Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
Christopher Clark · 2013
Das Standardwerk zum Ersten Weltkrieg Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. In seinem bahnbrechenden Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor (Preußen) zu einer anderen Einschätzung. Christopher Clark beschreibt minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen.
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„Ich habe in dem berühmten Buch von Christopher Clarke die Schlafwandler nochmal länger nachgelesen. Also der Titel ist so gut, finde ich, die Schlafwandler und ein bisschen so fühle ich mich gerade auch.“
Markus Lanz zieht eine historische Parallele zwischen der Situation vor dem Ersten Weltkrieg und dem Ukraine-Krieg. Er greift auf Christopher Clarks Bestseller zurück, um das Gefühl zu beschreiben, wie Europa scheinbar unaufhaltsam in eine Krise hineingleitet, ohne dass die Beteiligten das volle Ausmaß erkennen.
„Dieses Unbehagen, in diesen Krieg reingezogen zu werden, Stichwort Erster Weltkrieg, Stichwort Christopher Clarke, Stichwort die Schlafwandler, einfach so langsam, langsam immer tiefer reingezogen werden.“
Lanz zieht eine Parallele zwischen dem Ukraine-Krieg und dem Ersten Weltkrieg. Er nutzt Christopher Clarks berühmte These vom schleichenden Hineingeraten in den Krieg als Warnung: Auch heute bestehe die Gefahr, dass der Westen Schritt für Schritt immer tiefer in den Konflikt hineingezogen werde, ohne dass es eine bewusste Entscheidung dafür gab.
„Wir haben ja auch davon gesprochen über Clark und die Schlafwandler, was dann schlussendlich zu einem Krieg geführt hat, den in dieser Form niemand gewollt hat. Niemand wollte einen Weltkrieg und schon gar nicht einen, der vier Jahre dauert.“
Precht verweist auf Christopher Clarks Standardwerk über den Ersten Weltkrieg, um eine historische Parallele zur heutigen Lage zu ziehen. Die zentrale These – dass die europäischen Mächte 1914 wie Schlafwandler in einen Krieg stolperten, den niemand wollte – dient als Warnung vor ähnlichen Kettenreaktionen in der Gegenwart.
„Mich erinnert das daran, wie in dem hervorragenden Buch von Christopher Clark es beschrieben wurde, die Schlafwandler.“
Precht zieht eine Parallele zwischen der aktuellen Aufrüstungsdebatte und der Eskalationsdynamik vor dem Ersten Weltkrieg, wie sie Clark in seinem Buch beschreibt.
„Man hat wirklich das Gefühl, und das besorgt viele Menschen, wir gehen mit so schlafwandlerischer Sicherheit. Und ich finde, der Begriff der Schlafwandler, das Bild, ist da eigentlich das genau richtige Bild, wenn wir auch mal an das berühmte Buch von Christopher Clarke denken.“
Lanz zieht eine Parallele zwischen der aktuellen geopolitischen Lage und Christopher Clarks Analyse der Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs. Er nutzt das Bild der 'Schlafwandler', um die Sorge auszudrücken, dass Europa erneut mit einer gefährlichen Sorglosigkeit in eine militärische Eskalation hineingleiten könnte — diesmal im Kontext der Ukraine-Krise und der Frage nach deutschen Bundeswehrsoldaten.
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