Friedenspreis-Rede 1983
Manès Sperber
Manès Sperber hielt 1983 eine aufsehenerregende Friedenspreis-Rede, in der er die These vertrat, dass der Westen eine glaubwürdige Bedrohung darstellen muss, um den Frieden zu sichern. Seine provokative Position wird historisch als Vorläufer moderner Debatten über westliche Außenpolitik und Abschreckungsstrategie betrachtet. Die Rede ist relevant als Beispiel für die intellektuelle Auseinandersetzung mit Friedenssicherung während des Kalten Krieges.
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Erwähnungen (1)
„Und sie zitiert unter anderem auch Manes Sperber, der 1983 den Friedenspreis bekommen hat und auch sehr klar gesagt hat, der Westen muss bedrohlich sein, damit der Frieden weiter bestehen kann.“
Iris Radisch erwähnt Sperbers Friedenspreisrede von 1983 im Kontext von Applebaums eigener Friedenspreisrede in der Paulskirche. Sperbers provokante These – der Westen müsse bedrohlich sein – wird als historischer Vorläufer von Applebaums heutiger Position eingeordnet.
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