Die Würde ist antastbar
Ferdinand von Schirach · 2017
»Die Würde des Menschen ist unantastbar, sagt das Grundgesetz. Aber das ist falsch. Denn sie wird jeden Tag angetastet.« Ferdinand von Schirach beschäftigt sich in seinen Essays mit den großen Themen unserer Zeit – warum der Terrorismus letztlich über die Demokratie entscheidet – und geht zugleich sehr persönlichen Gedanken nach, über das Schreiben, das Lesen mit dem iPad und das Rauchen. Oft ist es nur der Zufall, der den Einzelnen zum Täter oder Opfer macht.
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Erwähnungen (1)
„Ich habe ein Buch geschrieben, das heißt, die Würde des Menschen ist antastbar. Natürlich wird sie dauernd angetastet und dauernd verletzt und dauernd mit Füßen getreten, überall auf der Welt.“
Im Gespräch über den Epstein-Fall und die Frage, wie systematische Würdeverletzungen mit dem Grundgesetz-Artikel vereinbar sind, verweist von Schirach auf sein eigenes Buch. Er argumentiert, dass die Menschenwürde zwar ständig verletzt wird, aber trotzdem nicht verloren gehen kann — sie ist untrennbar mit dem Menschsein verbunden.
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