Hedda Gabler
Henrik Ibsen
Hedda Gabler von Henrik Ibsen wird in dieser Inszenierung als "trojanisches Pferd" eingesetzt: Das klassische Drama verbirgt darin eine scharfsinnige Kritik am modernen Kapitalismus und seinen Widersprüchen. Diese Inszenierungsstrategie ermöglicht es, sowohl Theaterprofis als auch ein breites Publikum zu erreichen und zeitgenössische Fragen durch die Linse eines Klassikers zu erforschen.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (1)
„Ich habe da immer von einem trojanischen Pferd gesprochen. Ich habe immer gesagt, ich behaupte, es wäre Hedda Gabler. Es steht Hedda Gabler drauf, aber da drinnen ist eigentlich eine Kritik an unserer Welt.“
Ostermeier beschreibt seine Inszenierungsstrategie als 'trojanisches Pferd': Auf dem Programmzettel steht Ibsens 'Hedda Gabler', aber im Inneren steckt eine Gegenwartskritik an den Widersprüchen des modernen Kapitalismus. So erreicht er sowohl Theaterprofis als auch ein breites Publikum.
Ähnliche Medien
Gespenster
Henrik Ibsen
Ibsens Familientragödie entlarvt die Heuchelei bürgerlicher Konventionen: Zur Einweihung eines Kinderheims treffen sich Helene Alving mit ihrem Sohn Osvald, Pastor Manders und die Dienstmagd Regine im Haus am Fjord. Die Vergangenheit holt die Familie ein und zerstört ihre respektable Fassade. Helene muss eingestehen, dass sie jahrelang die Ausschweifungen ihres verstorbenen Mannes gedeckt hat und ihren Sohn nicht vor dessen Einfluss schützen konnte. Der Sohn leidet wie der Vater an Syphilis und verliebt sich in Regine, ohne zu wissen, dass sie seine uneheliche Halbschwester ist. Als auch das Kinderheim in Flammen aufgeht, wird das Scheitern aller Versuche, Lügen durch Anstand zu rechtfertigen, vollends offenbar.
Nora – Ein Puppenheim
Henrik Ibsen
Klassisches norwegisches Schauspiel über eine Frau, die aus ihrer bevormundeten Rolle ausbricht. Die moderne Inszenierung überträgt die bürgerlichen Widersprüche des 19. Jahrhunderts unmittelbar in heutige Berliner Interieurs und macht so die universellen Konflikte um Individualität und Gesellschaft für zeitgenössisches Publikum unmittelbar lesbar.
An Enemy of the People
Henrik Ibsen
Theaterproduktion von Henrik Ibsens Klassiker "Ein Volksfeind" mit Schauspieler Matt Smith. Der Artikel illustriert ein grundsätzliches Problem des kommerziellen Londoner Westend-Theaters, wo der Starname der Produktion oft wichtiger ist als der künstlerische Inhalt. Dies verdeutlicht das im Podcast diskutierte System, in dem Produzenten Shows primär nach der Berühmtheit ihrer Hauptdarsteller bewerten.
Die Wildente
Henrik Ibsen
Ostermeiers Inszenierung von Ibsens Klassiker „Die Wildente" arbeitet bewusst ohne Videoeinsatz und wird damit als Beispiel für minimalistische Theaterpraxis diskutiert. Dies steht im Gegensatz zu einem verbreiteten Trend im zeitgenössischen Theater, der Video vielfach einsetzt. Die Regie zeigt einen alternativen Zugang zu Bühnendramaturgie.