Der Idiot der Familie
Jean-Paul Sartre · 2007
Jens Bonnemann widmet sich Sartres Theorie der Imagination. Angesichts der nach wie vor regen Beschäftigung mit diesem paradoxerweise seit Jahrzehnten 'totgesagten' Philosophen, wundert es, daß seine Imaginationslehre bisher wenig Beachtung fand. Dies ist um so erstaunlicher, da Sartre dieses Thema ebenso ausgiebig behandelt wie die Probleme Freiheit, Subjektivität, (literarisches und politisches) Engagement oder Intersubjektivität.
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„Sartre war zu der Zeit schon sehr krank und halb blind und hatte zwar auch Momente größter Klarheit, aber schwächelte und war zum Weggefährten seiner Petite Coupin geworden, der Maoisten und schämte sich ein bisschen dafür, dass er den Flaubert schrieb und wollte eigentlich ein aktiver Revolutionär sein.“
Alice Schwarzer beschreibt Sartres Zustand Anfang der 1970er Jahre in Rom. Er arbeitete damals an seinem monumentalen Flaubert-Werk ('Der Idiot der Familie'), schämte sich aber dafür, weil er lieber ein aktiver Revolutionär gewesen wäre statt ein Schreibtischgelehrter.
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