Der Konsum der Romantik
Eva Illouz
Soziologische Analyse darüber, wie die Konsumindustrie romantische Symbolik und Rituale erfunden hat. Das Buch zeigt, dass vermeintlich intime Gefühle und Praktiken wie der Valentinstag von der kapitalistischen Warenwelt geschaffen wurden – eine kritische Dekonstruktion von Romantik als Konsumprodukt.
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„Ich habe ja selber mal ein Buch über die Liebe geschrieben. Und dafür habe ich das Buch von Eva Illus, also israelischen Soziologin, gelesen, zwei, drei Jahre älter ist als ich. Der Konsum der Romantik. Ein intelligentes Buch, das erzählt, wie die ganze Liebessprache und die ganze Liebessymbolik von der Konsumindustrie erfunden wurde.“
Precht erzählt, wie er Eva Illouz erstmals als Autorin entdeckt hat – über ihr Buch 'Der Konsum der Romantik', das er für sein eigenes Buch über die Liebe gelesen hat. Das Buch zeigt, wie romantische Rituale wie der Valentinstag von der Konsumindustrie geschaffen wurden und vermeintlich intime Gefühle gesellschaftlich überformt sind.
„Weil wir heute eine Gesellschaft ist, in der der Kapitalismus, da haben wir ja schon drüber geredet, Eva Illus zum Beispiel oder Andreas Reckwitz, der Kapitalismus ist in alle Nischen unseres Lebens und Zusammenlebens eingewandert.“
Precht nennt Eva Illouz zusammen mit Andreas Reckwitz als Theoretikerin des kulturellen Kapitalismus, der in alle Lebensbereiche eingedrungen ist. Er nutzt ihre Arbeit als Erklärung dafür, warum heutige Gesellschaften alles – Spaß, Sinn, Freude – nach kapitalistischer Optimierungslogik bewerten.
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