Der flexible Mensch
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Sennett untersucht den zentralen Widerspruch zwischen persönlichen Werten und den Anforderungen des modernen Kapitalismus. Wie können wir unseren Kindern Moral und Integrität vermitteln, wenn der Markt Flexibilität und Ellenbogenmentalität verlangt? Ein scharfsinniger Essay über die inneren Spannungen unserer Leistungsgesellschaft.
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Erwähnungen (1)
„Richard Sennett hat es in einem Buch mal sehr schön beschrieben, wo er gesagt hat, er ist in einem Flugzeug geflogen und mit einem jungen Vater neben ihm. Und der junge Vater hat so erzählt mit seinen Kindern und in der Ausbildung und in der Erziehung und hat dann irgendwann gesagt, dass er diese Spannung von dem, was er seinen Kindern an Werten mitgeben möchte in der Erziehung und dem, was der moderne Kapitalismus an Widerwärtigkeiten von einem verlangt, nicht aushält.“
Ostermeier nutzt eine Anekdote aus einem Buch von Richard Sennett, um das zentrale Thema seiner Theaterarbeit zu illustrieren: den unauflösbaren Widerspruch zwischen den Werten, die man seinen Kindern vermitteln will, und den Ellbogen-Mechanismen, die der Kapitalismus verlangt. Diese Spannung ist für Ostermeier auch der Kern von Ibsens Stücken.
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