Fragen der menschlichen Existenz und Ethik zu erkunden.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:55:19 „Heute über den Linden ist eine weitere Kolumne.“

Wegner erwähnt Billers aktuelle Zeit-Kolumne

Zum Artikel bei Franzdobler.de Details
H Artikel

Heute über den Linden

Maxim Biller

für die Zeit heißt "Über den Linden", die neuste Folge "Morbus Israel" (25.6.) wurde nach einigen Stunden von Zeit-Online gelöscht ("mehrere Formulierungen, die nicht den Standards der ZEIT entsprechen"), deshalb hier der vollständige Text zur Information: "Kommt ein Deutscher ...

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:55:50 „Heute über den Linden ist eine weitere Kolumne. Es gab auch davor mal eine Kolumne in der Zeit, die wurde dann nicht fortgeführt. Da gab es Ärger dann wegen eines Textes über Joschka Fischer.“

Wegner erwähnt Billers Kolumne 'Heute über den Linden' und eine frühere Zeit-Kolumne, die nach einem kontroversen Text über Joschka Fischer eingestellt wurde. Biller unterbricht an dieser Stelle, weil ihm zu viel über Journalismus und zu wenig über sein literarisches Werk gesprochen wird.

Zum Artikel bei Franzdobler.de Details
Kolumne über Joschka Fischer

Kolumne über Joschka Fischer

Maxim Biller

Maxim Biller verfasste eine Kolumne für das Zeitmagazin, in der er Joschka Fischer als Lügner bezeichnete, weil dieser seine Position zum Jugoslawienkrieg geändert hatte. Das Zeitmagazin lehnte die Veröffentlichung ab. Der kritische Text erschien später als Faksimile in der taz.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:56:35 „Du hast eine Kolumne für das Zeitmagazin geschrieben, vor vielen Jahren. Und dann hast du eine Kolumne geschrieben, eine Kolumne innerhalb dieser Reihe über Joschka Fischer. Und die ist nie, in der Zeit zumindest, nie erschienen, weil sie verhindert worden ist, richtig?“

Amend fragt Biller nach der berüchtigten Kolumne über Joschka Fischer, die vom Zeitmagazin nicht gedruckt wurde. Biller hatte Fischer als 'Lügner' bezeichnet, weil dieser seine Position zum Jugoslawienkrieg gewechselt hatte. Die Kolumne erschien später als Faksimile in der taz.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Junges Deutschland (Kolumnenreihe)

Junges Deutschland (Kolumnenreihe)

Maxim Biller

Der Artikel behandelt die Kolumnenreihe „Junges Deutschland", in der Maxim Biller zusammen mit Sibylle Berg, Katja Lange-Müller und einer weiteren Autorin für das Zeitmagazin schrieb. Diese Reihe war ein wichtiger Vorläufer seiner späteren Kolumnenarbeit und prägte sein Selbstverständnis als Schriftsteller.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 00:56:52 „Ich hatte im Zeitmagazin mit drei anderen Schriftstellern, Sibylle Berg, Katja Lange-Müller. Wer war die dritte? Fällt mir jetzt nicht ein. Eine Kolumne und dann wurde das damalige Zeitmagazin beendet.“

Biller beschreibt eine gemeinsame Kolumnenreihe im Zeitmagazin unter dem Titel 'Junges Deutschland', die er zusammen mit Sibylle Berg, Katja Lange-Müller und einer weiteren Autorin schrieb. Die Reihe war ein Vorläufer seiner späteren Kolumnenarbeit.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Junges Deutschland

Junges Deutschland

Über Jungdeutschland ist die deutsche Literaturwissenschaft alt geworden, ohne sich sonderlich zu engagieren; Walter Muschg irrte nicht, als er klagte, Jungdeutschland sei ein weißer Fleck der Literaturgeschichte.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:57:06 „war für mich nur die Fortsetzung von diesen 100 Zeilen Hass eigentlich. Und dann schrieb ich halt eben die erste Kolumne über Joschke Fischer.“

Biller erwähnt die Kolumnenreihe 'Junges Deutschland', die er mit Sibylle Berg und anderen für das Zeitmagazin schrieb

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Pilla (Kolumne)

Pilla (Kolumne)

Maxim Biller

Es gibt eine Unstimmigkeit: Der Artikeltitel ist "Google Search", aber das Zitat und der Kontext handeln von Maxim Billers Kolumne "100 Zeilen Hass" / "Pilla" bei der Zeitschrift Tempo. Das sind zwei verschiedene Themen. Soll ich basierend auf dem Zitat und Kontext eine Beschreibung schreiben (und der Titel ist ein Fehler), oder hast du weitere Informationen zum "Google Search"-Artikel?

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 01:00:28 „Dann habe ich Herrn Jörgs angerufen, habe gesagt, Herr Jörgs, was soll ich machen? Er sagte, Sie machen hier einfach weiter und ich bin froh, dass dieser scheiß Titel 100 Zeilen Hass endlich weg ist. Und dann schrieb ich weiter dieselbe Kolumne. Dann hieß sie nur noch Pilla, glaube ich.“

Nachdem Billers Wechsel zur Woche gescheitert war, kehrte er zu Tempo zurück. Chefredakteur Michael Jürgs nahm ihn sofort wieder auf, und die Kolumne lief unter dem neuen Titel 'Pilla' weiter – inhaltlich identisch mit '100 Zeilen Hass'.

Zum Artikel bei Google.com Details
Kolumne über rechte Umtriebe bei Focus

Kolumne über rechte Umtriebe bei Focus

Maxim Biller

Die Kolumne des Schriftstellers Maxim Biller kritisiert rechte Positionen beim Focus-Magazin. Nachdem das Magazin Tempo die Veröffentlichung zurückhielt, erschien sie stattdessen in der taz. Der Artikel dokumentiert einen Konflikt um Pressefreiheit und redaktionelle Entscheidungen in deutschen Medienunternehmen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 01:01:41 „Und dann hat die Taz eben diese Kolumne gedruckt, darüber, mit sehr, sehr vielen Zitaten darüber, wie in Fokus komischerweise sehr seltsame rechte Positionen immer wieder vertreten werden.“

Biller beschreibt eine Kolumne, die er bei Tempo über rechte Positionen beim Focus schrieb. Tempo bat ihn, sie zurückzuhalten wegen laufender Verhandlungen mit dem Burda-Verlag. Die Kolumne erschien stattdessen in der taz.

Zum Artikel bei taz Details
Rezension von Peter von Becker (Süddeutsche Zeitung)

Rezension von Peter von Becker (Süddeutsche Zeitung)

Peter von Becker

Gedenkseite für Peter von Becker, den renommierten Theaterkritiker der Süddeutschen Zeitung. Becker war bekannt für seine literarischen Rezensionen und würdigte Billers Debüterzählungsband mit einer enthusiastischen Besprechung, in der er Biller mit bedeutenden Autoren wie Heinrich Böll, Hannah Arendt und Josef Roth verglich. Die Seite ermöglicht es, des verstorbenen Kritikers zu gedenken.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 01:04:38 „Dann ist da auf der ersten Seite der Literaturbeilage, ist mein Gesicht so groß wie in Realität und dazu eine Hymne von Peter von Becker, dem sehr, sehr bekannten Theaterkritiker, vor allem damals bei der Süddeutschen.“

Biller erinnert sich an die euphorische Rezension seines ersten Erzählbands durch den Theaterkritiker Peter von Becker in der Süddeutschen Zeitung. Darin wurde er mit Heinrich Böll, Hannah Arendt, Woody Allen und Josef Roth verglichen. Tempo druckte die Liste der Vergleiche im nächsten Heft nach.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Polemik-Verteidigung (ZEIT-Essay 2018)

Polemik-Verteidigung (ZEIT-Essay 2018)

Maxim Biller

Sammlung von Leserbriefen zur ZEIT-Ausgabe 27/2025 zu verschiedenen Themen wie einem Artikel über "Morbus Israel", Wohlstandsfragen und wirtschaftliche Reformdebatten. Der Podcast-Kontext verweist auf einen ZEIT-Text von 2018, in dem der Autor die Polemik als wichtige literarische Form gegen oberflächliche Internetdebatten verteidigte und ihren argumentativ verdichteten Stil mit prägnanten Charakterisierungen erläuterte.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:15:54 „Es gab mal in der Zeit, 2018 hast du die Polemik sozusagen verteidigt, wenn man so will. Also einen Text über Polemiken geschrieben und wie wichtig die sind und sie abgegrenzt gegen den Quatsch der im Internet erscheinen und sozusagen eine Ehrenrettung dieser Form geschrieben.“

Wegner zitiert einen ZEIT-Text von 2018, in dem Biller die Polemik als literarische Form verteidigte. Wegner liest daraus eine Passage vor, in der Biller mehrere Politiker mit scharfen Attributen versieht, um zu zeigen, dass Billers Stil nicht immer auf langen argumentativen Anläufen beruht.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
K Artikel

Kolumne über Bärbel Schäfer

Maxim Biller

Die Kolumne „Bärbel Schäfer" ist Teil des Sammelbands „100 Zeilen Hass" und setzt sich kritisch mit der Moderatorin und ihrem Image als Prototypin der Nachmittags-Talkshow auseinander. Der Autor Biller zögerte zunächst, die kritische Kolumne aufzunehmen, da sie harte Vorwürfe enthält, reflektiert aber die grundsätzliche Ambivalenz zwischen beruflichem Erfolg im Fernsehen und der damit verbundenen öffentlichen Kritik.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 01:20:53 „Da war eine Kolumne über Bärbel Schäfer. Und da habe ich gedacht, hat sie es wirklich in der Härte verdient? Und dann habe ich mir gesagt, und das ist, glaube ich, unser aller Problem, wir sind irgendwie durch unseren Beruf öffentliche Personen geworden.“

Beim Zusammenstellen des Sammelbands '100 Zeilen Hass' war die Kolumne über Bärbel Schäfer die einzige, bei der Biller zögerte. Er hatte sie als Prototyp der Nachmittags-Talkshow-Moderatorin kritisiert, die sich für das Format verkauft. Trotz des Zögerns nahm er sie in das Buch auf.

Zum Artikel bei Google.com Details
Kolumne über Katja Riemann

Kolumne über Katja Riemann

Maxim Biller

Eine Kolumne über Katja Riemann als Galionsfigur der neuen deutschen Komödien, die der Autor scharf kritisierte. Riemann antwortete mit einem eigenen Gegentext und dokumentiert damit eine offene Streitkultur, ohne rechtliche Eskalation wie heute üblich.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 01:23:35 „Es gab eine andere Kolumne, über eine Schauspielerin, die damals viel in so Komödien gespielt hatte. Damals fingen gerade diese neun deutschen Komödien an und sie hat in einer sehr berühmten gespielt und ich fand das alles schauderhaft.“

Biller erzählt von einer Kolumne über Katja Riemann als Galionsfigur der neuen deutschen Komödien, die er scharf kritisierte. Bemerkenswert: Riemann schrieb daraufhin selbst einen Gegentext, der im nächsten Tempo erschien. Biller lobt diese Streitkultur im Vergleich zu heute, wo sofort Anwälte eingeschaltet würden.

Zum Artikel bei Sattmann.de Details
Late Night

Late Night

· 2014

Seth Meyers, der dienstälteste Moderator des äußerst beliebten "Weekend Update" bei "Saturday Night Live", übernimmt die Moderation von NBCs "Late Night" – der Heimat von prominenten Gästen, unvergesslicher Comedy und herausragenden musikalischen Talenten. Als mit dem Emmy ausgezeichneter Chefautor von "SNL" hat Meyers sich einen Ruf für scharfen Witz und perfektes Timing in der Comedy erworben und wurde durch seine treffsicheren Witze und Satire bekannt.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:41:34 „Ich war einmal in München, hat mich ein Freund mitgenommen zu der Aufzeichnung einer, gab es eine Gottschalk Late Night Show?“

Biller erzählt beiläufig von einer zufälligen Begegnung mit Marcel Reich-Ranicki bei der Aufzeichnung einer Late-Night-Show von Thomas Gottschalk in München. Reich-Ranicki sei bei seinem Anblick regelrecht zusammengezuckt – als Illustration dafür, wie sehr Billers Existenz ihn irritierte.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Mein Leben

Mein Leben

Marcel Reich-Ranicki

"Marcel Reich-Ranicki was born of Polish Jewish parents in the Polish town of Wloclawek in 1920. At the age of nine he moved to Berlin and it was at school there that he discovered his deep passion for literature and the theatre. But in 1938, he was deported back to Poland, where he spent the war. Written with subtlety, intelligence and lucidity, Reich-Ranicki's account of the Warsaw Ghetto and the relations between Poles and Jews, Poles and Germans, Poles and Poles is one of the most compell...

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:48:27 „Und man muss dazu sagen, ich google in meinem Gedächtnis, sein großer Buch, eigener Bucherfolg, also seine Autobiografie, war ja erst ein paar Jahre zuvor erschienen.“

Christoph Amend ordnet zeitlich ein, dass Reich-Ranickis große Autobiografie nur wenige Jahre vor Billers Besuch bei ihm erschienen war. Der Titel wird nicht explizit genannt, es handelt sich aber eindeutig um 'Mein Leben' (1999), Reich-Ranickis Bestseller-Autobiografie.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Waltz with Bashir

Waltz with Bashir

Ari Folman · 2008

Als junger Mann war Ari Folman als Wehrpflichtiger der israelischen Armee im Libanonkrieg stationiert und wurde 1982 Zeuge des berüchtigten Massakers von Sabra und Schatila, bei dem christliche Milizionäre palästinensische Flüchtlinge töteten und die israelische Armee nicht eingriff. Jahre später hat er die Ereignisse verdrängt. Weil es dennoch in ihm brodelt, geht er gegen das eigene Vergessen vor. Mit Hilfe von Zeitzeugen versucht er sich zu erinnern und fördert dabei Erschütterndes zu Tage.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 01:55:40 „Es kam ungefähr zehn Jahre später, glaube ich, dieser Film Walls with Bashir. Der war ja damals, wurde sehr viel irgendwie rezipiert. Toller Film auch. Sehr ähnliche Geschichte.“

Biller vergleicht seinen Roman über einen israelischen Soldaten im Libanon-Krieg mit dem später erschienenen Animationsfilm 'Waltz with Bashir'. Er argumentiert, dass sein Roman thematisch seiner Zeit voraus war und der Film zehn Jahre später eine sehr ähnliche Geschichte erzählte, die dann breite Rezeption erfuhr.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
In der Strafkolonie

In der Strafkolonie

Franz Kafka · 2018

"In der Strafkolonie" ist eine Erzählung von Franz Kafka, die im Oktober 1914 entstand und 1919 veröffentlicht wurde. Einem Forschungsreisenden wird das Rechtssystem einer Strafkolonie vorgeführt. Es besteht darin, dass jeder Angeklagte nach Festlegung des Urteils, das nicht angezweifelt werden kann, von einem Apparat in minutiösem Ablauf stundenlang gefoltert und dann getötet wird. Was er zu beherzigen habe, wird ihm in den Leib eingeschrieben.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 01:58:57 „Ich bin wie der Typ aus der Strafkolonie, aber nicht der, der auf dem Brett liegt.“

Im selben Kafka-Spiel wählt Biller 'In der Strafkolonie' als seinen Text und identifiziert sich mit einer der Figuren – allerdings nicht mit dem Verurteilten auf der Maschine, sondern vermutlich mit dem Beobachter oder dem Offizier.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Das Schloss

Das Schloss

Franz Kafka · 2024

Der Nachdruck des Textes in der «Bibliothek der Erstausgaben» folgt originalgetreu in Orthographie und Interpunktion der Erstausgabe von 1926. Die Originalpaginierung wird im fortlaufenden Text vermerkt. Der Anhang (Textgestalt, Glossar, Zeittafel, Nachwort) gibt Auskunft zu Leben und Werk.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:59:05 „Ich überlege gerade, ich fand das Schloss... Echt? Richtig gut.“

Christoph Amend nennt im Kafka-Spiel 'Das Schloss' als seinen Favoriten. Biller fragt nach, ob Amend sich in die Figur des Vermessers hineinprojiziere, was Amend offenlässt.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Vor dem Gesetz

Vor dem Gesetz

Franz Kafka · 2010

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Die provozierende Schlusspointe dieser Parabel lässt niemanden so schnell los. Unweigerlich gerät man ins Grübeln und Rekonstruieren, und dabei kommen nicht nur Juristen, Tora-Experten und Kabbalisten auf ihre Kosten.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:59:15 „Nein, vor dem Gesetz. So fühle ich mich auch. Ich finde halt diesen Schluss, wo es heißt, diese Tür war nur für dich gemacht. Genau, das ist mein Leben.“

In einem Spiel, bei dem jeder seinen persönlichen Kafka-Text nennen soll, wählt Wegner 'Vor dem Gesetz'. Er identifiziert sich stark mit der Parabel und ihrem Schluss – die Tür, die nur für den Wartenden bestimmt war, durch die er aber nie hindurfte. Wegner beschreibt das als ein Lebensgefühl, das Kafka perfekt eingefangen habe.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die Verwandlung

Die Verwandlung

Franz Kafka · 2020

Die Verwandlung ist die längste von Kafkas Erzählungen. In dieser Ausgabe erweckt die Game-Artistin und Expertin für 3-D-Animation, Marlene Bucka, die Käferwelt von Gregor Samsa eindrucksvoll zum Leben. Die Geschichte handelt von Gregor Samsa, der sich über Nacht in ein Ungeziefer verwandelt, die es ihm immer schwerer macht, sich mit seinen Mitmenschen zu unterhalten. Selbst seine Familie hält ihn irgendwann nicht mehr aus.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:00:53 „Der Käfer gibt mir gar nichts zum Beispiel. So fühle ich mich nie. Also ich kann das lesen und finde das auch gut, aber...“

Wegner grenzt sich von Kafkas 'Die Verwandlung' ab – im Gegensatz zu 'Vor dem Gesetz' kann er sich mit der Geschichte von Gregor Samsa nicht identifizieren. Er erkennt die literarische Qualität an, aber das Gefühl der Verwandlung in ein Ungeziefer spiegelt kein eigenes Lebensgefühl wider.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Froim Grach

Froim Grach

Isaac Babel · 2012

Winner of a National Jewish Book Award "Fascinating.…A humane and tragic survey of a great and tragic subject." —Jan Morris, Literary Review From Alexander Pushkin and Isaac Babel to Zionist renegade Vladimir Jabotinsky and filmmaker Sergei Eisenstein, an astonishing cast of geniuses helped shape Odessa, a legendary haven of cosmopolitan freedom on the Black Sea.

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:04:11 „Es gibt eine Geschichte, den Plot kann ich nacherzählen. Soll ich? Bitte. Die heißt Freumgratsch. Die ist in der Ausgabe jetzt mein Taubenschlag in der letzten bei Hansa.“

Biller erzählt die komplette Handlung dieser Babel-Erzählung nach: Froim Grach, der 'Zar von Odessa', geht zur bolschewistischen Kommandatur, um sich zu beschweren – und wird währenddessen im Hof erschossen. Biller nutzt diese Geschichte als Beispiel für Babels einzigartige Fähigkeit, auf wenigen Seiten dichten, raffinierten Plot mit großartiger Sprache zu verbinden.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Mein Taubenschlag

Mein Taubenschlag

Isaac Babel

Werksammlung mit psychologisch tiefgründigen Erzählungen aus der russischen Literatur, darunter die Erzählung 'Froim Grach'. Die Texte zeichnen sich durch intensive Beobachtung menschlicher Schicksale und literarische Eindringlichkeit aus.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:04:11 „Die heißt Freumgratsch. Die ist in der Ausgabe jetzt mein Taubenschlag in der letzten bei Hansa.“

Biller erwähnt die Hanser-Ausgabe 'Mein Taubenschlag' als die Sammlung, in der die Erzählung 'Froim Grach' enthalten ist. Es handelt sich um eine Werkausgabe von Isaac Babels Erzählungen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Reiterarmee

Reiterarmee

Isaac Babel

Die berühmteste Erzählsammlung von Isaac Babel über den sowjetisch-polnischen Krieg unmittelbar nach der russischen Revolution. Das Werk dokumentiert die Erlebnisse einer sowjetischen Reiterarmee und schildert den Kampf zwischen den Idealen der Revolution und der brutalen Realität des Krieges.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:04:22 „Also sein berühmtestes Buch ist zwar jetzt die Reiterarmee, als es einen Krieg gab zwischen Polen und Russland, der Sowjetunion nach der Revolution. Aber ich mag eigentlich die Geschichten aus Odessa lieber.“

Biller stellt Isaac Babel als den für ihn größten Schriftsteller überhaupt vor. Die 'Reiterarmee' erwähnt er als Babels bekanntestes Werk, zieht aber persönlich die Geschichten aus Odessa vor. Die Erwähnung dient der Einordnung von Babels Gesamtwerk.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Geschichten aus Odessa

Geschichten aus Odessa

Isaac Babel

Geschichten aus Odessa ist eine Sammlung von Isaac Babel über jüdische Gangster aus dem Viertel Moldawanka in Odessa. Die Erzählungen zeichnen sich durch detaillierte Charakterstudien und narrative Kraft aus. Babel gilt vielen als Begründer des literarischen Gangster-Genres, dessen Einfluss auf Film und Kultur bis heute nachwirkt.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:04:39 „Aber ich mag eigentlich die Geschichten aus Odessa lieber. Da geht es meistens um die Gangster aus dem Viertel Moldawanka. In meiner Ansicht hat er eigentlich die ganzen Gangsterfilme begründet.“

Biller schwärmt von den Odessa-Geschichten als seine liebsten Babel-Texte. Er erzählt detailliert die Geschichte 'Froim Grach' nach und argumentiert, Babel habe mit diesen wenigen Erzählungen über jüdische Gangster im Grunde das gesamte Gangster-Genre in der Kultur begründet.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Häutungen

Häutungen

Verena Stefan

Häutungen ist ein feministischer Debütroman aus den 1970er Jahren von Verena Stefan, der zum Bestseller wurde und als wichtiger Text der Frauenbewegung gilt. Das Buch wurde von Leserinnen primär als Bestätigung ihrer eigenen Weltanschauung rezipiert, statt es als literarisches Werk zu betrachten. Der Roman steht exemplarisch für politisch motivierte Literatur, der nach Ansicht von Kritikern das tiefere poetische und universelle Element fehlt – im Gegensatz zu Autoren wie Kafka, deren Werke existenzielle Gefühle universell treffen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:07:51 „Wenn in den 70er Jahren Leute dieses unlesbare Buch von Verena Stephan Häutungen gelesen haben, das war so ein feministischer Roman, kleiner Verlag, großer Bestseller, dann ging es ihnen nur um die Bestätigung ihres Lebensbildes.“

Biller nutzt Verena Stefans feministischen Bestseller 'Häutungen' als Negativbeispiel für Literatur, die nur als Bestätigung des eigenen Weltbildes gelesen wird. Er kritisiert, dass solchen politisch oder sozial motivierten Büchern das Universelle und Poetische fehle – im Gegensatz zu einem Autor wie Kafka, der existenzielle Gefühle trifft.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
F Rede

Freiheit für die deutsche Literatur

Maxim Biller

Maxim Biller wird bei der Verleihung des Nicolas-Born-Preises geehrt. Der Artikel beleuchtet seine legendäre Tagung "Freiheit für die deutsche Literatur", bei der Biller zentrale Debatten zur Literaturkritik führte und der Begriff der "Schlappschwanzliteratur" geprägt wurde. Ein Überblick über sein Wirken und seinen Einfluss auf die deutsche Literaturlandschaft.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:32:05 „du hast glaube ich im selben Jahr, wenn meine Notizen nicht falsch sind, eine Tagung organisiert, Freiheit für die deutsche Literatur“

Wegner erwähnt Billers legendäre Tagung in Tutzing, bei der der Begriff 'Schlappschwanzliteratur' fiel

▶️ YouTube 🔍 Google Details
P Theater

Publikumsbeschimpfung

Peter Handke

Peter Handkes experimentelles Skandal-Stück von 1966 verzichtet auf traditionelle Handlung und Charaktere. Stattdessen konfrontiert es das Publikum direkt mit verbaler Attacke und philosophischer Provokation. Das revolutionäre Werk hob die Grenze zwischen Bühne und Zuschauern auf und machte Handke international berühmt.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:32:50 „Aber weißt du, die Publikumsbeschimpfung von Peter Handke. Ich kenne die Publikumsbeschimpfung, ja. Nein, die ist wirklich eine Beschimpfung.“

Im Gespräch über die Tagung 'Freiheit für die deutsche Literatur' und den Vorwurf der Schriftstellerbeschimpfung vergleicht Biller seinen Vortrag mit Handkes Publikumsbeschimpfung. Er betont den Unterschied: Handkes Stück sei eine echte Beschimpfung gewesen, sein eigener Text hingegen eine argumentative Kritik.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
S Essay

Schlappschwanzliteratur (Eröffnungsvortrag/Essay 'Freiheit für die deutsche Literatur')

Maxim Biller

In diesem Essay argumentiert Maxim Biller, dass die deutsche Schriftstellergeneration unter Helmut Kohl das moralische Bewusstsein verlor und deshalb keine starke Literatur mehr hervorbringt. Der Eröffnungsvortrag der Tuzing-Tagung 2000, veröffentlicht in der Zeit, prägte den Begriff "Schlappschwanzliteratur".

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:35:55 „Ich habe einen Eröffnungsvortrag gehalten, in dem die These war, das war ein langer Essay, der ist auch übrigens in der Zeit erschienen, langer Essay, in dem ich sage, die Generation der Schriftsteller heute ist, wir sind eigentlich die Kinder von Kohl.“

Biller beschreibt seinen berühmten Eröffnungsvortrag bei der Tagung in Tuzing (2000), der auch als Essay in der Zeit erschien. Darin argumentiert er, dass die Schriftstellergeneration unter Helmut Kohl das Bewusstsein für Gut und Böse verloren habe und deshalb keine starke Literatur mehr schreiben könne. Der Begriff 'Schlappschwanzliteratur' wurde zum geflügelten Wort.

Zum Artikel bei Welt Details
Abschaffe (Roman, nicht namentlich genannt)

Abschaffe (Roman, nicht namentlich genannt)

Reinhard Goetz

Der Roman von Reinhard Götz wurde von Nick Biller in einem öffentlichen Vortrag als Beispiel für moralisch desorientierte Literatur kritisiert und als Negativbeispiel für das Scheitern von Werken ohne ethische Grundlagen genannt. Biller bemängelte die fehlende moralische Orientierung des Buches in einem Kontext seiner Überlegungen zu literarischer Verantwortung. Die öffentliche Reaktion des Autors auf diese Kritik führte zu einer literarischen Debatte über ethische Standards in der Gegenwartsliteratur.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:36:49 „Und dann habe ich als Beispiel für das völlige Misslingen auf Grundlage dieses komplett amoralischen Denkenseins das neue Buch von Reinhard Götz genommen.“

Im Kontext seines Tutzinger Vortrags nennt Biller das damals neue Buch von Reinhard Goetz als Negativbeispiel für eine Literatur, die durch fehlende moralische Orientierung misslingt. Goetz, der in der ersten Reihe saß, reagierte später öffentlich mit Kritik an Billers Vortrag.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
G Artikel

Gewalttext im Merkur

Reinhard Goetz

In der Zeitschrift Merkur (Ausgabe 900, 2024) veröffentlicht Reinhard Goetz einen provokanten Text, in dem er mit aggressiven und bewusst non-argumentativen Mitteln reagiert. Der Text exemplifiziert Goetz' Neigung zu emotionaler statt sachlicher Rhetorik und steht als Kontrast zu rationalen Diskursformen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:37:26 „Er hat ja auch einen Gewalttext in Merkur mal geschrieben, in dem er dem amerikanischen Präsidenten Reagan, also das Ich dieses Textes, ins Gesicht schießen will. Also das ist zum Beispiel eine Art von Nicht-Argumentieren.“

Biller erwähnt einen berüchtigten Text von Reinhard Goetz in der Zeitschrift Merkur, um zu illustrieren, dass Goetz selbst zu einer aggressiven, nicht-argumentativen Rhetorik neigt – im Kontrast zu Billers eigenem Anspruch, bei der Tutzinger Tagung sachlich kritisiert zu haben.

Zum Artikel bei Soziopolis.de Details
ZEIT Verbrechen

ZEIT Verbrechen

Sabine Rückert

Warum lässt eine Frau ihren Mann erschießen? Wie kommt ein Kommissar an ein Geständnis? Und warum lügen Zeugen manchmal? Was, wenn Polizisten kriminell handeln oder Sachverständige versuchen, ihre Irrtümer zu kaschieren? Und was, wenn Unschuldige in die Mühlen der Strafjustiz geraten – und niemand ihnen glaubt …? ZEIT Verbrechen können Sie auch in diesem Jahr wieder live erleben.

🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:40:43 „Sehr zu empfehlen zum Beispiel, sehr lehrreich, die drei Folgen über den Kachelmann-Prozess in ihrem Podcast, die wahnsinnig gut sind. Wirklich tolle drei Audio-Folgen.“

Wegner empfiehlt den Podcast von Sabine Rückert über den Kachelmann-Prozess als besonders mutig und lehrreich

🎧 Spotify 🎙️ Apple Podcasts Details
Ralf Rothmann Erzählungen über Isaac Babel

Ralf Rothmann Erzählungen über Isaac Babel

Ralf Rothmann

Sammlung von Erzählungen mit Fokus auf Isaac Babel, darunter eine Szene eines Verhörs des sowjetischen Schriftstellers durch seinen Verhöroffizier. Literarische Interpretation einer historischen Figur.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:47:45 „es gibt einen deutschen Schriftsteller, Ralf Rothmann, der hat ein Buch geschrieben mit Erzählungen und... See hat eine Erzählung geschrieben darüber, wie Isaac Babel von seinem Verhöroffizier verhört wird“

Biller kritisiert Rothmanns Babel-Erzählung als sprachlich nicht überzeugend und vergleicht sie mit seiner eigenen noch unveröffentlichten Babel-Geschichte

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
E Buch

Erzählung über Isaac Babels Verhör

Ralf Rothmann

Ralf Rothmanns Erzählung verhandelt Isaac Babels letzte Stunden vor seiner Exekution und inszeniert ein fiktives Verhör des sowjetischen Schriftstellers. Die Erzählung wird im Podcast als literarische Interpretation von Babels tragischem Schicksal diskutiert und mit anderen zeitgenössischen Zugriffen auf diese Thematik verglichen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:48:22 „Es gibt einen deutschen Schriftsteller, Ralf Rothmann, der hat ein Buch geschrieben mit Erzählungen und ich schlage das auf. Und See hat eine Erzählung geschrieben darüber, wie Isaac Babel von seinem Verhöroffizier verhört wird, bevor er exekutiert wird. Ich finde die Erzählung nicht besonders gut, weil die Sprache falsch ist.“

Biller vergleicht seine eigene literarische Auseinandersetzung mit Isaac Babel mit einer Erzählung von Ralf Rothmann. Er kritisiert Rothmanns Erzählung, weil die Sprache nicht authentisch russisch klinge, und stellt dem seine eigene, noch unveröffentlichte Erzählung gegenüber, in der Babel von Stalin besucht wird.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Erzählung über Babels Besuch von Stalin (unveröffentlicht)

Erzählung über Babels Besuch von Stalin (unveröffentlicht)

Maxim Biller · 2009

Die erste, vielstimmige Gesamtschau zum Werk des großen Erzählers und Essayisten. Maxim Biller schreibt seit dreißig Jahren an einem Werk, dessen Vielstimmigkeit in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 ohne Vorbild ist. Höchste Zeit für eine kritische Gesamtschau! Billers bisheriges Werk umfasst diverse Gattungen, Stil- und Tonlagen – vom großen Zeitroman über die psychologisch komplexe Erzählung und das kritische Gegenwartstheater bis zur harten, streitbaren Intervention.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:48:50 „Ich habe ein Jahr vorher eine Erzählung geschrieben, wie Isaac Babel in seiner Gefängniszelle von Stalin besucht wird. Die ist noch nicht erschienen. Und Stalin will von ihm eins, schreib mal eine Biografie, also in meiner Erzählung, und dann kannst du wieder weiterleben. Und Isaac Babel verzichtet.“

Biller erwähnt seine eigene, zum Zeitpunkt des Gesprächs noch unveröffentlichte Erzählung über Isaac Babel. In ihr besucht Stalin Babel im Gefängnis und bietet ihm Freiheit im Tausch gegen eine Biografie an – Babel lehnt ab. Die Geschichte zeigt Billers tiefe persönliche Verbindung zum Thema Stalinismus und künstlerische Integrität.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
E Buch

Erzählung der Mutter über die Silvesterparty

Rada Biller

In ihrer Erzählung beschreibt Rada Biller, wie sich der junge Maxim nach einer desaströsen Silvesterparty grundlegend veränderte. Das Werk zeigt die psychologische Tiefe einer Alltagsepisode aus der literarischen Perspektive der Mutter, die der Sohn im Podcast thematisiert.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:51:01 „Meine Mutter hat auch eine Erzählung darüber geschrieben, die ist in ihrem letzten Buch. So schreibt es meine Mutter in ihrer Erzählung: Ab da hat sich der Junge, in der Zählung, verändert er sich etwas.“

Biller erzählt von einer desaströsen Silvesterparty in seiner Jugend und verweist auf eine Erzählung seiner Mutter Rada Biller, die dieselbe Episode in ihrem letzten Buch literarisch verarbeitet hat. Die Mutter beschreibt darin, wie sich der junge Maxim nach dieser Erfahrung grundlegend veränderte.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Der falsche Gruß

Der falsche Gruß

Maxim Biller · 2021

Von einem, der irre wird an Deutschland. Erck Dessauer, der Held und Erzähler dieses Romans, ist jung, begabt und bereit, ein großer Schriftsteller zu werden. Leicht ist das nicht im Berlin der Nullerjahre, denn eingeschworene Cliquen teilen die Macht unter sich auf, und Missgunst ist ein anderes Wort für Glück. Und besonders einer scheint es auf Erck abgesehen zu haben. Ercks Vater wurde zweimal verlassen: einmal von seiner Ehefrau. Und einmal von der DDR.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:57:41 „Und natürlich, jetzt ist erschienen dieser Roman Der falsche Gruß vor ein paar Monaten. Der falsche Gruß handelt von einem jungen Mann. Autor? Eric Dessauer. Genau. Und der will was werden.“

Biller stellt seinen neuen Roman vor, in dem ein junger ostdeutscher Mann einem jüdischen Schriftsteller gegenüber einen Hitlergruß macht und danach in paranoide Angst vor den Konsequenzen verfällt. Biller erklärt, dass es keine politische Stellungnahme sei, sondern die Geschichte eines Menschen – eines imaginären Antisemiten, der seine Gegnerschaft nur im Kopf hat.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Memoiren eines Antisemiten

Memoiren eines Antisemiten

Gregor von Rezzori

Autobiografisch gefärbte Erzählung, die Antisemitismus aus der Innenperspektive eines Charakters erforscht. Ein klassischer österreichischer Text, der die politischen Spannungen des 20. Jahrhunderts und ihre persönlichen Auswirkungen reflektiert.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 02:59:02 „Also wenn es von Gregor von Rezori nicht schon das Buch gegeben hätte, Memoiren eines Antisemiten, hätte ich das eventuell so genannt.“

Biller zieht einen Vergleich zwischen seinem Roman 'Der falsche Gruß' und Rezzoris Klassiker. Er sagt, er hätte seinen Roman ähnlich betitelt, wenn es diesen Titel nicht bereits gegeben hätte – beide Werke behandeln das Thema Antisemitismus aus der Innenperspektive einer Figur.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Leben mit dem Stern

Leben mit dem Stern

Jiří Weil

Ein Roman über einen Prager Juden unter der Nazi-Besatzung, der in einem Museum für die „ausgestorbene jüdische Rasse" arbeitet und mit seinem Kater allein lebt. Eine kafkaesque Geschichte über Überleben und Menschsein in der dunkelsten Zeit der Geschichte.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 03:06:42 „Der größte Roman, fast, nicht fast, aber einer der größten Romane, den ich kenne, ist ein tschechischer Roman, gibt es aber in deutscher Übersetzung, der heißt Leben mit dem Stern von Jiri Weil, so wie auf Deutsch Weil. Und er handelt, spielt im Prag, das schon besetzt ist. Und ein Prager Jude wartet im Prinzip darauf, also man nimmt ihm langsam, weil die haben ja zuerst den Leuten irgendwie Dinge weggenommen.“

Biller beschreibt ausführlich und mit großer Begeisterung diesen tschechischen Roman über einen Prager Juden unter der Nazi-Besatzung, der in einem Museum für die 'ausgestorbene jüdische Rasse' arbeitet und allein mit seinem Kater lebt. Biller vergleicht das Werk mit Kafka und zieht eine direkte Linie zu seinem eigenen Roman 'Der falsche Gruß' – beide interessierten sich für den Menschen, nicht für politische Stellungnahmen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Tod eines Kritikers

Tod eines Kritikers

Martin Walser · 2009

Hans Lach wird verhaftet: Mordverdacht. Auf der Party seines Verlegers hatte er einen für seine Verrisse gefürchteten Kritiker bedroht. Am nächsten Morgen findet sich dessen blutdurchtränkter Pullover, nur von der Leiche fehlt jede Spur. Dafür treten immer neue Verdächtige auf den Plan. Ein Vexierspiel auf Leben und Tod nimmt seinen Anfang, denn über die Schuld oder Unschuld des Schriftstellers, so scheint es, ist viel zu sagen, aber schwer zu entscheiden.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 03:09:36 „stellt sich Frau Reich-Ranitzky als Walzer seinen antisemitischen Roman Schreibtod eines Kritikers“

Biller erzählt, wie Schirrmacher den Vorabdruck von Walsers Roman in der FAZ ablehnte und einen Text über dessen antisemitischen Charakter schrieb

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Casablanca

Casablanca

Michael Curtiz · 1943

Während des Zweiten Weltkrieges betreibt der zynische Amerikaner Rick Blaine eine Bar in Casablanca, in der eines Tages der vor den Nazis geflohene Widerstandskämpfer Victor Laszlo mit seiner Frau Ilsa auftaucht. Von Nazi-Major Strasser verfolgt hoffen sie, dass ihnen Rick zur Flucht in die USA verhelfen kann. Nach anfänglicher Weigerung erfüllt Rick, der früher eine Affäre mit Ilsa hatte, ihren Wunsch. Kurz vor dem Abflug muss sich Ilsa endgültig zwischen den beiden Männern entscheiden.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:13:42 „Und rasierte jeden in der Redaktion, der nicht seiner Meinung war, dass es das größte Kunstwerk ist, ich weiß jetzt nicht, seit Casablanca.“

Biller erwähnt Casablanca nur beiläufig als ironischen Maßstab, um Schirrmachers übertriebene Begeisterung für die Serie 'Unsere Mütter, unsere Väter' zu karikieren.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Unsere Mütter, unsere Väter

Unsere Mütter, unsere Väter

· 2013

Juni 1941, Tage vor dem Überfall auf die Sowjetunion: In Berlin treffen sich fünf Jugendfreunde, um Abschied zu nehmen: Wilhelm überzeugter Soldat der Wehrmacht, Friedhelm sein weniger überzeugter Bruder, die lebenslustige Greta die Nazis für Spießer hält und davon träumt, ein UFA-Star zu werden, die ernste Charlotte, die fest an den Nationalsozialismus glaubt und sich zur Krankenschwester ausbilden lässt, um Volk und Führer zu dienen, und schließlich der Jude Viktor der verzweifelt seine Eltern...

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 03:13:49 „Oder setzt eine Propagandamaschine in Bewegung, als diese Serie Unsere Mütter, Unsere Väter lief. Und rasierte jeden in der Redaktion, der nicht seiner Meinung war, dass es das größte Kunstwerk ist, ich weiß jetzt nicht, seit Casablanca. Das war aber wirklich eine sehr, sehr, eine sehr widerliche reaktionäre Serie, in der das Leid von Juden und Deutschen einfach gleichgesetzt wurde.“

Biller kritisiert die ZDF-Serie scharf als 'widerlich reaktionär', weil sie das Leid von Juden und Deutschen gleichsetze. Er nutzt Schirrmachers begeisterte Unterstützung der Serie als weiteres Beispiel für dessen widersprüchliche Haltung – einerseits Walsers Antisemitismus anprangernd, andererseits diese Serie feiernd.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
N Artikel

Nachruf auf Hardy Krüger

Claudius

Der Nachruf auf Schauspieler Hardy Krüger dokumentiert dessen bemerkenswerten Lebensweg von einer Nazi-Familie über eine Nazi-Schule bis zu seiner Befreiung durch Hans Söhnker. Er behandelt Krügers Widerstand gegen den Nationalsozialismus und sein mutiges Verhalten während des Krieges, als er sich gegen einen deutschen Offizier wehrte. Die Darstellung bietet tiefe Einblicke, die in anderen Quellen selten zu finden sind.

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:30:15 „Wirklich super aktuelles Beispiel, der Claudius hat auch einen tollen Nachruf geschrieben auf Hardy Krüger. Und Hardy Krüger kommt aus einer krassen Nazifamilie, wird auf eine krasse Nazischule geschickt als Kind, als Zwölfjähriger, Dreizehnjähriger.“

Biller erwähnt einen Nachruf auf den Schauspieler Hardy Krüger, geschrieben von jemandem namens Claudius. Er hebt hervor, dass dieser Nachruf Details enthielt, die anderswo nicht standen – insbesondere die Geschichte, wie Hardy Krüger als Jugendlicher durch Hans Söhnker vom Nationalsozialismus abgebracht wurde und später einen deutschen Offizier erschoss, der ihn zum Kampf zwingen wollte.

Zum Artikel bei Amadeu-antonio-stiftung.de Details
Warum sagen Sie das? Warum denken Sie das?

Warum sagen Sie das? Warum denken Sie das?

Ein ZEIT-Podcast im Debattenformat, in dem zwei Personen mit gegensätzlichen Meinungen zu brisanten Themen aufeinandertreffen. Das Format stellt beide Positionen einzeln vor und lässt die Kontrahenten dann direkt miteinander diskutieren. So entstehen intensive Debatten zu gesellschaftspolitischen Fragen wie Sprache und Gendern, bei denen gegensätzliche Standpunkte unmittelbar aufeinanderprallen.

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:35:14 „Die völlig, völlig, also dämonisch faszinierende Luise, heißt die Luise Pusch? Die Erfinderin des Genders? Habe ich in so einem genialen Zeit-Podcast gehört. Ich finde das so genial, diesen Podcast, weil da zwei Leute gegeneinander gestellt werden, die zu einem bestimmten brisanten Thema unterschiedlicher Meinung sind und dann wird jeder erstmal einzeln vorgestellt und dann reden sie miteinander.“

Maxim Biller spricht über Luise Pusch und das Gendern der Sprache. Er erinnert sich an einen ZEIT-Podcast, in dem zwei Personen mit gegensätzlichen Meinungen zu einem brisanten Thema aufeinandertreffen. Er ist sich beim Namen nicht ganz sicher, beschreibt aber das Format begeistert als genial, weil es kontroverse Positionen direkt gegenüberstellt.

🎧 Spotify 🎙️ Apple Podcasts Details
The New Yorker

The New Yorker

The New Yorker ist ein renommiertes amerikanisches Wochenmagazin für Literatur, Reportagen und Kulturkritik. Das Magazin ist bekannt für seine hochwertige Literaturredaktion und veröffentlicht Kurzgeschichten, Essays sowie tiefgründige Berichte zu Politik und Kultur. Unter Chefredakteur David Remnick gehört der New Yorker zu den einflussreichsten Publikationen in den USA.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 03:47:11 „Ich habe die beiden Literaturredakteure kennengelernt, die ich ganz toll fand. Sie ist sehr berühmt, Deborah Treisman. Dann gab es noch einen zweiten, William Davids. Und ich habe mich sogar mit denen getroffen und habe sogar David Remnick dann dort, als ich dort war, mal kennengelernt kurz.“

Biller erzählt ausführlich von seiner Beziehung zum New Yorker, dem renommierten amerikanischen Magazin. Er veröffentlichte dort zweimal Kurzgeschichten, hatte guten Kontakt zu den Literaturredakteuren Deborah Treisman und William Davids, doch Chefredakteur David Remnick lehnte wiederholt Geschichten ab, in denen jüdische Themen eine Rolle spielten. Biller beendete schließlich frustriert die Zusammenarbeit.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
Geschichten über Babel

Geschichten über Babel

Maxim Biller · 2019

Während alle anderen Passagiere der "Bessarabia" an Deck stehen und das Auftauchen der kleinen weißen Häuser von Tel Aviv am Horizont feiern, liegt Max seekrank in seiner Kajüte. Seine Gedanken kreisen um das Zurückgelassene und das Kommende, die Freunde und Gefährten in der alten, gefährlich gewordenen Heimat.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:50:28 „Salinger, ich habe jetzt so ein paar Geschichten über Schriftsteller geschrieben, auch diese Babeln.“

Biller erwähnt beiläufig, dass er neben der Salinger-Erzählung auch Geschichten über den russisch-jüdischen Schriftsteller Isaak Babel geschrieben hat. Dies fällt im Kontext seiner Erzählungen über Schriftsteller, die er unter anderem dem New Yorker angeboten hatte.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Erzählung über J. D. Salinger

Erzählung über J. D. Salinger

Maxim Biller · 2015

Am 22. Juli dieses Jahres veröffentlichte ein kleiner Verlag aus Memphis den Erzählungsband "Die jungen Leute" von J. D. Salinger, die erste Publikation des amerikanischen Kultautors seit fünfzig Jahren. Diese ersten Erzählungen eines der größten und unergründlichsten Schriftsteller unserer Zeit sind ein seltenes literarisches Ereignis. Am 22. Juli 2014 brachte ein kleiner Verlag aus Memphis »Die jungen Leute« heraus, die erste Veröffentlichung des amerikanischen Kultautors J.D.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 03:50:34 „Salinger kam ja aus einer komplizierten Familie, kam aus einer jüdischen Familie und fand aber dann heraus, dass seine Mutter konvertiert war. Salinger ist er in einer jüdischen Familie aufgewachsen, kam als amerikanischer Soldat nach Deutschland und hatte dann eine große Liebesgeschichte mit einer deutschen Frau, irgendwo im Fränkischen. Und ich habe darüber eine Erzählung geschrieben.“

Biller erzählt von einer Erzählung, die er über J. D. Salingers Liebesgeschichte mit einer deutschen Frau nach dem Zweiten Weltkrieg geschrieben hat. Er hatte die Geschichte dem New Yorker angeboten, doch die Redaktion lehnte sie ab – was für Biller der letzte Tropfen war. Er beendete daraufhin endgültig seine Zusammenarbeit mit dem Magazin.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Artikel über Max Czollek in der Zeit

Artikel über Max Czollek in der Zeit

Maxim Biller

Die Debatte um die Identität des streitbaren Autors geht weiter: Ist er Jude, Vaterjude, gar kein Jude? Dies ist viel mehr als eine innerjüdische Auseinandersetzung.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:53:11 „Da ging es darum, dass er aus dieser Sicht schreibt und du aber einen Beitrag in der Zeit, Full Disclosure, unter anderem darauf hingewiesen hast, naja, also, und das sind jetzt meine Worte, technisch ist dieser Autor kein Jude, weil seine Mutter keine Jüdin war und weil auch sein Vater keiner war.“

Jochen Wegner spricht einen öffentlichen Streit zwischen Maxim Biller und Max Czollek an. Biller hatte in einem Artikel in der ZEIT darauf hingewiesen, dass Czollek nach der Halacha kein Jude sei, obwohl dieser aus jüdischer Perspektive schreibe. Der Text löste eine riesige Debatte aus – der Zentralrat äußerte sich, und das Thema dominierte Abendessen-Gespräche während der Pandemie.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Artikel in den New York Times über jüdische Identität

Artikel in den New York Times über jüdische Identität

Max Czollek

Max Czollek, deutscher Dichter und Autor von 'Desintegriert euch!', beschreibt in diesem Artikel seine Sicht auf jüdische Identität im heutigen Deutschland. Er positioniert sich als einer der wenigen Juden in Deutschland mit einer familiären Verbindung zur Vorkriegszeit. Der Artikel thematisiert, was es bedeutet, in einem Land jüdisch zu sein, das den Holocaust perpetriert hat. Schriftsteller Maxim Biller kritisiert Czolleks Selbstdarstellung als performatives 'Gedächtnistheater' ohne authentische historische Verwurzelung.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 03:55:21 „Alles, was ich gemacht habe, weil es mich seit einer Weile bewegt hat, dass er unentwegt, einschließlich zum Beispiel einem großen Artikel in den New York Times, könnt ihr nachlesen, sagt, ich Jude, da sagt er in den New York Times, hat er irgendwie sinngemäß, bin einer der wenigen Juden in Deutschland, die noch Verbindung zu der Zeit vorm Dritten Reich haben.“

Biller verweist auf einen Artikel von Max Czollek in der New York Times, in dem dieser sich als einer der wenigen Juden in Deutschland positioniert habe, die noch eine Verbindung zur Zeit vor dem Dritten Reich hätten. Biller hält diese Selbstdarstellung für 'Theater' und 'Gedächtnistheater'.

Zum Artikel bei New York Times Details
Text von Josef Schuster in der Jüdischen Allgemeinen

Text von Josef Schuster in der Jüdischen Allgemeinen

Josef Schuster

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, nimmt in diesem Meinungsbeitrag zur Czolek-Debatte Stellung. Er unterstützt öffentlich die Position von Biller gegen Czolleks Selbstdarstellung und gibt damit einer innerjüdischen Kontroverse ein offizielles Gesicht. Der Artikel behandelt Fragen von Authentizität und Repräsentation innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 03:57:45 „Und dann passiert etwas, dass tatsächlich Josef Schuster, der Chef des Zentralrats der Juden in Deutschland, was immer das ist, in der jüdischen Allgemeinen kurzen Text schreibt, indem er schreibt, dass ich in einem Recht habe, dass das einfach nicht geht.“

Biller erzählt die Chronologie der Czolek-Debatte: Nach seinem Zusammentreffen und Czolleks Tweet habe Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden, in der Jüdischen Allgemeinen einen Text veröffentlicht, der Billers Position stützte. Laut Biller waren 'normale Juden' in Deutschland schon lange genervt von Czolleks Selbstdarstellung.

Zum Artikel bei Juedische-allgemeine.de Details
Artikel von Jacques Schuster in der Welt

Artikel von Jacques Schuster in der Welt

Jacques Schuster

Jacques Schuster beleuchtet in diesem Artikel die Geschichte der Konversionen zum Judentum in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Er berichtet, wie der Rabbiner von Berlin Hunderte von Deutschen empfing, die sich zum jüdischen Glauben bekennen wollten. Der Beitrag bietet wichtigen historischen Kontext zu dieser wenig bekannten Nachkriegsentwicklung.

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:59:03 „Es gab einen sehr guten Artikel von Jacques Schuster in der Welt, fand ich, der auch ein bisschen erzählt hat, wie schon nach dem Krieg irgendwie zu dem Rabbiner von Berlin, der Rabbiner, ganz viele Deutsche kamen. Also wirklich hunderte, glaube ich, die konvertieren wollten.“

Im Rahmen der Czolek-Debatte erwähnt Biller lobend einen Artikel von Jacques Schuster in der Welt, der den historischen Kontext von Konversionen zum Judentum nach dem Krieg beleuchtet habe. Biller fand diesen Beitrag 'sehr gut' und inhaltlich relevanter als die eigentliche Czolek-Kontroverse.

Zum Artikel bei Eurotopics.net Details
Jüdische Rache (Ausstellung)

Jüdische Rache (Ausstellung)

Max Czollek

Ausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt, kuratiert von Max Czollek. Sie thematisiert jüdische Rache-Impulse nach dem Zweiten Weltkrieg und zeigt, dass es nach 1945 Juden gab, die sich rächen wollten. Das Werk regt kritische Reflexion über Mythenbildung, Erinnerungskultur und jüdische Identität an.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:00:09 „Er kuratiert zum Beispiel im Frankfurter Museum, jüdischen Museum, eine Ausstellung zu etwas, was er jüdische Rache nennt. Da entsteht schon wieder ein neuer Mythos. Er würde sagen, da soll gezeigt werden, dass es nach dem Krieg Juden gab, die sich rächen wollten.“

Biller kritisiert eine von Max Czollek kuratierte Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt zum Thema 'jüdische Rache'. Er sieht darin die Konstruktion eines neuen Mythos und widerspricht der These vehement: Rache gehöre nicht ins 'jüdische Programm' und Juden hätten 2000 Jahre lang keinem anderen Volk ein Haar gekrümmt.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
Desintegriert euch!

Desintegriert euch!

Max Czollek

Max Czollek ist dreißig, jüdisch und wütend. Denn hierzulande herrschen seltsame Regeln: Ein guter Migrant ist, wer aufgeklärt über Frauenunterdrückung, Islamismus und Demokratiefähigkeit spricht. Ein guter Jude, wer stets zu Antisemitismus, Holocaust und Israel Auskunft gibt. Dieses Integrationstheater stabilisiert das Bild einer geläuterten Gesellschaft - während eine völkische Partei Erfolge feiert. Max Czolleks Streitschrift entwirft eine Strategie, das Theater zu beenden: Desintegration.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:02:04 „Ihr habt ja auch ein Buch geschrieben zum Beispiel, desintegriert euch heißt das, über das wir auch mal sprachen, weil Deborah Feldman in diesem Podcast war. Und da kamen wir irgendwie drauf.“

Wegner erwähnt Czolleks Buch 'Desintegriert euch!' im Kontext der Debatte über jüdische Identität in Deutschland. Das Buch wurde offenbar schon in einer früheren Episode besprochen, als Deborah Feldman zu Gast war. Es dient hier als Beleg für Czolleks öffentliche Position als jüdischer Intellektueller.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Bruchstücke

Bruchstücke

Binjamin Wilkomirski · 1995

Binjamin Wilkomirski weiss nicht, wann er geboren ist, er kennt seine Herkunft nicht und hat keinen einzigen Verwandten. Was ihm von seiner Kindheit blieb, sind Bilder Majdanek, aus dem "Kinder- und Frauenfeld" des Vernichtungslagers, aus einem Waisenhaus in Krakau, aus den ersten Jahren bei schweizerischen Pflegeeltern, die dem Kind seine Erinnerungen nehmen wollten. Das Kind wuchs unter einem fremden Namen auf. Heute lebt Binjamin Wilkomirski als Musiker und Instrumentenbauer in der Schweiz.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:09:51 „Der Schritt dahin ist nicht mehr weit. Nur noch eine Sache, damit du mich jetzt nicht für einen jüdischen Faschisten hältst... es waren nicht viele, aber einige, der berühmteste war dieser Wilkomowski, die einfach behauptet haben, sie sind Juden.“

Biller spricht über die Problematik falscher jüdischer Identitäten in Deutschland im Kontext der Czollek-Debatte. Er verweist implizit auf den berüchtigten Fall von Binjamin Wilkomirski, der eine gefälschte Holocaust-Autobiografie veröffentlichte.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Interview mit Max Czollek im Spiegel

Interview mit Max Czollek im Spiegel

Max Czollek argumentiert in diesem Spiegel-Interview für die Desintegration von Juden in Deutschland als Alternative zu Assimilation. Der Text behandelt Czolleks Perspektive auf jüdische Identität und die Frage, wie Juden sich in der deutschen Gesellschaft positionieren sollten. Das Interview entstand als Stellungnahme im Kontext einer öffentlichen Debatte über jüdisches Leben in Deutschland.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:14:29 „Und interessanterweise gab es dann dieses endlose Interview im Spiegel dazu, zum Schluss. Und jetzt kann ich euch eins sagen. Mich hat wirklich kein Mensch gefragt, außer einem Kollegen, Strichkollegin.“

Biller erwähnt ein langes Spiegel-Interview mit Max Czollek am Ende der Debatte. Er betont ironisch, dass er selbst von niemandem für ein Interview oder eine Stellungnahme gefragt worden sei, obwohl stets von einem 'Streit zwischen X und Y' gesprochen wurde.

Zum Artikel bei Spiegel Details
Die Hugenotten

Die Hugenotten

Giacomo Meyerbeer

Die Hugenotten ist eine Oper von Giacomo Meyerbeer, die der Komponist selbst als sein liebstes Werk bezeichnete. Die Oper behandelt religiöse Konflikte und gegenseitige Vernichtung zwischen verschiedenen Gruppen. Besonders interessant ist die Ironie, dass der jüdische Komponist die Musik zu diesem Stück über gegenseitige Feindschaft verfasste – ein Kontrast, den der Podcast nutzt, um eine Debatte über Perspektive und Identität zu verdeutlichen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:16:28 „Es gibt eine Oper, es gibt eine, die Meyerbeer, der Komponist, der wurde gefragt, welche seiner Opern, die er geschrieben hat, oder berätten ihm die liebste seine, sagte, die Hugenotten. Wieso die Hugenotten? Naja, weil die einen Gäumen bringen die anderen Gäumen um, und der Judah hat dazu die Musik geschrieben.“

Biller erzählt eine Anekdote über Meyerbeer, um eine Parallele zur Czolek-Debatte zu ziehen: So wie Meyerbeer als Jude die Musik zu einem Stück über sich gegenseitig tötende Christen schrieb, sei es bei der Czolek-Sache umgekehrt – die Deutschen schauen fasziniert zu, wie Juden sich streiten.

🛒 Amazon * 🔍 Google Details
T Artikel

Text von Peter von Becker über Maxim Biller

Peter von Becker

Der Artikel behandelt Maxim Billers umstrittenen Roman „Esra", der vom Bundesverfassungsgericht verboten wurde. Peter von Becker erörtert die Spannung zwischen künstlerischer Wahrheit und dem Recht auf Privatsphäre einer in dem Roman dargestellten Person. Die Entscheidung wirft grundsätzliche Fragen über die Grenzen der Literatur auf, wenn persönliche Geschichten autobiografischer Natur sind.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:20:18 „Weil dieser Text von Peter von Becker, der wirklich auch so ein einschneidendes Erlebnis war, der war super in Ordnung. Der war nicht so, obwohl er natürlich erzählt hat, worum es da auch geht.“

Biller erwähnt einen Text von Peter von Becker über ihn, den er als 'einschneidendes Erlebnis' und zugleich als fair ('super in Ordnung') beschreibt. Er grenzt diesen positiv von antisemitischen Texten ab, die er in seiner Karriere erlebt hat.

Zum Artikel bei Tagesspiegel Details
Auschwitz-Reportage in Tempo

Auschwitz-Reportage in Tempo

Maxim Biller

Draußen ein schöner Frauenhintern, drinnen Comics von Deix zum Ekeln, ein Knast auf Kuba zum Entrüsten, die Brüste von Kitten Natividad zum Erschrecken.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:20:50 „Das bezog sich erst mal auf eine Auschwitz-Reportage von mir, die ich in Tempo erschienen war. Und dann später etwas abgeschwächt auf mein erstes Buch.“

Biller erwähnt seine frühe Auschwitz-Reportage im Magazin Tempo, die Gegenstand eines seiner Meinung nach antisemitischen Textes in der Zeit war. Es ist Teil seiner Erzählung über antisemitische Erfahrungen, die seine Haltung zur Identität als jüdischer bzw. deutscher Schriftsteller geprägt haben.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Eurotrash

Eurotrash

Christian Kracht · 2021

»I'll see you in twenty-five years.« Laura Palmer. »Also, ich musste wieder auf ein paar Tage nach Zürich. Es war ganz schrecklich. Aus Nervosität darüber hatte ich mich das gesamte verlängerte Wochenende über so unwohl gefühlt, dass ich unter starker Verstopfung litt. Dazu muss ich sagen, dass ich vor einem Vierteljahrhundert eine Geschichte geschrieben hatte, die ich aus irgendeinem Grund, der mir nun nicht mehr einfällt, ›Faserland‹ genannt hatte.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:22:09 „Denn zum Beispiel dieses neue Buch von Christian Kracht. Eurotrash meinst du? Eurotrash, Roman, handelt irgendwie davon, wie der Held, der sehr inspiriert ist von dem wahren Christian Kracht mit seiner Romanmutter, die vielleicht, weiß ich nicht, wer mit der irgendwie durch die Schweiz reiste.“

Biller nutzt Krachts 'Eurotrash' als Vergleichspunkt für die Rezeption deutscher vs. jüdischer Literatur. Er beschreibt, wie das Buch die Nazi-Vergangenheit der Familie thematisiert und wie sich deutsche Leser darin wiederfinden können – etwas, das bei seinen eigenen Büchern schwieriger sei. Er kritisiert nebenbei, die Mutter im Roman spreche wie das 'Feuilleton der FAZ'.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Infinite Jest

Infinite Jest

David Foster Wallace · 2011

'A writer of virtuostic talents who can seemingly do anything' New York Times 'Wallace is a superb comedian of culture . . . his exuberance and intellectual impishness are a delight' James Wood, Guardian 'He induces the kind of laughter which, when read in bed with a sleeping partner, wakes said sleeping partner up . . .

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:23:50 „Ich habe von Infinite Jest auch nur 300 Seiten gelesen. Wirklich? Ja. Ein wirklich großes Werk der Weltliteratur. Das finde ich auch. Ich konnte es auch nicht zu Ende legen. Aber ich finde es großartig.“

Biller und Wegner sind sich einig, dass 'Infinite Jest' ein großes Werk der Weltliteratur ist, auch wenn beide es nicht komplett gelesen haben. Biller nutzt es als Beispiel für Bücher, die so dicht sind wie Musik – man muss sie nicht vollständig lesen, um ihre Qualität zu erfassen. Wegner bezeichnet es als 'wirklich tolles Buch'.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Humboldts Vermächtnis

Humboldts Vermächtnis

Saul Bellow

For many years, the great poet Von Humboldt Fleisher and Charlie Citrine, a young man inflamed with a love for literature, were the best of friends. At the time of his death, however, Humboldt is a failure, and Charlie's life has reached a low point: his career is at a standstill, and he's enmeshed in an acrimonious divorce, infatuated with a highly unsuitable young woman, and involved with a neurotic mafioso.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:25:00 „Eines meiner wichtigsten Bücher, das ist von Saul Bellow Humboldts Vermächtnis. Ich würde jedem, jedem, jedem, jedem empfehlen, das zu lesen, aber die alte Übersetzung. Weil die neuen Übersetzungen, die zur Zeit Mode geworden sind, neigen immer zum Elegischen.“

Biller empfiehlt Bellows 'Humboldts Vermächtnis' mit großem Nachdruck als eines seiner wichtigsten Bücher. Er beschreibt die Geschichte zweier Schriftsteller und lobt die Dichte des Romans, die mit Plot grundiert sei. Er warnt ausdrücklich vor der neuen Übersetzung und empfiehlt die alte, weil die neue das 'schnelle Sarkastische' verliere. Er habe das Buch drei- oder viermal im Kreis gelesen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Ein Held unserer Zeit

Ein Held unserer Zeit

Michail Lermontow · 1970

Lermontows psychologischer Roman über den desillusionierten Offizier Pechorin in der russischen Kaukasus-Region. Das Werk wird hier als Beispiel für problematische Neuübersetzungen angeführt, bei denen moderne Übersetzer das Original verfälschen würden. Trotz der falschen Zuordnung zu Goncharov zeigt das Beispiel Billers Kritik an zeitgenössischen Übersetzungen, die den ursprünglichen Geist klassischer Werke durch elegische Tendenzen untergraben.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:25:10 „Aber die machen auch Goncharovs irgendwie den Helden unserer Zeit kaputt. Also irgendwas ist im Moment los, wurscht, ein anderes Thema.“

Biller erwähnt 'Ein Held unserer Zeit' beiläufig als weiteres Beispiel für ein Buch, dessen Neuübersetzung die Qualität des Originals zerstöre. Er ordnet es fälschlicherweise Goncharov zu (es ist von Lermontow), nutzt es aber als Beleg für seine generelle Kritik an modernen Neuübersetzungen, die zum 'Elegischen' neigten.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Anna Akhmatova

Anna Akhmatova

Anna Akhmatova

This superb introduction to the work of the famous Russian poet Anna Akhmatova (1886-1966) begins with an account of her life in pre-revolutionary St. Petersburg and Stalinist Russia, and focuses principally on Akhmatova's poetry. Incorporating all recent scholarship, the author traces the ways in which Akhmatova's art reflected the tumultuous times in which she lived, and her emergence as the spokeswoman of her generation, to provide a long overdue account of her entire career.

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:25:40 „Also ich liebe die Dichterin Anna Akhmatova.“

Biller nennt die russische Dichterin als eine seiner Lieblingsautorinnen

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Gedichte von Anna Achmatowa

Gedichte von Anna Achmatowa

Anna Achmatowa · 1988

Lyriksammlung der russischen Dichterin Anna Achmatowa. Biller nennt Achmatowa als seine Lieblingsschriftstellerin und betont seine Liebe zu ihren Werken, kann aber seine Begeisterung spontan nicht näher erläutern. Die Nennung zeigt die bleibende kulturelle Bedeutung dieser modernen Dichterin.

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:26:30 „Also ich liebe die Dichterin Anna Akhmatova. Aus irgendeinem Grunde, ich komme mir gerade vor wie bei Wer wird Millionär, ich habe mich auf diese Frage vorbereitet. Und jetzt habe ich ein Blackout.“

Auf die Frage nach seiner Lieblingsschriftstellerin nennt Biller Anna Achmatowa als erste. Er sagt, er 'liebe' die Dichterin, hat aber gleichzeitig ein Blackout bei der Frage und kann nicht weiter ausführen, warum.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die Glasglocke

Die Glasglocke

Sylvia Plath · 2013

"Die Glasglocke" ist Sylvia Plaths Debütroman von 1963, ein intensiver psychologischer Roman über die Identitätskrise und psychische Belastung einer jungen Frau in den 1950er Jahren. Das Werk gilt als Klassiker der amerikanischen Literatur und wird für seine poetische Sprache und tiefgründige Auseinandersetzung mit mentalen Erkrankungen geschätzt. Der Roman bleibt bis heute relevant für seine kritische Perspektive auf gesellschaftliche Erwartungen und Geschlechterrollen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:26:47 „Also ich finde die Sylvia Blas genial. Naja, aber die Glasglocke. Ja.“

Maxim Biller erwähnt Sylvia Plath (im Transkript als 'Sylvia Blas' verschrieben) und ihren Roman 'Die Glasglocke' als Beispiel für ein geniales Werk. Jochen Wegner ergänzt, dass sie Lyrikerin ist, aber Biller hebt speziell den Roman hervor.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Erstes Buch von Anna Pritzkau

Erstes Buch von Anna Pritzkau

Anna Pritzkau · 2016

Wer waren die Täter des nationalsozialistischen Wahns? Waren sie Bestien und Befehlsempfänger, desinteressierte Bürokraten oder willenlose Rädchen im Getriebe, ideologisierte Überzeugungstäter oder gewöhnliche Verbrecher? In diesem Band geht es um Täter, Opfer und Zuschauer im Hitler-Deutschland. Erschütternde Belege einer gnadenlosen Zeit – und Dokumente beschämender Versäumnisse der Nachkriegs-Justiz Die Täter sterben aus – die Opfer und Zeitzeugen ebenfalls.

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:27:00 „Also ich finde die Sylvia Plath genial. Naja, aber die Glasglocke. Ja. Ich finde das erste Buch meiner Freundin, Anna Pritzkau, genial.“

Auf die Frage nach seiner Lieblingsschriftstellerin nennt Biller neben Sylvia Plath und Anna Achmatowa auch das Debüt seiner Freundin Anna Pritzkau als eines der besten Bücher, die er kennt.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
The Fortune Cookie

The Fortune Cookie

Billy Wilder · 1966

Harry Hinkle wird bei einem Football-Spiel verletzt. Sein Schwager und Rechtsanwalt Gingrich sieht darin die Chance zu einem riesigen Schadensersatz und leitet alles in die Wege, um die Versicherung zu hintergehen. Wäre da nicht Boom Boom Jackson, der ehrliche Football-Spieler, der sich mit Harry anfreundet...

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:35:52 „Wie in meinem Lieblingsfilm von Billy Wilder, der, wie heißt der, der Glückskeks. Kennt ihr den? Fortune Cookie.“

Biller nennt den Film seinen Lieblingsfilm von Billy Wilder und erzählt die Handlung

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Der Glückskeks

Der Glückskeks

Billy Wilder · 2018

Ist ein eingeschweißter Keks, gefüllt mit einem Zettel samt sinnlosem Spruch der Weg, über den das Glück mit uns kommunizieren möchte? Vielleicht ist Amanda ein Glückskeks, schließlich weiß man auch bei dem süßen Gebäck nicht, was gleich dabei raus kommt. Eines steht jedoch fest - Amanda hat ein besonderes Ziel: Glücklich machen, glücklich sein. Das tut sie auf ihre unnachahmliche Art und Weise im neuen Programm „Glückskeks“! Und dabei ist die smarte Nilpferddame auch reifer geworden.

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:36:56 „Wie in meinem Lieblingsfilm von Billy Wilder, der, wie heißt der, der Glückskeks. Kennt ihr den? Fortune Cookie. Wo der Baseballspieler oder Footballspieler von einem Kameramann, der von Jack Lemmon gespielt wird... Der rennt irgendwie, der fällt schlecht hin und nein, andersrum, der Footballspieler rennt den Kameramann um und Jack Lemmon ist nichts passiert, aber sein windiger Schwager, der von Walter Matthau gespielt wird, sagt ihm... Da holen wir eine Million raus.“

Biller erzählt von seinem versehentlichen Rausch durch alkoholfreien Sekt und fantasiert scherzhaft über eine Schadenersatzklage nach amerikanischem Vorbild. Das erinnert ihn an seinen Lieblingsfilm von Billy Wilder, in dem Jack Lemmon eine Verletzung vortäuscht, um mit Hilfe seines windigen Schwagers (Walter Matthau) eine Million herauszuholen.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Das Herz ist ein einsamer Jäger

Das Herz ist ein einsamer Jäger

Carson McCullers

Das Herz ist ein einsamer Jäger (OT: The Heart Is a Lonely Hunter) ist der Titel des 1940 publizierten ersten Romans der US-amerikanischen Schriftstellerin Carson McCullers. Erzählt werden vor dem gesellschaftlichen Hintergrund einer US-Südstaatenstadt Ende der 1930er Jahre die Geschichten des gehörlosen John Singer und der mit ihm befreundeten Personen: des Teenagers Mick, des Restaurant-Besitzers Brannon, des Mechanikers Blount und des schwarzen Arztes Copeland.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:40:53 „Ja, aber ganz kurz, die Schriftstellerin, Carson McCullers, die habe ich mit 17, das hat sie, ein einsamer Jäger gelesen und das hat mich irgendwie, das wusste ich erst im Nachhinein, hat mich irgendwie zum Schriftsteller gemacht, weil ich nächtelang immer den Rhythmus ihrer Sprache hörte.“

Biller nennt Carson McCullers' Roman als das Buch, das ihn mit 17 Jahren zum Schriftsteller gemacht hat. Der Rhythmus ihrer Sprache hat ihn nächtelang nicht losgelassen. Er betont, dass ihm fast alle Bücher von McCullers wichtig sind, und nennt auch 'Frankie' als weiteres Werk.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Frankie

Frankie

Carson McCullers

Frankie und die Hochzeit ist ein Klassiker von Carson McCullers, der die Geschichte eines Mädchens in der Pubertät erzählt, das sich verzweifelt danach sehnt, Teil der Erwachsenenwelt zu werden. Der Roman erforscht tiefgreifend die Themen Einsamkeit, Zugehörigkeit und die Suche nach Identität. Der Podcast-Host zählt das Werk neben Das Herz ist ein einsamer Jäger zu den zentralen und persönlich bedeutsamsten Arbeiten der Autorin.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:41:27 „Nein, ich wusste einfach immer, das gibt es. Aber wie gesagt, also von ihr fast alle Bücher, Frankie, also wirklich, das ist für mich ganz, ganz, ganz wichtig.“

Im Anschluss an seine Schwärmerei über 'Das Herz ist ein einsamer Jäger' erwähnt Biller auch 'Frankie' (gemeint ist 'Frankie und die Hochzeit' bzw. 'The Member of the Wedding') als weiteres zentrales Werk von Carson McCullers, das ihm sehr wichtig ist.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Das Tagebuch der Anne Frank

Das Tagebuch der Anne Frank

Anne Frank · 2015

Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Soziologie, Note: 12 Punkte, Justus-Liebig-Universität Gießen (Erziehungswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Ist es möglich etwas Neues zu diesem Thema zu entdecken? Es ist schon so viel über Anne Frank geschrieben worden. Anne Frank ist zu einer Botschafterin aller Diskriminierten auf der Welt, welche von Gewalt und Unfreiheit bedroht werden geworden.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:42:15 „Mehr, wir haben ja unentwegt, gerade wie gesagt, diese Anne-Frank-Geschichten, wo plötzlich irgendwie ein Teil der deutschen Presse jubelnd titelt, Juden verraten Anne Frank.“

Biller spricht über die Berichterstattung rund um die Anne-Frank-Enthüllungen als Beispiel für problematische Schlagzeilen in der deutschen Presse. Er nutzt das als Beleg dafür, dass Antisemitismus in Deutschland immer wieder aufflackert und Juden sich nie ganz sicher fühlen können.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Maus

Maus

Art Spiegelman · 1992

Die Autobiographie des Juden Wladek Siegelmann, der den Holocaust und Auschwitz überlebte, wurde von seinem Sohn Art Spiegelmann in Form eines Comics aufgezeichnet. Der Comic hat den Charakter der Underground-Comics der sechziger und frühen siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Der zweite Band beschreibt den Leidensweg seines Vaters in Auschwitz, das Grauen der Gaskammern, die Deportation nach Dachau, das Chaos der letzten Kriegstage, die Befreiung durch die Amerikaner, das Wiedersehen mit seine...

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:42:28 „Also sie rutschen immer wieder auf dem Maus aus, wenn ihr die Anspielung versteht.“

Biller macht ein Wortspiel mit Art Spiegelmans Graphic Novel 'Maus' über den Holocaust – 'auf der Maus ausrutschen' als Metapher dafür, dass Teile der deutschen Öffentlichkeit immer wieder in antisemitische Muster verfallen. Die Anspielung setzt Kenntnis des berühmten Comics voraus.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Glosse über die Documenta-Einladungen

Glosse über die Documenta-Einladungen

Thomas E. Schmidt

Thomas E. Schmidt kommentiert in dieser ZEIT-Glosse den Antisemitismus-Skandal der Documenta 15 und stellt infrage, ob die Kuratoren weise daran getan haben, Künstler mit BDS-Nähe einzuladen. Der Text beleuchtet die kontroversen Entscheidungen hinter der Großausstellung und deren gesellschaftliche Debatten.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 04:42:34 „Und diese Art von Skandalen oder die Dokumentargeschichte, zwei Wochen vorher, schreibt der tolle Thomas E. Schmidt, eine Glosse in der Zeit. Man sollte darüber nachdenken, ob es richtig ist, bestimmte Leute einzuladen, die eigentlich nicht gerade irgendwie Zionisten sind.“

Biller erwähnt eine Glosse von Thomas E. Schmidt in der ZEIT, die sich mit der Frage beschäftigt, ob es richtig sei, BDS-nahe Künstler zur Documenta einzuladen. Er ordnet den Artikel in den größeren Kontext des Documenta-Antisemitismus-Skandals und der Rolle von Kulturstaatsministerin Claudia Roth ein.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Der große Diktator

Der große Diktator

Charlie Chaplin · 1940

Anton Hynkel ist Der Große Diktator von Tomanien. Gnadenlos und brutal unterdrückt er Juden und strebt nach immer mehr Macht. Doch er weiß nichts von seinem Doppelgänger. Ein jüdischer Friseur, der nach einem Flugzeugabsturz im ersten Weltkrieg sein Gedächtnis verloren hat, gleicht ihm bis ins kleinste Detail. Der Friseur ahnt nichts von der Judenverfolgung, weil er von dem Kommandeur Schultz dem er einst das Leben rettete, beschützt wird.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:45:45 „Der große Diktator kann jederzeit wieder da sein. Das sieht man ja auch an anderen politischen Vorgängen, wo es überhaupt nicht um Juden geht.“

Biller verwendet den Begriff 'der große Diktator' im Kontext seiner Erklärung, warum Israel als Rückzugsort für Juden so wichtig ist. Es ist unklar, ob er direkt auf Chaplins Film referiert oder den Begriff metaphorisch nutzt – die Formulierung klingt jedoch wie eine bewusste Anspielung auf den berühmten Film.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Schmidteinander

Schmidteinander

Harald Schmidt, Herbert Feuerstein · 1990

Schmidteinander war eine Satire- und Comedy-Sendung im deutschen Fernsehen, die von Harald Schmidt und Herbert Feuerstein moderiert wurde. Das Konzept der Sendung stammte von Herbert Feuerstein, wobei der Sendeverlauf deutliche Parallelen zu Late-Night-Shows des US-Fernsehens aufwies; so gab es zu Beginn jeder Show ein kurzes Stand-up von Harald Schmidt und Interviews mit Prominenten im Laufe der Sendung. Dazu gab es oftmals Live-Musik im Studio.

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:54:00 „Das sieht total cool aus und zwar wie bei Schmidt einander früh, habe ich gerade gedacht. Stimmt. Herbert Feuerstein saß wirklich an einem extra kleinen Schreibtisch.“

Jochen Wegner vergleicht den kleinen Pulttisch, an dem Produzentin Paula im Studio sitzt, mit dem ikonischen Setup der TV-Show 'Schmidteinander', in der Herbert Feuerstein neben Harald Schmidt an einem extra kleinen Schreibtisch saß.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube Details
Eine Ehe in Wien

Eine Ehe in Wien

David Vogel

David Vogels Roman spielt in den 1920er Jahren in Wien und erzählt von einem jüdischen Einwanderer aus Weißrussland, der sich unsterblich in eine Wiener Adlige verliebt. Der Roman erkundet Themen wie Entwurzelung, Leidenschaft und kulturelle Spannungen in der Zwischenkriegszeit. Das Werk gilt als literarische Inspirationsquelle und wirft ein subtiles Licht auf die gesellschaftlichen Verhältnisse der Epoche.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 05:19:58 „Ich hatte mehr nicht davor, außer dass ich ein Buch gelesen hatte von David Vogel, eine Ehe in Wien, in dessen Stimmung ich mich befand. Das handelt von einem, spielt in den 20er Jahren in Wien und handelt von einem jüdischen Einwanderer aus Weißrussland, der sich verliebt in eine sadistische Wiener Adlige.“

Biller beschreibt die Inspirationsquelle für seinen Roman 'Die Tochter'. David Vogels Roman über einen jüdischen Einwanderer in Wien der 1920er Jahre hatte ihn in eine Stimmung versetzt, aus der heraus er seinen eigenen Roman zu schreiben begann.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Erzählungen von Bruno Schulz

Erzählungen von Bruno Schulz

Bruno Schulz · 1994

Sammlung von Erzählungen des polnisch-jüdischen Schriftstellers Bruno Schulz, die Max Biller literarisch inspirierte. Schulz' surrealistisches Werk wurde zur Grundlage für Billers eigene Novelle, in der er Schulz' innere Dämonen und eine apokalyptische Kriegsahnung literarisch erforscht. Die Erzählungen demonstrieren die nachhaltige Wirkung klassischer Literatur als kreative Inspiration für zeitgenössische Autoren.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 05:21:01 „Da war das Vorbild kein echter Mensch, aber ein Mensch, den ich als Schriftsteller aus der Literatur kannte. Ich habe damals ein paar von seinen Erzählungen gelesen, die mich faszinierten, habe ich über ihn gelesen.“

Biller beschreibt, wie Bruno Schulz' Erzählungen ihn zu einer eigenen Novelle inspirierten, die im Kopf von Schulz spielt. Die Faszination für den polnisch-jüdischen Schriftsteller wurde zur Grundlage für eine Novelle über Schulz' innere Dämonen und eine apokalyptische Vorahnung des Krieges.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Autobiografie von Hans Saal

Autobiografie von Hans Saal

Hans Saal · 2009

Hans Sahls berühmte Erinnerungsbücher in einer Neu-Edition. Hier erzählt Sahl, einer der großen Schriftsteller der deutschen Emigration, von seiner behüteten Kindheit in Dresden und den 20er Jahren in Berlin, von seinem Aufstieg zu einem berühmten Filmkritiker, der mit Bert Brecht, Ivan Goll und Ernst Toller befreundet war, von der Flucht vor den Nazis 1933 und wie er die langen Jahre im Exil verbrachte.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 05:21:38 „Und irgendwann, ich las dann in seiner Autobiografie, glaube ich, 37, 38, hörte er das in Polen herumgeht in den Emigrantenkreisen in Deutschland ein Typ, der Hans Saal heißt und alle Leute aushorcht.“

Biller erzählt, wie er in der Autobiografie des jüdischen Emigranten und Schriftstellers Hans Saal das Motiv eines Doppelgängers fand. Dieses Motiv — ein Typ, der alle Leute aushorcht — inspirierte ihn, in seiner Bruno-Schulz-Novelle einen Doppelgänger von Thomas Mann einzubauen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

Jaroslav Hašek

Hašeks Klassiker über die absurden Abenteuer eines einfachen Soldaten während des Ersten Weltkriegs. Der Roman gilt als Meisterwerk der Satire und literarisches Vorbild für die Schreibweise satirisch-pikaresker Romane. Seine Kombination aus Gesellschaftskritik, Humor und Charakterzeichnung beeinflusste Autoren bei der Gestaltung ihrer eigenen Werke.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 05:25:16 „Ich wollte zweitens einen satirischen Roman schreiben, so wie den Schweig zum Beispiel. Oder wie Good as Gold.“

Biller nennt Hašeks 'Schwejk' als literarisches Vorbild für seinen Plan, einen satirisch-pikaresken Roman zu schreiben. Es ist eines von zwei Referenzwerken, die ihn bei der Arbeit an seinem biografisch inspirierten Roman über seinen Freund beeinflussten.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Good as Gold

Good as Gold

Joseph Heller

Gold accepts a government post in Washington, considers leaving his wife, and all the while he is also searching for material to write his book on the Jewish experience in America, without realizing he is going through that experience.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 05:25:16 „Ich wollte zweitens einen satirischen Roman schreiben, so wie den Schweig zum Beispiel. Oder wie Good as Gold von Gott... das Gold von, fällt mir später ein, jüdisch-amerikanische Schriftsteller.“

Neben Hašeks Schwejk nennt Biller Joseph Hellers 'Good as Gold' als Vorbild für seinen satirischen Roman. Biller kann sich im Moment nicht an den Autorennamen erinnern, beschreibt ihn aber als jüdisch-amerikanischen Schriftsteller.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Biografie (Hörbuch)

Biografie (Hörbuch)

Maxim Biller · 2021

Handbuch für Autorinnen und Autoren – Informationen und Adressen aus dem deutschen Literaturbetrieb und der Medienbranche E-Book-Ausgabe 2021, basierend auf der 8., völlig überarbeitete und erweiterte Ausgabe 2015 Herausgegeben von Sandra Uschtrin und Heribert Hinrichs Uschtrin Verlag, Inning am Ammersee 2021

🗣 Maxim Biller empfiehlt aktiv bei ⏱ 05:29:20 „Man kann es übrigens zur Zeit hören, als gelesenes Hörbuch beim SWR 2, gelesen von Samuel Finzi. Das ist da noch ein Dreivierteljahr auf deren Seite.“

Biller weist auf die Hörbuchfassung seines Romans 'Biografie' hin, die beim SWR 2 verfügbar ist und von dem Schauspieler Samuel Finzi gelesen wird. Er empfiehlt diesen Zugang zum Buch explizit und nennt auch die verbleibende Verfügbarkeit.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Stimmen und Straßen

Stimmen und Straßen

Maxim Biller

Der Schriftsteller Maxim Biller bereist für Cicero die Städte seines Lebens. Nach Berlin, Prag und Tel Aviv hat ihn die literarische Selbsterkundung in eine Stadt geführt, in der er seine Kindheit verbrachte und doch nie zu Hause war

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:31:38 „Ich mache die insgesamt schon seit, also ich habe die schon angefangen vorher, da hieß die Stimmen und Straßen, war bei Cicero.“

Biller erzählt die Geschichte seiner regelmäßigen Kolumne, die über verschiedene Stationen wanderte. 'Stimmen und Straßen' war der erste Name, damals noch beim Magazin Cicero, bevor die Kolumne zur ZEIT wechselte.

Zum Artikel bei Cicero.de Details
Was mache ich hier?

Was mache ich hier?

Maxim Biller

Maxim Biller beschreibt in seinem Buch "Der gebrauchte Jude" seine Jahre in Deutschland und insbesondere seine Zeit als Kolumnist bei der ZEIT. Seine Kolumne "Was mache ich hier?" behandelt persönliche Reflexionen über Integration, Identität und das Leben als jüdischer Autor im deutschen Sprachraum. Billers Essays bieten einen intimen Blick auf seine berufliche und persönliche Entwicklung während dieser prägenden Periode.

🗣 Maxim Biller erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:31:44 „Dann kam sie rüber zur Zeit und zuerst habe ich mich mit einem anderen abgewechselt, das hieß Was mache ich hier?“

Biller beschreibt die zweite Station seiner Kolumne: Bei der ZEIT hieß sie zunächst 'Was mache ich hier?' und Biller wechselte sich mit einem anderen Autor ab, bevor er die Kolumne alleine weiterführte.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Porträt über Maxim Biller im Zeitmagazin

Porträt über Maxim Biller im Zeitmagazin

Stefan Williger

Porträt des Schriftstellers Maxim Biller im ZEITmagazin, für das Journalist Stefan Williger ihn begleitet hat. Der Artikel zeigt Billers unbequeme Persönlichkeit und seinen Humor als Ausdruck von Intelligenz, beleuchtet seinen Umgang mit Antisemitismus und jüdischen Traditionslinien. Gleichzeitig wird dokumentiert, wie Medienredaktionen – etwa beim Literarischen Quartett – versuchten, Billers provokante Art zu zügeln und zu moderieren.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 05:39:32 „Wir haben im Zeitmagazin ja auch mal eine große Geschichte gemacht, Stefan Williger hat dich begleitet, da stand das ja auch nochmal drin, dass die Redaktion ja offenbar immer versucht hat, dich so ein bisschen weicher zu stimmen.“

Christoph Amend erwähnt einen großen Artikel im Zeitmagazin, für den der Journalist Stefan Williger Maxim Biller begleitet hat. Darin wurde unter anderem thematisiert, wie die Redaktion des Literarischen Quartetts versuchte, Biller zu zügeln.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Verteidigung der Kindheit

Verteidigung der Kindheit

Martin Walser

Roman über das Erwachsenwerden und die unvergesslichen Momente der Kindheit. Der Erzähler reflektiert sein Leben, während er versucht, die prägenden Erfahrungen seiner frühen Jahre zu verstehen und zu bewahren.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 05:40:44 „Woran denkst du bei Martin Walser? An seine Paulskirchenrede oder an Verteidigung der Kindheit?“

Biller nennt Walsers Roman 'Verteidigung der Kindheit' als Gegenbeispiel zur berühmteren Paulskirchenrede, um seine These zu untermauern: Bei Schriftstellern, die auch politisch Stellung beziehen, verdrängt die öffentliche Debatte oft das literarische Werk aus der Erinnerung.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Friedenspreis-Rede (Paulskirche, 1998)

Friedenspreis-Rede (Paulskirche, 1998)

Martin Walser

Martin Walsers Friedenspreis-Rede von 1998 in der Paulskirche ist ein vielbeachtetes Beispiel einer umstrittenen und gescheiterten Rede, die breite Kritik hervorrief. Die Rede gilt als warnendes Beispiel dafür, dass eine Friedenspreis-Rede auch misslingen kann – ein Referenzpunkt für nachfolgende Träger wie Carolin Emcke, die sich bei ihrer eigenen Rede 2016 bewusst damit auseinandersetzten. Walsers Rede zeigt die Risiken und Verantwortung, die mit einer solchen öffentlichen Stellungnahme verbunden sind.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 05:40:44 „Woran denkst du bei Martin Walser? An seine Paulskirchenrede oder an Verteidigung der Kindheit? Ich wünschte eh, dass sich das trennt.“

Biller verweist auf Martin Walsers kontroverse Rede bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998 in der Paulskirche, die eine große Debatte über die Erinnerungskultur auslöste. Er nutzt sie als Beispiel dafür, wie eine einzige öffentliche Äußerung das gesamte literarische Werk eines Autors in den Schatten stellen kann.

▶️ YouTube 🔍 Google Details
Das Judenthum in der Musik

Das Judenthum in der Musik

Richard Wagner · 1869

Das Judenthum in der Musik ist ein antisemitischer Aufsatz Richard Wagners, den er 1850 während seines Aufenthalts in Zürich schrieb. Am 3. und 9. September 1850 erschien er in der von Franz Brendel redigierten Neuen Zeitschrift für Musik unter dem Pseudonym K. [Karl] Freigedank. 1869 veröffentlichte Wagner den Aufsatz stark erweitert als eigenständige Broschüre unter seinem Namen.

🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 05:41:05 „Ich als Jude, der einem gewissen Vorurteil entspricht, es gibt Millionen Juden, die nicht so sind wie ich, lande am Ende immer in irgendeinem Scheißaufsatz von Richard Wagner, in dem drinsteht, dass Juden nur irgendwie Kritikaster sind.“

Biller verweist auf Richard Wagners antisemitischen Aufsatz, um zu beschreiben, wie er als kritischer jüdischer Intellektueller immer wieder in ein Klischee gepresst wird: der Jude als bloßer Kritikaster. Er sieht sich dadurch auf seine publizistische Seite reduziert, während sein literarisches Schaffen in den Hintergrund tritt.

Zum Artikel bei Wikisource Details
War die Extraktion dieser Folge gut?