Kirche: Wie ein Ehepaar die Ökumene lebt - Politik
Heimlich zur Kommunion
Annette Zoch
Ein Ehepaar lebt die Ökumene ganz konkret: Die evangelische Frau und der katholische Mann nehmen gegenseitig an Eucharistie und Abendmahl teil. Eine Studie des Ökumenischen Arbeitskreises begründete 2019 theologisch, warum dies möglich ist – unabhängig davon, welche Konfession den Gottesdienst zelebriert. Der Vatikan untersagte jedoch solche deutschen Alleingänge. Der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt umgeht das Verbot durch eine andere Interpretation: Nicht die Kirchen laden ein, sondern Jesus – und jeder Gläubige entscheidet aus eigenem Gewissen, ob er teilnimmt. An einem Samstag feierten vier Frankfurter Kirchen parallel konfessionelle Gottesdienste mit Abendmahl oder Eucharistie, wobei alle Christen selbst wählen konnten, wo sie hingehen.
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„Ich habe mehrere Texte dabei. Einige lustige, einige traurige. Ich fange mal mit einem traurigen an. Aus der Süddeutschen, heimlich zur Kommunion. Katrin Hassel ist evangelisch, ihr Mann Peter ist katholisch. Sie sind seit 43 Jahren verheiratet und praktizieren schon lange, was Theologen als Recht für alle Christen fordern, die wechselseitige Teilnahme in Eucharistie und Abendmahl.“
Sabine Rückert liest ausführlich aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vor, in dem das Ehepaar Hassel – sie evangelisch, er katholisch – über ihre Erfahrungen mit der konfessionsverbindenden Ehe berichtet. Der Artikel illustriert die schmerzhafte Ausgrenzung beim Abendmahl zwischen den Konfessionen.
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