Herr Puntila und sein Knecht Matti
Bertolt Brecht
Bertolt Brechts Komödie über das Verhältnis zwischen dem finnischen Gutsherrn Puntila und seinem Knecht Matti beleuchtet gesellschaftliche Machtverhältnisse mit humorvollem Blick. Das Stück gehörte wie Kleists „Der zerbrochene Krug" zum Standardrepertoire von Schulaufführungen und prägte die Theaterwahrnehmung von Zuschauern nachhaltig.
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„Dann gab es dann Kleist, der zerbrochene Krug, Herr Puntila und sein Knecht Matti. Oh Gott, wie peinlich, von Brecht. All diese Stücke wurden aufgeführt und mich hat immer gestört, dass in diesen Schüler-Aufführungen haben wir uns unterhalten, wir haben gar nicht zugehört.“
Im gleichen Zusammenhang der Ruhrfestspiel-Erinnerungen nennt Kerkeling auch Brechts Stück, wobei er sich humorvoll selbst korrigiert, als er den Autor zunächst nicht nennt. Diese Theatererfahrungen als Schüler prägten sein Verständnis von Bühnenarbeit.
„Das Schauspielhaus Bochum war nicht weit, dann gab es dann Kleist, der zerbrochene Krug, Herr Puntila und sein Knecht Matti. Oh Gott, wie peinlich, von Brecht. All diese Stücke wurden aufgeführt und mich hat immer gestört, dass in diesen Schüler-Aufführungen haben wir uns unterhalten, wir haben gar nicht zugehört.“
Im selben Kontext wie der zerbrochene Krug erinnert sich Kerkeling an Brechts Stück als eines der Theatererlebnisse seiner Schulzeit bei den Ruhrfestspielen, die ihn prägten – allerdings weniger durch den Inhalt als durch die fehlende Interaktion zwischen Bühne und Publikum.
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