Die unendliche Geschichte
Michael Ende
Ein geheimnisvolles Buch schlägt Bastian in seinen Bann: Die unendliche Geschichte. Begeistert nimmt er teil an den wilden Abenteuern ihres Helden Atréju und an dessen gefährlichen Auftrag: Das Traumreich Phantásien und seine Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, zu retten. Mit der Zeit jedoch spürt Bastian, dass er mehr als nur ein unbeteiligter Zuschauer ist.
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„Ist doch auch wie eine Netflix-Serie. Ja, man schiebt irgendwelche staubigen Trümmer zur Seite, dann liegt ein Buch. Ja, in dem Buch. Und das Buch ist … Die unendliche Geschichte. Die unendliche Geschichte des Deuteronomiums.“
Sabine Rückert erzählt, wie bei Renovierungsarbeiten im Tempel ein altes Gesetzbuch gefunden wird – vermutlich das Deuteronomium. Sie vergleicht den Fund scherzhaft mit Michael Endes Roman und spielt auf die scheinbar endlose Geschichte der biblischen Gesetzestexte an.
„Ich hätte die irgendwie eher so in den Bereich von Michael Ende einsortiert, in die urländische Geschichte oder so.“
Lanz erzählt, dass er noch nie von den Gagausen gehört hat, und vergleicht den exotisch klingenden Volksnamen scherzhaft mit den fantastischen Völkern aus Michael Endes Unendlicher Geschichte. Das Transkript gibt den Titel als 'urländische Geschichte' wieder – offensichtlich ein Hörfehler des Transkriptionssystems.
„Er hatte immer so ein bisschen was Weihnachtsmannartiges, aber so Evil-Weihnachtsmann. War aber total beliebt und total respektiert und auch nicht mehr Dadelein.“
Jan Böhmermann beschreibt den Buchhändler CC Otto und seinen Laden 'Bücher Otto' im Fegelsack. Er vergleicht die Atmosphäre des Buchladens mit der aus 'Die unendliche Geschichte' — es roch nach Bücherladen, der Besitzer hatte alles gelesen und war Kindern gegenüber etwas unwirsch, ähnlich wie Karl Konrad Koreander im Roman.
„Ich hab mal, weil ich so oft da Bücher ausgeliehen habe, mir die unendliche Geschichte ausgeliehen und fand das Buch so krass, weil das ja so ein Metabuch ist. Das ist im Grunde so eine Mischung aus Michael Ende hat Herr der Ringe gelesen und hat gedacht, das mach ich jetzt auch, aber ein bisschen schlechter, wenn man jetzt aus heutiger Sicht mal kritisch drauf guckt, aber geil ist auch diese Meta-Ebene, die bei Herr der Ringe eben nicht mit drin ist, dass das Buch irgendwann zu den Kindern spricht, die es lesen.“
Jan Böhmermann erzählt eine persönliche Kindheitsgeschichte aus der Stadtbibliothek Vegesack. Er beschreibt, wie ihn die Meta-Ebene des Buches – dass es direkt zu seinen Lesern spricht – so fasziniert hat, dass er als Kind eine Nachricht im Namen von Bastian Balthasar Bux im Bibliotheksexemplar versteckt hat, in der Hoffnung, das nächste Kind würde glauben, die Figur sei real.
„In der Stadtbücherei in Bremen-Vegesack habe ich auch als Kind schon einfach, ich habe die unendliche Geschichte zum Beispiel nicht zurückgegeben. Ganz lange nicht. Und dann schlaflose Nächte deswegen gehabt.“
Anknüpfend an Ollis Videotheken-Geschichte erzählt Jan Böhmermann ein ähnliches Kindheitserlebnis: Er hatte als Kind das Buch aus der Stadtbücherei nicht zurückgegeben und deshalb schlaflose Nächte gehabt – aus Angst vor der Strafe und dem verurteilenden Blick des Bibliothekspersonals.
„Das ist eine Figur aus einer unendlichen Geschichte eigentlich. Da hat Michael Ender aber kurz vor Abgabe des Manuskripts wieder rausgestrichen. Der Stressbeißer.“
Böhmermann erzählt humorvoll von seinen angeblichen Schönheitsoperationen und bezeichnet sich als 'Stressbeißer'. Den Begriff nutzt er für einen absurden Witz, indem er behauptet, der 'Stressbeißer' sei eine Figur, die Michael Ende kurz vor Abgabe aus dem Manuskript der 'Unendlichen Geschichte' gestrichen habe.
„Endlich mal, worin nicht gelogen wird. Endlich. Ich fand Momo, die unendliche Geschichte, alles Lügen. Alles Lügen. Lass dich schön, aber es stimmte nichts von.“
Zusammen mit Momo wird Die unendliche Geschichte von Böhmermann als ironisches Beispiel für 'Bücher voller Lügen' genannt, um den Anspruch 'keinerlei Lügen' in Arafats Buch zu persiflieren.
„Oder auch dieses Buch, wovon sie schwärmt, von 1984, wird garantiert nicht so Harry-Potter-mäßig, nach Staub irgendwie so, hier auch so unendliche Geschichte-mäßig.“
Nina Pauer nennt Die unendliche Geschichte zusammen mit Harry Potter als Beispiel für die romantisiert-nostalgische Bücherästhetik, die Maxton Hall auf ein nüchternes Politikwissenschafts-Lehrbuch projiziert – eine Diskrepanz zwischen der realen Optik akademischer Bücher und der märchenhaften Darstellung im Roman.
„Also lustige Taschenbücher, die dann so ein Bild ergeben, aber das war ja der klassische Buchrücken dann. Und es gab bestimmt schon so Schmuckausgaben, wo dann, ich weiß jetzt nicht bei was, vielleicht Unendliche Geschichte oder so, dass die Seiten so golden sind.“
Im Gegenwartscheck diskutieren Nina Pauer und Ijoma Mangold über die Ausdehnung des Buchcovers auf die Seitenkanten (Booktalk-Effekt). Nina erwähnt Die unendliche Geschichte als Beispiel für Schmuckausgaben mit goldenen Seitenkanten.
„Oder wie heißt das in der unendlichen Geschichte? Das ist ja diese Schlangenkette, das Aurin.“
Nina Pauer verweist auf das Aurin aus der Unendlichen Geschichte als Beispiel für ein magisches Ding, das seinen Träger mit Macht und Bedeutung auflädt – passend zur Diskussion über die Beselung von Gegenständen und deren symbolische Kraft.
„Also Michael Ende, der die unendliche Geschichte geschrieben hatte. Ja, der in der ganzen Welt eine Legende wurde, aber in Deutschland belächelt.“
Cornelia Funke und Christoph Amend sprechen über die Geringschätzung fantastischen Erzählens in Deutschland. Michael Ende und sein Hauptwerk Die unendliche Geschichte dienen als Beispiel dafür, wie ein weltweit gefeierter Autor in der deutschen Literaturkritik, insbesondere von Marcel Reich-Ranicki, regelmäßig gedemütigt wurde.
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